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Edersee

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Edersee
Die Sperrmauer der Edertalsperre vom Uhrenkopf aus gesehen
Die Sperrmauer der Edertalsperre vom Uhrenkopf aus gesehen
Die Sperrmauer der Edertalsperre vom Uhrenkopf aus gesehen
Lage Landkreis Waldeck-Frankenberg
ZuflĂŒsse Eder (fĂŒr weitere siehe unten)
Abfluss Eder
GrĂ¶ĂŸere Orte am Ufer Edertal
GrĂ¶ĂŸere Orte in der NĂ€he Vöhl, Waldeck
Edersee (Hessen)
Edersee (Hessen)
Koordinaten 51° 11â€Č 6″ N, 9° 3â€Č 18″ OKoordinaten: 51° 11â€Č 6″ N, 9° 3â€Č 18″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit 1908–1914
Höhe ĂŒber GrĂŒndungssohle 48 m
Höhe ĂŒber GewĂ€ssersohle 45 m
Höhe der Bauwerkskrone 248 mÂ ĂŒ. NHN
Bauwerksvolumen 300.000 mÂł
KronenlÀnge 400 m
Kronenbreite 6 m
Basisbreite 36 m
KrĂŒmmungsradius 305 m
Böschungsneigung luftseitig ca. 55°
Böschungsneigung wasserseitig fast 1:0 (senkrecht)
Kraftwerksleistung 20 MW
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 244,97 mÂ ĂŒ. NHN
WasseroberflĂ€che 11,8 kmÂČdep1
StauseelÀnge 28,5 km
Stauseebreite 1,2 km
Maximale Tiefe 41,7 m
Speicherraum 199,3 Mio. mÂł
Gesamtstauraum 225 Mio. mÂł
Einzugsgebiet 1 443 kmÂČ
Bemessungshochwasser 1 744 m³/s
Lage der Edertalsperre im Verlauf der Eder

Der Edersee, technisch korrekt und vom Betreiber offiziell als Edertalsperre bezeichnet, gehört zu den grĂ¶ĂŸten Talsperren in Deutschland (siehe Liste von Talsperren in Deutschland). Namensgeber ist der Fuldazufluss Eder, die aus dem Rothaargebirge von Westen kommend den Stausee im nordhessischen Bergland bei Korbach fĂŒllt. Der Bau der Staumauer war das letzte große Bauvorhaben der Kaiserzeit, das von der preußischen Wasserverwaltung bis 1914 errichtet wurde, um mit dem Wasser die WasserstĂ€nde der heutigen Bundeswasserstraßen Weser und Mittellandkanal zu stĂŒtzen. Als weitere Aufgabe schĂŒtzt die Talsperre die Unterlieger vor kleinen und mittleren HochwĂ€ssern und das Wasser wird zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt.

Aufgrund der rechtlichen Nachfolge steht die Edertalsperre heute im Eigentum des Bundes. ZustĂ€ndige Behörde ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), deren Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA Weser) fĂŒr den Betrieb verantwortlich zeichnet. Dieses Amt hat auch die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die BetriebsfĂŒhrung der zweiten bundeseigenen Talsperre, der Diemeltalsperre, die fĂŒr den gleichen Zweck errichtet worden ist.

Überragt vom Schloss Waldeck bildet die auch kurz nur Edersee genannte Talsperre zusammen mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee und dem Naturpark Kellerwald-Edersee ein großflĂ€chiges Freizeit- und Erholungsgebiet. Als besonderer Anziehungspunkt fĂŒr den Tourismus ist sie eine wichtige Einnahmequelle der umliegenden Gemeinden. Im Mittelpunkt steht die 48 m hohe und unter Denkmalschutz stehende Staumauer mit den beiden historischen TortĂŒrmen und den zwei KraftwerksgebĂ€uden am Mauerfuß.

Lage und Einzugsgebiet

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Geographische Lage

Die Talsperre liegt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg rund 35 km Luftlinie sĂŒdwestlich von Kassel und 20 bis 25 km sĂŒdöstlich von der Kreisstadt Korbach. Über eine Luftlinie von zwölf Kilometern schlĂ€ngelt sich der Stausee durch das Edertal von ihrer EinmĂŒndung vor der Ortschaft Herzhausen (zu Vöhl) im Westen bis zur Staumauer bei Hemfurth-Edersee im Osten. Im SĂŒden grenzt der Stausee an die Ederhöhen, einer Bergregion im Norden des Kellerwaldes, die zusammen mit den nördlichen HĂ€ngen des Edertrogs den Nationalpark Kellerwald-Edersee bilden.

Ortschaften am See

Der Stausee bedeckt ein Gebiet nördlich des Kellerwaldes zwischen den folgenden Gemeinden oder StÀdten (aufgezÀhlt mit Ortsteilen im Uhrzeigersinn, beginnend an der Sperrmauer):

Gemeinde Edertal mit Hemfurth-Edersee (östliches See-Ende), Rehbach und Bringhausen, Gemeinde Vöhl mit Asel-SĂŒd, Harbshausen, Kirchlotheim und Herzhausen (westliches See-Ende), Asel und Basdorf (inkl. Trappenhardt) und Stadt Waldeck (inkl. Waldeck-West) mit Nieder-Werbe und der Halbinsel Scheid.

Einzugsgebiet

Das 1.443 kmÂČ große Einzugsgebiet der Talsperre erstreckt sich ĂŒber den Ober- und Mittellauf der Eder und liegt zum grĂ¶ĂŸten Teil am SĂŒdostabfall des Rothaargebirges, wo am Ederkopf im Grenzbereich von Wittgensteiner Land und Siegerland die Eder entspringt. Die ersten 45 Kilometer bis unterhalb von Beddelhausen liegen noch in Nordrhein-Westfalen. Das in 300 bis 600 Meter Höhe gelegene Ederbergland ist waldreich und dĂŒnn besiedelt. Die steileren Kuppen sind mit Nadel- und Mischwald bestanden, wĂ€hrend das von sanften HĂŒgeln durchsetzte Schwemmland vielfach als Acker- und WeideflĂ€che genutzt wird. Die WasserqualitĂ€t der Eder wird als gut eingestuft, jedoch wird das Talsperrenwasser nicht direkt fĂŒr Trinkwasserzwecke verwendet.[1]

Die LĂ€nge der Eder im Einzugsgebiet bis zur Stauwurzel im Westen betrĂ€gt ca. 100 km. Neben der Eder fließen im direkten Umfeld der Talsperre weitere FließgewĂ€sser in den Stausee, die nachfolgend mit LĂ€nge in Kilometern (km) und MĂŒndungsgebiet (alphabetisch sortiert) gelistet sind:

  • Aselbach (6,55 km); mĂŒndet von Norden bei der „Dorfstelle Asel“ bei Vöhl-Asel in einen Stausee-Nordarm
  • Banfebach („Banferbach“; 7,2 km); mĂŒndet von SĂŒden sĂŒdöstlich von Asel-SĂŒd beim „Fischhaus Banfe“ in einen Stausee-SĂŒdarm
  • BĂ€renbach (4,1 km); mĂŒndet von SĂŒden sĂŒdlich von Asel-SĂŒd in eine kleine Bucht des Stausees
  • BĂ€rentalsbach (1,95 km); mĂŒndet westlich der nahe Waldeck-West gelegenen „Dorfstelle Berich“ von Norden in einen Stausee-Nordarm
  • Hundsbach (2,1 km); mĂŒndet von SĂŒden sĂŒdwestlich von Asel-SĂŒd beim „DRK-Zentrum Albert Schweitzer“ in den Stausee
  • Itter (11,6 km); mĂŒndet von Norden bei Vöhl-Herzhausen in das Westende des Stausees
  • Mellbach (2,1 km); mĂŒndet von SĂŒden östlich von Edertal-Bringhausen in den Stausee
  • Mombeck (2,55 km); mĂŒndet von Westen bei Herzhausen in das westliche Ende des Stausees
  • Rehbach (0,9 km); mĂŒndet von Osten bei Edertal-Rehbach in einen Stausee-SĂŒdarm
  • Reiherbach (8,4 km), mĂŒndet von Nordosten bei Nieder-Werbe (zu Waldeck) in einem Stausee-Nordarm in ein Stausee-Vorbecken
  • Werbe (13,25 km); mĂŒndet von Norden in ein auch bei Nieder-Werbe gelegenes, benachbartes Stausee-Vorbecken

Geologischer Untergrund

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Die Gegend rund um die Edertalsperre gehört geologisch zu den östlichen AuslĂ€ufern des Rothaargebirges und ist damit ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges, das wie ein Sporn in die hessische Senke ragt. Darin verlĂ€uft auf 200 mÂ ĂŒ. NHN die Trogsohle des Eder-Durchbruchstals mit seinen Steilufern. Die umliegenden Höhen des Kellerwalds erreichen Höhen ĂŒber 600 mÂ ĂŒ. NHN.

Der Untergrund besteht aus einer ĂŒber 320 Millionen Jahre alten und rund 300 m mĂ€chtigen Schicht aus dem Karbon, die eine Wechselfolge von Tonschiefern, Grauwacken und Konglomeraten aufweist und zu flachgrĂŒndigen Silikatböden verwittert. An der Staumauer steht zwischen Talmitte und linkem Hang Grauwacke an, die einzelne Zwischenlagen aus Tonschiefer aufweist. Der rechte Hang besteht bis in Talmitte aus Tonschiefer mit GrauwackebĂ€ndern.[2][3]

Hintergrund

Mit den 1905 beschlossenen „Neuen wasserwirtschaftlichen Gesetzen in Preußen“[4] waren die Grundlagen zum Bau des Westdeutschen Kanalnetzes geschaffen worden. Um die Schiffbarkeit auf der Weser und im neu zu bauenden Mittellandkanal zu sichern, musste Wasser fĂŒr das Kanalnetz bereitgestellt werden, um einen Ausgleich fĂŒr die Wasserverluste aus Schleusungen, Verdunstung, Wasserentnahme und Versickerung im Kanalnetz zu schaffen. Daher sahen diese Gesetze auch den Neubau von zwei Talsperren in den oberen Quellgebieten von Eder und Diemel vor. Mit ihrem Speichervermögen sollten sie dazu in der Lage sein, die 210 km lange Kanalhaltung zwischen MĂŒnster und Hannover mit ausreichend Zuschusswasser zu versorgen. ZusĂ€tzlich war Wasser fĂŒr die WasserfĂŒhrung unterhalb von Minden abzugeben, um nach Speisung des Mittellandkanals den Wasserstand fĂŒr die Schifffahrt auf der Mittelweser zu erhalten[3]. Eine Kommission von Fachleuten hatte im Vorfeld eine gĂŒnstige Lage ausgemacht, wo an einer 400 Meter breiten Engstelle des Edertales bei Hemfurth die grĂ¶ĂŸtmögliche Wassermenge aufgestaut werden konnte. Der Bau der Talsperren erhielt eine zusĂ€tzliche Rechtfertigung in wirtschaftlicher Hinsicht, da fĂŒr den wachsenden Strombedarf Anfang des 20. Jahrhunderts im Gesetz schon der Bau von Kraftwerken festgeschrieben war.

