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Girocard

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(Weitergeleitet von Electronic Cash)
Logo auf Girocards und an Akzeptanzstellen

Girocard (Eigenschreibweise girocard) ist ein gemeinsames, nationales Zahlungssystem der deutschen Kreditwirtschaft fĂŒr Debitzahlungs- und Geldautomatensysteme, aufbauend auf dem Contact-EMV-Standard.

Umgangssprachlich wird die Girocard fĂ€lschlich noch wie ihr VorgĂ€nger EC-Karte genannt, was fĂŒr Electronic-Cash-Karte bzw. fĂŒr deren VorgĂ€nger, die Eurocheque-Karte, stand. Eine reine Girocard kann im Ausland nur eingeschrĂ€nkt verwendet werden, weshalb die Karten ein sogenanntes Co-Badging mit Maestro/Debit Mastercard (Mastercard), Visa Debit/V Pay (Visa), JCB[1] oder Discover[2] haben können. Erst dadurch wird eine breite Akzeptanz im Ausland gewĂ€hrleistet.

Das Girocard-System ist mit bis zu 1,208 Millionen aktiven Terminals das am weitesten verbreitete Kartenzahlungssystem in Deutschland. 2024 wurden darĂŒber 7,9 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtumfang von 307 Milliarden Euro abgewickelt.[3] Im Rahmen des Projekts „Girocard 4.0“ wird seit 2023 die Girocard als Zahlungskarte ĂŒberarbeitet und von den Banken aufgewertet.[4]

Logo der alten „EC-Karten“
Girocard mit Maestro aus dem Volksbank-Verbund

Der Name und das Logo Girocard wurde 2007 vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA; heute Die Deutsche Kreditwirtschaft) durch Umbenennung der vormaligen EC-Karte eingefĂŒhrt.[5] Die Deutsche Kreditwirtschaft ist ein Interessenverband der Kreditinstitute in Deutschland, die sich auf die EinfĂŒhrung der Girocard geeinigt hatten. 2008 erfolgte die Vereinheitlichung von Namen und Erscheinungsbild des elektronischen Bezahlsystems mit der Bargeldbeschaffung an Geldautomaten unter dem Namen Girocard, um diesen Markennamen bekannter zu machen.[6]

In den nachfolgenden Jahren war die Girocard dennoch hauptsĂ€chlich unter dem alten Namen EC-Karte bekannt, wofĂŒr auch teils missverstĂ€ndliche Werbung von Banken verantwortlich war. Erst ab etwa 2016 wurde verstĂ€rkt mit dem Namen Girocard geworben.[7]

Im Jahr 2023 wurde die EinfĂŒhrung einer „Girocard 4.0“ öffentlich gemacht. Als Überarbeitung der bisherigen Girocard soll sie neue Funktionen beinhalten, etwa eine erhöhte FlexibilitĂ€t bei der Autorisierung von Zahlungen, die Möglichkeit von In-App-Zahlungen, die Integration in digitale Brieftaschen sowie Zusatzfunktionen fĂŒr Kundenbindung. Zu letzteren Zusatzfunktionen zĂ€hlen etwa Möglichkeiten zur Hinterlegung von Kautionen sowie ein Altersnachweis, mit dem beispielsweise an einer Selbstbedienungskasse der Kauf von Alkohol ohne Kontrolle möglich werden soll.[8][9] An der Umsetzung arbeitet EURO Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen.[10]

Die meisten Kartenzahlungen werden in Deutschland ĂŒber die Girocard abgewickelt. Laut einer Studie des EHI Retail Institute war die Girocard im Jahr 2023 mit 42,4 % Marktanteil das beliebteste Zahlungsmittel im deutschen Einzelhandel. Damit entfĂ€llt auf die Girocard ein Großteil der Kartenzahlungen in Deutschland, die insgesamt ĂŒber 60 % der Zahlungen in Deutschland ausmachen. Stand 2023 hĂ€lt Bargeld einen Anteil von rund 35 %, mit sinkender Tendenz.[11][12] Mit 72,6 % waren 2021 die meisten Girocard-Zahlungen im Einzelhandel kontaktlos durchgefĂŒhrt worden.[13]

Karten mit dem Girocard-Logo werden bisher nur von Kreditinstituten in Deutschland ausgegeben, ĂŒblicherweise in Verbindung mit einem Girokonto. Eine Kartenzahlung mit der Girocard kann entweder kontaktbasiert durch das Einstecken der Karte oder durch Auflegen der Karte oder eines Mobiltelefons kontaktlos an einem POS-Terminal erfolgen. Die Zahlung wird mit einer PIN verifiziert. Bei einer kontaktlosen Zahlung bis 50 Euro kann die PIN entfallen, ebenso bei der Verwendung von Smartphone oder Smartwatch.[14][15]

Eine Kartenzahlung ist mit einer Zahlungsgarantie fĂŒr den HĂ€ndler verbunden, wenn sie ĂŒber das Girocard-System abgewickelt wird. Ein Bargeldbezug ist an allen deutschen Geldautomaten möglich.

