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Ältere römische Kursive

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
AuszĂŒge aus Reden im römischen Senat, Papyrusfragment, 1. Jh. n. Chr.
Ältere (oben) und jĂŒngere (unten) römische Kursive im Vergleich

Die Àltere römische Kursive oder Majuskelkursive (selten auch Capitalis Cursiva) ist eine Kursivschriftvariante der antiken römischen Capitalis-Schriftfamilie.

Wie alle anderen Varianten der Capitalis-Schriften ist die Kapitalkursive eine reine Majuskelschrift. Sie war die alltĂ€gliche Gebrauchsschrift fĂŒr geschĂ€ftliche SchriftstĂŒcke und ist in einigen Papyri aus der Zeit zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert ĂŒberliefert.

Typisch fĂŒr die Ă€ltere römische Kursive ist unter anderem das so genannte „b Ă  panse gauche“, das b mit dem Bauch nach links. Im alltĂ€glichen Gebrauch verĂ€nderten sich die Buchstaben zu bogigen Formen mit langen Schleifen in der oberen und unteren Zone, bis sich daraus eine kursive Dreizonen-Schrift (Minuskelschrift) entwickelte, die jĂŒngere römische Kursive.

Ganz flĂŒchtige Notizen waren auf Wachstafeln notiert. Die römische Kursive passte sich diesem Beschreibstoff durch einige BuchstabenverĂ€nderungen an und wurde damit zur Wachstafelschrift.

  • Bernhard Bischoff: PalĂ€ographie des römischen Altertums und des abendlĂ€ndischen Mittelalters (= Grundlagen der Germanistik. 24). 2., ĂŒberarbeitete Auflage. Erich Schmidt, Berlin 1986, ISBN 3-503-02253-8, S. 85–89.
  • Ahasver von Brandt: Werkzeug des Historikers. Eine EinfĂŒhrung in die historischen Hilfswissenschaften (= Kohlhammer-Urban-TaschenbĂŒcher. Bd. 33). 16. Auflage, mit aktualisierten LiteraturnachtrĂ€gen und einem Nachwort von Franz Fuchs. Kohlhammer, Stuttgart 2003, ISBN 3-17-017996-9, S. 74.