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Ampfrach

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Ampfrach
Daten
GewÀsserkennzahl DE: 11812
Lage Frankenhöhe

Bayern

Flusssystem Donau
AbflussÂ ĂŒber Wörnitz → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Etwa 1 km westlich des Ortsrands von Schnelldorf-Grimmschwinden nördlich des Simonsbergs
49° 12â€Č 1″ N, 10° 8â€Č 59″ O
Quellhöhe ca. 477 mÂ ĂŒ. NHN[BA 1]
MĂŒndung von rechts und Ostnordosten gegenĂŒber von Feuchtwangen-Reichenbach nördlich der BrĂŒcke der Staatsstraße 1066 in die WörnitzKoordinaten: 49° 10â€Č 36″ N, 10° 15â€Č 32″ O
49° 10â€Č 36″ N, 10° 15â€Č 32″ O
MĂŒndungshöhe ca. 447 mÂ ĂŒ. NHN[BA 1]
Höhenunterschied ca. 30 m
SohlgefĂ€lle ca. 2,8 ‰
LÀnge 10,6 km[GV 1]
Einzugsgebiet 30,48 kmÂČ[GV 2]
KleinstÀdte Feuchtwangen
Gemeinden Schnelldorf

Die Ampfrach ist ein Bach von unter 11 km LĂ€nge auf der Frankenhöhe im westlichen Landkreis Ansbach in Bayern, der bei Feuchtwangen-Reichenbach von rechts und Nordwesten in die Wörnitz mĂŒndet.

Der Name ist eine Komposition aus Ampfer und der Flussnamensendung -ach.[1]

Die Ampfrach entspringt auf etwa 477 mÂ ĂŒ. NN einer Quelle etwa einen Kilometer westlich des Ortsrandes von Schnelldorf-Grimmschwinden, die nördlich des Simonsbergs am Fuß eines kleinen östlichen Waldvorsprungs liegt. Sie fließt von hier bis zur MĂŒndung sehr bestĂ€ndig in ostsĂŒdöstlicher Richtung.

Nach Passieren von Grimmschwinden an der SĂŒdseite des Dorfes nimmt sie vor dem Eintritt in den Ortsbereich von Schnelldorf selbst von rechts einen kurzen Zufluss auf, der zuvor eine Kette von Teichen speist, darunter den Birkweiher. Nach Schnelldorf unterquert der Bach unmittelbar die Bahnstrecke Crailsheim–NĂŒrnberg und lĂ€uft dann durchs Naturschutzgebiet Ampfrachsee, in dem er erst den 1,8 km langen Moritzbach von rechts aufnimmt, gleich darauf von links den 2,8 km langen Heckelbach, dessen namenloser und lĂ€ngerer linker Oberlauf am SĂŒdfuß des Hornbergs entspringt und vor seinem Zulauf an der Bundesautobahn 6 den Badesee Erlensee speist. Anschließend durchfließt die Ampfrach den Ampfrachsee.

Beim Ausfluss erfĂ€hrt sie dann bald auf 453 mÂ ĂŒ. NN auf einem sehr schlingenreichen Abschnitt Zulauf vom Pfeifenbuck im Norden durch den 3,1 km langen Aubach. Am Ortsrand von Unterampfrach endet dieser Abschnitt vorerst und die Ampfrach zweigt nach rechts in einen Nebengraben Katzenbach ab, in welchen gleich danach der 2,5 km lange Altweiherbach einmĂŒndet, der westlich von Ransbach an der Holzecke entsteht. Nach Durchqueren des zum grĂ¶ĂŸeren Teil rechts liegenden Dorfs Unterampfrach lĂ€uft der nun wieder mĂ€andrierende Bach unter der A 7 hindurch und nimmt dann erst von links und aus dem Norden den Gröhrichtbach (2,3 km), gleich darauf von WestsĂŒdwesten den Rotbach (3,2 km) auf, der am SĂŒdrand von Haundorf entsteht. Der Bachlauf ist inzwischen Grenze zwischen der Gemeinde Schnelldorf und dem Gebiet der Stadt Feuchtwangen. Kurz vor dem Zulauf des rechten, 3,0 km langen Holderbachs wenig danach tritt er ganz auf Feuchtwanger Gebiet ĂŒber.