Staumauer der Edertalsperre mit Schloss Waldeck im Hintergrund
Ortsverlegungen

Der Grunderwerb zum Bau der „Waldecker Talsperre“, wie die Eder anfĂ€nglich genannt wurde, gestaltete sich etwas schwierig, da das GelĂ€nde im damaligen FĂŒrstentum Waldeck lag. Mit einem finanziellen Abkommen zwischen Preußen und dem Waldecker Landtag konnte das notwendige Grundenteignungsgesetz durch Preußen 'erkauft' werden. In der abgelegenen Tallage gab es nur wenige Ortschaften, sodass nur etwa 900 Personen im Bereich des geplanten Stausees umgesiedelt werden mussten. Die Dörfer Asel und Bringhausen, die im Tal der Eder lagen, wurden – nachdem sie abgerissen oder abgetragen worden waren – an höher gelegenen Orten oberhalb des entstehenden Edersees neu errichtet, das ebenfalls betroffene Berich wurde jedoch rund 21 km vom ehemaligen Standort entfernt auf dem Gebiet der Stadt Bad Arolsen wiederaufgebaut.[5] Nicht verlegt wurden die Grabstellen der Friedhöfe, die mit Beton-Einfassungen und -deckeln versehen wurden. Diese fallen zeitweise trocken; zur Wiedererkennung sind die Grabstellen nummeriert.[6]

Von den Dörfern Nieder-Werbe und Herzhausen wurden Teile ĂŒberflutet und die Bewohner jeweils in der NĂ€he in neue Höfe und HĂ€user umgesiedelt. Der Überflutung fielen ferner zahlreiche Einzelgehöfte oder Anwesen zum Opfer, wie das aus zwei GebĂ€uden bestehende Gut Vornhagen, das im Tal unterhalb des Schlosses Waldeck stand, oder die StollmĂŒhle, die an der breitesten Stelle des Stausees unweit der jetzigen Staumauer an der Hammerbergspitze stand. An dieser Stelle ist bei Niedrigwasser noch immer die Durchfahrt der Schleppbahn zu sehen, die dem GĂŒtertransport beim Mauerbau diente. Ebenso wurden der Bericher Hammer, die Bericher HĂŒtte, die Bericher MĂŒhle und der Werber Hammer ĂŒberspĂŒlt.[7]

Planung und Bauvorbereitung
Modell der Sperrmauer (September 2025)
Modell der Sperrmauer (September 2025)

Als oberster Bauherr fĂŒr die seinerzeit grĂ¶ĂŸte Talsperre fungierte die preußische Bauverwaltung in Person des Geheimen Oberbaurat Dr. Ing Leo Sympher. Er beauftragte fĂŒr den Entwurf der Sperrmauer den Aachener Professor Otto Intze, der schon viele Ă€hnliche Projekte realisiert hatte. Wie bei diesen hatte er auch fĂŒr die Eder eine zur Wasserseite hin gekrĂŒmmte Gewichtsstaumauer aus Bruchstein vorgesehen, die gegenĂŒber seinen bisherigen Planungen ein sehr schlankes Profil aufweist[3]. Zum Testen der vorgesehenen Einrichtungen zum Ablassen des Wassers aus dem Stausee hatte man an der Bericher HĂŒtte ein Modell der Staumauer im Maßstab 1:40 gebaut, das heute noch bei niedrigem Wasserstand von unter 221,05 m NN auftaucht (Lage: ⊙).

Platte an der Mauer mit den Namen der Erbauer

Planungsbeginn war im FrĂŒhjahr 1906, nachdem sich Bremen mit dem Staatsvertrag vom 29. MĂ€rz 1906 verpflichtet hatte, ein Drittel der Kosten bis zur Höchstgrenze von 10 Mio. Goldmark zu ĂŒbernehmen. Projektleiter war der Weserstrombaudirektor Wilhelm Otto Muttray aus Hannover, der auch maßgeblich fĂŒr die DurchfĂŒhrung der Bauarbeiten verantwortlich war. Damit wurde zudem einem von ihm entworfenen Hochwasserregulierungsplan fĂŒr die Weser Rechnung getragen. Die eigentliche Bauleitung lag in den HĂ€nden von Baurat Wilhelm Soldan und Regierungsbaumeister Herbert Pietsch (1887–1958) von der preußischen Wasserbauverwaltung.[8]

Eine wichtige Voraussetzung zum Bau der Staumauer war die Erschließung der Baustelle, die weit abgelegen in einer vom Verkehr kaum erschlossenen Gegend lag. Daher wurde 1908 extra eine Eisenbahnstrecke von Giflitz zur Baustelle gebaut, um alle notwendigen Materialien und Einrichtungen sowie Personal befördern zu können. Zum Quertransport der Materialien fĂŒr den Mauerbau ließ die Bauleitung ĂŒber die Talbreite eine spezielle Drahtseilschleppbahn mit vier LĂ€ufen errichten. Eine alte WassermĂŒhle erhielt eine Turbine mit Generator, um die Baustelle mit Strom zu versorgen. Nach Erschließung von zwei SteinbrĂŒchen in der NĂ€he von Bringhausen konnte die Grauwacke ĂŒber eine separate Förderbahn zum Steinlagerplatz an der Mauer gebracht werden, wo die Steine grĂŒndlich gesĂ€ubert wurden. Im Sommer 1909 waren die Vorarbeiten soweit abgeschlossen, dass man die Bauarbeiten ausschrieb.

Bauphase
Die Staumauer 1956

Nach dem Gewinn der öffentlichen Ausschreibung im Oktober 1909 begann die Firma Philipp Holzmann mit den Arbeiten an der Talsperre. ZunĂ€chst musste die Eder aus dem Baufeld verlegt werden, wozu an der linken Talseite die Aufmauerung von drei Rohrstollen von 4,40 m Breite fĂŒr das kĂŒnftige Kraftwerk erfolgte. Danach erhielt die Eder ihr neues Fließbett, das als Obergraben auf die linke Seite gefĂŒhrt wurde. Nach Herstellung des Untergrabens war die Verlegung abgeschlossen, sodass der Fluss wĂ€hrend der Bauzeit unter der zukĂŒnftigen Mauer hindurchfließen konnte.[3]

Nach dem FreirĂ€umen des Baufelds begannen im August 1910 die Arbeiten fĂŒr den Mauerfuß. Der angetroffene Fels hatte sich als sehr fest und dicht erwiesen; deshalb war keine gesonderte Betonausgleichsschicht erforderlich. Ende 1911 waren das Fundament der Mauer und auch die drei Rohrstollen fĂŒr die GrundablĂ€sse auf der rechten Talseite fertiggestellt, so dass die komplette Staumauer hochgezogen werden konnte. Die Maurerarbeiten dauerten bis zum FrĂŒhjahr 1914 und endeten an der Krone mit der Aufmauerung der 39 BogendurchlĂ€sse fĂŒr die Hochwasserentlastung. Insgesamt waren ca. 300.000 mÂł Bruchsteinmauerwerk aus Edersee-Grauwacke mit einem wasserdichten Mörtel zu einem monolithischen Baukörper vermauert worden. Der Mörtel bestand aus einem Teil Kalk und zwei Teilen Trass zusammen mit zwei Teilen Sand. FĂŒr die Materialanlieferung nutzte man die Kabelkran-Anlage und fĂŒhrte zeitweise auch eine Lorenbahn auf die anwachsende Mauer. Die gemauerten Schichten sind zur Wasserseite hin geneigt ausgefĂŒhrt, um der resultierenden Kraft aus dem Eigengewicht und der Wasserbelastung ein gerichtetes Auflager zu bieten.

Torhaus mit Halle auf der linken Seite der Staumauer

Den oberen Abschluss bildet die Fahrbahn, die beidseits der Hochwasserentlastung ĂŒber den Rohrstollen jeweils ein Torhaus mit kleiner Halle erhielt. Diese schĂŒtzen die ZugĂ€nge zu den Rohrstollen, in die jeweils paarweise die Rohrleitungen zum Kraftwerk und des Grundablasses eingezogen worden waren. Am Grund der ĂŒber 40 Meter tiefen SchĂ€chte waren die wasserseitigen Absperrschieber hinter einem Einlaufrechen und einer Notfallklappe montiert. Die betrieblich genutzten 12 Hauptschieber liegen in den beiden SchieberhĂ€usern an der Luftseite der Mauer.

Nach Abschluss aller Maurerarbeiten begann ein Probestau, der den Stausee bis zur HĂ€lfte fĂŒllte. Damit konnten die Verschlussorgane der GrundablĂ€sse und des Kraftwerks auf FunktionsfĂ€higkeit geprĂŒft werden. Bis August 1914 war das Projekt „Waldecker Talsperre“ abgeschlossen und die Talsperre ging ĂŒber in den Vollstau mit dem ersten Überlauf im Januar 1915. Auf der linken Mauerseite wurde noch das Krafthaus mit dem Schalthaus gebaut.[3]

Kosten

Der Bau der Talsperre war ein riesiges Projekt und eine der grĂ¶ĂŸten technischen Herausforderungen ihrer Zeit. Mehr als 1000 Arbeiter aus der Region und aus dem Ausland waren auf der Baustelle tĂ€tig, um die Mauer in sechs Jahren zu errichten. Allein fĂŒr den Bau der Mauer waren 7,5 Mio. Goldmark erforderlich. Zusammen mit den 17,5 Mio. Goldmark fĂŒr Straßenbau und Grunderwerb kostete der Talsperrenbau 25 Mio. Goldmark.

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte großes Interesse an diesem Projekt, auch weil er den Bau des Mittellandkanals befĂŒrwortet hatte. Er besuchte die Baustelle der Edertalsperre im August 1911 und sollte am 15. August 1914 auch die Einweihung vornehmen. Die offizielle BestimmungsĂŒbergabe der Talsperre wurde vom Kaiser abgesagt, weil am 1. August 1914 der Erste Weltkrieg begonnen hatte. Die Inbetriebnahme erfolgte ohne eine Zeremonie. Wilhelm besuchte die Talsperre erst gegen Ende des Weltkriegs am 24. August 1918.

Kraftwerksbau

Nach Einstau der Talsperre ging man an die Fertigstellung des Kraftwerks am Nordende unterhalb der Mauer, das 1915 als Speicherkraftwerk Hemfurth I seinen Betrieb aufnahm. Die in den drei Stollen verlegten sechs KraftwerkszulÀufe mit 1500 mm Durchmesser speisten jeweils eine Francis-Turbine mit waagerechter Welle, die bei Vollstau jeweils einen Volumenstrom von neun Kubikmetern pro Sekunde (m³/s) erreichen konnten. Mit der maximalen Abgabeleistung von 54 m³/s waren die sechs Generatoren in der Lage, zusammen 15,6 MW zu erzeugen. Durch die Verteilung und die Ansteuerung auf sechs Teilmengen konnte die Abgabe ungefÀhr auf die Zuflussmenge abgestimmt werden, sodass kein Ausgleichsbecken im Unterstrom erforderlich war.

Die sechs identischen Grundablassleitungen an der rechten Talseite am SĂŒdende der Mauer hatten wasserseitig einen Einlaufrechen und eine Notverschlussklappe. Die jeweils 43,5 Meter langen Rohrleitungen von 1350 mm Durchmesser hatten beidseits einen Absperrschieber und fĂŒhrten zu dem separaten Tosbecken unterhalb der Mauer. Der steigende Strombedarf fĂŒhrte 1926 zum Bau einer zweiten Kraftwerkshalle ĂŒber den Grundablassleitungen. Jeweils zwei der Leitungen erhielten einen gemeinsamen Abzweig zu einer Francis-Turbine mit stehender Welle, sodass drei weitere MaschinensĂ€tze zur Stromerzeugung dienen konnten. Bei einem Gesamtdurchsatz von maximal 180 mÂł/s konnten darĂŒber bis zu 16,2 MW erzeugt werden, die ĂŒber eine KabelbrĂŒcke zum Schalthaus auf der anderen Seite abgeleitet wurden[3].

Das Kraftwerk Hemfurth II ging 1928 in Betrieb und war fĂŒr den Spitzenlastbedarf ausgelegt. Die dadurch erzeugten Abflussspitzen mildert seit 1929 der etwas weiter unterhalb liegende Affolderner See, der als Ausgleichsbecken wirkt und mit seinem Laufwasserkraftwerk am Ablaufwehr einen gleichmĂ€ĂŸigen Abfluss der Eder herstellt. Der See ist gleichzeitig das Unterbecken fĂŒr das spĂ€ter gebaute Pumpspeicherkraftwerk.

Die Talsperre im Zweiten Weltkrieg

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Angriff der Royal Air Force 1943
Rotationsbombe vor dem „Sperrmauer-Museum“ in Hemfurth-Edersee
Schematische Darstellung des Abwurfs einer Roll- oder Rotationsbombe zur Zerstörung einer Staumauer
Staumauer der Talsperre nach starker BeschÀdigung, 1943
Gedenktafel fĂŒr die zum Wiederaufbau verpflichteten Zwangsarbeiter
Hochwassermarken in Hann. MĂŒnden, zur Flutwelle von 1943 nachtrĂ€glich gelb koloriert

Im Zweiten Weltkrieg hoffte die Royal Air Force mit der Operation Chastise („ZĂŒchtigung“) durch die Angriffe auf die Möhne-, Sorpe-, Ennepe- und Listertalsperre, Transportwege und Wasserversorgung der RĂŒstungsindustrie im Ruhrgebiet entscheidend zu treffen. WĂ€hrend dieser Operation sollte mit dem Angriff auf die Staumauer der Edertalsperre die Wasserstandsregulierung von Weser und Mittellandkanal gestört werden.

