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Czorneboh

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Czorneboh
Čornobóh
Berggasthof mit Turm
Berggasthof mit Turm
Höhe 556,8 mÂ ĂŒ. NHN [1]
Lage Sachsen, Deutschland
Gebirge Lausitzer Bergland
Dominanz 15,4 km → Kottmar
Koordinaten 51° 7â€Č 11″ N, 14° 31â€Č 31″ OKoordinaten: 51° 7â€Č 11″ N, 14° 31â€Č 31″ O
Czorneboh (Sachsen)
Czorneboh (Sachsen)
Gestein Granodiorit
Erschließung „Berggasthof Czorneboh“ mit Aussichtsturm Czorneboh
Normalweg Wanderweg der Deutschen Einheit (West–Ost), Lausitzer Schlange (Nord–SĂŒd)

Der Czorneboh, obersorbisch ČornobĂłh, ist ein Berg zwischen Hochkirch und Cunewalde in der Oberlausitz. Auf seinem Gipfel liegt der „Berggasthof Czorneboh“[2] mit Aussichtsturm, der inzwischen der Stadt Bautzen gehört. Der Berg gehört zu der sĂŒdöstlich von Bautzen gelegenen Czorneboh-Bergkette und ist mit einer Höhe von 556,8 mÂ ĂŒ. NHN[1] der höchste Punkt dieses AuslĂ€ufers des Lausitzer Berglandes. Er leitet als Landschaftselement die wellige Granitlandschaft der Lausitzer Vorbergzone ein. Der Gipfel des Czorneboh liegt in der Gemarkung Meschwitz (Gemeinde Hochkirch), die Czornebohbaude jedoch in der Gemarkung Rachlau (Gemeinde KubschĂŒtz) im Landkreis Bautzen.

Der Name Czorneboh als Bezeichnung fĂŒr die frĂŒher Schleifberg oder Praschwiza genannte höchste Erhebung des Höhenzuges zwischen den Gemeinden Cunewalde und Hochkirch ist wahrscheinlich eine Erfindung des 18. Jahrhunderts. Sie nimmt ihren Anfang in einer ErwĂ€hnung Helmold von Bosaus in seiner Slawenchronik um 1168, in der er vom Überfluss an heiligen Hainen und Göttern bei den Slawen berichtet. Über den Götterglauben schrieb er: „Sie glauben nĂ€mlich, alles GlĂŒck werde von einem guten, alles UnglĂŒck aber von einem bösen Gotte gelenkt. Daher nennen sie auch den bösen Gott in ihrer Sprache Diabol oder Zcerneboch, d. h. den schwarzen Gott.“[3] Der pirnaische Chronist und Dominikaner Johannes Lindner ĂŒbertrug 1530 den Czorneboh-Kult auf die Sorben der Lausitz. Seine Chronik gilt jedoch als fehlerhaft und daher unzuverlĂ€ssig.[4]

Um 1690 verfasste der Konrektor des Bautzener Gymnasiums, Magister Martin GrĂŒnewald eine „Kurze historische Beschreibung der Oberlausitz“, in welcher er die Verehrung des Gottes Czorneboh und Reste von AltĂ€ren auf verschiedenen Bergen in der NĂ€he von Bautzen erwĂ€hnte, ohne jedoch konkrete Berge zu benennen.[5] Ende des 17. Jahrhunderts meint der sorbische Pfarrer MichaƂ Frencel aus Großpostwitz zwar zu wissen, dass die Sorben den Zernebog verehrten, kann dafĂŒr aber gleichzeitig keinerlei Hinweise mehr finden.