Weniger als einen halben Kilometer weiter talab mĂŒndet die Ampfrach dann nach einem Lauf von 10,6 km an der Nordseite der Staatsstraße 1066 von rechts und Ostnordosten gegenĂŒber von Feuchtwangen-Reichenbach auf etwa 447 mÂ ĂŒ. NN in die obere Wörnitz, wenige Meter nördlich der WörnitzbrĂŒcke der Staatsstraße 1066. Sie hat von Quelle zur MĂŒndung ein mittleres SohlgefĂ€lle von etwa 2,9 ‰, auf dem noch 6,7 km Abschnitt vom Zufluss des Heckelbachs bis zu ihrer MĂŒndung ein SohlgefĂ€lle von nur noch etwa 1,6 ‰. Damit zeigt sie den fĂŒr die donauwĂ€rts laufenden GewĂ€sser in der Region typischen flachen Verlauf.

Es betrĂ€gt 30,5 kmÂČ, liegt im Naturraum Frankenhöhe und umfasst zum ĂŒberwiegenden Teil und in seinen flachen und offenen Partien einen Teil von dessen Unterraum Wörnitzbecken sowie um die weite Ampfrach-Talbucht herum meist bewaldete Randberge im Unterraum Crailsheimer Hardt (im weiteren Sinne). An der Nordspitze des Gebietes steht der Hornberg, dessen Gipfel mit 554 mÂ ĂŒ. NN der höchste Punkt der gesamten Frankenhöhe ist.

Entlang der Westgrenze des Einzugsgebietes zieht die EuropĂ€ische Hauptwasserscheide zwischen dem Schwarzmeer-Zufluss Donau diesseits, in welche ĂŒber die Wörnitz die Ampfrach entwĂ€ssert, und dem Einzugsgebiet der Jagst jenseits, die ĂŒber den Neckar und den Rhein in die Nordsee abfließt. Die kĂŒrzere Grenze vom Hornberg an in Richtung SĂŒdosten scheidet vom Einzugsgebiet des oberen Wörnitz-Zuflusses Waldhausener MĂŒhlbach.

Dem lĂ€ngeren Abschnitt der Großwasserscheide im SĂŒdwesten folgt in nirgends großer Entfernung die Landesgrenze von Bayern zu Baden-WĂŒrttemberg. Der weit ĂŒberwiegende Teil des Einzugsgebietes gehört zur Gemeinde Schnelldorf, ein kleiner mĂŒndungsnaher auch zum ausgedehnten Gebiet der Stadt Feuchtwangen, welche beide im Landkreis Ansbach liegen.

Die Ampfrach hat mit ihren ZuflĂŒssen eine sehr flache Talbucht geschaffen, die, von schmalen Streifen um die BĂ€che und GrĂ€ben mit GrĂŒnland abgesehen, ĂŒberwiegend unterm Pflug steht.

Aus WĂŒrttemberg im Westen kommend, ziehen die Bundesautobahn 6 und die Bahnstrecke Crailsheim–NĂŒrnberg west-östlich durch den oberen Teil des Tals. Die Bundesautobahn 7 quert es an seinem Übergang zur weiten Talachse der Wörnitz am unteren Lauf. Diesem folgt an der linken Seite in mehr oder weniger Abstand die als Landesstraße gleicher Nummer noch im wĂŒrttembergischen Michelbach an der LĂŒcke beginnende Staatsstraße 2222 ab Schnelldorf bis zur MĂŒndung.

ZuflĂŒsse und Seen

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Hierarchische Liste der ZuflĂŒsse und Seen von der Quelle zur MĂŒndung. Mit GewĂ€sserlĂ€nge[GV 1], SeeflĂ€che[BA 2], Einzugsgebiet[GV 2] und Höhe[BA 1]. Andere Quellen fĂŒr die Angaben sind vermerkt. Auswahl.

Ursprung der Ampfrach auf etwa 477 mÂ ĂŒ. NHN etwa 900 Meter westlich des Ortsrandes des Schnelldorfer Dorfes Grimmschwinden am Waldsaum der Randberge.