Am 17. Mai 1943 kurz vor 2 Uhr nachts wurde die Ederstaumauer bei einem Angriff der britischen No. 617 Squadron unter dem Kommando von Wing Commander Guy Gibson stark beschÀdigt:

Um die Netzsperren vor der Staumauer zu ĂŒberwinden, wurde dabei eine speziell fĂŒr diesen Zweck konstruierte Roll- oder Rotationsbombe eingesetzt, die von einer speziellen Vorrichtung an Bord eines Bombers des Typs Avro Lancaster in Rotation versetzt und dann abgeworfen wurde. Ähnlich wie beim SteinehĂŒpfen, bei dem ein horizontal ĂŒber das Wasser geworfener Stein flach ĂŒber das Wasser springt, sprang die (gegen die Flugrichtung) rotierende Bombe nach dem Abwurf erst ĂŒber die WasseroberflĂ€che und dann ĂŒber die Netzsperren hinweg in Richtung Staumauer. Danach sank sie wasserseitig vor der Mauer herab, und ihr Sprengsatz detonierte in einer vordefinierten Tiefe. Durch die Explosion entstand in der Mauer eine halbkreisförmige Öffnung von etwa 22 m Höhe und an der Mauerkrone 70 m LĂ€nge. Durch diese strömten durchschnittlich 8000 mÂł Wasser pro Sekunde aus – insgesamt rund 160 Millionen mÂł, was rund 80 % des Speicherraums ausmacht.

In der Folge ergoss sich eine 6 bis 8 m hohe Flutwelle durch das untere Edertal nach Fritzlar, Wabern und Felsberg und durch das Fuldatal (Kassel) zum Weserstein (Hann. MĂŒnden) und schließlich ins Obere Wesertal. Die Flutwelle, die von den Anwohnern als eine weiß schĂ€umende und laut grollende Gischt beschrieben wurde, fĂŒhrte dazu, dass hunderte HĂ€user sowie Fabriken, Eisenbahnstrecken, Straßen, BrĂŒcken und BĂ€ume stark beschĂ€digt, zerstört oder weggespĂŒlt wurden. Die Flut verwandelte nicht nur die teils weit ausgedehnten TĂ€ler um die Schwalm-Eder- und Eder-Fulda-MĂŒndung in einen teils mehrere Kilometer breiten „See“, sondern ĂŒberflutete auch die rund 35 km von der Staumauer entfernte Niederung der Fulda im Kasseler Becken, so dass dort zum Beispiel Bettenhausen, die Unterneustadt und die Karlsaue mit der Orangerie vom Wasser heimgesucht wurden.

Bei den Vorbereitungen zur Bombardierung spielte das Derwent Reservoir (Derbyshire) eine wichtige Rolle. Diese Talsperre ist bezĂŒglich Bauzeit, Aufgabenstellung, geologischer Voraussetzung und Bauweise der an der Eder recht Ă€hnlich. Nach technischen Problemen am Derwent Reservoir hatten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg die deutschen Ingenieure der Edertalsperre ihre Erkenntnisse mit den britischen Kollegen geteilt. So war das Derwent Reservoir nicht nur die ideale ÜbungsflĂ€che fĂŒr den Angriff auf diesen, sondern darĂŒber hinaus zeigten die von den deutschen Ingenieuren zurĂŒckgelassenen PlĂ€ne Schwachstellen fĂŒr einen Angriff auf.

Angaben ĂŒber die Anzahl der Menschen, die in der Wasser-, Schlamm- und Schuttwelle unterhalb der Edertalsperre ihr Leben verloren, sind widersprĂŒchlich. Die Zahlen schwanken zwischen 47 und 68 Todesopfern.[9] Einige BeitrĂ€ge jĂŒngeren Datums, in denen der Tod von 749 ukrainischen kriegsgefangenen Zwangsarbeitern in einem Arbeitslager unterhalb der Staumauer erwĂ€hnt wird, beruhen wahrscheinlich auf einer Verwechslung mit der Möhnekatastrophe, bei der – ebenfalls wĂ€hrend der Operation Chastise – die Möhnetalsperre stark beschĂ€digt wurde. Es gibt jedoch keine zuverlĂ€ssige Quelle, aus der hervorgeht, dass sich im Umfeld der Edertalsperre zum Zeitpunkt des Bombardements ein Zwangsarbeiterlager befunden haben soll. Ein solches Lager wurde dort erst nach dem Angriff zur Wiederherstellung der Staumauer eingerichtet.

Ein privat von einem Soldaten gedrehter Film zeigt unter anderem die stark beschÀdigte Staumauer wenige Stunden nach dem Angriff (siehe Abschnitt Filme und Spiele).

Wiederaufbau

Die stark beschĂ€digte Staumauer wurde noch im selben Jahr durch Zwangsarbeiter der Organisation Todt wiederaufgebaut. FĂŒr eine bessere Überwachung des Bauwerks wurde ein Kontrollgang auf der GrĂŒndungssohle ausgebrochen. HilfskrĂ€fte der Hitlerjugend und des Reichsarbeitsdienstes bauten auch zahlreiche HĂ€user und andere wichtige Bauten wieder auf.

Sanierungen

Sanierungen der Staumauer erfolgten von 1946 bis 1947, von 1947 bis 1948 und von 1961 bis 1962: In den 1940er Jahren nahm Gebhardt & Koenig Verpressungen (Injektionsdichtung) vor.[10] In den 1960er Jahren wurde ein kompletter Verpressschleier mit Zementleim verwendet, um dem vermehrten Wasserdurchfluss entgegenzuwirken, den die Rotationsbombe insbesondere im Mauerwerk rund um die SprenglĂŒcke verursacht hatte.

70. Jahrestag des Angriffs auf die Edersperrmauer

Das Sperrmauer Museum Edersee organisierte zum 70. Jahrestag des Angriffs auf die Edersperrmauer eine internationale Gedenkveranstaltung, die am 17. Mai 2013 auf dem im Edertaler Ortsteil Edersee liegenden Vorplatz der Staumauer stattfand. Unter Beteiligung regionaler Stellen nahmen daran Vertreter aus Australien, Deutschland, England, Neuseeland und den USA teil. Die Veranstaltung fand weltweit Beachtung in den Medien.

Generalsanierung der Staumauer 1991–1994

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Zwei umfangreiche Dokumentationen der WSV sind Grundlage der nachfolgenden AusfĂŒhrungen.[3][11]

Ausgangslage

Anfang der 1980er Jahre hatte die Bundesanstalt fĂŒr Wasserbau (BAW) als wissenschaftliche Fachbehörde der WSV den Auftrag erhalten, die Standsicherheit der Staumauer zu untersuchen, um die Talsperre fĂŒr weitere 80 bis 100 Jahre betreiben zu können.[12] Vorberechnungen zur Belastung unter Vollstau hatten schon gezeigt, dass die Biegespannungen an der Wasserseite der sehr schlanken Mauer gerade noch durch das Eigengewicht ausgeglichen wĂŒrden. Zur Beurteilung der Festigkeit und DurchlĂ€ssigkeit des Bruchsteinmauerwerks und des Felsuntergrundes wurden 1984 durch die BAW umfangreiche Messeinrichtungen installiert und ausgewertet. Die 1988 prĂ€sentierten Ergebnisse zeigten, dass entgegen der Annahmen bei der Planung doch Wasserdruck in der GrĂŒndungssohle und in der Mauer auftritt, sodass der Auftrieb BerĂŒcksichtigung finden musste.

Daraufhin wurde umgehend die Absenkung des zulĂ€ssigen Aufstaus der Talsperre um 1,5 Meter auf 243,5 mÂ ĂŒ. NHN angeordnet, die erst mit Vorliegen des Nachweises einer ausreichenden Standsicherheit aufgehoben werden könnte. Damit war eine Verringerung des Stauraumvolumens um 8 % oder rund 16 Mio. mÂł verbunden. Um dies auf Dauer zu vermeiden, entwickelte die WSV-Verwaltung ein Sanierungskonzept, das im Kern die Erhöhung der DruckkrĂ€fte auf der Wasserseite beinhaltete. Dabei fand auch die neue DIN 19700 BerĂŒcksichtigung, die einen Nachweis zur schadlosen Abfuhr eines 1000-jĂ€hrigen Hochwassers fordert. FĂŒr die Eder wurde der entsprechende Durchfluss zu 1100 mÂł/s ermittelt, der einen Wasserstand im Stausee von 246,86 mÂ ĂŒ. NHN bedeutet und damit knapp unterhalb Oberkante MauerbrĂŒstung stehen wĂŒrde. Mit diesen Grundlagen erfolgten Neuberechnungen auf Basis der Finite-Elemente-Methode zur Spannungsverteilung in der Staumauer, die im Ergebnis Zugspannungen auf der Wasserseite detektierten. Damit bestand die Gefahr des Aufreißens von Mauerfugen, sodass eine ausreichende Standsicherheit der Edermauer nicht gegeben war.

Als bedeutendstes technisches Großdenkmal in Hessen musste der ausgearbeitete Sanierungsentwurf den Denkmalschutz berĂŒcksichtigen, der eine weitgehende Erhaltung des Erscheinungsbilds und der Originalbausubstanz forderte. Im Mittelpunkt standen dabei die gemauerten Bögen auf der Luftseite, weshalb alle Lösungen mit Aufbauten zur Beschwerung der Mauer ausgeschlossen werden mussten. Um eine optimale Bewirtschaftung der Talsperre auch wĂ€hrend der Zeit der Bauarbeiten zu ermöglichen, war eine Absenkung des Seewasserspiegels möglichst zu vermeiden bzw. zu minimieren. Aufgrund der Standsicherheitsberechnungen war nur der Bereich zwischen den TorhĂ€usern gefĂ€hrdet, der durch das Einbringen von Felsankern in der Mauer saniert werden sollte.

Wasserbauliche Modellversuche
Die sanierte Prallmauer vor dem Kraftwerk

Die alte Hochwasserentlastung an der Mauerkrone war nur fĂŒr einen Abfluss von 680 mÂł/s ausgelegt. FĂŒr die fast doppelt so hohe Wassermenge des 1000-jĂ€hrigen Hochwassers wurden an der TU Braunschweig verschiedene Varianten an einem Modell im Maßstab 1:25 untersucht, um eine konstruktiv und strömungstechnisch optimierte Neugestaltung der Staumauer mit den ÜberlĂ€ufen vornehmen zu können. FĂŒr die Ausgestaltung der NotauslĂ€sse gab es ein zweites Modell im Maßstab 1:10.

Da die Mauerkrone zum Einbringen der Felsanker entfernt werden musste, konnten der Überlauf und die Pfeiler völlig neu gestaltet werden. Zu berĂŒcksichtigen war nur die vorhandene lichte Höhe zwischen Krone und Unterseite der FahrbahnbrĂŒcke, die den maximalen Überlauf begrenzt. Anhand der Modellversuche wurden die neuen Vorpfeiler und die neue Krone sowie das Tosbecken und die Sammelrinne im Unterwasser neu gestaltet, um das 1000-jĂ€hrliche Hochwasser schadlos ableiten zu können. Im Besonderen wurde die Prallmauer vor dem Kraftwerk auf der linken Mauerseite mit einem auskragenden Kopf versehen, wodurch die drohenden Überschwemmungen im Bereich des Kraftwerks vermieden werden.