1780–1806 entstanden die sĂ€chsischen MeilenblĂ€tter, ein militĂ€risches Kartenwerk. Darin wurde der Berg mit dem Doppelnamen „Schleifenberg / Zschernebog“ eingetragen. Felsen des Berggipfels trugen die Bezeichnung Hölle und Teufelssteine.[6] Aus Meschwitz (im Jahre 1885 94 % sorbische Bewohner) stammt ein Protokoll von 1804, in dem wird der Berg als Richtung eines Fahrweges ebenfalls bereits „Zschorna-Bogk“ genannt.[7]

In den Akten der Stadt Bautzen, in deren Besitz sich der Berg damals befand und bis heute befindet, finden sich noch bis ins 19. Jahrhundert lediglich die Bezeichnungen Schleifberg, Exanberg oder Finsterwald. Die Ă€lteste ĂŒberlieferte slawische Bezeichnung fĂŒr eine Steingruppe auf dem Berggipfel ist Caczca (=kačka, „Ente“).

Die Nordseite des Czorneboh mit dem Dorf Pielitz

Als Namen eines nicht nĂ€her bezeichneten Berges „bei Wuißke“ taucht die Bezeichnung Czernebog auch in Karl Gottlob Antons „Erste Linien eines Versuchs ĂŒber der Alten Slaven Ursprung, Sitten, GebrĂ€uche, Meinungen und Kenntnisse“ (Leipzig 1783) auf. Vollkommen unabhĂ€ngig davon erwĂ€hnt Anton aber an einer anderen Stelle seines Werkes den Schleifberg sowie dessen slawischen Namen Praschwiza. Sieben Jahre spĂ€ter wird das Wissen um einen vermeintlichen Berg Czernebog erstmals im „Lausizischen Wochenblatt“ erwĂ€hnt, auch hier als nicht nĂ€her bezeichneter Berg bei Wuißke und mit offensichtlicher Bezugnahme auf die Schrift Antons. 1791 ist schließlich im 6. Heft der „Lausizischen Monatsschrift“ eindeutig der heutige Czorneboh als solcher bezeichnet. Antons Zeitgenosse Adolf Traugott von Gersdorff bezeichnete in seinen topographischen Zeichnungen den Berg erstmals 1789 als „Meschwitzer Berg oder Zschernebug“ und hielt an dieser Bezeichnung (spĂ€ter Tschernebog geschrieben) fest.

Die SĂŒdseite des Berges mit Cunewalde im Vordergrund

Getragen vom Geist der Romantik setzt er sich nun bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als alleinige Bezeichnung fĂŒr den Berg der Name Czorneboh durch. Teufelssagen und Sagen um eine angebliche slawische KultstĂ€tte auf dem Czorneboh werden mit dem neuen Namen in Verbindung gebracht oder möglicherweise neu erfunden. Karl Benjamin Preusker erwĂ€hnte in seinem Werk „Ober-Lausitzische AltertĂŒmer“ von 1828 verschiedene Sagen und „mancherlei VolksmĂ€rchen“, die sich um die Felsen des Czorneboh rankten. Wie zum Beispiel, ĂŒber ein Götterorakel, TeufelsplĂ€tze, Wallfahrten und Opfer der „heidnischen Wenden“, sowie Spekulationen ĂŒber Zerstörungen und vergrabene „altertĂŒmliche GegenstĂ€nde“.[8] In seinem spĂ€teren umfangreicheren Werk von 1841 zeigt er sogar eine detaillierte Karte mit verschiedenen sagenhaften PlĂ€tzen, wie der Teufelskanzel, dem Teufelsfenster, der Hölle und dem Kessel (Opferkessel).[9] Die ersten ausfĂŒhrlichen Sagen tauchten 1839 in Heinrich Gottlob GrĂ€ves „Volkssagen und volksthĂŒmliche Denkmale der Lausitz“ auf.[10] Um die Mitte des Jahrhunderts gibt es dann bereits mehr als ein halbes Dutzend.[11]

Der Bautzener Pfarrer, Historiker und Chronist Dr. Erwin Wienecke kritisierte 1927: „FĂŒr ein fruchtloses ‚Beweisenwollen‘ interessierte man sich vor der Öffentlichkeit mehr als fĂŒr ein folgerichtiges, endgĂŒltiges Totschlagen“. Er initiierte die RĂŒckbenennung des Czorneboh in den urkundlich 1571 dokumentierten deutschen und damit aus seiner Sicht einzig richtigen Namen Schleifberg.[12] Sein nachdrĂŒckliches DrĂ€ngen stieß bei den nationalsozialistischen EntscheidungstrĂ€gern auf offene Ohren und wurde im Zuge der Eindeutschung von Ortsnamen verbindlich gemacht.[13]