  • (Anderer Quellarm), von links und Norden auf etwa 467 mÂ ĂŒ. NHN etwa 400 Meter westlich des Ortsrandes von Grimmschwinden, ca. 0,5 km[BA 3] und ca. 0,5 kmÂČ.[BA 4] Entspringt auf etwa 474 mÂ ĂŒ. NHN nordwestlich von Grimmschwinden am Fuß des Ochsenbergs (536 mÂ ĂŒ. NHN[BA 5]). Der Namensquellarm ist am Zusammenfluss ebenfalls ca. 0,5 km[BA 3] lang, hat aber ein Einzugsgebiet von schon ca. 0,6 kmÂČ.[BA 4]
  • (Zufluss), von links und Nordosten auf etwa 465 mÂ ĂŒ. NHN fast am Ortsrand von Grimmschwinden, ca. 1,0 km[BA 3] und ca. 1,2 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 478 mÂ ĂŒ. NHN am Gewerbegebiet um die Birkenbergstraße.
    • Durchfließt vier Teiche am Nordrand von Grimmschwinden von bis zu 0,2 ha.[BA 2] Weiter nördlich gegen den Fuß des Birkenbergs (547 mÂ ĂŒ. NHN[BA 1][BA 5]) zu liegen weitere Kleinteiche im Einzugsgebiet.
  • Moritzbach, von rechts und SĂŒdwesten auf etwa 457 mÂ ĂŒ. NHN unterhalb von Schnelldorf im Naturschutzgebiet Ampfrachsee, ca. 1,8 km[BA 3] und ca. 2,3 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 473 mÂ ĂŒ. NHN sĂŒdlich des Gewerbegebietes um den Schnelldorfer Kapellweg am Waldrand unterm Kesselberg (ca. 538 mÂ ĂŒ. NHN[BA 1]).
  • Heckelbach, von links und Nordwesten auf etwa 456 mÂ ĂŒ. NHN ebenfalls im Naturschutzgebiet Ampfrachsee, 2,8 km und 5,0 kmÂČ. Entfließt auf etwa 478 mÂ ĂŒ. NHN einem Kleinteich nördlich von Schnelldorf nahe der Auffahrt auf die Bundesautobahn 6.
    • Dorfgraben, von rechts und Westnordwesten auf etwa 459 mÂ ĂŒ. NHN vor BuchmĂŒhle, ca. 1,0 km[BA 3] und ca. 0,7 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 464 mÂ ĂŒ. NHN in Schnelldorf an der Schwalbengasse.
  • Durchfließt auf etwa 455 mÂ ĂŒ. NHN den eponymen Ampfrachsee im Naturschutzgebiet, etwa 3,8 ha.[BA 2]
  • Aubach, von links und Nordnordwesten auf 453 mÂ ĂŒ. NHN[BA 6] vor Unterampfrach, ca. 3,1 km[BA 3] und ca. 2,9 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 503 mÂ ĂŒ. NHN rund 1,2 km nordnordwestlich von Oberampfrach im Wald.
  • Katzenbach, von rechts und Westnordwesten auf etwa 450 mÂ ĂŒ. NHN kurz nach Unterampfrach, 0,4 km und 2,9 kmÂČ. Geht auf etwa 452 mÂ ĂŒ. NHN am oberen Ortsrand von Unterampfrach rechts von der Ampfrach ab.
    Am Ortsrand von Unterampfrach nahe der Straße Zur DorfmĂŒhle speist dieser Zweig das Wassergrabengeviert des Burgstalls einer mittelalterlichen Burg.
    • Altweiherbach, von rechts und SĂŒdwesten auf etwa 452 mÂ ĂŒ. NHN gleich nach dem Abzweig des Katzenbachs, ca. 2,5 km[BA 3] und ca. 2,8 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 486 mÂ ĂŒ. NHN vor einer Weiherkette am Waldrand westlich des Dorfes Ransbach an der Holzecke von Schnelldorf.
  • Gröhrichtbach, von links und Nordwesten auf etwa 448 mÂ ĂŒ. NHN unterhalb von Unterampfrach östlich der Bundesautobahn 7, ca. 2,3 km[BA 3] und ca. 2,0 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 471 mÂ ĂŒ. NHN nördlich von Unterampfrach am SĂŒdosthang des Bergmann (530 mÂ ĂŒ. NHN[BA 1][BA 5]).
  • Rotbach, von rechts und WestsĂŒdwesten auf etwa 449 mÂ ĂŒ. NHN kurz nach dem vorigen, 3,2 km und 3,3 kmÂČ. Entsteht auf etwa 507 mÂ ĂŒ. NHN wenig östlich des Weilers Altersberg.
    • KrĂ€nzleinsbach, von links und Westen auf etwa 453 mÂ ĂŒ. NHN nordöstlich von Haundorf, ca. 2,5 km[BA 3] und ca. 1,2 kmÂČ.[BA 4] Entsteht auf etwa 506 mÂ ĂŒ. NHN wenig nördlich von Altersberg.
  • Holderbach, von rechts und SĂŒdwesten auf etwa 447 mÂ ĂŒ. NHN sĂŒdlich des Feuchtwangener Dorfs Bergnerzell, 3,0 km und 2,6 kmÂČ. Entsteht auf etwa 506 mÂ ĂŒ. NHN sĂŒdlich von Haundorf im Haundorfer Holz.
    • Durchfließt auf etwa 463 und 461 mÂ ĂŒ. NHN unmittelbar nacheinander zwei Teiche bei der HoldermĂŒhle, ca. 2,2 ha und ca. 1,4 ha.[BA 2]
    • Durchfließt auf etwa 461 mÂ ĂŒ. NHN einen Teich kurz vor der MĂŒndung nun schon auf dem Gebiet der Stadt Feuchtwangen, ca. 0,6 ha.[BA 2]