Erneuerung Staumauerkopf
Die erneuerte Mauer der Edertalsperre von der Wasserseite aus mit den Schiebern der NotauslÀsse

Nach Ausschreibung des Sanierungsentwurfs der WSV-Verwaltung gingen 12 Angebote ein, zu denen noch 39 Nebenangebote eingereicht wurden. Nach grĂŒndlicher Auswertung und PrĂŒfung aller vorgelegten EntwĂŒrfe und Angebote hatte das Nebenangebot der Bietergemeinschaft BrĂŒggemann aus Duisburg und Oevermann aus MĂŒnster neben der NĂ€he zum Amtsentwurf einen deutlichen Kostenvorteil. Es beinhaltete fĂŒr den Mauerbereich zwischen den beiden TorhĂ€usern insgesamt 104 Dauerfelsanker von bis zu 71 Meter LĂ€nge, die die Zugspannungen an der Wasserseite ĂŒberbrĂŒcken sollten. Die Einleitung und Verteilung der hohen Ankerlasten erforderte einen durchlaufenden und stark bewehrten Lastverteilungsbalken fĂŒr die Ankerköpfe, der unterhalb der vorhandenen HochwasserĂŒberlĂ€ufe einzubauen war. DafĂŒr mussten der BrĂŒckenĂŒberbau mit der Kronenfahrbahn sowie die ÜberlĂ€ufe mit ihren Pfeilern zeitweise entfernt werden. Vorteil des Sondervorschlags der Bietergemeinschaft war, dass nur ein Teilabbruch der Krone erforderlich war und die luftseitigen Pfeiler mit den historischen Sandsteinbögen stehen bleiben konnten.

Die Bauarbeiten erfolgten in den Jahren 1991 bis 1994, wĂ€hrenddessen eine Absenkung des Stausees bis auf Kote 238 mÂ ĂŒ. NHN erforderlich war. Der Bauvorgang erfolgte von SĂŒden nach Norden als Linienbaustelle schrittweise fĂŒr jeweils drei ÜberlĂ€ufe ĂŒber eine BlocklĂ€nge von rund 18 Meter. Der TeilrĂŒckbau entfernte in der Höhe rund acht Meter Mauer auf der Wasserseite bis unterhalb der HochwasserĂŒberlĂ€ufe. In diesem TeilstĂŒck entstand ein neuer Kontrollgang mit 2,20 m Breite und 2,90 m Höhe, auf dessen Sohle der 1,10 m breite Lastverteilungsbalken verlĂ€uft. Nach Abschluss der Betonarbeiten fĂŒr den Gang und die neue Überlaufschwelle mit den neuen Pfeilern konnte jeder Block mit der Herstellung der 3-Feld-BrĂŒcke abgeschlossen werden, auf die spĂ€ter die zwischengelagerte SandsteinbrĂŒstung gesetzt wurde. Die Betonmauer erhielt anschließend an der Wasserseite wieder eine Natursteinverblendung.

Einbau der Felsanker

Nach Fertigstellung eines BrĂŒckenelements konnten in dem Feld die notwendigen Bohrarbeiten fĂŒr die Einbringung der Felsanker durchgefĂŒhrt werden. Dazu waren in der BrĂŒcke und der Decke des Kontrollgangs Öffnungen gelassen worden. Nach einer Pilotbohrung mit 14,6 cm Durchmesser wurden die Bohrlöcher fĂŒr die Anker mit einem Spezialbohrer aufgeweitet. Die hochprĂ€zisen Bohrungen mussten mit einem sehr spitzen Winkel von 3,2 Grad niedergebracht werden, da der untere Kontrollgang nicht angebohrt werden durfte, der im Abstand von 2,5 m hinter der Wasserseite verlĂ€uft. Daneben waren auch die acht NotauslĂ€sse auszusparen, die vor der Gesamtsanierung schon reaktiviert worden waren. Die 104 Dauerfelsanker haben einen mittleren Abstand von 2,25 m und ragen bis zu 23 Meter unter die Mauersohle in den Fels. Jeder einzelne Anker musste mit einer Kraft von 4500 KN (rund 450 t) gespannt werden.

weitere Erneuerungen

Im Rahmen der Generalsanierung wurden auch die NotauslÀsse und GrundablÀsse sowie das Kraftwerk mit ihren Zuleitungen grundlegend instand gesetzt. Einzelheiten dazu finden sich im folgenden Kapitel der Betriebseinrichtungen.

Betriebseinrichtungen und technische Daten

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Der Stausee bei Bringhausen
Stausee

Bei Vollstau auf 244,97 mÂ ĂŒ. NHN bedeckt der Stausee eine FlĂ€che von 11,8 Quadratkilometern (kmÂČ) und ist damit im Ranking nach dem Forggensee die zweitgrĂ¶ĂŸte Talsperre in Deutschland. Ihr Speichervermögen war ursprĂŒnglich zu 202,4 Mio. mÂł festgelegt worden und musste nach einem Laser-Scan-Verfahren im Jahr 2003 auf 199,3 Mio. mÂł korrigiert werden. Mit dieser GrĂ¶ĂŸe ist die Edertalsperre die drittgrĂ¶ĂŸte in Deutschland und gehört damit zu den 12 deutschen Sperren mit einem Inhalt von mehr als 100 Mio. mÂł Wasser (siehe: Liste von Talsperren in Deutschland). Im Normalbetrieb wird vor der Staumauer eine maximale Wassertiefe von 41,7 m erreicht, die bei HochwasserĂŒberlauf fast zwei Meter grĂ¶ĂŸer werden kann. Die OberflĂ€che des Stausees besitzt eine Breite zwischen 175 und 1000 Meter. Bei Vollstau ist er insgesamt 28,5 km lang und besitzt dabei eine UferlĂ€nge von 69,4 km. Ein durchgĂ€ngiger Randweg, wie er an anderen Talsperren angelegt wurde, existiert jedoch an der Eder nicht. Als eine der wenigen Talsperren besitzt die Edertalsperre am Einlauf der Eder kein Vorbecken mit Dauerstau, das schĂ€dliche Wasserinhaltsstoffe von der Hauptsperre fernhalten kann.[3]

HochwasserĂŒberlauf der Edertalsperre, April 2021
Hochwasserschutzraum

FĂŒr die Zeit zwischen dem 1. November eines Jahres und dem 1. Mai des darauffolgenden Jahres muss in der Edertalsperre ein behördlich festgelegtes Volumen als Hochwasserschutzraum frei gehalten werden. Mit seiner FĂŒllung kann bei starkem Zulauf Wasser im Stausee zurĂŒckgehalten werden, sodass weniger Wasser abgegeben wird als in die Sperre hinein lĂ€uft. Dadurch erfolgt eine Kappung der anlaufenden Hochwasserwelle, sodass die Unterlieger an Eder, Fulda und Weser vor grĂ¶ĂŸeren Überschwemmungen bewahrt werden. Das Volumen des Hochwasserschutzraums konnte im Laufe der Zeit mehrfach den aktuellen Erkenntnissen angepasst werden. Derzeit muss bis zum 15. Dezember ein Volumen von 70 Mio. mÂł zur VerfĂŒgung stehen. Danach darf die GrĂ¶ĂŸe ĂŒber mehrere StĂŒtzpunkte linear abnehmen, damit mit den NiederschlĂ€gen des Winters am 1. April wieder der Vollstau erreicht werden kann.[13]

Im Hochwasserfall erfolgt die Talsperrensteuerung und die Abgabeplanung durch das WSA Weser in enger Abstimmung mit den weiteren zustĂ€ndigen Wasserwirtschaftsbehörden, damit die Auswirkungen des Hochwassers weitgehend begrenzt und alle Belange der Betroffenen berĂŒcksichtigt werden. Dabei kann es vorkommen, dass trotz nachlassenden Regens die Abgabe hoch gehalten wird. Dies erfolgt dann in vorausschauender Weise, wenn weitere, hohe NiederschlĂ€ge erwartet werden. Durch eine derartige Vorentlastung wird der Hochwasserschutzraum wieder frei gefahren, um wieder Platz zu schaffen.

Im Einzelfall kann es notwendig werden, die Talsperre noch stĂ€rker zu entleeren. Beispielsweise war wĂ€hrend der Hochwasserperiode zu Weihnachten 2023 ein Retentionsraum von rund 90 Mio. mÂł erzeugt worden, wodurch bei einem Zufluss der Eder von 400 mÂł/s der Ablauf auf 105 mÂł/s reduziert wurde. Die Reduktion um rund 300 mÂł/s bringt ĂŒber 1 Mio. mÂł pro Stunde in den Stausee, sodass ĂŒber einen Tag der Schutzraum um 25 Mio. mÂł vermindert wird. GrundsĂ€tzlich wird die kontrollierte und eng ĂŒberwachte Wasserabgabe einem unkontrollierbaren Überlaufen vorgezogen. Zwar wird dadurch die Hochwasserdauer im Unterlauf verlĂ€ngert, aber entscheidend ist dabei, dass der Pegelhöchststand deutlich niedriger ausfĂ€llt.[14]

Staumauer

Das Absperrbauwerk der Edertalsperre ist eine Gewichtsstaumauer nach dem Intze-Prinzip, die im Querschnitt vereinfacht dreiecksförmig ist. Die im Bogen mit einem Radius von 305 Meter gegen den Wasserdruck verlaufende Staumauer besitzt eine KronenlĂ€nge von 400 m und ist an der Sohle etwa 270 m lang. Der leicht bogenförmige Verlauf soll die auftretenden Temperaturspannungen besser auffangen und ohne Rissbildung in den Untergrund ableiten. Die Basisbreite der Mauer betrĂ€gt an der Sohle 36 m und verjĂŒngt sich bis zur Krone auf sechs Meter. Die dort verlaufende Fahrbahn liegt 48 Meter ĂŒber der GrĂŒndungssohle.[3] Im Gegensatz zu anderen Intze-Mauern besitzt die Edermauer nicht den typischen Intzekeil an der Wasserseite. Zur Minderung des Sohlwasserdrucks hatte man seinerzeit lagenweise einen Lehmschlag von einem Meter StĂ€rke bis zu 30 Meter vor dem Mauerfuß ausgebracht. Die Mauer besitzt auf der Wasserseite eine 2,5 cm starke Putzschicht aus einem Gemisch von Zement, Trass und Kalk, die mit einem zweifachen Siderosthen-Anstrich versehen ist, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Diese Dichtungsschicht wird geschĂŒtzt durch ein 75 cm dickes Vormauerwerk.[12]

Kontrollstollen

Seit 1944 existiert ein Kontrollgang auf der GrĂŒndungssohle von 1,50 m Breite und 2,10 m Höhe, der bei der Wiederherstellung der Mauer nach dem Fliegerangriff 1944 ausgebrochen worden war[12]. Zwischen Gang und Wasser des Stausees sind noch 2,50 m Mauer vorhanden. Dieses TeilstĂŒck musste beim Einbringen der Felsanker genau durchbohrt werden. Ein weiterer Gang ist bei der Sanierung in den 1990er Jahren unter der Kronenfahrbahn geschaffen worden, der den Zugang zu den Köpfen der Felsanker bildet.

Hochwasserentlastung von der Luftseite mit zwei Notauslassöffnungen

Hochwasserentlastung

Zwischen den beiden TorhĂ€usern auf der Mauer befinden sich unterhalb der Fahrbahn 39 DurchlĂ€sse zur Hochwasserentlastung. Ab einem Wasserstand von 245 mÂ ĂŒ. NHN werden die jeweils 3,8 m breiten Schwellen ĂŒberströmt und lassen auf insgesamt 148,2 m SchwellenlĂ€nge das ĂŒberstehende Wasser an der Luftseite herablaufen kann. Die vorstehenden Bruchsteine sorgen dabei fĂŒr eine erste Energieumwandlung, bevor das Wasser am Mauerfuß im Sammelbecken zur Ruhe kommt. Im Rahmen der Generalsanierung mussten alle DurchlĂ€sse auf der Wasserseite einschließlich der Überlaufkante entfernt werden. Durch Modellversuche waren die Pfeiler im Einlaufbereich und die Schwelle fĂŒr den Neuaufbau optimiert worden, um das 1000-jĂ€hrige Hochwasser schadlos abfĂŒhren zu können.[3] Aus SicherheitsgrĂŒnden muss die Hochwasserentlastungsanlage die komplette Menge von 1.100 mÂł/s abfĂŒhren können, da eventuell die anderen Wege mit mechanischen VerschlĂŒssen nicht zur VerfĂŒgung stehen.

