Verlag Antaios
| Verlag Antaios | |
|---|---|
| GrĂŒndung  | 2000 |
| Sitz  | Ehemaliges Rittergut Schnellroda, Steigra, Sachsen-Anhalt |
| Verleger  | Götz Kubitschek |
| Gattung  | Sachliteratur |
| Website  | antaios.de |
Der Verlag Antaios (bis November 2012: Edition Antaios) ist ein seit 2000 vom neurechten Publizisten und Politaktivisten Götz Kubitschek geleiteter deutscher Buchverlag mit Sitz auf dem ehemaligen Rittergut Schnellroda in der Gemeinde Steigra im sĂŒdlichen Saalekreis. Wissenschaftler ordnen den der antidemokratischen âKonservativen Revolutionâ verschriebenen Kleinverlag einem Netzwerk der Neuen Rechten zu; er wird in Fachkreisen als âHausverlagâ der neurechten Denkfabrik Institut fĂŒr Staatspolitik (IfS) bezeichnet. Ăberdies bietet der Verlag BĂŒcher anderer politisch rechter oder rechtsextremer Verlage an. Seit 2021 wurde der Verlag vom Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz als Verdachtsfall fĂŒr Rechtsextremismus beobachtet, seit 2024 stuft das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz den Verlag als âgesichert rechtsextremâ ein.[1][2][3][4]
Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Verlag Antaios mit Sitz in Steigra, Ortsteil Schnellroda, wird seit dem 5. Juli 2014 im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter der Handelsregister-Nummer HRA 4730 gefĂŒhrt. Inhaber ist der eingetragene Kaufmann (e.K.) Götz Kubitschek.[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Verlag wurde 2000 als Edition Antaios gegrĂŒndet und steht seitdem unter der Leitung von Götz Kubitschek.[6] Im November 2012 wurde der Name in Verlag Antaios geĂ€ndert. Er war ursprĂŒnglich im hessischen Bad Vilbel und spĂ€ter in der sĂ€chsischen Landeshauptstadt Dresden[7] ansĂ€ssig; seit 2003 sitzt der Kleinverlag[8] auf dem ehemaligen Rittergut Schnellroda in Steigra, Sachsen-Anhalt,[9] wo auch das Institut fĂŒr Staatspolitik seinen Sitz hatte.[10]
Zum GrĂŒnderkreis gehörte u. a. Karlheinz WeiĂmann, einer der Hauptvertreter der Neuen Rechten in Deutschland und 2003 MitbegrĂŒnder der Zeitschrift Sezession.[11] Der Historiker Helmut Kellershohn vom Duisburger Institut fĂŒr Sprach- und Sozialforschung (DISS) hĂ€lt es fĂŒr einen weiteren ââPaukenschlagâ jungkonservativer Intellektueller aus den Reihen der Deutschen Gildenschaftâ.[12]
BezĂŒglich der Namensgebung konstatiert Kellershohn eine Reminiszenz auf Hans Freyers Schrift AntĂ€us[13] sowie eine AnknĂŒpfung an Ernst JĂŒnger, den Kubitschek verehre.[14] FĂŒr den Religionswissenschaftler Horst Junginger steht der Verlag in der Tradition der âKonservativen Revolutionâ und JĂŒngers Zeitschrift Antaios, die von 1959 bis 1971 erschien.[11] Namensgeber ist der in Nordafrika lebende Riese Antaios aus der griechischen Mythologie,[11] der Einheimische und Fremde jagte und seine StĂ€rke von seiner Mutter Gaia (der Erde) erhielt. Er wurde schlieĂlich von Herakles besiegt, indem dieser ihn in die Luft hob und erwĂŒrgte.
Der Ăkonom Arne Schimmer, NPD-Kader und Mitarbeiter der Parteizeitung Deutsche Stimme, war von 2003 bis 2004 Lektor bei der Edition Antaios. Das VertragsverhĂ€ltnis endete, so Kubitschek, nachdem Schimmer 2004 fĂŒr die NPD Sachsen als Mitarbeiter in den SĂ€chsischen Landtag wechselte.[15] Mathias Brodkorb vom Informationsportal Endstation Rechts zeigte spĂ€ter auf, dass der Verlag durch âRezensionen und diskursive[] Artikelâ in der rechtsextremen, NPD-nahen Zeitschrift Hier & Jetzt unter dem Chefredakteur Schimmer in der Szene prĂ€sent sei.[16] Der Extremismusforscher Uwe Backes resĂŒmierte 2012 auch in Anbetracht der Positionierung gegenĂŒber Andreas Molau (Deutsche Stimme), dass Kubitschek mit dem Verlag eine âelitĂ€re Distanzâ zur NPD pflege.[17]
2007 wurde eine GroĂe Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Petra Pau und Sevim DaÄdelen und der Linksfraktion im Deutschen Bundestag zur Extremen Rechten in Deutschland durch die Bundesregierung dahingehend beantwortet, dass die Edition Antaios zu dieser Zeit kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes sei, was jedoch nicht ausschlieĂe, dass sie âsich selbst als Teil einer â nach anderen Kriterien definierten â sog. Neuen Rechtenâ sieht.[18]