Zahlungsweisen und Bargeldbezug

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Bargeldbezug am Geldautomaten

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Die Girocard kann fĂŒr den Bezug von Bargeld an allen Geldautomaten des Deutschen Geldautomaten Systems verwendet werden. Stand Juli 2024 gab es in Deutschland laut der deutschen Kreditwirtschaft ca. 52.000 aktive Geldautomaten.[16]

FĂŒr die Nutzung eines fremden Automaten außerhalb des eigenen Verbundes wird ein Geldautomaten-Entgelt erhoben.

Im eigenen Bankenverbund kann die Girocard auch fĂŒr die Nutzung weiterer SB-GerĂ€te wie Kontoauszugsdrucker, Einzahlautomaten oder Überweisungsterminals verwendet werden.

Bargeldbezug im Einzelhandel

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In vielen LĂ€den des Einzelhandel kann auch Bargeld an der Kasse mitbezogen werden, mitunter aber erst nach einem Mindesteinkaufswert. Dabei wird der Abhebebetrag zusĂ€tzlich zum Einkauf mitbelastet. Der Service ist fĂŒr den Karteninhaber kostenfrei und auf 200 Euro pro Vorgang limitiert.[17]

Mobile Payment und E-Commerce

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Im Girocard-System werden auch mobile Zahlungen mit dem Smartphone unterstĂŒtzt, etwa durch eine digitalisierte Karte in Form einer App. Die digitale Girocard funktioniert durch Near Field Communication, bei der das Smartphone nur kurz an das Bezahlterminal gehalten werden muss, und die Verifizierung geschieht durch Gesichtserkennung oder Fingerabdruck.[18][19][20]

Neben eigenen Zahlungsapps einzelner Banken werden auch Zahlungen ĂŒber Apple Pay[21] unterstĂŒtzt. Mit der EinfĂŒhrung von Apple Pay mit der Girocard wurde das System auch erstmalig im E-Commerce ĂŒber das Apple Wallet einsetzbar.[22]

Einsatz im Ausland

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Die Girocard ohne ein sogenanntes Co-Badge wird im Ausland nur eingeschrĂ€nkt unterstĂŒtzt. Eine Zahlung an auslĂ€ndischen POS-Terminals ist nur in sehr seltenen FĂ€llen möglich; Geldautomaten in den deutschen NachbarlĂ€ndern unterstĂŒtzen nur teilweise den Bargeldbezug ĂŒber das Girocard-System, so z. B. die PSA Payment Services Austria an ihren Geldautomaten.[23]

Die meisten Banken bieten ihren Kunden ein Co-Badge an, damit auch im Ausland eine Akzeptanz der Debitkarte gewĂ€hrleistet wird. Teilweise verlangen auch einige deutsche HĂ€ndler und Handelsketten ein Co-Badge fĂŒr den Zahlungsverkehr.[24] Das POS-Terminal wĂ€hlt im Ausland dabei selbststĂ€ndig ĂŒber den Chip oder Magnetstreifen das internationale Zahlungssystem aus. Der Karteninhaber muss hier nicht tĂ€tig werden. Das Logo des Co-Badge wird zusĂ€tzlich zum Girocard-Logo auf die Karte gedruckt. Der Karteninhaber erkennt so, wo er seine Debitkarte einsetzen kann. Wahlweise steht das Co-Badge auch auf mobilen Zahlungssystemen wie Apple Pay zur VerfĂŒgung.

Co-Badgings mit VPay

Aktuell werden Girocard-Karten wahlweise mit Maestro/Debit Mastercard (Mastercard), Visa Debit/V Pay (Visa), JCB[1] oder Discover[2] als Co-Badge ausgestattet.