NotauslÀsse
Öffnungen der NotauslĂ€sse in der Mauer

GegenĂŒber vergleichbaren Intze-Staumauern hatte man bei der Edermauer die Notwendigkeit einer zusĂ€tzlichen Wasserableitung erachtet, weil die gemeinsame Abgabe aus den GrundablĂ€ssen und dem Kraftwerk auf 234 mÂł/s begrenzt war. WĂ€hrend des Mauerbaus wurden daher zwölf Meter unter der Krone auf 232,78 mÂ ĂŒ. NHN (Rohrachse) insgesamt 12 ZwischenauslĂ€sse in der Mauer eingelassen. Diese verlaufen nach einem runden Einlauf von 2,05 m Durchmesser schrĂ€g nach unten durch die Mauer und enden als Maulprofil sieben Meter tiefer an der Luftseite. Dadurch sollte bei Starkregen und drohendem Hochwasser schon vor Erreichen des Vollstaus eine Vorentlastung der Talsperre ermöglicht werden. Vier dieser NotauslĂ€sse waren 1943 beim Bruch der Mauer zerstört und nicht wieder hergestellt worden. Die verbliebenen acht mussten 1961 mit Betonplomben verschlossen werden, da sich bei den wenigen EinsĂ€tzen hohe Beanspruchungen an der Mauer gezeigt hatten. Daneben waren bei den SchĂŒtzen und Dichtungen FunktionseinschrĂ€nkungen aufgetreten. FĂŒr die Bauzeit der Generalsanierung der Mauer mussten die acht NotauslĂ€sse wieder vollumfĂ€nglich funktionsfĂ€hig gemacht werden, um bei Hochwasser genĂŒgend Wasser abfĂŒhren zu können. Grundlage bildeten die hydraulischen Modellversuche. Zum Schutz des Mauerwerks erhielten die Leitungen eine dĂŒnnwandige Stahlauskleidung und einen neuen Absperrschieber an der Wasserseite. Mit einem strömungsgĂŒnstigen MundstĂŒck und einer zusĂ€tzlichen BelĂŒftungsleitung DN 500 hinter dem Schieber ließ sich ein glatter, beschleunigter Abfluss erreichen. Als Abgabeleistung wurde fĂŒr jede Leitung ein Volumenstrom von 52,6 mÂł/s ermittelt, sodass bei dem FĂŒllstand 243,5 mÂ ĂŒ. NHN rund 420 mÂł/s ĂŒber die NotauslĂ€sse entlastet werden können.

Die AuslÀufe der 6 Grundablassleitungen unterhalb des ehemaligen Kraftwerks Hemfurth II
GrundablÀsse

Zur Entleerung des Stausees liegen am sĂŒdlichen Ende der Mauer in Fließrichtung rechts am Mauerfuß die drei Stollen fĂŒr die Grundablassleitungen aus genieteten Flußeisenblechen. Wegen der Dauerschwingungen im Betrieb und der Neigung zum Sprödbruch stellten die sechs darin verlaufenden Rohrleitungen von 1350 mm Durchmesser ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und mussten im Zuge der Generalsanierung erneuert werden. Ein direkter Austausch war nicht möglich, weil dazu die Talsperre hĂ€tte entleert werden mĂŒssen. Daher wurden zur Erneuerung unter Staubetrieb kleinere Stahlrohre DN 1200 mm in die vorhandenen Rohre eingezogen und der Zwischenraum mit vergĂŒtetem Zementmörtel verpresst. FĂŒr die sechs gusseisernen Schieber, die einen hydraulischen Antrieb besaßen, kam Ersatz mit elektrischem Antrieb zum Einbau.

Über die GrundablĂ€sse konnte das Wasserkraftwerk Hemfurth II mit Wasser beaufschlagt werden. Damit auch wĂ€hrend der Bauarbeiten am Kraftwerk Hemfurth I weiter Strom erzeugt werden konnte erhielten drei der neuen Leitungen ein spezielles Hosenrohr fĂŒr den Abzweig zu den alten Turbinen. Nach Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks Hemfurth I konnte Hemfurth II stillgelegt und die Hosenrohre ausgebaut werden. Aufgrund des geringeren Durchmessers können ĂŒber die erneuerten Leitungen nur noch bis zu 150 mÂł/s, also rund 20 % weniger als vorher, abgelassen werden.

Das KraftwerksgebÀude Hemfurth I
Wasserkraftwerk

Das seit 1915 in Betrieb stehende Wasserkraftwerk Hemfurth I auf der linken Mauerseite war bei den Sanierungsarbeiten in den 1990er Jahren grundlegend erneuert worden. Aus GrĂŒnden des Denkmalschutzes durften bei den Bauarbeiten keine Ă€ußerlichen VerĂ€nderungen vorgenommen werden. ZusĂ€tzlich bestand eine Vereinbarung mit dem hessischen Denkmalschutz, dass einer der sechs alten MaschinensĂ€tze einschließlich des Absperrschiebers am ursprĂŒnglichen Aufstellort erhalten werden sollte. DafĂŒr wurde der Maschinensatz 5 gewĂ€hlt, der ĂŒber den in Fließrichtung rechten Stollen versorgt wurde. Die beiden darin nicht mehr benötigten Leitungen erhielten eine BetonfĂŒllung und der Stollen dient heute als Zugang zum Kontrollgang auf der GrĂŒndungssohle.

In den verbliebenen zwei Stollen wurden die vier alten Leitungen von 1500 mm Durchmesser entfernt und durch zwei neue Stahlleitungen DN 2500 mm ersetzt. Um die Fließgeschwindigkeit auf der Mauerseite zu vermindern, wurden die beiden EinlĂ€ufe mit einer trompetenartigen Aufweitung auf fĂŒnf Meter Durchmesser versehen, die am Einlauf einen Rechen besitzt. Ein neuer 16 Tonnen schwerer Revisionsverschluss kann durch Taucher bei Bedarf eine der Einlauftrompeten verschließen und lagert verschiebbar zwischen den beiden EinlĂ€ufen. Im Krafthaus wurden zwei neue Francis-Spiralturbinen mit senkrechter Welle installiert, die jeweils mit maximal 27 mÂł/s beschickt werden können. Bei dem Gesamtdurchfluss von 54 mÂł/s werden mit den beiden Generatoren bis zu 20 MW Leistung erzeugt. Aus dem jĂ€hrlichen Gesamtvolumenstrom Ederwasser können nun im Vergleich zum Urzustand acht GWh mehr Energie erzeugt werden.

Betreiber des Kraftwerks ist die Uniper Kraftwerke GmbH, die auch am wenige Kilometer flussabwÀrts gelegenen Affolderner See die beiden Pumpspeicherkraftwerke Waldeck I und II sowie das Laufwasserkraftwerk Affoldern betreibt. Die Energie wird in das 110-kV-Hochspannungsnetz der Avacon eingespeist.[15]

Schema der Kraftwerksgruppe Hemfurth–Waldeck–Affoldern

Wasserwirtschaft und Nutzung

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FĂŒr die Wasserwirtschaft und die Schifffahrt im Einzugsgebiet der Weser und auf dem Mittellandkanal hat die Edertalsperre, zusammen mit der Diemeltalsperre, eine große Bedeutung. Ihre Bewirtschaftung macht sich in Form von starken Wasserstandsschwankungen bemerkbar und offenbart damit ihren kĂŒnstlichen Charakter. Im September 2025 war der Wasserstand der Edertalsperre so niedrig wie seit 22 Jahren nicht mehr. Daraus leitet der Kreistag des Landkreises Waldeck-Frankenberg die Forderung nach einem neuen Bewirtschaftungskonzept ab, das den Wasserablass fĂŒr die FlusslĂ€ufe der Fulda und Weser aufgrund deren zunehmend geringerer Relevanz fĂŒr den Schifffahrtsverkehr neu definieren soll.[16] Wie bei allen Talsperren erfolgt die regelmĂ€ĂŸige Wasserentnahme in der Tiefe, z. B. ĂŒber einen Grundablass, wogegen natĂŒrliche Seen einen Überlauf und einen meist gleichbleibend hohen Wasserstand aufweisen. Aus dem Grund ist die Bezeichnung Edersee fĂŒr die Talsperre fachlich nicht korrekt und suggeriert eine nicht vorhandene NatĂŒrlichkeit.[17]

Zulauf der Edertalsperre bei Herzhausen
Wasserzufluss

Basis fĂŒr die Bewirtschaftung der Talsperre ist der natĂŒrliche Wasserzufluss, der oberhalb des Einlaufs in den Stausee am Pegel Schmittlotheim bei Eder-km 74,5 gemessen wird. Wegen der Kilometrierung gegen die Fließrichtung hat die Eder von ihrer GesamtlĂ€nge von rund 176 km bis zum Einlauf etwa 100 km Fließweg hinter sich. Ihr Durchfluss weist eine hohe Schwankungsbreite auf und betrĂ€gt bei Trockenheit bisweilen nur etwa 1 mÂł/s. In regenreichen Zeiten, vor allem wĂ€hrend der Schneeschmelze im Rothaargebirge, kann sich der Zufluss bis auf 740 mÂł/s steigern.

In der Summe gelangen von dem Jahresniederschlag in Höhe von ca. 660 mm ungefĂ€hr 670 Mio. mÂł pro Jahr in die Talsperre. Dies wĂŒrde einem Durchfluss von im Mittel rund 21 mÂł pro Sekunde entsprechen. Mit der genannten Jahresmenge wĂŒrde der Stauraum von rund 200 Mio. mÂł mehr als drei Mal pro Jahr gefĂŒllt werden können. Der Quotient 0,3 der beiden Mengen wird als Ausbaugrad bezeichnet.[3]

Ablauf der Eder; links vom Tosbecken, rechts vom Kraftwerk
Wasserabfluss

Die Wasserabgabe der Edertalsperre erfolgt im Regelfall ĂŒber das renovierte Kraftwerk Hemfurth I. Falls dessen maximale Durchsatzmenge von 54 mÂł/s nicht ausreichend ist, kommen die sechs GrundablĂ€sse zum Einsatz, die bis zu 150 mÂł/s abgeben können. FĂŒr eine weitere Steigerung ĂŒber die 204 mÂł/s hinaus mĂŒssen die acht NotauslĂ€sse geöffnet werden. DarĂŒber sind zusĂ€tzlich 420 mÂł/s Abgabe möglich, sodass bis zum Erreichen des Vollstaus maximal 620 mÂł/s zum Affolderner See entlastet werden können. Erst bei Überlauf der Talsperre ist eine Steigerung der Abgabe möglich. Da die Hochwasserentlastung fĂŒr das 1000-jĂ€hrige Hochwasser von 1100 mÂł/s ausgelegt ist, können im Fall des Überlaufs die anderen AuslĂ€sse gedrosselt werden.

Da im FrĂŒhjahr und Sommer kein Hochwasserschutzraum vorgehalten werden muss, kann es bei Starkregenereignissen und einer gefĂŒllten Talsperre zu einem unkontrollierten Überlauf der HW-Entlastung kommen. Diese stellen aber im Normalfall keine GefĂ€hrdung der Unterlieger dar. Im Prinzip wird bei der Bewirtschaftung der Talsperre ein Überlauf an der Mauer vermieden, um möglichst viel Wasser fĂŒr die Stromerzeugung zu nutzen.

Aufgaben und Nutzung

Die Zweckbestimmung und Aufgaben der Edertalsperre ergeben sich heute wie damals aus den weiterhin gĂŒltigen preußischen Wassergesetzen. Hauptaufgabe ist die Sicherung des Schifffahrtsbetriebs auf der Weser und dem westdeutschen Kanalnetz, indem das abgegebene Wasser ĂŒber Fulda und Weser zum Wasserstraßenkreuz Minden gelangt und dort ĂŒber ein Pumpwerk in den Mittellandkanal gefördert wird. Inzwischen ist seit den 1960er Jahren durch die Kanalisierung der Mittelweser mit ihren Staustufen und SchleusenkanĂ€len ein Zuschuss von Wasser aus der Eder nur noch fĂŒr die Oberweser notwendig.