2010 war die Publikation Der Fall Sarrazin â Eine Analyse des Instituts fĂŒr Staatspolitik auf der Amazon-Bestsellerliste vertreten.[19] Der Fachjournalist Andreas Speit wertete die Veröffentlichung als Versuch, ârechtes Denken zu modernisieren und auch zu popularisierenâ. Im Hintergrund stehe ein âEnsemble von rechten Intellektuellenâ, zu dem auch das Institut fĂŒr Staatspolitik gehöre.[20]
In der Vergangenheit stellte der Verlag mehrmals auf der Leipziger Buchmesse aus.[21] SpĂ€ter organisierte Kubitschek gemeinsam mit Felix Menzel eine neurechte Messe namens zwischentag (Eigenschreibweise) in Berlin-Wilmersdorf, zu deren Ausstellern auch sein Verlag gehörte.[22] In einem Interview mit dem Fernsehmagazin Klartext (rbb) sprach er 2012 in diesem Rahmen von einer erhaltungswĂŒrdigen âethnische[n] KontinuitĂ€tâ der Deutschen.[23]
Im Februar 2014 entfernte der deutsche Ableger des InternetversandhĂ€ndlers Amazon.com die zwölf neuesten BĂŒcher des Verlags aus seinem Angebot. Dies und der Verzicht auf die Angabe von GrĂŒnden wurde von Lorenz JĂ€ger auf FAZ.net und von Marc Felix Serrao in der SĂŒddeutschen Zeitung kritisiert.[24][25] Nach den VorgĂ€ngen bei Amazon veröffentlichte der MĂŒnchner Soziologieprofessor Armin Nassehi einen Briefwechsel mit Kubitschek, in dem er den VersandhĂ€ndler kritisierte.[26]
Zu Beginn der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2018 wurde bekanntgegeben, dass der Verlag an Thomas Veigel â AfD-Mitglied und Inhaber des neu gegrĂŒndeten Loci-Verlags[27] â verĂ€uĂert worden wĂ€re. Der Verlag sollte als Imprint weitergefĂŒhrt werden, die Programmleitung von Kubitscheks Ehefrau Ellen Kositza ĂŒbernommen werden.[28] Von Beginn an wurden in den Medien begrĂŒndete Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Transaktion geĂ€uĂert.[27][29] Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass Kubitscheks Verlag keinen Stand auf der Buchmesse angemeldet hatte, aber durch die Bekanntgabe des Verkaufs im Mittelpunkt des Medieninteresses gestanden hĂ€tte.[30] Nach der Buchmesse wurde von Kubitschek bestĂ€tigt, dass die oben genannte Meldung ein TĂ€uschungsmanöver gewesen war.[31]
Nach einem Bericht von Zeit Online vom 15. Juni 2021 bestĂ€tigte der PrĂ€sident des Bundesamts fĂŒr Verfassungsschutz Thomas Haldenwang, dass der Verlag Antaios seit lĂ€ngerem beobachtet und als Verdachtsfall gefĂŒhrt wird.[32]
Ausrichtung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2004 beschrieb der Fachjournalist fĂŒr Rechtsextremismus Anton Maegerle die Edition Antaios in einem TribĂŒne-Aufsatz zu Ultrarechten Think Tanks als âVorfeldorganisationâ der Wochenzeitung Junge Freiheit.[33] Sie werde ferner durch das Institut fĂŒr Staatspolitik mitfinanziert.[34] Laut den Publizisten Stephan Braun, Alexander Geisler und Martin Gerster (2007) nimmt sich die Edition des Erbes der âKonservativen Revolutionâ an und publiziert ĂŒberwiegend Studien des IfS. Sie bilde mit dem IfS und der Jungen Freiheit ein âarbeitsteilig organisiertes Dreieckâ. Der Verlag sei darauf ausgelegt, die âneurechte ideologische Basisâ zu festigen.[35] Auch fĂŒr die Rechtsextremismusforscher Samuel Salzborn (2015)[36] und Helmut Kellershohn (2016)[37] gibt es zwischen den drei Organisationen eine âoperationelle Aufgabenteilungâ.[36] Der Antaios Verlag ĂŒbernimmt in diesem laut Kellershohn die Aufgabe, âArbeitsergebnisse, die aus der Arbeit des Instituts resultieren oder im Umfeld dieses Netzwerks entstanden sind, zu publizieren.â[38] Nach EinschĂ€tzung von Kellershohn (2016) scheint diese âursprĂŒngliche Konzeption einer arbeitsteiligen Kooperation zwischen JF, IfS, Verlag [âŠ] als Ausgangspunkt und Kern eines jungkonservativen Hegemonieprojekts [jedoch] vorerst gescheitertâ. Die Frage des VerhĂ€ltnisses zur Alternative fĂŒr Deutschland habe zu âFlĂŒgelkĂ€mpfenâ innerhalb der âjungkonservative[n] FĂŒhrungsriegeâ[37] gefĂŒhrt, die sich âparallel zum FlĂŒgelstreit in der AfD vertieftâ hĂ€tten.[39] Kellershohn (2004),[40] Martin Langebach (2015),[41] Armin Pfahl-Traughber (2016)[42] und Volker WeiĂ (2016)[43] kommen zu dem Schluss, dass es sich bei Antaios um einen âHausverlagâ des IfS handele.