Lange Jahre war es ĂŒblich, dass Debitkarten mit dem Girocard-System zusĂ€tzlich das System Maestro von Mastercard unterstĂŒtzen. Im Oktober 2021 kĂŒndigte Mastercard die Einstellung der Neuausgabe von Maestro-Karten in Europa an, um Debit Mastercard als Alternative zur Girocard zu positionieren. Bestehende Karten mit Maestro-Co-Badge bleiben weiterhin im Ausland verwendbar.[25]

Die Sparkassen-Finanzgruppe stellte zum Juli 2023 ihre Karten bei Neuausgabe auf ein Co-Badge von Debit Mastercard, V Pay oder Visa Debit anstelle des Maestro-Zahlsystems um.[26] Die Volks- und Raiffeisenbanken kĂŒndigten ebenfalls den Wechsel von Maestro auf Debit Mastercard oder Visa Debit an.[27] Dabei bleiben die Karten, die vor dem Juli 2023 noch mit dem Co-Badge von Maestro herausgegeben wurden, bis zu ihrem Ablauf gĂŒltig.[28]

E-LadesÀulen

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FĂŒr das Laden von Autos an E-LadesĂ€ulen ist die Zahlung mit Girocard bislang in vielen FĂ€llen nicht möglich, sondern es muss auf betriebseigene Ladekarten, Apps oder Webseiten zurĂŒckgegriffen werden.[29][30] Bis 2027 sollen in Europa alle LadesĂ€ulen mit einem Kartenleser oder einer kontaktlosen Zahlungsmöglichkeit ausgestattet sein.[31][32]

Akzeptanzzeichen

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electronic cash PIN Pad

Das Akzeptanzzeichen ist das Piktogramm „girocard“. Auf den Debitkarten der Banken und Sparkassen werden die Girocard-Akzeptanzzeichen ebenfalls aufgebracht. Die Markenrechte an dem Akzeptanzzeichen werden von der EURO Kartensysteme fĂŒr Die Deutsche Kreditwirtschaft gehalten.

In einer Übergangsphase war das alte Piktogramm „ec electronic cash“ noch auf Debitkarten der deutschen Kreditwirtschaft bzw. ist noch an POS-Terminals als Akzeptanzzeichen zu finden. Dieses Zeichen wurde fĂŒr die Übergangsphase von Eurocheque (beleghaftes Zahlen mit Scheck) auf Zahlen mit EC-Karte (kartenbasiertes Zahlen mit PIN) verwendet. Nach Abschaffung des Eurocheque-Verfahrens wurde die Ausgabe von EC-Karten durch die deutsche Kreditwirtschaft eingestellt und die Markenrechte an Eurocheque an Mastercard verkauft.[33] Das EC-Zeichen „ec electronic cash“ wird von der deutschen Kreditwirtschaft nicht mehr als Akzeptanzzeichen verwendet. Die noch vorhandenen Karten wurden im Rahmen des normalen Kartenaustausches durch Karten mit dem Zeichen „girocard“ ersetzt. Neuaufgestellte Terminals tragen nur noch das Girocard-Zeichen.

Obwohl das Logo bzw. die Kennzeichnung „ec“ mitunter auf Debitkarten von Mastercard zu finden ist, sind dies keine Girocard-Karten. Das Kreditkartenunternehmen hĂ€lt die Namens- und Logorechte und verwendet die in Deutschland bekannte Marke aus MarketinggrĂŒnden weiter fĂŒr seine „Debit Mastercard“.[34]

Girocard soll den sicheren und einfachen Einsatz von Debitkarten unter Verwendung der Persönlichen Identifikationsnummer garantieren. Das langfristige Ziel ist es laut einer Stellungnahme der deutschen Banken und Sparkassen aus dem Jahr 2023, dass es in Deutschland „in jeder denkbaren Situation möglich sein sollte, mit der Girocard zu bezahlen“.[35] Nach einer Studie der Steinbeis Hochschule aus dem Jahr 2023 sprechen 83 % der Befragten der Girocard hohes oder sehr hohes Vertrauen aus.[36]

Die europĂ€ische Kreditwirtschaft hat mittlerweile den EuropĂ€ischen Zahlungsraum (SEPA) eingefĂŒhrt, dessen Ziel es ist, dass BĂŒrger im gesamten Euro-Raum Zahlungsverkehrsdienstleistungen zu denselben Bedingungen ausfĂŒhren können wie in ihrem Heimatland.[37] Girocard soll vor allem die internationale Akzeptanz der deutschen Debitkarten durch die Schaffung eines einheitlichen Logos fĂŒr den SEPA erleichtern.