Im Spannungsfeld der Umbenennung befragten 1937 Wladimir SchĂŒtze, Friedrich Sieber und Paul Nedo in einer von ihnen geheim gehaltenen Studie Ă€ltere Sorben im Umland des Czorneboh. Es zeigte sich, dass einige der Befragten „Na Čornyboh“ sagten und damit „auf den schwarzen Gott“ meinten, mitunter sagten sie jedoch auch „Na Čornyboku“ und meinten damit „auf der schwarzen Seite“ (čorny bok) des Berges im Sinne von Schattenseite bzw. Nordseite. Möglicherweise fĂŒhrte die Ähnlichkeit der Worte zu Verwechslungen. Der Begriff Schleifberg war allen befragten Sorben bis dahin gĂ€nzlich unbekannt.[14] Die NamensĂ€nderung in Schleifberg wurde nach 1945 zurĂŒckgenommen.

Aussichtsturm auf dem Czorneboh

Auf dem Berg befindet sich ein 23 m hoher Aussichtsturm[15] aus dem 19. Jahrhundert und eine GaststÀtte mit einem Biergarten. Der Bau wurde 1850 durch den Oberförster Walde aus Wuischke beim Stadtrat von Bautzen beantragt. ZunÀchst wurde der Turm nach dem Entwurf des Architekten Traugott Hobjan aus Bautzen durch den Malermeister Karl Traugott Eichler aus Lauba errichtet. Dieser wurde am 17. Mai 1851 vollendet und 1852 zusammen mit dem Wirtshaus eröffnet. Im Jahr 1856 wurde ein Brunnen fertiggestellt. Der steinerne Turm ist der Àlteste seiner Art in der Oberlausitz. Im Jahr 1928 erhielt der Turm einen hölzernen Aufbau, der jedoch am 19. Dezember 1944 abbrannte. Aufgrund seiner NÀhe zu Bautzen und der guten Infrastruktur am Berg ist der Gipfel des Czorneboh ein beliebtes Ausflugsziel.

Die GaststĂ€tte war seit dem 1. Oktober 2013 vorĂŒbergehend geschlossen und wurde anschließend umfassend durch die Stadt Bautzen saniert. Dazu gehörten Dach, WĂ€nde, Fußböden, Heizung, LĂŒftung und die SanitĂ€ranlagen. Zudem wurde die KĂŒche komplett neu eingerichtet. Seit dem 16. April 2016 steht die Czornebohbaude wieder Touristen und Wanderern zur Einkehr offen.[16]

Vor dem Turm stand seit 1904 ein Bismarckdenkmal von Anton Schwarz, das 1950 von FDJ-Aktivisten zerstört wurde. Am 6. Oktober 2021 stimmte der Hauptausschuss der Stadt Bautzen PlÀnen eines AfD-nahen Vereins zu, das Denkmal wieder aufzubauen.[17] Nach scharfen Protesten gegen die WiederaufbauplÀne, unter anderem seitens des Sorbischen Instituts und der Domowina,[18] sowie einer von mehr als 1500 Menschen unterzeichneten Petition hob der Stadtrat den Beschluss am 24. November 2021 auf.[19]