Bereits 2002 wies der Rechtsextremismusforscher Hajo Funke darauf hin, dass die Neue Rechte ein âideologisch[es] und organisatorisch[es] Netzâ spinne, zu dem nicht nur die âPublikationsreiheâ Edition Antaios und die bereits genannten Institutionen gehörten, sondern auch u. a. das Studienzentrum Weikersheim und die Burschenschaft Danubia MĂŒnchen.[44] Der Politikwissenschaftler Rainer Benthin hielt diese Neue Rechte 2008 im engeren Sinne fĂŒr âeine intellektuelle oder kulturelle Varianteâ, die im ârechtsradikalen Bewegungskontextâ verbunden sei, u. a. ĂŒber zentrale Foren wie das IfS mit der Zeitschrift Sezession und dem Verlag Edition Antaios.[45] 2004 zĂ€hlte auch der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber den Verlag zur Neuen Rechten,[46] die er wiederum dem intellektuellen Rechtsextremismus zuordnet.[47] Laut dem Politikwissenschaftler Elmar Vieregge verfolgt das Projekt IfS mit Sezession und Edition Antaios eine âgrundlegende[] VerĂ€nderung des politischen Klimas in Deutschland nach âRechtsââ.[48] Strategisch ziele man, wie Fabian Virchow vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus ausfĂŒhrte, âunter RĂŒckgriff auf Vertreter der antidemokratischen und menschenrechtsfeindlichen Konservativen Revolution der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zum einen auf die Umdeutung von Begrifflichkeiten und die Erringung der Deutungshoheit sowie zum anderen auf die Schulung einer neuen rechten Elite, die gesellschaftliche Machtstellungen besetzt.â[49]
Im Zuge der Kampagne âDivision Antaiosâ (2010) âpasste [Kubitschek] das Logo seines Verlages, eine Schlange, stilistisch dem Schildkrötenlogo [von CasaPound] an und unterlegte zudem der Schlange drei nach rechts oben weisende Pfeile, gewissermaĂen als Replik auf die drei nach links unten gerichteten Pfeile der antifaschistischen Eisernen Frontâ, so Kellershohn.[50]
Julian Bruns, Kathrin Glösel und Natascha Strobl, die 2014 einen grundlegenden Band zur IdentitĂ€ren Bewegung verfasst haben, halten das âseriöse Erscheinungsbildâ des Verlages fĂŒr âbrĂŒchigâ und rechnen Antaios zum politisch-publizistischen Umfeld der IdentitĂ€ren.[51]
Mit den Publikationen werden sowohl Rechtsextremisten als auch âAkteure am rechten Rand der AfDâ erreicht, so Funke (2016).[52]
Patrick KeĂler weist auf den Zusammenhang zwischen Namensgebung und Gewaltneigung hin (2018): âDie Namensgebung Antaios [âŠ], der ein aus der griechischen Mythologie stammender, nahezu unbezĂ€hmbarer Riese war, der mit den SchĂ€deln seiner besiegten Gegner den Tempel fĂŒr seinen Vater verzierte und die Fremden zu einem Ringkampf aufforderte [âŠ], deutet an, dass innerhalb der ,Neuen Rechtenâ eine bestimmte Neigung zur Gewalt [âŠ] existiert.â[53]
Ab 2021 wurde der Verlag vom Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz als Verdachtsfall fĂŒr Rechtsextremismus beobachtet.[2] Die Beobachtung wird dabei mit Verbindungen âzum rechtsnationalen FlĂŒgel der AfD und zu anderen Rechtsextremisten, unter anderem zu Björn Höcke, dem thĂŒringischen AfD-Landes- und Fraktionschefâ[2] sowie den Veröffentlichungen von gesichert rechtsextremistischen Autoren wie beispielsweise Mario MĂŒller oder Martin Sellner begrĂŒndet.
Seit 2024 wird der Verlag als âgesichert rechtsextremâ eingestuft,[54] wodurch dem Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz mehr MaĂnahmen zur Beobachtung eingerĂ€umt werden.[4][55]
Programm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 2009 machte Kellershohn ca. 50 Titel im Verlagsprogramm aus, darunter âEigenprodukteâ der Verlagsleitung sowie sich in seinem Umfeld bewegender Personen, darunter auch Stammautoren der Jungen Freiheit wie GĂŒnter Zehm, Thorsten Hinz und Ernst Nolte.[56] Der Politikwissenschaftler Steffen Kailitz hob hervor, dass die Autorengewinnung des Historikers Nolte im Jahr 2005 dessen inhaltliche AnnĂ€herung an die Neue Rechte nachvollziehen lasse.[57] Das Verlagsprogramm wurde um die Reihen Perspektiven (EinfĂŒhrungen zu Personen) und Themen (Begrifflichkeiten) aufgebaut.[56] Thematisch widmete sich der Verlag der Hohmann-AffĂ€re und zeitgenössischen Rechtskonservativen wie Klaus Hornung[58] (Festschrift zum 75. Geburtstag), vor allem aber historischen Persönlichkeiten der âKonservativen Revolutionâ[59] wie Oswald Spengler, Ernst JĂŒnger und Friedrich Georg JĂŒnger sowie Ă€lteren Vertretern der Neuen Rechten wie Mircea Eliade und den bekennenden âFaschistenâ Armin Mohler[58] (mehrere Werke[52] â die Festschrift zum 80. Geburtstag war die erste Publikation des Verlags[60]).