Die weitere gesetzliche Aufgabe der Talsperre ist der Hochwasserschutz, um mit ihrem Hochwasserschutzraum die Auswirkungen kleiner und mittlerer Hochwasserereignisse zu begrenzen. Große oder extreme Ereignisse lassen sich durch die Talsperre kaum beeinflussen, da sie mit ihrem Ausbaugrad von 30 % fĂŒr diesen Zweck zu klein ist.[11] Daneben war von Beginn an die Energiegewinnung durch Nutzung der Wasserkraft zur Stromerzeugung zweckbestimmend, die spĂ€ter durch die beiden Pumpspeicherkraftwerke und das Laufwasserkraftwerk am Affolder Stausee unterhalb der Talsperre ausgebaut worden ist.

Zahlreiche Nutzungsarten kamen im Laufe der Zeit hinzu wie die Berufs- und Sportfischerei, ein weit gefĂ€cherter Freizeit- und Wassersport und die Fahrgastschifffahrt. Die Zweckbestimmung und die Anforderungen der Nutzer sind unterschiedlich. Besonders bei hoher Belastung der Talsperre fĂŒhrt der niedrige Wasserstand zu wirtschaftlichen BeeintrĂ€chtigungen, vor allem im Tourismus.[18][19] WĂ€hrend bis ins 21. Jahrhundert der Pegel des Stausees erst im September deutlich fiel, lĂ€sst sich seit etwa 2015 beobachten, dass die Talsperre weit frĂŒher mehr Wasser abgeben muss und bereits im Juli wĂ€hrend der touristischen Hauptsaison der FĂŒllungsgrad nur noch 20 % betrage.[20]

Bewirtschaftung
Blick vom Wildpark Edersee nach Norden zur ĂŒberfluteten „Dorfstelle Berich“ (mittig) und nach Waldeck-West (rechts)

Die beiden gesetzlichen Aufgaben Hochwasserschutz und Wasserzuschussbetrieb sind nicht konfliktfrei zu betreiben. Die erste fordert eine möglichst leere Talsperre und die zweite einen hohen FĂŒllungsgrad, der besonders fĂŒr Freizeitsport und Tourismus eine wichtige Voraussetzung bildet. Daher bedarf die Bewirtschaftung der Talsperre einer besonders sensiblen und aufmerksamen Stauraumsteuerung, um die Nutzungsinteressen in Einklang zu bringen. Als verantwortliche Behörde wird diese Aufgabe durch das WSA Weser wahrgenommen,[11] die in Zeiten von Hochwasser von den Mitarbeitenden rund um die Uhr erfolgt. Trotz der TĂ€tigkeiten, um Hochwassergefahren abzuwenden, wird die Arbeit von der Presse kritisiert, wenn zu starke Auswirkungen zu bemerken sind.[14]

Grundlage der Bewirtschaftung bilden der Stauseewasserstand und die Messung des Zuflusses. Wegen des relativ kleinen Einzugsgebiets macht sich ein Niederschlag bereits am nĂ€chsten Tag bemerkbar, weshalb die Wetterbeobachtungen Temperatur, Niederschlagshöhe und im Winter die Schneelage beachtet werden. Ein Niederschlag-Abfluss-Modell mit diesen Messwerten liefert die Grundlage zur Festlegung der Abgabewassermenge bzw. die Entscheidung fĂŒr eine Vorentlastung, wenn grĂ¶ĂŸere NiederschlĂ€ge zu erwarten sind. Problematisch ist dabei zum einen die Unsicherheit der Wettervorhersage und zum anderen die AbschĂ€tzung des Abflusskoeffizienten, der den abflusswirksamen Anteil des Niederschlags angibt. Im Winter mit wassergesĂ€ttigtem Boden betrĂ€gt dieser fast 100 % und sinkt mit der zunehmenden Vegetation im Jahresverlauf auf einen Wert unter 20 %. Daher gibt es bei der Bewirtschaftung drei wechselnde Phasen:[13]

  • Hochwasserbewirtschaftung
  • Mindestabgabe und
  • Niedrigwasserbewirtschaftung

Im Mittelpunkt der Hochwasserbewirtschaftung steht der Hochwasserschutzraum (siehe hier), fĂŒr den im Winter bis zum 1. Mai eine Volumenvorgabe besteht. Jedoch kann auch im Sommer aufgrund von erwarteten starken RegenfĂ€llen ein Freiraum notwendig werden, der vorausschauend gebildet werden muss.

Die Phase der Niedrigwasserbewirtschaftung setzt ein, wenn der natĂŒrliche Durchfluss den Zielwasserstand an den Pegeln in Hann. MĂŒnden und Karlshafen nicht mehr erreicht. Dann ist zeitweise eine erhebliche Wasserabgabe aus der Talsperre erforderlich, wobei in sehr trockenen Zeiten bis zu 50 % des Weserwassers aus der Edertalsperre stammt. Zur Schonung des Wasservorrats kann in Abstimmung mit der Berufsschifffahrt der Zielwasserstand reduziert werden, sodass die Schifffahrt auf der Oberweser unter EinschrĂ€nkungen einige Wochen lĂ€nger möglich ist. Wenn jedoch der Bestand in der Edertalsperre auf unter 40 Mio. mÂł sinkt, wird die Abgabe auf das ökologische Minimum von 6 mÂł/s reduziert. Bei unter 20 Mio. mÂł Inhalt kann nur noch eine Menge in Höhe des Zuflusses abgegeben werden.

In Zeiten des Vollstaus der Talsperre und eines ausreichenden natĂŒrlichen Abflusses in der Weser erfolgt nur noch die Mindestabgabe in Höhe des ökologischen Minimums. Falls dabei der natĂŒrliche Zufluss in den Stausee geringer ist, sinkt infolgedessen der Wasserspiegel kontinuierlich um einige Zentimeter tĂ€glich. Bei minimalem Abfluss in extremen Trockenperioden kann das bedeuten, dass die Schifffahrt auf der Weser unmöglich wird.[21]

Blick von Schloss Waldeck auf den Stausee der Eder bei Niedrigwasser mit freiliegender Halbinsel an den Hopfenbergen, dahinter Staumauer in Bildmitte
Auswirkungen der Nutzung

Das kleine Einzugsgebiet und die zeitweise starke Beanspruchung der Talsperre als Wasserspender fĂŒhren dazu, das es zu zeitweise hohen und auch zu niedrigen WasserstĂ€nden kommt. Durch den Aufstau mit Abbau des Hochwasserschutzraums bis Ende April kann es vorkommen, dass die Talsperre an den 39 Öffnungen der Hochwasserentlastung ĂŒberlĂ€uft. Das spektakulĂ€re Ereignis zieht jeweils viele Tagestouristen an, wenn das Wasser an der Mauer herablĂ€uft und einen weißen Schleier erzeugt. Die letzten Male waren in den Jahren 2024, 2022 und 2021, wobei am 13. April 2021 der höchste Wasserstand nach 14 Jahren erreicht wurde. Mit bis zu elf Zentimetern ĂŒber der Überlaufschwelle liefen in den folgenden Tagen zeitweise bis zu 80 mÂł Wasser pro Sekunde ĂŒber die Krone.

Die Anlieger des Stausees erwarten, dass der Wasserstand möglichst lang hoch gehalten werden kann. Obwohl es Ende April 2022 einen Überlauf[22] gab, hatte der See durch die DĂŒrre und Hitze in Europa 2022 am 1. September 2022 nur noch eine Pegelhöhe von 220,5 mÂ ĂŒ. NHN, bzw. einen FĂŒllstand von 14 Prozent.[23] Im September 2025 fiel der Pegel infolge der DĂŒrre 2025 auf unter 12 % bzw. 219 ĂŒ. NHN.[24] 2026 lag der Pegel Ende Juli bei 20 %, so dass wie 2025 die Überreste der Siedlungen bereits vergleichsweise frĂŒh auftauchten.[25]

Ähnlich war es 2002, als in der Region um den Ederkopf, vor allem aber in Nordhessen, kaum Regen fiel. Das folgende Winterhalbjahr war recht niederschlagsarm, und wĂ€hrend des Jahrhundertsommers 2003 gab es ebenfalls wenig Niederschlag, so dass monatelang große Teile des Ufers trockenlagen. Den tiefsten Wasserstand erreichte der Stausee mit 19,9 Mio. mÂł (entsprechend 217,82 mÂ ĂŒ. NHN Pegelhöhe) im November 2003, ehe er nach einem regenreichen Winter Ende MĂ€rz 2004 wieder komplett aufgefĂŒllt war.

Das Rekordniedrigwasser nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mitte Dezember 1959 gemessen: 9,1 Mio. mÂł Wasser oder weniger als die Eiserner Bestand genannte Pegelhöhe von 214 mÂ ĂŒ. NHN.

Bei extrem niedrigen WasserstĂ€nden werden die Überreste der ehemaligen Dörfer, die Bericher Klosterkirche, der Friedhof von Bringhausen, die alte, noch gut erhaltene und begehbare EderbrĂŒcke bei Asel und andere Anlagen wieder sichtbar. Dies wird in der Tourismuswerbung als „Edersee-Atlantis“ bezeichnet. Auch das Sperrmauermodell im Maßstab 1:40 beim ehemaligen Dorf Berich auf Höhe 219,9 mÂ ĂŒ. NHN kommt dann zum Vorschein und kann vom Ufer aus erreicht werden.

Tourismus und Freizeitsport

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Beleuchtung der Edertalsperre beim Überlaufen in Folge stĂ€rkerer RegenfĂ€lle, Mai 2021

Nicht erst seit dem Zweiten Weltkrieg hat die touristische Bedeutung in der großen Region rund um die Edertalsperre – zu der auch der Nationalpark Kellerwald-Edersee gehört – stĂ€ndig zugenommen, so dass sich ein Naherholungsgebiet mit zahlreichen Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten entwickelt hat. Insbesondere niederlĂ€ndische Ferienreisende kommen gern, möglicherweise auch wegen der historischen Beziehung ihres Königshauses zu Waldeck: Prinzessin Emma zu Waldeck und Pyrmont wurde als zweite Gemahlin von König Wilhelm III. 1879 zur Stammmutter aller nachfolgenden niederlĂ€ndischen Königinnen und Könige.

Im Winter lockt der zugefrorene Stausee unter dem Stichwort „Singender See“ Besucher an: Durch die starken Diskrepanzen zwischen Nachtfrösten und Tagestemperaturen im positiven Bereich bei Sonneneinstrahlung sowie bedingt durch schwankende WasserstĂ€nde reiben sich die Eisschollen aneinander, was ein röhrend-hallendes, weithin hörbares GerĂ€usch verursacht.

Im Jahre 2000 eröffnete das Sperrmauer Museum Edersee, das detailliert ĂŒber die starken BeschĂ€digungen informiert, welche im Zweiten Weltkrieg durch den Angriff unter anderem auf die Ederstaumauer entstanden.

Seit dem 12. Juli 2014 werden die 39 ÜberlĂ€ufe der Sperrmauer allabendlich durch 39 RGB-LED-Strahler ausgeleuchtet und somit die Sperrmauer selbst in Farbe gesetzt. Auftraggeber fĂŒr diese Beleuchtung war die Gemeinde Edertal.

Baden, Tauchen und Stehpaddeln

An der Talsperre sind alle Uferbereiche und die StrandbĂ€der kostenfrei zugĂ€nglich. Nur ist bei niedrigem Wasserstand der Weg zum Wasser lĂ€nger und steinig. StrandbĂ€der befinden sich am Nordufer mit dem Strandbad Waldeck West, auf der Halbinsel Scheid und dort gegenĂŒber mit dem Badestrand in Rehbach. Abseits der StrandbĂ€der und in den Buchten ist Vorsicht geboten, da es dort keine Badeaufsicht gibt, wobei einige Uferbereiche steinig und teils sehr steil verlaufen. In gekennzeichneten Bereichen, zum Beispiel in der Wasserski-Zone, ist das Schwimmen nicht erlaubt. Die DLRG betreibt eine Wachstation am Nordufer in Vöhl-FĂŒrstental. Ein etwas abseits liegendes Freibad ist das Erlebnisbad in Vöhl. Ein Aquapark (Wasserspielplatz mit Miniatur-Edersee im Maßstab 1:200) sĂŒdlich der Staumauer bildet eine ErgĂ€nzung zum Baden im offenen Stausee.

