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Alfred Stuiber

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Alfred Stuiber (* 27. MĂ€rz 1912 in Roding; † 24. Juni 1981 in Bochum) war ein katholischer Kirchenhistoriker, Patrologe und Christlicher ArchĂ€ologe.

Alfred Stuiber war der Sohn des GĂ€rtnereibesitzers Luitpold Stuiber und seiner Frau Kreszenz, geb. Zollner. Er besuchte das humanistische Gymnasium in Freising, legte 1933 das Abitur ab und studierte in Limburg, EichstĂ€tt und Bamberg; dort wurde er am 23. Januar 1938 zum Priester geweiht. Kaplan war er in Neuhaus an der Pegnitz und NĂŒrnberg. Seit 1940 diente er als SanitĂ€tssoldat und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er im September 1945 entlassen wurde. Danach wurde er Pfarrvikar in Windsheim (Mittelfranken).

Im FrĂŒhjahr 1948 promovierte er an der Bonner Katholisch-Theologischen FakultĂ€t mit der Arbeit Libelli Sacramentorum Romani. Untersuchungen zur Entstehung des sogenannten Sacramentarium Leonianum. Die Habilitation erfolgte am 28. Mai 1952 aufgrund der Arbeit Refrigerium interim. Die Vorstellungen vom Zwischenzustand und die frĂŒhchristliche Grabeskunst.

Nach weiterer Seelsorgsarbeit in Eckenhaid in der NĂ€he von Erlangen widmete er sich seit 1953 in Bonn einer wissenschaftlichen Laufbahn. 1958 wurde er zum außerplanmĂ€ĂŸigen Professor ernannt; im selben Jahr grĂŒndete er mit Theodor Klauser und Eduard Stommel das Jahrbuch fĂŒr Antike und Christentum.

Im Jahr 1959 ĂŒbertrug ihm Berthold Altaner die FortfĂŒhrung der von Gerhard Rauschen begrĂŒndeten, dann von Joseph Wittig und danach von ihm bearbeiteten Patrologie; 1960 erschien die 6., noch wenig verĂ€nderte Auflage, 1966 die völlig neugestaltete 7., 1978 eine erweiterte 8., welche 1980 nachgedruckt wurde.

1963 wurde Stuiber auf den Lehrstuhl fĂŒr Alte Kirchengeschichte an der neu gegrĂŒndeten Ruhr-UniversitĂ€t Bochum berufen, emeritiert wurde er mit dem Ende des Wintersemesters 1979/80.