[56] Auch ein Briefwechsel des Rechtsextremisten Hans-Dietrich Sander mit dem âKronjuristen des Dritten Reichesâ Carl Schmitt wurde verlegt.[19] Nach Hajo Funke sind in dem Verlag âErnst JĂŒnger und das gesamte antidemokratische Arsenal [âŠ] zusammengelegtâ. Dort gehe um eine âethnisch reineâ Republik, die gegen âdie Werte von Pluralismus und Menschenrechtsachtungâ gerichtet sei.[61] Antaios veröffentliche âeine ganze Bibliothek von Vertretern der sogenannten Konservativen Revolution, Faschisten und Antisemitenâ.[52] Nach WeiĂ findet sich bei Antaios ein âeher klassisch faschistisches Gedankengut als spezifisch nationalsozialistischesâ, wobei âdie ĂbergĂ€nge [âŠ] flieĂendâ seien.[62]
Im Jahre 2011 veröffentlichte der Verlag die muslimfeindlichen Texte des Bloggers Fjordman, die ideologische Grundlagen fĂŒr den norwegischen Rechtsterroristen Anders Behring Breivik waren.[63] In der edition nordost des Verlages erschien 2014 die deutsche Ăbersetzung des âSchlĂŒsselromansâ[64] von Domenico di Tullio, Strafverteidiger von CasaPound Italia, ĂŒber ebendiese neofaschistische italienische Bewegung.[65] Der Verlag betreibt laut Volker WeiĂ ĂŒberdies sukzessive âTheorieimport aus Frankreichâ und hat im Zuge dessen etwa eine NeuĂŒbersetzung des Romans (Das Heerlager der Heiligen) des monarchistischen französischen Schriftstellers Jean Raspail sowie eine âKampfschriftâ[66] von Renaud Camus, der als âVordenkerâ des rechtsextremen Front National gilt, herausgebracht.[67] Kubitschek sei auf nationalkonservative oder geradezu reaktionĂ€re Autoren spezialisiert, so der Politikwissenschaftler Jan-Werner MĂŒller.[68] Nach dem Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik (2016), der dem Herausgeberkreis der Fachzeitschrift BlĂ€tter fĂŒr deutsche und internationale Politik angehört, publiziert Antaios ârechtsextreme Literaturâ.[69] Nach dem Politikwissenschaftler Claus Leggewie ist der Verlag auf âneurechte Machwerke und einschlĂ€gige Theorieimporte aus Frankreichâ spezialisiert;[70] es wĂŒrden rechtsradikale Schriften, darunter Bestseller von Raspail und Camus, verlegt.[71] Der Soziologe Armin Nassehi merkte 2016 an, dass die Aufnahme des rechten Publizisten Akif Pirinçci in das Verlagsprogramm, wenn man sich Pirinçcis Tonfall und Argumentation ansehe, âeigentlich [âŠ] unter dem Niveau des Verlagesâ sei, der âernst zu nehmende[] Formen der intellektuellen Auseinandersetzungâ in die Publizistik bringen wolle. Da falle Pirinçci âtatsĂ€chlich herausâ. Inhaltlich falle er jedoch âtatsĂ€chlich nicht herausâ, denn sein neues Buch mit dem Titel âUmvolkungâ passe âeigentlich zu dem Programm dieser rechtsintellektuellen Debatteâ. Laut Nassehi ist die Aufnahme Pirinçcis somit âeher [âŠ] ein politisches Statement [âŠ] als eine Idee ernsthafter Auseinandersetzungâ.[72]
Der Verlag Antaios bietet eigene BĂŒcher derzeit (Stand 2015) in insgesamt sechs Reihen an: Reihe kaplaken, Antaios Thema, Staatspolitisches Handbuch, Jenaer Vorlesungen, Antaios Essay und edition nordost.[51] Besondere Relevanz fĂŒr das âSelbstverstĂ€ndnisâ des IfS hat die seit 2007 erscheinende Buchreihe Kaplaken, in der bereits Werke von Bernard Willms, Karlheinz WeiĂmann und Götz Kubitschek veröffentlicht wurden.[56] Ferner gilt das Staatspolitische Handbuch, herausgegeben von den IfS-FunktionĂ€ren Erik Lehnert und Karlheinz WeiĂmann, als ein Beispiel fĂŒr âdie systematische ErschlieĂung und Vermittlung der Weltanschauung der âKonservativen Revolutionââ (Volker WeiĂ).[73] Die Herausgeber des Jahrbuchs Extremismus & Demokratie, Uwe Backes, Alexander Gallus und Eckhard Jesse, konstatierten 2010, dass darin versucht werde, Begriffe umzudeuten.[74]
Autoren / Herausgeber (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unter den publizierten Autoren sind etliche BeitrĂ€ger der Zeitschrift Sezession.[75] Dem Historiker Volker WeiĂ zufolge befinden sich darunter auch âPersonen, die frĂŒher als harte Neonazis aktiv warenâ.[62]
- Alain de Benoist
- Benedikt Kaiser
- Johann Braun
- Renaud Camus (Ăbersetzung)
- GĂŒnther Deschner