MĂŒndung der Ampfrach von rechts und Westnordwesten auf ca. 447 mÂ ĂŒ. NHN in die obere Wörnitz sĂŒdlich von Bergnerzell und gegenĂŒber von Reichenbach. Der Bach ist 10,5 km[GV 1] lang und hat ein Einzugsgebiet von 30,6 kmÂČ.[GV 2]

Die folgenden Ortschaften und SiedlungsplÀtze tiefster Schachtelungsstufe liegen am Lauf:

Das Einzugsgebiet der Ampfrach liegt zur GĂ€nze im Mittelkeuper der Frankenhöhe. In der weiten Talebene steht hierbei Gipskeuper (Grabfeld-Formation) an, wĂ€hrend die Randhöhen darum herum sich im Sandsteinkeuper darĂŒber erheben. Schon unterhalb von Schnelldorf lĂ€uft die Ampfrach in einem breiten Auensedimentband.[BA 7]

Einzelnachweise

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BayernAtlas („BA“)

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Amtliche Online-GewÀsserkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Ampfrach
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)

  1. 1 2 3 4 5 6 Höhe abgefragt auf dem BayernAtlas (Rechtsklick).
  2. 1 2 3 4 5 SeeflÀche abgemessen auf dem BayernAtlas.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 LĂ€nge abgemessen auf dem BayernAtlas.
  4. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Einzugsgebiet abgemessen auf dem BayernAtlas.
  5. 1 2 3 Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem BayernAtlas.
  6. ↑ Höhe nach blauer Beschriftung auf dem BayernAtlas.
  7. ↑ Geologie nach der Geologischen Karte 1:500.000 auf dem BayernAtlas.

GewĂ€sserverzeichnis Bayern („GV“)

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  1. 1 2 3 LĂ€nge nach: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Donau von Quelle bis Lech, Seite 66 des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,3 MB)
  2. 1 2 3 Einzugsgebiet nach: Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Donau von Quelle bis Lech, Seite 66 des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,3 MB)
  • Amtliche Topographische Karte 1:25.000 des Landesamtes fĂŒr Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern, ATK25-H06 Leutershausen und ATK25-I06 DinkelsbĂŒhl
  • Amtliche Topographische Karte 1:25.000 Baden-WĂŒrttemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6726 Rot am See, Nr. 6727 SchillingsfĂŒrst, Nr. 6826 Crailsheim und Nr. 6827 Feuchtwangen
  1. ↑ Albrecht Greule: Deutsches GewĂ€ssernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 36, „Ampfrach“ (Auszug in der Google-Buchsuche).