Stehpaddler können ihre Bretter an den Einlassstellen fĂŒr Boote oder andere flachen Uferbereichen zu Wasser bringen.

Westlich unterhalb von Waldeck darf in zwei ausgewiesenen Zonen getaucht werden; in der „Zone 1“ befinden sich die Reste des Dorfs Berich – die „Dorfstelle Berich“.

Rudern und Segeln

Bevorzugte Sportarten an der Edertalsperre sind Segeln und Rudern. Es haben sich zahlreiche Segelclubs angesiedelt, der grĂ¶ĂŸte ist der Segelclub Edersee e. V. Neben zahlreichen Klassenregatten werden auch viele Yardstickregatten ausgerichtet. Der Motorbootverkehr mit Verbrennungsmotor ist verboten, dagegen ist das Befahren mit Elektro-, Tret- und Ruderbooten erlaubt, fĂŒr die es Bootsverleiher gibt.

Angeln

Die Talsperre gehört zu den fischreichsten GewĂ€ssern Deutschlands mit einer ausgezeichneten WasserqualitĂ€t und einer großen Artenvielfalt. Die gesamte Uferzone ist trotz der immensen LĂ€nge frei zugĂ€nglich. Lediglich direkt vor der Staumauer und im Naturschutzgebiet bei Herzhausen darf nicht geangelt werden. Zum Angeln im Stausee können Angelboote direkt am See gemietet werden, jedoch ist es in den gut ausgeschilderten Tauch- und Wasserskizonen nicht erlaubt.

FĂŒr das Angeln gelten die Bestimmungen des Bundeslandes Hessen. Dabei sind die Schonzeiten und Mindestmaße fĂŒr Entnahmen zu beachten. Absolute Voraussetzung zum Angeln ist die offizielle Angelberechtigung und der Erwerb eines Angelerlaubnisscheins, die fĂŒr unterschiedliche ZeitrĂ€ume erworben werden können.[26]

Schiffsrundfahrten und FĂ€hren
Ausflugsschiff auf dem Edersee
Schwimmanleger mit Kabinenseilbahn fĂŒr Passagiere bei Niedrigwasser am Staumauer-SĂŒdende

Von Ende MĂ€rz bis Oktober bietet die Personenschifffahrt Edersee mit zwei Ausflugsschiffen Linien- und Rundfahrt auf dem See an. Bei Vollstau kann der gesamte See zwischen der Staumauer im Osten und dem Ederzufluss im Westen befahren werden. Sie halten an maximal acht Anlegestellen. Auf den Fahrgastschiffen können FahrrĂ€der und AnhĂ€nger mitgenommen werden. An allen Anlegestellen ist Barrierefreiheit gegeben. Besonderheit ist der Schiffsanleger am SĂŒdende der Staumauer, der zur besseren Erreichbarkeit bei geringen WasserstĂ€nden eine Kabinenseilbahn besitzt.

Die große LĂ€nge der Talsperre bietet keine Landverbindung zwischen Nord- und SĂŒdufer. Soweit der Wasserstand es zulĂ€sst, verkehren PersonenfĂ€hren zwischen Asel und dessen Ortsteil Asel-SĂŒd sowie zwischen der zu Nieder-Werbe gehörenden Halbinsel Scheid und dem Dorf Rehbach.

Wandern

Seit 2005 existiert der Urwaldsteig Edersee („UE“), der als Wanderweg auf etwa 68 km LĂ€nge rund um die Edertalsperre fĂŒhrt, wobei er im Wesentlichen durch den Nationalpark Kellerwald-Edersee mit seinen beherrschenden BuchenwĂ€ldern und den TrockeneichenwĂ€lder an den nördlichen HĂ€ngen verlĂ€uft. 2006 wurde der Ederseeradweg („ER11“) auf vielerorts asphaltierter und weitgehend autofreier Strecke eingeweiht, der – je nach Routenwahl – als maximal auch etwa 68 km langer Radweg rund um die Edertalsperre fĂŒhrt. Beide Wege verlaufen ĂŒber die Staumauer und sind mancherorts nicht direkt entlang der Uferlinie (69,4 km lang) des Stausees angelegt, sondern sie fĂŒhren abkĂŒrzend ĂŒber nahe Anhöhen. Mit den zuvor genannten Ausflugsschiffen, der FĂ€hre Asel oder der FĂ€hre Rehbach kann abgekĂŒrzt werden. Anschluss an diese Wege haben unter anderem die teils kreuzenden Fuß- und Radwanderwege Eder-Radweg und der besonders durch den Kellerwald fĂŒhrende Kellerwaldsteig (ca. 156 km lang). Zudem fĂŒhrt der SĂŒdwestabschnitt des Habichtswaldsteigs (85 km) ĂŒber die östlich des Stausees gelegenen Hochlagen und ĂŒber die Staumauer. Am Stauseeufer bei Nieder-Werbe endet der von Kassel kommende Ederseeweg (49 km).

Gastronomie und Übernachtung

An der Talsperre sind am Ufer und in nÀherer Umgebung zahlreiche Cafés, GaststÀtten, Hotels, Pensionen und Restaurants zu finden. Daneben gibt es mehrere CampingplÀtze und zwei Jugendherbergen. Das Terrassenhotel mit GaststÀtte am Ostufer der Staumauer war schon eine touristische Einrichtung der Weimarer Republik (Bauzeit 1931/1932). Nach seiner Zerstörung durch den britischen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg erfolgte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau.

SehenswĂŒrdigkeiten rund um den Edersee
  • „Aquapark“ – Wasserspielplatz mit Miniatur-Edersee im Maßstab 1:200 in der Ortslage Edersee von Hemfurth-Edersee nahe der Edersee-Staumauer
  • Baumkronenpfad „TreeTopWalk“ – 250 m langer Waldlehrpfad mit vorgelagertem, 800 m langem „Eichhörnchenpfad“ nahe Rehbach
  • Ehrenburg, Burgruine sĂŒdlich von Marienhagen
  • Fledermauslehrpfad – ca. 2,4 km langer Lehrpfad in kleinem Waldgebiet bei Asel
  • HĂŒnselburg, Altburgstelle sĂŒdsĂŒdwestlich von Basdorf
  • „Kletterpark Edersee“,[27] nordnordöstlich von Rehbach am Stauseeufer; mit See- und Schlossblick
  • „Maislabyrinth am Edersee“ – ca. 30.000 mÂČ großes Labyrinth nordwestlich von Basdorf (von Juli bis Oktober geöffnet)
  • Nationalpark Kellerwald-Edersee – sĂŒdlich der Talsperre liegender Nationalpark
  • Naturpark Kellerwald-Edersee – die Edertalsperre einrahmender Naturpark
  • Pumpspeicherwerke Waldeck – bei Hemfurth am Affolderner See (Auffahrt per Peterskopfbahn zu dortigen Oberbecken möglich)
  • Schloss Waldeck – bei Waldeck hoch ĂŒber der Edertalsperre (Auffahrt mit Waldecker Bergbahn möglich; Blick auf den Stausee)
  • „Sommerrodelbahn am Edersee“ – ca. 850 m lange Sommerrodelbahn westlich von Nieder-Werbe
  • Sperrmauer Museum Edersee (auch: Sperrmauer Museum) in Hemfurth (Forsthausstraße)[28]
  • Sperrmauer-Beleuchtung – jeden Abend mit Einbruch der Dunkelheit
  • Uhrenkopf – nahe Hemfurth-Edersee; gute Aussichtsmöglichkeit auf die Edersee-Staumauer
  • Wildpark Edersee mit Greifvogelstation – oberhalb von Hemfurth-Edersee unweit der Staumauer
  • Besucherzentrum Edersee (seit 22. April 2023) – beim Ortsteil Edersee von Hemfurth-Edersee nahe dem SĂŒdende der Staumauer[29]
SehenswĂŒrdigkeiten im Stausee der Edertalsperre oder nahe der Eder
  • Liebesinsel – einziges stetiges Eiland bei Bringhausen im Mittelteil des Stausees, mit Ruine der Burg Bring
  • „Alt-Asel“ mit nahem Denkmal „Dorfstelle Asel“, bei Asel
  • „Aseler BrĂŒcke“ (verbindet Asel mit Asel-SĂŒd; gut erhalten), 60 Meter lange 4-bogige BrĂŒcke wurde in den Jahren 1887 bis 1890 erbaut und steht nach einer Sanierung im Jahr 1982 unter Denkmalschutz.[30]
  • „Alt-Bringhausen“ mit „Friedhof Bringhausen“ und nahem Denkmal „Dorfstelle Bringhausen“, bei Bringhausen
  • „Alt-Berich“ mit „Friedhof Berich“ und nahem Denkmal „Dorfstelle Berich“, westlich von Waldeck-West
  • „Bericher BrĂŒcke“, bei „Alt-Berich“, westlich von Waldeck-West
  • „Bericher HĂŒtte“, nördlich von Waldeck-Scheid, westlich von „Alt-Berich“
  • „BrĂŒcke Bringhausen“ (verband Bringhausen mit Waldeck-Scheid; Pfeiler und Widerlager sind erhalten), bei Bringhausen
  • „Durchbruchstelle der Schleppbahn“, der fĂŒr den Staumauerbau benutzten GĂŒtereisenbahnstrecke kĂŒnstlich angelegte Felsdurchbruch zwischen der Hammerbergspitze (beim Wildpark Edersee) und den normalerweise ĂŒberfluteten Hopfenbergen (bei einstiger StollmĂŒhle)
  • „Gut Vornhagen“ (einst aus zwei GebĂ€uden bestehend), unterhalb vom Schloss Waldeck
  • „Sperrmauermodell“ des Absperrbauwerks Edertalsperre (Maßstab 1:40), das zum Testen der WasserablĂ€sse gebaut wurde; nördlich von Waldeck-Scheid, westlich der Bericher HĂŒtte
  • „StollmĂŒhle“, unweit der Staumauer, nahe dem Wildpark Edersee an der Hammerbergspitze
  • „WerbebrĂŒcke“ (verbindet die Halbinsel Scheid mit der Bericher HĂŒtte), nördlich von Waldeck-Scheid, sĂŒdlich der Bericher HĂŒtte
SehenswĂŒrdigkeiten der umgebenden Region
Lichtkunstwerk unterhalb der Staumauer (2007)
Ehemalige Kunstwerke an der Edertalsperre

Vom 7. Juli bis 15. September 2002 war die Edertalsperre luftseitig mit von der Mauerkrone bis zum Mauerfuß abgespannten, magentafarbigen, grĂŒngepunkteten und zugleich transparenten TĂŒchern auf insgesamt 15.000 mÂČ FlĂ€che verhĂŒllt – ein Werk des KĂŒnstlers Gerhard Hesse aus Edertal-Wellen. Abends bis Mitternacht wurde die Luftseite der Mauer angestrahlt, so dass alles krĂ€ftig leuchtete.

Vom 4. August bis 19. September 2007 war am Fuß der Staumauer auf dem GelĂ€nde von E.ON ein Kunstwerk mit dem Namen „Elektrisierte WĂ€schespinnen auf Ton“ von den KĂŒnstlern Gerhard Hesse aus Edertal-Wellen und Kanae Kato aus dem japanischen Osaka installiert. Dabei ging es um den Gegensatz von Natur und Technik. Von DĂ€mmerungsbeginn bis Mitternacht leuchteten die WĂ€schespinnen rot.

Seit dem 12. Juni 2014 hÀlt die Sperrmauer als lÀngstes dauerhaft illuminiertes Objekt den deutschen Rekord.

Verkehrsanbindung

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Aufgrund der bergigen Landschaft und des Naturparks, in dem die Talsperre und die Waldgebiete liegen, fĂŒhren mehrheitlich nur Landes- oder Kreisstraßen nĂ€her an die Talsperre. Teilweise sind es nur Stichstraßen, die von Westen oder Osten zu Orten am See fĂŒhren. Eine durchgehende Randstraße an einem der beiden Ufer der Talsperre ist nicht vorhanden. Nur an der nordöstlichen SeehĂ€lfte ist eine durchlaufende Uferstraße bis zur Staumauer zu finden. Vielerorts sind WandererparkplĂ€tze angelegt. Zum Besuch der Staumauer befindet sich ein grĂ¶ĂŸerer Parkplatz in Hemfurth-Edersee am SĂŒdende der Mauer. Weitere ParkplĂ€tze sind am Nordende der Mauer an der vorbei fĂŒhrenden Randstraße L 3086. Generell kann es auf den wenigen Straßen in Spitzenzeiten zu erheblichen Staus kommen.