- Joachim Fernau postum
- Fjordman (Herausgabe)
- Alexander Gauland
- Siegfried Gerlich
- Reinhard GĂŒnzel (GesprĂ€ch)
- Hermann Heidegger
- Thorsten Hinz
- Hans Hirzel postum
- Arne Hoffmann
- Gerd-Klaus Kaltenbrunner (Nachdruck)
- Till Kinzel
- Dimitrios Kisoudis
- Manfred Kleine-Hartlage
- Michael Klonovsky
- Hannsjoachim W. Koch (Nachdruck)
- Ellen Kositza
- Maximilian Krah
- Götz Kubitschek
- Alex KurtagiÄ (Ăbersetzung)
- Horst Lange (Nachdruck)
- Erik Lehnert
- Theodor Lessing (Nachdruck)
- Michael Ley
- Martin Lichtmesz
- Frank Lisson
- Andreas Lombard
- Werner Maser (Nachdruck)
- Felix Menzel
- Richard Millet (Ăbersetzung)
- Armin Mohler (Nachdruck)
- Henry de Montherlant postum (Ăbersetzung)
- Baal MĂŒller
- Mario MĂŒller
- Tilman Nagel
- Robert Neumann (Nachdruck)
- Ernst Nolte
- Laurent Obertone
- Camille Paglia (Ăbersetzung; nach Eklat auf Druck Paglias makuliert[76])
- Michael Paulwitz
- Akif Pirinçci
- Alexander Pschera
- Bernd Rabehl
- Jean Raspail (Ăbersetzung)
- Friedrich Reck-Malleczewen (Nachdruck)
- Johannes Rogalla von Bieberstein
- Friedrich Romig
- AntĂłnio de Oliveira Salazar (Nachdruck)
- Hans-Dietrich Sander (Briefwechsel mit Carl Schmitt)
- Stefan Scheil
- GĂŒnter Scholdt
- Josef SchĂŒĂlburner
- Gerd Schultze-Rhonhof (GesprÀch)
- Helmut H. Schulz (Nachdruck)
- Martin Sellner
- Rolf Peter Sieferle postum
- Caroline Sommerfeld-Lethen
- Eberhard Straub
- Andreas Unterberger
- Andreas Vonderach
- Thor von Waldstein
- Albert Wass (Nachdruck)
- Karlheinz WeiĂmann
- Bernard Willms (Nachdruck)
- Tobias Wimbauer
- Eugen Gottlob Winkler (Nachdruck)
- Claus Wolfschlag
- GĂŒnter Zehm
Kooperationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Antaios vertreibt ĂŒber einen Onlineshop neben den selbstverlegten BĂŒchern sowie den Schriften des Instituts fĂŒr Staatspolitik, der Blauen Narzisse und des Compact-Magazins einzelne Werke u. a. folgender Verlage, die dem politisch rechten bzw. rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind:
- Ares-Verlag, Graz â Tochterunternehmen des Leopold Stocker Verlages
- Edition Junge Freiheit, Berlin
- Karolinger Verlag, Wien
- Jungeuropa Verlag, Dresden
- Manuscriptum, Waltrop
- Regin-Verlag, Kiel
- Renovamen Verlag, Bad Schmiedeberg
- Uwe Berg-Verlag, Toppenstedt (âQuellentexte zur Konservativen Revolutionâ)
- Verlag Bublies, Beltheim
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Helmut Kellershohn: AufrĂŒstung wider den Zeitgeist. Ein gildenschaftliches Netzwerk: Institut fĂŒr Staatspolitik â Edition Antaios â Junge Freiheit. In: Martin Dietzsch, Siegfried JĂ€ger, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert: Nation statt Demokratie. Sein und Design der âJungen Freiheitâ (= Edition DISS. Band 2). 2., unverĂ€nderte Auflage, Unrast, MĂŒnster 2004, ISBN 3-89771-733-6, S. 75â94.
- Emmelie Ăden: Rechtsextreme Verlage in Deutschland. Eine aktuelle Bestandsaufnahme. Mainzer Institut fĂŒr Buchwissenschaft, Mainz 2017, ISBN 978-3-945883-57-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website des Verlags Antaios
- Katja Riha, Clemens Riha (Red.): Auf dem Rittergut. Eine Begegnung mit Deutschlands Neuen Rechten ( vom 14. Oktober 2017 im Internet Archive). Kulturzeit (3sat), 15. August 2011.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Konrad Litschko: Antaios-Verlag von Götz Kubitschek: Neurechter Verlag nun rechtsextrem. In: taz.de. 18. Juni 2024, abgerufen am 19. Juni 2024.
- 1 2 3 Christian Fuchs: Rechtsextremismus: Verfassungsschutz stellt Antaios-Verlag unter Beobachtung. In: zeit.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 19. Juni 2024.
- â Robert Briest: Verfassungsschutzbericht 2023: Antaios-Verlag als gesichert rechtsextreme Bestrebung eingestuft. In: mz.de. 19. Juni 2024, abgerufen am 19. Juni 2024.
- 1 2 Bundesministerium des Innern und fĂŒr Heimat (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2023. 1. Auflage. 18. Juni 2024, S. 99 f. (verfassungsschutz.de [PDF]).
- â Amtsgericht Stendal, HRA 4730: Verlag Antaios â Inhaber Götz Kubitschek e. K.
- â Helmut Kellershohn: Widerstand und Provokation. Strategische Optionen im Umkreis des âInstituts fĂŒr Staatspolitikâ. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. HintergrĂŒnde â Analysen â Antworten. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 259.