Religiöse KultstÀtte

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Bereits bevor der Czorneboh diesen mythologisch aufgeladenen Namen erhielt, verbanden sich mit der Steingruppe auf seinem Gipfel Vorstellungen von einer slawischen KultstĂ€tte auf dem Berg. Der sorbische Pfarrer, Historiker und Sprachforscher Abraham Frencel nannte 1712 fĂŒr die Nordseite des Berges die Bezeichnung „PraĆĄwica“. Er leitete sie vom obersorbischen praĆĄeć („fragen“) ab und ĂŒbersetzte es als „Frageort“ bzw. „Frageberg“. Diese Deutung galt lange Zeit als Beleg eines einstigen Kultplatzes mit einem fĂŒr die slawische Religion typischen Orakel auf dem Berggipfel. 1910 widersprach der sorbische Volkskundler Jan Awgust Jenč der Deutung Frencels, indem er eine Herleitung vom seltener verwendeten obersorbischen praĆĄiwy annahm, was rĂ€udig, krĂ€tzig, schlecht, verkommen bzw. elend bedeutet. Heute favorisiert man diese Deutung und meint, dass damit das beschwerliche Besteigen des Berges bzw. die fĂŒr die Steinbearbeitung unbrauchbaren Steine gemeint gewesen sein könnten.[20] Konrad Botho erwĂ€hnt 1492 in seiner Sachsenchronik indirekt, dass bei der Götterverehrung der Slawen in der Lausitz Steine eine Rolle spielten, indem er ĂŒber das Jahr 1116 von der Zerstörung des Abgottes „Flyns“ berichtet, der auf „einem Flynsstein“ stand.[21] ArchĂ€ologisch konnten keinerlei Hinweise auf eine vermeintliche Funktion der auf natĂŒrliche Weise entstandenen Steingruppe auf dem Czorneboh festgestellt werden.[22] Der Czorneboh wurde lange mit dem Bieleboh, dem Keulenberg bei Oberlichtenau und dem Sibyllenstein bei Elstra im gleichen Kontext vorchristlicher ReligiositĂ€t gesehen. Im Sibyllenstein vermutete man ebenfalls einen Orakelort.[23]

Eine Osterhebung des Czornebohbergzuges trĂ€gt die Felsengruppe des Hochsteins mit einer vorgeschichtlichen Wallanlage. In ihr vermutete Karl Benjamin Preusker 1841 einen heidnischen Opferplatz.[24] ArchĂ€ologische Untersuchungen um 1900 erbrachten eine slawische bzw. mittelalterliche Nutzung. Die Frage nach der Funktion der Anlage konnte nicht geklĂ€rt werden.[25] Um 1350 sollen die Felsen einer RĂ€uberbande als Versteck gedient haben, weswegen der Ort auf alten Karten auch Raubschloss genannt wurde und auf Sorbisch bis heute diesen Namen (RubjeĆŸny hrĂłd) trĂ€gt.

In der Umgebung des Czorneboh existieren die Reste von rund dreißig slawischen BurgwĂ€llen.

Aus dem Fund eines Steinbeiles und slawischer Scherben in Halbendorf im Gebirge, bronzezeitlichen Funden in Köblitz sowie zahlreichen sorbischen Flurbezeichnungen im Cunewalder Tal schlussfolgert man, dass auch der SĂŒden des Czorneboh bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war.[26]

Auf der Schmoritz, einem WestauslĂ€ufer des Czornebohbergzuges, haben sich ebenfalls die Reste eines Ringwalls erhalten. Er diente vermutlich in slawischer Zeit als EisenschmelzstĂ€tte.[27] Der Czornebohbergzug bildet zudem die sĂŒdliche Grenze des Siedlungsgebiets der bronzezeitlichen „Lausitzer Kultur“.

Die hohe Dichte vorgeschichtlicher Zeugnisse auf und um den Bergzug lassen eine religiöse Bedeutung des Berges zumindest möglich erscheinen.