Überregional ist die Edertalsperre aus dem Ruhrgebiet ĂŒber die A44 von der Anschlussstelle Diemelstadt aus erreichbar. Von dort sind es ĂŒber Korbach auf der B 252 rund 45 km bis zum Westende des Stausees bei Herzhausen. Die gleiche Bundesstraße fĂŒhrt Besucher von SĂŒden aus Frankenberg, Marburg und Gießen dorthin. Eine einzige 20 km lange Straßenverbindung von West nach Ost verlĂ€uft nördlich des Stausees ĂŒber die Landesstraßen L 3084 und L 3086. Letztere erreicht unterhalb von Waldeck das Nordostufer der Talsperre und fĂŒhrt vorbei am Strandbad Edersee bis zur Staumauer. Von Kassel aus besteht eine zweite Verbindung von der A44 zur Mauer. Von der Anschlussstelle Zierenberg sind es rund 35 km ĂŒber die B 251 und die B 485 ab Sachsenhausen.

Die weiter östlich vorbei fĂŒhrende Autobahn A7 bringt Besucher aus Norden und SĂŒden zur Talsperre. Nach Übergang auf die A49 können die rund 22 km entfernt liegenden Anschlussstellen Fritzlar oder Wabern genutzt werden, um von Osten an die Staumauer bei Hemfurth-Edersee zu gelangen.

Bahn und Bus

Der ÖPNV wird durch den AufgabentrĂ€ger NVV (Nordhessischer Verkehrsverbund) organisiert. Seit Reaktivierung des westlich gelegenen Streckenabschnitts „Untere Edertalbahn“ der Bahnstrecke Warburg–Sarnau zwischen Korbach SĂŒd und Frankenberg am 11. September 2015 besteht durchgehender Zugverkehr von Marburg (Lahn) nach Brilon Stadt. Auf der Strecke verkehrt die RB97 der Kurhessenbahn mit Halt am Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen mit dem Westende des Stausees. Zur Weiterfahrt bietet der Bus 503 eine Verbindung ĂŒber Vöhl-Basdorf und Waldeck-Nieder-Werbe bis nach Waldeck und weiter ĂŒber Affoldern nach Hemfurth. An die Ostseite in die NĂ€he der Staumauer gelangt man von Kassel aus mit der RB39, die in Bad Wildungen endet. Von dort fĂ€hrt stĂŒndlich die Buslinie 510 ĂŒber Affoldern nach Korbach und erreicht dabei die Talsperre. Ein weiterer Bus verbindet als Linie 515 Bad Wildungen mit Bringhausen am SĂŒdufer. Dort liegen mit einem Kletterpark, einem Wildtierpark und dem Badestrand Rehbach touristische Ziele.

Radwege

Einen durchgĂ€ngigen Uferrandweg ohne Steigungen rund um die Edertalsperre gibt es nicht. Jedoch kann der ausgeschilderte Edersee-Radrundweg genutzt werden, der ĂŒber mehr als 50 km eine Rundfahrt zulĂ€sst. Etwa die HĂ€lfte der Strecke verlĂ€uft auf/an Straßen, teilweise werden Schotterwege genutzt. Dabei mĂŒssen 356 Höhenmeter bewĂ€ltigt werden, um auch den HöhenrĂŒcken am Nordrand zwischen Asel und Nieder-Werbe zu ĂŒberwinden. Als Varianten ohne viele Steigungen und als AbkĂŒrzungen stehen bei ausreichendem Wasserstand zwei PersonenfĂ€hren ĂŒber den See zur VerfĂŒgung. Im Osten wird zur Querung die Fahrbahn auf der Edermauer genutzt.

FĂŒr die Radtouristik ist von 2008 bis 2012 der Ederseebahn-Radweg geschaffen worden, der auf dem stillgelegten Abschnitt der ehemaligen Bahnstrecke Wega–Brilon Wald verlĂ€uft. Die 26 km lange alte Trasse verlĂ€uft nördlich der Talsperre von Korbach im Westen bis nach Buhlen östlich unterhalb der Staumauer. Sie fĂŒhrt durch zwei Tunnel und ĂŒber mehrere BrĂŒcken. Als Attraktion wird auch der 193 Meter lange Selbacher Viadukt ĂŒber den Reiherbach genutzt.[31]

1934 wurden an der Edertalsperre zwei WaschbĂ€rpĂ€rchen ausgesetzt, die sich anfangs in der Mitte Deutschlands vermehrten und spĂ€ter auch in Mitteleuropa ausbreiteten. Heute wird diese Aussetzung als „eine fatale Entscheidung“ beurteilt, da mit ihr der „Siegeszug der WaschbĂ€ren in Europa“ begann.[32] Am 9. MĂ€rz 2009 wurde im Nationalpark Kellerwald-Edersee eine EuropĂ€ische Wildkatze nachgewiesen.[33]

Aufgrund der hohen Staumauer der Edertalsperre ist die Fischwanderung zum und aus dem Stausee (zum Beispiel fĂŒr Lachse) flussabwĂ€rts nicht möglich. Jedoch hat sich innerhalb des Stausees eine recht vielfĂ€ltige Fischwelt aus Raub- und Weißfischen entwickelt.

Filme und Spiele

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  • Literatur ĂŒber Edersee nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie
  • Roland Gööck: Als die Sperrmauer brach – Ein Bericht ĂŒber die Zerstörung der Edertalsperre am 17. Mai 1943 und den Wiederaufbau im Edertal. Wilhelm Bing Verlag, Korbach 1953.
  • Peter Franke, Wolfgang Frey: Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland. 1987, ISBN 3-926520-00-0.
  • Ulrich Klein: Die Edertalsperre und der Beginn der ElektrizitĂ€tsversorgung in Nordhessen 1914–1922. In: Hessische Heimat. 61 (2011), S. 69–76.
  • Matthias Lange, Bernd Stobrawa: 100 Jahre Edertalsperre. Eine Zeitreise in Bildern. Hemfurth-Edersee 2014.
Commons: Edersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Edersee – ReisefĂŒhrer
Wikivoyage: Kassel-Edersee-Radweg – ReisefĂŒhrer

Einzelnachweise

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  1. ↑ Nationalpark Kellerwald-Edersee. (PDF) In: natureg.hessen.de. RegierungsprĂ€sidium Kassel, November 2016, abgerufen am 5. August 2024.
  2. ↑ Nationalpark Kellerwald-Edersee. In: naturwald-akademie.org. Naturwald Akademie gGmbH, LĂŒbeck, abgerufen am 3. August 2024.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Edertalsperre 1994. (PDF) In: baw.de. Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, 1994, abgerufen am 30. Juni 2024.
  4. ↑ Leo Sympher: Die neuen wasserwirtschaftlichen Gesetze in Preußen Teil III. Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin, 1905, abgerufen am 23. Mai 2023.
  5. ↑ Die Geschichte der Sperrmauer Edersee. In: helenenquelle.de. Gesundheitszentrum Helenenquelle, abgerufen am 30. Juni 2024.
  6. ↑ AdventureFocus – Abenteuer & Outdoor: Edersee Atlantis 2022 – Die Geschichte der untergegangenen Dörfer – DĂŒrre legt Ruinen frei – doku auf YouTube, 29. August 2022, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 19:09 min).
  7. ↑ Wenn die verlorenen Dörfer auftauchen (Drei Videos vom Edersee-Atlantis), HNA, 5. September 2016 (Memento vom 9. November 2016 im Internet Archive), abgerufen am 9. November 2016
  8. ↑ Enkelsohn des Regierungs-Baumeisters Pietsch besuchte die Sperrmauer (Memento des Originals vom 12. Juli 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., vom 10. August 2014, abgerufen am 6. Januar 2015, auf hna.de
  9. ↑ Mike Burkhardt (Hrsg.): Ferne Zeiten, nahe Ziele. Geschichte in und um Kassel erleben. Kassel University Press, Kassel 2010, ISBN 978-3-89958-952-8, S. 87.
  10. ↑ Manfred Hegemann: Technische und historische Entwicklung der Gebhardt & Koenig – Deutsche Schachtbau GmbH nach 1945. In: Harry Heck (Red.): 1. ThĂŒringer Bergmannstag – 18. bis 20. September 1998 in Nordhausen. 100 Jahre Schachtbau Nordhausen/Gebhardt & Koenig. Landesverband der Bergmanns-, HĂŒtten- und Knappenvereine ThĂŒringen e.V., Sondershausen 1998, S. 58–69, hier S. 59.
  11. 1 2 3 Festschrift 100 Jahre Edertalsperre. (PDF) In: baw.de. Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, 2014, abgerufen am 20. Juli 2024.
  12. 1 2 3 Klemm, U.: Eder- und Diemeltalsperre. (PDF) In: baw.de. Bundesanstalt fĂŒr Wasserbau, 1997, abgerufen am 26. Juli 2024.
  13. 1 2 Talsperrenbewirtschaftung. In: wsa-weser.wsv.de. Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, abgerufen am 30. Juli 2024.
  14. 1 2 Hochwasserlage Richtigstellung. RegierungsprÀsidium Kassel, 8. Januar 2024, abgerufen am 30. Juli 2024.
  15. ↑ Kraftwerksliste. Bundesnetzagentur, 7. MĂ€rz 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Juni 2019; abgerufen am 17. September 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  16. ↑ https://www.hessenschau.de/panorama/edersee-streit-geht-in-naechste-runde-tourismus-oder-weser-schifffahrt-v1,edersee-tourismus-schifffahrt-100.html. Abgerufen am 18. September 2025.
  17. ↑ Limnologie und Bedeutung ausgewĂ€hlter Talsperren. (PDF) In: lawa.de. LĂ€nderarbeitsgemeinschaft Wasser, 1990, S. 274–275, abgerufen am 7. August 2024.
  18. ↑ Abgelassenes Wasser – Die Welle aus dem Edersee schwappt in die Politik (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today), vom 16. August 2011, aus faz.net
  19. ↑ tagesschau.de: Wasserstreit am Edersee: Als hĂ€tte jemand den Stöpsel gezogen. 7. September 2022, abgerufen am 7. September 2022.
  20. ↑ Konflikt um Wasserabgabe der Edertalsperre neu entbrannt bei ndr.de vom 3. August 2026
  21. ↑ Edersee fast leer – Tourismus und Schifffahrt leiden. 30. September 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025.
  22. ↑ Edersee kurz vor dem Überlaufen in faz.net vom 28. April 2022
  23. ↑ Die DĂŒrre hat den Edersee fast verschwinden lassen in faz.net vom 31. August 2022
  24. ↑ Mike Heideck: Unter 12 Prozent: Edersee drosselt Wasserabgabe weiter. In: Hessennews TV. 24. September 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025.
  25. ↑ Touristenmagnet gibt "Atlantis" frei bei t-online vom 26. Juli 2026
  26. ↑ Edersee – Angeln. In: hejfish.com. Abgerufen am 24. August 2024.
  27. ↑ Kletterpark Edersee (offizielle Homepage)
  28. ↑ Verein Sperrmauer Museum Edersee e. V., auf dambusters.de
  29. ↑ Besucherzentrum Edersee, abgerufen am 10. April 2024, auf edersee.com
  30. ↑ Aseler BrĂŒcke sauerland.com
  31. ↑ Edersee-Radrundweg (ER). In: edersee.com. Abgerufen am 4. September 2024.
  32. ↑ Wolfgang Oelrich: Die reinste Plage, in: FAZ, 11. April 2022.
  33. ↑ Erstmals Wildkatze in Kellerwald-Edersee abgelichtet, 20. MĂ€rz 2009, auf faz.net
  34. ↑ Hermann Hauschild: Aufnahmen von der Zerstörung der Edertalsperre vom 17. Mai 1943, auf youtube.com
  35. ↑ Edersee und Korbach sind Kulissen fĂŒr ZDF-Serie „Die verlorene Tochter“. Abgerufen am 26. August 2022.