- â Claus Leggewie: Historikerstreit â transnational. In: Steffen Kailitz (Hrsg.): Die Gegenwart der Vergangenheit. Der âHistorikerstreitâ und die deutsche Geschichtspolitik. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16132-7, S. 62.
- â Volker WeiĂ: Der Kreuzzug als Dschihad ( vom 6. Februar 2015 im Internet Archive). publikative.org, 27. August 2012.
- â Helmut Kellershohn: Strategische Optionen des Jungkonservatismus. In: Regina Wamper, Helmut Kellershohn, Martin Dietzsch (Hrsg.): Rechte Diskurspiraterien. Strategien der Aneignung linker Codes, Symbole und Aktionsformen (= Edition DISS. Band 28). Unrast, MĂŒnster 2010, ISBN 978-3-89771-757-2, S. 16.
- â Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner: Glossar: Institut fĂŒr Staatspolitik (IfS). Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 3. Februar 2014.
- 1 2 3 Horst Junginger: Religion, Myth and Ideology. In: Method & Theory in the Study of Religion. Band 25, Nr. 2, 2013, S. 161â167, doi:10.1163/15700682-12341277.
- â Helmut Kellershohn: AufrĂŒstung wider den Zeitgeist. Ein gildenschaftliches Netzwerk: Institut fĂŒr Staatspolitik â Edition Antaios â Junge Freiheit. In: Martin Dietzsch, Siegfried JĂ€ger, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert: Nation statt Demokratie. Sein und Design der "Jungen Freiheit" (= Edition DISS. Band 2). 2., unverĂ€nderte Auflage, Unrast, MĂŒnster 2004, ISBN 3-89771-733-6, S. 93.
- â Helmut Kellershohn: AufrĂŒstung wider den Zeitgeist. Ein gildenschaftliches Netzwerk: Institut fĂŒr Staatspolitik â Edition Antaios â Junge Freiheit. In: Martin Dietzsch, Siegfried JĂ€ger, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert: Nation statt Demokratie. Sein und Design der "Jungen Freiheit" (= Edition DISS. Band 2). 2., unverĂ€nderte Auflage, Unrast, MĂŒnster 2004, ISBN 3-89771-733-6, S. 85.
- â Helmut Kellershohn: AufrĂŒstung wider den Zeitgeist. Ein gildenschaftliches Netzwerk: Institut fĂŒr Staatspolitik â Edition Antaios â Junge Freiheit. In: Martin Dietzsch, Siegfried JĂ€ger, Helmut Kellershohn, Alfred Schobert: Nation statt Demokratie. Sein und Design der "Jungen Freiheit" (= Edition DISS. Band 2). 2., unverĂ€nderte Auflage, Unrast, MĂŒnster 2004, ISBN 3-89771-733-6, S. 87.
- â Mathias Brodkorb, Stefan Bruhn: ZeitschriftenportrĂ€t: Hier & Jetzt. In: Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 22. Jahrgang (2010), Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6050-6, S. 249.
- â Mathias Brodkorb, Stefan Bruhn: ZeitschriftenportrĂ€t: Hier & Jetzt. In: Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 22. Jahrgang (2010), Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6050-6, S. 250.
- â Uwe Backes: Intellektueller Rechtsextremismus in Deutschland. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 14. Dezember 2012.
- â Antwort der Bundesregierung auf die GroĂe Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Petra Pau, Sevim DaÄdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: Entwicklung der extremen Rechten und die MaĂnahmen der Bundesregierung (Drucksache 16/1009), Deutscher Bundestag, Drucksache 16/4675, 14. MĂ€rz 2007, S. 42.
- 1 2 Marc Felix Serrao: Profiteure im Windschatten. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 31. August 2010, S. 11.
- â Christopher Ricke: âMehr und mehr im rechtspopulistischen Raum beheimatetâ (GesprĂ€ch mit Andreas Speit). Deutschlandradio Kultur, 1. September 2010.
- â Andreas Förster: Keine Tarnung nötig. In: Berliner Zeitung, Ausgabe 66, 19. MĂ€rz 2005, S. 28.
- â Roland Sieber: Neue Rechte plant Tagung in Berlin. Störungsmelder, 29. September 2012.
- â Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl: Die IdentitĂ€ren. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa. Unrast, MĂŒnster 2014, ISBN 978-3-89771-549-3, S. 13.
- â Lorenz JĂ€ger: SouverĂ€n Amazon. FAZ.net, 27. Februar 2014.
- â Marc Felix Serrao: Verbotene BĂŒcher. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 27. Februar 2014, S. 14.
- â Armin Nassehi: Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss. Murmann, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86774-377-8, o. S.
- 1 2 Carsten Korfmacher: Antaios-Verlag: AfD-FunktionĂ€r ĂŒbernimmt rechten Verlag â angeblich. In: Nordkurier. 10. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
- â Götz Kubitschek verkauft Antaios. In: buchreport.de. 10. Oktober 2018, abgerufen am 10. Oktober 2018.
- â Marc Reichwein: Antaios heiĂt jetzt Loci: Verlag fĂŒr Dummys. In: welt.de. 10. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
- â Theresa WeiĂ: Keinen Bock auf Katzentisch. In: FAZ.net. 10. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.
- â Götz Kubitschek tĂ€uscht Ăffentlichkeit mit Fake-Verlag. www.haz.de, 17. Oktober 2018
- â Christian Fuchs: Verfassungsschutz stellt Antaios-Verlag unter Beobachtung. In: Zeit Online. 15. Juni 2021, abgerufen am 15. Juni 2021.