Die Netzbetreiber gewĂ€hrleisten den hĂ€ndlerseitigen Betrieb der Girocard. Die Deutsche Kreditwirtschaft ist fĂŒr die Zulassung von Netzbetreibern und POS-Terminals verantwortlich. Seit einiger Zeit sind auch internationale Zahlungsabwickler als Netzbetreiber aktiv.

Als Netzbetreiber waren Stand August 2023 aktiv:[38]

Hardware und Software

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Ein Àlteres Kartenterminal

Ein Electronic-Cash-Terminal (Karten- oder HĂ€ndlerterminal bzw. EFT-POS-Terminal) setzt sich aus Hardware- und Software-Komponenten zusammen und dient der DurchfĂŒhrung der elektronischen Zahlung. Die Hauptkomponenten im Bereich der Hardware sind das Sicherheitsmodul, das Tastenfeld, der Bildschirm, der Chipkartenleser sowie das Kommunikationsmodul und die Energieversorgung.

Die Software setzt sich hauptsĂ€chlich aus dem Betriebssystem, der Kommunikationssoftware, der Software des Sicherheitsmoduls sowie diverser Softwaremodule fĂŒr Online-Personalisierung von Terminals (OPT), Contact EMV sowie Zusatzapplikationen (Prepaid, Kundenbindungssysteme, Fernwartung) zusammen.

Alle KartenlesegerĂ€te nach dem Girocard-Verfahren mĂŒssen von der Deutschen Kreditwirtschaft fĂŒr die Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr zertifiziert sein. Terminals, die ausschließlich das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) unterstĂŒtzen, benötigen keine Zertifizierung durch die DK. Der Betrieb eines Kartenterminals setzt einen Providervertrag mit einem Netzbetreiber voraus. Der Telekommunikationsdiensteanbieter (technischer Netzbetreiber) fĂŒhrt die weitere Verarbeitung der durch das Terminal gesammelten Daten durch. Durch einen Serviceprovider (kaufmĂ€nnischer Netzbetreiber) wird der gewerbliche Nutzer (GeschĂ€ftsinhaber, HĂ€ndler) wĂ€hrend der Nutzungsdauer des Terminals betreut, kann eine Hotline nutzen, erhĂ€lt technische UnterstĂŒtzung und GewĂ€hrleistungsdienstleistungen durch Techniker vor Ort und hat einen Ansprechpartner bei Fragen zu Abrechnung, Transaktionscontrolling und Vertragsbetreuung etc.

LesegerĂ€te haben eine eindeutige Terminalidentifikationsnummer (TID). Provider haben fĂŒr ihre GerĂ€te zentral zugeteilte Nummernkreise, mit denen die TID beginnt:[39]

  • Adyen (507)
  • BP Europe (710)
  • Computop Paygate (508)
  • DB Vertrieb (590)
  • Elavon (565)
  • FirstData (540)
  • Lavego (525)
  • Nexi Germany (690)
  • OC Payments (560)
  • Payone (600,650,670,680)
  • Shell (700)
  • Stripe Technology (513)
  • transact (695)
  • Verifone (612)
  • VÖB-ZVD (582)
  • VR Payment (580)
  • WEAT (740)

SicherheitslĂŒcke

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Im Juli 2012 wurde bekannt, dass durch eine SicherheitslĂŒcke in einem im Handel weit verbreiteten LesegerĂ€t die Kartendaten inklusive der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) ĂŒber das Rechnernetz ausspioniert und fĂŒr kriminelle Zwecke verwendet werden konnten.[40] Die SicherheitslĂŒcke nutzte einen SpeicherĂŒberlauf, der typischerweise bei technologisch veralteter Software mit geringer Typsicherheit ausgenutzt werden kann. Der Anbieter der Bezahldienstleistungen Verifone schloss die SicherheitslĂŒcke durch eine Aktualisierung der Software.[41]

EMV-Chip und Magnetstreifen

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Wie bei Bezahlkarten ĂŒblich, war die Girocard lange Zeit mit einem Magnetstreifen versehen. Der Magnetstreifen wurde nur gelesen und enthielt damit ausschließlich statische Informationen. Seit 2000 statteten immer mehr Banken in Deutschland die neu ausgegebenen Karten zusĂ€tzlich mit einem EMV-Chip aus. 2008 war er bereits in 70 % der ausgegebenen Karten enthalten. Der Chip kann Anfragen beantworten, ohne dass sein Inhalt (komplett) ausgelesen wird. Im Gegensatz zum Magnetstreifen können die Chips daher nicht kopiert werden. Um AbwĂ€rtskompatibilitĂ€t, insbesondere zur meist integrierten Maestro-Karte zu behalten, bleiben viele Karten trotzdem mit Magnetstreifen ausgerĂŒstet. Mit der Zulassungsverordnung TA (Technischer Anhang) 7.0 der DK wurde festgelegt, dass der Chip zu nutzen ist, wenn dieser vorhanden ist.

