Landtaag
| DialĂ€kt: ZĂŒritĂŒĂŒtsch |
En Landtaag isch s formell ZĂ€mechoo vo VertrĂ€tter us eme gröössere Gibiet, eme Land, zum verhandle, zum öppis bschlĂŒĂŒsse, zum RĂ€cht setze oder zum RĂ€cht sprĂ€che.
GĂ€gewaart und jĂŒngeri VergangehĂ€it
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]HĂŒt isch en Landtag s ParlamĂ€nt vomene tĂŒĂŒtsche Land, vomenen ööschterrychische Land, vom FĂŒrschtetum LiechtestĂ€i und vo den italienische Provinze SĂŒdtirol und Trentino. Nöd ali LandesparlamĂ€nt z TĂŒĂŒtschland ghĂ€issed aber Landtaag: Dëë vo Berlyn isch s «Abgordnetehuus» und die vo Bremen und Hamburg d «BĂŒrgerschaft».
Die LandtÀÀg wëërded hĂŒt ali vier oder föif Jaar (amig au scho frĂŒener â und i der eltere Zyt au fĂŒr ander Perioode) vom Volch nach em allgimĂ€inen und glyche WaalrĂ€cht gwëëlt. Si schaffed ali Landesgsetz und kontroliered d Landesregierig.
A bsunderen Artikel zu LandtÀÀg gits die:
- Landtaag vo Bade-WĂŒrtebëërg
- Landtaag vom FĂŒrschtetum LiechtestĂ€i
- Landtaag vo de Republik Bade (hischtoorisch)
- Badische Landtaag (1947â1952) (hischtoorisch)
- Landtaag vom Rychsland Elsass-Lothringe (hischtoorisch)
S Pendant vomene Landtag ghĂ€isst i de Schwyz Groosse Raat, Kantonsraat, Landraat oder â im Kanton Jura â ParlamĂ€nt; mee daadezue staat im Artikel Kantonsparlament.
TĂŒĂŒfferi VergangehĂ€it
[Àndere | QuÀlltÀxt bearbeite]As politischi Versammlig
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Im HĂ€ilige Röömische Rych â z TĂŒĂŒtschland und z Ăöschterrych â sind LandtÀÀg frĂŒener StĂ€ndeversammlige gsy. Das ghĂ€isst, es hĂ€nd sich deet d VertrĂ€tter vo de verschidene StĂ€nd wie Adel, Chile, BĂŒrger und so wyter troffe, zum ĂŒber die Sache bschlĂŒĂŒsse, won ene de LandeshĂ«rr voorglĂ€it hĂ€t. Daadeby isch es hauptsĂ€chli um StĂŒĂŒre ggange.[1][2] Im Lauff vom 19. Jarhundert hĂ€nd sich us dĂ«ne mittelalterliche ZĂ€mekĂŒmpft under em Yfluss vom Ă€nglische ZwĂ€ichamerparlamĂ€nt naadisnaa modĂ«rni LandesparlamĂ€nt usepildet. I de Schwyz hĂ€ts de Bigriff Landtaag im Sinn von ere politische Versammlig au ggëë, er isch aber nu ganz sĂ€lte pruucht woorde.[3]
As Gricht
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]LandtÀÀg sind frĂŒener aber au Gricht gsy. Die BidĂŒĂŒtig isch i der Alten Ăidgnosseschaft di gwöndli gsy; deet isch en Landtag s Glych gsy wien es Landgricht, aso es Gricht fĂŒr en gröössere Bizirk.[4] Die BedĂŒĂŒtig hĂ€ts z TĂŒĂŒtschland nu ganz im SĂŒdweschte, aso i de Nëëchi vo der Ăidgnosseschaft, ggëë.[5]
Wurum «Taag»?
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]Taag isch im alte TĂŒĂŒtsch nöd nu es Woort gsy fĂŒr d ZytytĂ€ilig vo 24 Stund oder fĂŒr de GĂ€gesatz vo Nacht. WĂ€mer öpper uf en bsundere Taag uufpotte hĂ€t, dĂ€nn isch de «Taag» eben au en «Termyn» gsy. Und wil mer amene bistimmte Taag zĂ€mechoo isch, hĂ€t me dĂ€n au dĂ«re ZĂ€mekumpft oder Sitzig sĂ€lber «Taag» gsĂ€it.[6] Us em glyche Grund redt mer au von ere Tagig (es ZĂ€mechoo, zum ĂŒber öppis rede) und vo tage (zĂ€mechoo und öppis verhandle).
Zum Verglyche
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]I der Alten Ăidgnosseschaft hĂ€t me de Versamlige vo de KantonsvertrĂ€tter Taagsatzig gsĂ€it.
Fuessnoote
[Ă€ndere | QuĂ€lltĂ€xt bearbeite]- â Deutsches Rechtswörterbuch, Band VIII, Spalte 652â654, Artikel Land(es)tag BidĂŒĂŒtig IV (Digitalisaat).
- â Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, Band II, Spalte 1578â1585, Artikel LandstĂ€ndische Verfassungen.
- â Schweizerisches Idiotikon, Band XII, Spalte 907 f., Artikel Land-Tag BidĂŒĂŒtig a (Digitalisaat).
- â Schweizerisches Idiotikon, Band XII, Spalte 908â914, Artikel Land-Tag BidĂŒĂŒtig b (Digitalisaat).
- â Deutsches Rechtswörterbuch, Band VIII, Spalte 650 f., Artikel Land(es)tag BidĂŒĂŒtig I (Digitalisaat).
- â Schweizerisches Idiotikon, Band XII, Spalte 750Â ff., Artikel Tag (Digitalisaat).