- â Anton Maegerle: Ultrarechte Think Tanks - Intellektuelle AufrĂŒstung fĂŒr Ewiggestrige. In: TribĂŒne 169/2004, 152 (160).
- â Anton Maegerle: Ultrarechte Think Tanks - Intellektuelle AufrĂŒstung fĂŒr Ewiggestrige. In: TribĂŒne 169/2004, 152 (162).
- â Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster: Die âJunge Freiheitâ der âNeuen Rechtenâ. Bundes- und landespolitische Perspektiven zur âJungen Freiheitâ und den Medien der âNeuen Rechtenâ. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung âJunge Freiheitâ. Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 29.
- 1 2 Samuel Salzborn: Rechtsextremismus: Erscheinungsformen und ErklÀrungsansÀtze. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Nomos (UTB), Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8252-4476-7, S. 71 f.
- 1 2 Helmut Kellershohn: Das Institut fĂŒr Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. HintergrĂŒnde â Analysen â Antworten, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien Wiesbaden 2016, S. 439f. Vgl. auch: Helmut Kellershohn: Strategische Optionen des Jungkonservatismus. In: Regina Wamper, Helmut Kellershohn, Martin Dietzsch (Hrsg.): Rechte Diskurspiraterien. Strategien der Aneignung linker Codes, Symbole und Aktionsformen (= Edition DISS. Band 28). Unrast, MĂŒnster 2010, ISBN 978-3-89771-757-2, S. 17.
- â Helmut Kellershohn: Das Institut fĂŒr Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. HintergrĂŒnde â Analysen â Antworten, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien Wiesbaden 2016, S. 440.
- â Helmut Kellershohn: Das Institut fĂŒr Staatspolitik und das jungkonservative Hegemonieprojekt. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: HintergrĂŒnde â Analysen â Antworten. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-01983-9, S. 464.
- â Helmut Kellershohn: Das Doppelspiel der Jungen Freiheit am Beispiel der Hohmann-AffĂ€re. In: Stephan Braun, Daniel Hörsch (Hrsg.): Rechte Netzwerke - eine Gefahr. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8100-4153-X, S. 79.
- â Martin Langebach: 8. Mai 1945. In: Martin Langebach, Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten (= Edition Rechtsextremismus. 101). Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-00130-8, S. 241.
- â Armin Pfahl-Traughber: Neurechter Provokateur. Blick nach Rechts, 19. Februar 2016.
- â Volker WeiĂ: Bedeutung und Wandel von âșKulturâč fĂŒr die extreme Rechte. In: Fabian Virchow, Martin Langebach, Alexander HĂ€usler (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus (= Edition Rechtsextremismus). Band 1: Analysen. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-531-18502-6, S. 458.
- â Hajo Funke: Paranoia und Politik: Rechtsextremismus in der Berliner Republik (= Schriftenreihe Politik und Kultur. 4). Schiler, Berlin 2002, ISBN 3-89930-241-9, S. 248.
- â Rainer Benthin: Angriff aus der Nische. Die Bedeutung von «1968» fĂŒr den Kulturkampf der Neuen Rechten in Deutschland. In: Damir Skenderovic, Christina SpĂ€ti (Hrsg.): 1968 â Revolution und Gegenrevolution. Neue Linke und neue Rechte in Frankreich, der BRD und der Schweiz (= Itinera. Fasc. 27). Schwabe, Basel 2008, ISBN 978-3-7965-2518-6, S. 84.
- â Armin Pfahl-Traughber: Johannes Rogalla von Bieberstein: »JĂŒdischer Bolschewismus«. Mythos und RealitĂ€t (Rez.). In: Zeitschrift fĂŒr Politik 51 (2004) 3, 353 (354).
- â Armin Pfahl-Traughber: Rechtsextremismus in der Bundesrepublik (= Beckâsche Reihe. 2112). 4. aktualisierte Auflage, Beck, MĂŒnchen 2006, ISBN 978-3-406-47244-2, S. 44 ff.
- â Elmar Vieregge: Rechtsintellektuelle Sehnsucht nach Akzeptanz (Rez.). In: Uwe Backes, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 19. Jahrgang (2007), Nomos, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3168-1, S. 409.
- â Fabian Virchow: Die extreme Rechte und der Rechtspopulismus in Deutschland. Eine Momentaufnahme. In: Mark Haarfeldt, Klaudia Tietze (Red.): »Alle Menschen werden Schwestern und BrĂŒder?« â Zusammenhalt in Zeiten des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. DiskussionsbeitrĂ€ge der Tagung vom 22. November 2014. Hrsg. durch Machâ meinen Kumpel nicht an! â fĂŒr Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e. V., DĂŒsseldorf 2015, S. 13â15, hier: S. 14.
- â Helmut Kellershohn: Strategische Optionen des Jungkonservatismus. In: Regina Wamper, Helmut Kellershohn, Martin Dietzsch (Hrsg.): Rechte Diskurspiraterien. Strategien der Aneignung linker Codes, Symbole und Aktionsformen (= Edition DISS. Band 28). Unrast, MĂŒnster 2010, ISBN 978-3-89771-757-2, S. 26.
- 1 2 Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl: Die IdentitĂ€ren. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa. Unrast, MĂŒnster 2014, ISBN 978-3-89771-549-3, S. 124 f.