Obwohl der Czorneboh als vorgeschichtlicher Kultplatz archĂ€ologisch bisher nicht belegt und damit strittig ist, war er schon in der FrĂŒhen Neuzeit ProjektionsflĂ€che vielfĂ€ltiger mythologischer Vorstellungen. Ihren Hauptgegenstand bildete die Felsgruppe auf dem Gipfel des Berges. In ihnen vermeinte man aufgeschichtete AltĂ€re, mit Opferbecken, Fackelhaltern und „Frageloch“ zu erkennen. Auf dem nahegelegenen „Hromadnik“ sah man, des Namens wegen, eine alte slawische VersammlungsstĂ€tte. Verbunden mit dem Aufleben regionalgeschichtlichen Interesses und der Rezeption mittelalterlicher und frĂŒhneuzeitlicher Historiographen, lag es dann nahe, im Finsterwald (ćěmny oder čorny lěs) auch den Kult des schwarzen Gottes (čorny bĂłh), Czorneboh, oder zumindest einer Nacht- und Todesgöttin ČornybĂłh-Pya zu verorten. Daneben finden sich auch klassische christliche Topoi, wie der „Teufelsfuß“, ein Stein mit einem Eindruck in Form eines Hufes, oder das „Teufelsfenster“ (gleichzeitig das besagte „Frageloch“) mit dazugehörender Sage vom „Teufelsfenster am Czorneboh“.[28] Als Gegenpart zum Schwarzen Gott – Czorneboh steht der Weiße Gott – Bieleboh. Helmold von Bosau erwĂ€hnte diesen Gott indirekt als „Gott des GlĂŒcks“. Möglicherweise ist er identisch mit dem slawischen Sonnengott „Svantovit“. Auch dieser „Weiße Gott“ erhielt einen Berg in der Oberlausitz. Er befindet sich gegenĂŒber dem Czorneboh am Ă€ußersten Rande des bisher bekannten Siedlungsgebietes der Milzener.[29] In den sĂ€chsischen MeilenblĂ€ttern von 1780–1806 wurde er zeitgleich mit dem „Zschernebog“ als „Der Pilobogg oder Beyersdorferberg“ eingetragen.[30] Karl Benjamin Preusker zeichnete 1841 eine mit Sagen behaftete Steinformation des Berggipfels, die er als „Bielybog-Altar“ bezeichnete.[31] Inwieweit es sich bei der Heiligkeit der Örtlichkeit um bloße Spekulation oder tatsĂ€chliche Überlieferung handelt ist strittig.

Czorneboh-Sagen sind zum Beispiel: „Die Koboldkammer auf dem Czornebog“,[32] „Das Teufelsfenster am Czorneboh“, „Das Veilchen vom Czorneboh“,[33] „Das Teufelsbecken auf dem Czorneboh“,[34] „Der Goldkeller am Frageberg“, „Tschernebog und Bielbog“.[35]

Sportveranstaltungen

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Bis Ende der 2010er Jahre fand am Czorneboh ausgehend von Cunewalde der Czorneboh-Lauf bzw. Czorneboh-Trail als GelÀndelauf statt.[36]

Die Strecke ĂŒber den Cunewalder Streitbuschweg und den Löbauer Weg bis zum Gipfel des Berges dient regelmĂ€ĂŸig als Austragungsort des Bergfahrens am Czorneboh des sĂ€chsischen Landesverbands des Bund Deutscher Radfahrer. Die Veranstaltung ist Landesmeisterschaft im Bergzeitfahren.[37]

SonnenphÀnomen

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Seit 2008 untersucht die Volks- und Schulsternwarte „Bruno-H.-BĂŒrgel“ in Sohland/Spree, Fachgruppe ArchĂ€oastronomie, verschiedene Felsen der Oberlausitz auf ihre Eignung fĂŒr kalendarische Sonnenbeobachtungen. Auf dem Czornebohgipfel wurden die Steinformationen „Ente“ und „Teufelskanzel von Rachlau“ (heute Teufelstisch) fĂŒr kalendarische Sonnenbeobachtungen geeignet befunden und menschlicher Einfluss bei der Einrichtung der kalendarischen Sichtöffnungen fĂŒr möglich gehalten. Das archĂ€oastronomische Forschungsprojekt erhielt die Bezeichnung „Projekt Götterhand“ und die Felsobjekte, welche das kalendarische SonnenbeobachtungsphĂ€nomen aufweisen werden als „SonnenheiligtĂŒmer der Oberlausitz“ angesprochen.[38]

