Florin Niculescu

Florin Niculescu (* 8. Februar 1967 in Bukarest) ist ein rumĂ€nischer Geiger des Gypsy-Jazz. Aufgrund seiner Technik und seines EinfĂŒhlungsvermögens gilt er heute als einer der besten Violinisten dieses Genres, der dessen ganzes Spektrum beherrscht und die Tradition von StĂ©phane Grappelli ohne EinschrĂ€nkungen fortsetzt.[1]
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niculescu stammt aus einer musikalischen Familie; sein Vater und seine Onkel spielten Geige, seine Schwester Cello, seine Mutter Klavier. Bereits im Alter von vier Jahren erhielt er ersten Unterricht von seinem Vater; mit sechs Jahren setzte er seine Ausbildung auf der Musikschule Dinu Lipatti und dann auf der Enescu-Akademie fort. Er wurde mit einem ersten Preis der Akademie ausgezeichnet und im Jahr 1984 mit einer âbesonderen ErwĂ€hnungâ der Jury des internationalen Wieniawski-Wettbewerbs in Ljubljana. Er verfolgte eine Karriere als klassischer Geiger und trat daneben mit seinem Vater auf Familienfesten auf. Im Alter von dreizehn Jahren wendete er sich, nachdem er Aufnahmen von Grappelli hörte, auch dem Jazz zu. 1991 zog er nach Paris, wo er zunĂ€chst ohne gĂŒltige Papiere lebte und in einem russischen Kabarett auftrat. Er spielte mit Boulou und Elios FerrĂ© und studierte auf dem Conservatoire de Paris. 1995 wurde er Mitglied der Band von Romane. Auch begann er mit anderen Musikern des Genres wie Jimmy Rosenberg, Angelo Debarre, Tchavolo Schmitt, Andreas Ăberg, FrĂ©dĂ©ric Sylvestre und Mike Reinhardt zusammenzuarbeiten.
1999 nahm er sein preisgekröntes Album Gypsy Ballad auf. Beim ersten Django Reinhardt Festival in New York (2000) trat er zusammen mit BirĂ©li LagrĂšne, Babik Reinhardt und Bucky Pizzarelli auf. 2001 lud ihn LagrĂšne ein, an seinem Gipsy Project teilzunehmen, das das Quintette du Hot Club de France zum Vorbild hatte. Im selben Jahr wurde er auf der Midem als âJazz-Talent des Jahresâ ausgezeichnet.
Weiterhin arbeitete er in Frankreich auch mit Charles Aznavour, Françoise Hardy, Patrick Bruel, Johnny Hallyday und Henri Salvador. Er gehörte zum Quintett von Jacques Vidal und zu Latcho Drom um Christophe Lartilleux. Auch spielte er mit Oscar Peterson, John McLaughlin, George Benson, Marcel Azzola, Regina Carter, Dee Dee Bridgewater, Wynton Marsalis, Angela Gheorghiu und Roberto Alagna.
Diskographische Hinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hot Club de NorvĂšge Portrait of Django (1995)
- Gipsy Ballad (1999)
- Djangophonie (2005)
- Plays Stéphane Grappelli (2008)
- Django Tunes (Enja 2010, mit David Reinhardt, Samson Schmitt, Thuryn Mitchell, Florent Gac, Darryl Hall, Bruno Ziarelli)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- WebprÀsenz (französisch, englisch).
- Florin Niculescu Plays Stephane Grappelli. AllAboutJazz (englisch).
- PortrÀt. Django Station (französisch).
- Florin Niculescu bei AllMusic (englisch)
- Florin Niculescu bei Discogs
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â sowie Festival International de Jazz de MontrĂ©al ( vom 25. Mai 2011 im Internet Archive)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Niculescu, Florin |
| KURZBESCHREIBUNG | rumÀnischer Jazzmusiker |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1967 |
| GEBURTSORT | Bukarest |