- 1 2 3 Hajo Funke (unter Mitarbeit von Ralph Gabriel): Von WutbĂŒrgern und Brandstiftern. AfD â Pegida â Gewaltnetze. vbb, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-64-0, S. 123.
- â Patrick KeĂler: Die âNeue Rechteâ in der Grauzone zwischen Rechtsextremismus und Konservatismus? Protagonisten, Programmatik und Positionierungsbewegungen. LIT Verlag, MĂŒnster 2018, ISBN 978-3643138446, S. 9 und 229.
- â Konrad Litschko: Antaios-Verlag von Götz Kubitschek: Neurechter Verlag nun rechtsextrem. In: Die Tageszeitung: taz. 18. Juni 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 18. Juni 2024]).
- â Christoph Kehlbach, Frank BrĂ€utigam: Was âVerdachtsfallâ und âgesichert extremistischâ bedeuten. Abgerufen am 18. Juni 2024.
- 1 2 3 4 Helmut Kellershohn: Widerstand und Provokation. Strategische Optionen im Umkreis des âInstituts fĂŒr Staatspolitikâ. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. HintergrĂŒnde - Analysen - Antworten. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 264Â f.
- â Steffen Kailitz: Die politische Deutungskultur der Bundesrepublik Deutschland im Spiegel des âHistorikerstreitsâ. In: Ders. (Hrsg.): Die Gegenwart der Vergangenheit. Der âHistorikerstreitâ und die deutsche Geschichtspolitik. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16132-7, S. 22.
- 1 2 Anton Maegerle, Daniel Hörsch: âDer Kampf um die Köpfeâ hat begonnen. Vordenker, Strategen und Wegbereiter rechter Netzwerke. In: Stephan Braun, Daniel Hörsch (Hrsg.): Rechte Netzwerke - eine Gefahr. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8100-4153-X, 120.
- â Martin Jander: Bernd Rabehl: Rudi Dutschke â RevolutionĂ€r im geteilten Deutschland (Rez.). In: Uwe Backes, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 15. Jahrgang (2003), Nomos, Baden-Baden 2004, ISBN 978-3-8329-0348-0, S. 374.
- â https://d-nb.info/959259864
- â Landtag Nordrhein-Westfalen: Ausschussprotokoll 16/860: Parlamentarischer Untersuchungsausschuss III gemÀà Art. 41 Landesverfassung â Drucksache 16/7148 (Neudruck), 13. MĂ€rz 2015, S. 53.
- 1 2 Maria Delius: Interview mit Volker WeiĂ zu "Finis Germania". In: Die Welt, 17. Juni 2017, Nr. 139, S. 25.
- â Volker WeiĂ: Der Kreuzzug als Dschihad ( vom 6. Februar 2015 im Internet Archive). publikative.org, 27. August 2012; Alexander HĂ€usler: Muslimfeindlichkeit als rechtsextremes Einfallstor. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 17. MĂ€rz 2014.
- â Helmut Kellershohn: "Es geht um Einfluss auf die Köpfe" â Das Institut fĂŒr Staatspolitik. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Dossier Rechtsextremismus, 7. Juli 2016, Fn. 29.
- â Jan-Christoph Kitzler: Italien: Casa Pound â Faschismus fĂŒr das 3. Jahrtausend?. Dossier Rechtsextremismus, Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 24. MĂ€rz 2014.
- â Helmut Kellershohn: Götz Kubitschek und das Institut fĂŒr Staatspolitik. In: Helmut Kellershohn, Wolfgang Kastrup (Hrsg.): Kulturkampf von rechts. AfD, Pegida und die Neue Rechte (= Edition DISS. Band 38). Unrast, MĂŒnster 2016, ISBN 978-3-89771-767-1, S. 92â106, hier: S. 102, Fn. 27.
- â Volker WeiĂ: Ab wann ist konservativ zu rechts?. Zeit Online, 19. Februar 2016, Nr. 9.
- â Jan-Werner MĂŒller: Behind the New German Right. nybooks.com, 14. April 2016.
- â Micha Brumlik: Das alte Denken der neuen Rechten. Mit Heidegger und Evola gegen die offene Gesellschaft. In: BlĂ€tter fĂŒr deutsche und internationale Politik 3/2016, S. 81â92.
- â Claus Leggewie: Anti-EuropĂ€er. Breivik, Dugin, al-Suri & Co. Online-Ressource, Suhrkamp, Berlin 2016, ISBN 978-3-518-74469-7, o. S.
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- â Ein âOpferheldâ der Neuen Rechten www.deutschlandfunkkultur.de, 13. April 2016
- â Volker WeiĂ: Die âKonservative Revolutionâ. Geistiger Erinnerungsort der âNeuen Rechtenâ. In: Martin Langebach, Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten (= Edition Rechtsextremismus. 101). Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-00130-8, S. 111.
- â Uwe Backes, Alexander Gallus, Eckhard Jesse: Kommentierte Bibliographie. In: Ders. (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 22. Jahrgang (2010), Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6050-6, S. 467.
- â Armin Pfahl-Traughber: Eigener âAntiimperialismus von rechtsâ. Blick nach Rechts, 6. Juni 2016.
- â Thomas Assheuer: Die dĂŒstere, mĂ€nnliche Natur. Zeit Online vom 11. April 2018.