  • Erwin Wienecke: Czorneboh und Bieleboh. Eine quellenkritische Studie aus dem Gebiet der slawischen Religionsgeschichte. In: Bautzener Geschichtshefte 4.6 (1927), S. 205–240.
  • Zwischen Strohmberg, Czorneboh und Kottmar (= Werte unserer Heimat. Band 24). Akademie-Verlag, Berlin 1974.
  • Cornelius Gurlitt: Czorneboh. In: Beschreibende Darstellung der Ă€lteren Bau- und KunstdenkmĂ€ler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 52.
  • Karl Preusker: Blicke in die vaterlĂ€ndische Vorzeit, Leipzig 1841
  • Ralf Herold: Die FĂ€hrte des Lichts – Projekt Götterhand – SonnenheiligtĂŒmer der Oberlausitz. Sternwarte Sohland/Spree, Books on Demand, Norderstedt 2020, ISBN 978-3-7519-5892-9
  • Ralf Herold: Ein Stonehenge in der Oberlausitz? Der Teufelsstein von Pließkowitz/Kleinbautzen, Fachverlag fĂŒr ArchĂ€ologie Beier und Beran, Langenweißbach 2024, ISBN 978-3-95741-205-8
Commons: Czorneboh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Karten und Daten des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (Hinweise)
  2. ↑ Elmar Ladusch: Berggasthof Czorneboh, Restaurant-Website. Abgerufen am 24. April 2023.
  3. ↑ Chronik der Slawen von Helmoldus (Bosoviensis) nach Johann Christian Moritz Laurent. S. 109–110.
  4. ↑ Petrus Albinus: Meisznische Land- und Berg-Chronica. 1589, S. 150.
  5. ↑ Joh. Christian Gotthelf Budaeus, Singularia histor.-lit. Lusatica oder 
 MerkwĂŒrdigkeiten derer 
 Ober- und Niederlausitz, Bd. 1 (=1.-12. Sammlung), 1736, Martin GrĂŒnewalds Beschreibung. 9, S. 228–269 und 11, S. 697–730.
  6. ↑ MeilenblĂ€tter von Sachsen 1:12000, Freiberger Exemplar; F 358, F345.
  7. ↑ Lětopis. Jahresschrift des Instituts fĂŒr Sorbische Volksforschung, Reihe C, Volkskunde Nr. 6/7, 1963/64, Paul Nedo: Czorneboh und Bielebon – zwei angebliche slawische KultstĂ€tten in der Oberlausitz. S. 12.
  8. ↑ Karl Benjamin Preusker: Ober-Lausitzische AltertĂŒmer. 1928, S. 40–41.
  9. ↑ Karl Benjamin Preusker: Blicke in die VaterlĂ€ndische Vorzeit. Band 1 von 1841, S. 198.
  10. ↑ Heinrich Gottlob GrĂ€ve: Volkssagen und volksthĂŒmliche Denkmale der Lausitz. Bautzen 1839, S. 57 Digitalisat
  11. ↑ Johann Georg Theodor GrĂ€sse u. a.: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Dresden 1855, S. 486 ff. Digitalisat
  12. ↑ Erwin Wienecke: Czorneboh und Bieleboh – Eine Quellenkritische Studie aus dem Gebiete der slawischen Religionsgeschichte. 1927, S. 206.
  13. ↑ Erwin Wienecke: Untersuchungen zur Religion der Westslawen. 1940, Vorwort.
  14. ↑ Lětopis. Jahresschrift des Instituts fĂŒr Sorbische Volksforschung, Festschrift fĂŒr Friedrich Sieber, Reihe C – Volkskunde, Nr. 6/7, 1963/64, Paul Nedo: Czorneboh und Bieleboh zwei angebliche slawische KultstĂ€tten in der Oberlausitz. S. 13–14.
  15. ↑ Aussichtsturm auf dem Czorneboh (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) auf der Webseite Naturpark Zittauer Gebirge
  16. ↑ Katja SchĂ€fer: Willkommen auf dem Czorneboh. In: SĂ€chsische Zeitung. 13. April 2016 (online [abgerufen am 18. April 2016]).