Seit 2011 ist zwingend der Chip fĂŒr das Electronic-Cash-Verfahren zu nutzen. Das Bundeskriminalamt fordert die Banken auf, standardmĂ€ĂŸig Karten ohne Magnetstreifen auszugeben und nur Kunden, die ihre Karte im außereuropĂ€ischen Ausland benutzen, eine Karte mit Magnetstreifen auszugeben.[42] In den 2020er-Jahren zeichnet sich ein Ende der Magnetstreifen zugunsten der EMV-Chips ab.[43] Das Elektronische Lastschriftverfahren wird mittlerweile ĂŒber den EMV-Chip abgewickelt.[44]

Der Magnetstreifen einer Karte hat drei Spuren. Bis 30. September 2009 wurde in Deutschland die Spur 3 des Magnetstreifens fĂŒr Zahlungen ausgelesen; sie wurde fĂŒr das Elektronische Lastschriftverfahren genutzt. Danach wurde die international ĂŒbliche Spur 2 ausgelesen.[45]

Seit Anfang 2013 sind Girocard-Zahlungen ĂŒber den Magnetstreifen nicht mehr zugelassen. Die magnetstreifenbasierte Autorisierung ist seitdem nur noch fĂŒr das Co-Badge zulĂ€ssig.[46]

Zahlungsautorisierung

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Ablauf einer Zahlung

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Zahlungen mit der Girocard sind generell chipbasiert:[47][48]

  1. Karte wird verlangt und mithilfe des Kartenlesers (Chipleser) ausgelesen.
    • Der gewĂŒnschte Zahlbetrag wird am Terminal angezeigt.
    • Die Girocard wird von dem Kunden in das LesegerĂ€t gesteckt. Im alternativen Fall einer kontaktlosen Zahlung wird die Karte vor den Kontaktlosleser des GerĂ€tes, oft zu erkennen an einem Wellensymbol, gehalten.
    • FĂŒr BetrĂ€ge unter 50 Euro, die kontaktlos bezahlt werden, reicht das Vorhalten der Karte.[49] Um auch bei einer kontaktlosen Zahlung ausreichenden Schutz vor Missbrauch zu bieten, verlangt das Terminal in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden bei Zahlungen mit einer physischen Karte unter 50 Euro, die PIN einzugeben
    • Falls eine PIN verlangt wird, wird diese nach erfolgter Eingabe im Chip der Karte ĂŒberprĂŒft. Ist die PIN korrekt, wird der FehleingabenzĂ€hler auf null gesetzt und die Zahlung findet statt. Ist sie falsch, wird der FehleingabenzĂ€hler um einen erhöht, hat er drei erreicht, meldet die Karte ihre eigene Sperrung.
  2. Das Terminal baut die Verbindung zum Netzbetreiber auf und meldet sich dort fĂŒr den Datenaustausch an. Über den Datenaustausch werden ĂŒber die Kommunikationsverbindung die PlausibilitĂ€tsprĂŒfungen durchgefĂŒhrt.
  3. Per Online-Verbindung mit der Bank wird
    • ĂŒberprĂŒft, ob die verwendete Karte nicht gesperrt ist
    • ob der Zahlbetrag innerhalb des verfĂŒgbaren VerfĂŒgungsrahmens liegt,
    • die Zahlung abgelehnt, falls eins der Merkmale nicht erfĂŒllt ist.
  4. Das Kommunikationsmodul meldet sich beim Provider ab und beendet die Verbindung.
  5. Das Terminal kann nun einen Kundenbeleg drucken, hierzu besteht jedoch keine Pflicht. Das Display zeigt Entsprechendes an.
  6. Das Ergebnis „Zahlung erfolgt“ garantiert dem HĂ€ndler (bei rechtzeitiger Einreichung) seine Zahlung.

Zwar sind generell auch Offline-Transaktionen mit Autorisierung zwischen Karte und Terminal möglich,[50] ein Großteil der Transaktionen findet aber online statt.

Ablauf der Umsatzverrechnung bei Girocard-Transaktionen

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Zur Initiierung der Umsatzverrechnung ist die Freigabe durch den HĂ€ndler beim Netzbetreiber erforderlich. Man spricht hierbei vom sogenannten Kassenschnitt.[51] Es erfolgt eine BĂŒndelung und Erzeugung der SEPA-Zahlungsverkehrsdateien durch den Netzbetreiber und eine Einreichung bei der HĂ€ndlerbank. Anschließend erfolgt die Weitergabe an die Bankensysteme im Rahmen der SEPA-Mechanismen fĂŒr den sogenannten Clearing-und-Settlement-Mechanismus.[52] In deren Folge kommt es zu einer Gutschrift beim HĂ€ndler und Belastung des Karteninhabers in der Regel binnen eines Bankarbeitstages.

Die Kosten einer Girocard-Zahlung richten sich nach der Höhe des zu zahlenden Betrags. Dazu erhalten die TrĂ€ger des Systems, Banken und Sparkassen, ein sogenanntes Interbankenentgelt. Dieses Entgelt ist aufgrund der europaweiten Interchange Fee Regulation (IFR) fĂŒr die Girocard reguliert und dadurch bei Debitkarten auf höchstens 0,2 % des Umsatzes gedeckelt.[53][54] Hinzu kommen Kosten fĂŒr die technische Bereitstellung, die vom jeweiligen Netzbetreiber erhoben werden.

Laut einer Studie der Steinbeis Hochschule aus dem Jahr 2023 ist die Girocard bei EinzelhĂ€ndlern ĂŒberwiegend beliebter als internationale Debit- und Kreditkarten sowie das SEPA-Lastschriftverfahren, da bei der Girocard die Kosten niedriger als bei den anderen Bezahlungssystemen sind.[36] Dabei ist die Girocard nach einer Studie von Steinbeis das gĂŒnstigste bargeldlose Zahlverfahren mit Zahlungsgarantie.[55]

Seit November 2014 besteht im Girocard-System die Vereinbarung, dass HĂ€ndler und kartenausgebende Institute die HĂ€ndlerentgelte fĂŒr die girocard-Akzeptanz bilateral verhandeln.[56]

Seit dem 13. Januar 2018 sind jegliche GebĂŒhren und AufschlĂ€ge bei Zahlung mit Debit- und Kreditkarten, so auch der Girocard, zulasten des KĂ€ufers durch das Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie, die die europĂ€ische PSD2-Richtlinie in nationales Recht umsetzt, verboten.[57]

Zahlverfahren mit Girocard

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Geldkarte und Girocard bieten dem kartenakzeptierenden HĂ€ndler eine Zahlungsgarantie, ELV-Zahlungen sind dagegen nicht garantiert und damit mit einem potenziellen Ausfallrisiko verbunden.

  • Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Girocard am Umsatz im stationĂ€ren Einzelhandel insgesamt 47,7 % (rund 236,2 Mrd. Euro). Davon entfielen 41,5 % auf das PIN-gestĂŒtzte Verfahren und 6,2 % auf das unterschriftbasierte SEPA-Lastschriftverfahren.[58] Zum Vergleich: Im Jahr 2009 lag der Anteil noch bei 19,4 %[59] (71 Mrd. Euro), 2012 bei 21,1 %[60] und 2018 bei 48,6 %[61].
  • Die elektronische Geldbörse GeldKarte konnte ebenfalls zur Zahlung als Elektronisches Geld verwendet werden. Sie hatte zeitweise einen Jahresumsatz von 0,1 Milliarden Euro einen Marktanteil von unter 0,04 %, und konnte sich nicht bei Kunden durchsetzen. Die elektronische Geldbörse wurde zuletzt im Jahr 2020 ausgegebenen, die Karten waren noch bis Ende 2024 gĂŒltig.[62][63] Mittlerweile gibt es die Geldkarte nicht mehr.[64]
  • ELV (Elektronisches Lastschriftverfahren) online oder offline. Im Jahr 2005 wurden 12 % des Umsatzes im Handel mit diesem Verfahren abgewickelt.[60] Der Marktanteil betrug mit 45 Milliarden Euro im Jahr 2009 12,2 %.[59] Das Verfahren wurde 1984 eingefĂŒhrt.[60] Bei ELV online (auch zuweilen OLV genannt) wird jede Zahlung online bei einem Netzbetreiber gegen eine bundesweite Sperrliste und Scoring-Parameter geprĂŒft. Bei ELV offline wird auf eine Telefonverbindung und PrĂŒfung verzichtet. Es ist fĂŒr HĂ€ndler die preiswerteste Methode. Aus dem Magnetstreifen bzw. dem Chip werden bei allen Verfahren einzig die Kontonummer und die Bankleitzahl sowie die Kartennummer ausgelesen. Der Kunde erteilt abweichend zum Electronic Cash mit seiner Unterschrift eine Lastschrift mit EinzugsermĂ€chtigung. Gegen AusfĂ€lle (RĂŒcklastschriften) kann ein Vertrag ĂŒber Forderungsankauf abgeschlossen werden. Im Gegensatz zum abgeschafften POZ-Verfahren ist das Kreditinstitut des Karteninhabers bei ZahlungsausfĂ€llen jedoch nicht verpflichtet, Name und Adresse des Karteninhabers an den HĂ€ndler weiterzugeben,[65] was ein erhöhtes Risiko fĂŒr den HĂ€ndler darstellt. Durch die weiter fallenden Preise fĂŒr Girocard-Zahlungen gehen die Zahlungen ĂŒber ELV/OLV immer weiter zurĂŒck.
  • POZ (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie), im Gegensatz zum OLV und ELV, die Verfahren des Handels sind, war POZ von seiner EinfĂŒhrung im Jahr 1994 bis zu seiner Abschaffung am 31. Dezember 2006 ein Verfahren des Zentralen Kreditausschusses (ZKA, wie die DK damals hieß). WĂ€hrend des Bezahlvorganges erfolgte eine Sperrabfrage bei der Kopfstelle des Karten ausgebenden Kreditinstituts. War die Karte nicht als gesperrt gemeldet, wurde vom HĂ€ndler eine Lastschrift erstellt. Der Kunde erteilte mit seiner Unterschrift eine Lastschrift mit EinzugsermĂ€chtigung und gab sich damit einverstanden, dass sein Kreditinstitut auf Anfrage Name und Adresse an den HĂ€ndler (bei AusfĂ€llen bzw. RĂŒcklastschriften) weitergibt. Die Kosten lagen bei 5 Cent pro Sperrabfrage. Am Einzelhandelsumsatz hatte POZ im Jahre 2005 einen Anteil von 2,3 %.[60]
Commons: Girocard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Einfach bezahlen fĂŒr Karteninhaber. In: girocard.eu. Abgerufen am 2. September 2023.
  2. 1 2 Passende Bankkarten fĂŒr Ihre Kunden. In: Bank-Verlag. Abgerufen am 2. September 2023.
  3. ↑ Seit 35 Jahren bewĂ€hrt: girocard ist erste Wahl im Handel. In: girocard.eu. 18. Februar 2025, abgerufen am 11. MĂ€rz 2025.
  4. ↑ Die Zukunft des Bezahlens: girocard 4.0. In: Die Deutsche Kreditwirtschaft. Abgerufen am 2. September 2023.
  5. ↑ EC-Karte. In: konto.org. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  6. ↑ Marktauftritt wird einheitlich Girocard. In: Börsen-Zeitung. 16. April 2008, S. 3.
  7. ↑ Laura de la Motte: Gestatten, mein Name ist Girocard. In: Handelsblatt. 13. Mai 2016, S. 34.
  8. ↑ Jenny Beyen: Girocard 4.0 kommt: Welche neuen Funktionen es geben soll. In: SWR. 7. Juni 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  9. ↑ Die Zukunft des Bezahlens: girocard 4.0. In: Die Deutsche Kreditwirtschaft. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  10. ↑ Tobias Stadler: „Girocard 4.0“: Deutsche Banken statten die EC-Karte mit etlichen neuen Funktionen aus. In: Chip. 4. Februar 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  11. ↑ KartenumsĂ€tze: Einzelhandel bei 300 Mrd. €. In: EHI Retail Institute. 17. April 2024, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  12. ↑ Daniel Weidmann: Zahlungsmittel Girocard, PayPal und Co.: So stehen die Deutschen dazu. In: Berliner Morgenpost. 25. Dezember 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  13. ↑ Payment: Deutsche zahlen immer öfter mit Karte. In: EHI Retail Institute. 3. Mai 2022, abgerufen am 2. September 2023.