  17. ↑ Bautzen baut Bismarck-Denkmal wieder auf. In: SĂ€chsische Zeitung. 7. Oktober 2021, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  18. ↑ Bautzen: Bautzen: Noch mehr Kritik an Bismarck-Denkmal. In: SĂ€chsische Zeitung. 13. Oktober 2021, abgerufen am 14. Oktober 2021.
  19. ↑ Bautzen: Beschluss zum Bismarck-Denkmal gekippt. In: SĂ€chsische Zeitung. 24. November 2021, abgerufen am 24. November 2021.
  20. ↑ Lětopis Jahresschrift des Instituts fĂŒr Sorbische Volksforschung, Reihe C, Volkskunde Nr. 6/7, 1963/64, Paul Nedo: Czorneboh und Bielebon – zwei angebliche slawische KultstĂ€tten in der Oberlausitz. S. 5–18.
  21. ↑ Konrad Botho: Cronecken der Sassen. 1492, fol. 245.
  22. ↑ Peter Donat, Joachim Herrmann (Hrsg.): Corpus archĂ€ologischer Quellen zur FrĂŒhgeschichte auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (7. bis 12. Jahrhundert). 4. Band Bezirke Cottbus, Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig. Berlin 1985.
  23. ↑ Friedrich Bernhard Störzner: Was die Heimat erzĂ€hlt. Teil 1, 1904, S. 238–244.
  24. ↑ Karl Benjamin Preusker: Blicke in die VaterlĂ€ndische Vorzeit. Band 1 von 1841, S. 188.
  25. ↑ Jahreshefte der Gesellschaft fĂŒr Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz. Band II. 1903–1913, S. 219–222.
  26. ↑ Gemeindeverwaltung Cunewalde (Hrsg.): Mein Cunewalde – Aus der Geschichte der Cunewalder Talheimat. 1999, S. 4; Klaus Richter: Das Dorfbuch – Historisches aus der Gemeinde Crostau und ihrer Ortsteile. 1999, S. 61; Theodor SchĂŒtze: Werte der Deutschen Heimat – Um Bautzen und Schirgiswalde. Band 12, 1967, S. 188.
  27. ↑ Jahreshefte der Gesellschaft fĂŒr Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz. Band II. 1903–1913, S. 125–130.
  28. ↑ Johann Georg Theodor GrĂ€sse: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Dresden 1855, S. 488. Digitalisat.
  29. ↑ Werte der Deutschen Heimat. Band 12: Um Bautzen und Schirgiswalde. 1967, S. 187, (mittelslawische Funde in Halbendorf bei Cunewalde).
  30. ↑ MeilenblĂ€tter von Sachsen „Berliner Exemplar“. 1804, Blatt 347 und Staatswissenschaft im Lichte unserer Zeit. Nr. 115, S. 917, Geographische Meridianbestimmung SĂ€chsischer Orte. Leipzig 1827, (bezeichnet als „Pilobogg oder Beyersdorferberg“).
  31. ↑ Karl Benjamin Preusker: Blicke in die VaterlĂ€ndische Vorzeit. 1841, S. 189 und Tafel I, Nr. 6.
  32. ↑ Heinrich-Gottlob GrĂ€ve: Volkssagen und volksthĂŒmliche Denkmale der Lausitz. 1839, S. 57
  33. ↑ Johann Georg Theodor GrĂ€sse: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. 1855, Nr. 648/649, S. 488.
  34. ↑ Frank NĂŒrnberger: Großes Oberlausitzer Sagenbuch. 2002, S. 113.
  35. ↑ Karl Haupt: Sagenbuch der Lausitz. 1862, S. 228 und S. 7/17.
  36. ↑ Website des Veranstalters, abgerufen am 7. Juni 2024
  37. ↑ Event 2024 beim Bund Deutscher Radfahrer, abgerufen am 7. Juni 2024
  38. ↑ Infopack 2011, SonnenheiligtĂŒmer der Oberlausitz. Sternwarte „Bruno-H.-BĂŒrgel“ Sohland/Spree; Ralf Herold: SonnenheiligtĂŒmer der Oberlausitz – Der Geldkeller auf dem Löbauer Berg und sein wahrer Schatz. Oberlausitzer Verlag, 2012.