  14. ↑ Einfach bezahlen fĂŒr Karteninhaber. In: girocard.eu. Abgerufen am 2. September 2023.
  15. ↑ Kontaktlos bezahlen: so geht es und das ist zu beachten. In: Verbraucherzentrale. 12. Juni 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  16. ↑ Geldautomaten. In: Die Deutsche Kreditwirtschaft. Abgerufen am 2. September 2023.
  17. ↑ Bargeldauszahlung – die Vorteile auf einen Blick. In: Berliner Sparkasse. Abgerufen am 2. September 2023.
  18. ↑ Digitale Girocard: Bezahlen mit einem Pieps: So einfach funktioniert die Kreditkarte auf dem Smartphone. In: Focus. 18. MĂ€rz 2022, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  19. ↑ Girocard. In: digital.girocard.eu. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  20. ↑ Kontaktlos bezahlen: Wie sicher ist kontaktloses Zahlen mit Karte oder Handy? In: BR. 31. Mai 2024, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  21. ↑ Apple Pay (DE). In: Apple. Abgerufen am 2. September 2023.
  22. ↑ girocard fĂŒr Online-EinkĂ€ufe – fĂŒr Sparkassen-Kunden mit Apple Pay. In: IT Finanzmagazin. 13. Juli 2021, abgerufen am 2. September 2023.
  23. ↑ Akzeptierte Kartenbrands. In: Payment Services Austria. Abgerufen am 2. September 2023.
  24. ↑ Jan-Ole Kraksdorf: Ende der Maestro-Karte: Das Ă€ndert sich fĂŒr Bankkunden. In: heute. 30. Juni 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  25. ↑ Maestro: Was Ă€ndert sich fĂŒr Girocard-Kunden? In: Norddeutscher Rundfunk. Abgerufen am 2. September 2023.
  26. ↑ Die EC-Karte wird nicht abgeschafft. In: sparkasse.de. Abgerufen am 2. September 2023.
  27. ↑ Girocard mit Debit Mastercard (als Co-Badge) steht bei den genossenschaftlichen Banken in den Startlöchern. In: IT Finanzmagazin. 20. September 2022, abgerufen am 2. September 2023.
  28. ↑ Sabina Wolf: Bezahlen mit der Karte - bald ohne Maestro. In: Tagesschau. ARD, 17. Juni 2023, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  29. ↑ Gewohnte Kartenzahlung fast nirgends möglich. In: wallstreet:online. 31. August 2022, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  30. ↑ Streit um Wahlfreiheit beim Bezahlen an E-LadesĂ€ulen. In: Berliner Morgenpost. 9. September 2021, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  31. ↑ Jutta Maier: Fit for 55: Fahrplan fĂŒrs Laden in Europa nimmt Gestalt an. In: Tagesspiegel. 20. September 2022, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  32. ↑ Sebastian Schaal: AFIR gilt ab dem 13. April – und löst in weiten Teilen die LSV ab. In: electrive.net. 17. Januar 2024, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  33. ↑ Josefine Lietzau: EC-Karte: Die EC-Karte gibt es nicht mehr. In: Finanztip. 4. Januar 2024, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  34. ↑ Andreas Neuhaus: Debitkarte von Mastercard: Das Comeback der „EC-Karte“. In: Handelsblatt. 24. Juli 2017, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  35. ↑ Christian Siedenbiedel: Girocard erobert weiteres Terrain. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. August 2023, S. 27.
  36. 1 2 Steinbeis-Studie: Girocard erzeugt wirtschaftliche Vorteile. In: Spirit plus e. V. 18. August 2023, abgerufen am 4. MÀrz 2025.
  37. ↑ SEPA. In: Bundesministerium der Finanzen. Abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  38. ↑ Das Girocard-System. In: Die Deutsche Kreditwirtschaft. Abgerufen am 2. September 2023.
  39. ↑ Liste der durch die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) zugelassenen Netzbetreiber im Girocard-System. (PDF) In: Die Deutsche Kreditwirtschaft. Februar 2024, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
  40. ↑ SicherheitslĂŒcke: Terminals fĂŒr EC-Kartenzahlung unsicher. In: Spiegel Online. 12. Juli 2012, abgerufen am 4. MĂ€rz 2025.
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  65. ↑ vgl. Landgericht Wuppertal, Urteil vom 23. Dezember 1996, Az.: 14 O 113/96, NJW-RR 1998, 775.