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Game Change (Buch)

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Game Change: Obama and the Clintons, McCain and Palin, and the Race of a Lifetime ist ein Buch der US-amerikanischen politischen Journalisten John Heilemann und Mark Halperin ĂŒber die US-PrĂ€sidentschaftswahl 2008.[1] Veröffentlicht wurde es am 11. Januar 2010,[2] im Vereinigten Königreich wurde es unter dem Titel Race of a Lifetime: How Obama Won the White House veröffentlicht.[3] Das Buch basiert auf Interviews mit mehr als 300 Personen, die an der Kampagne beteiligt gewesen sind.[4] Das Buch beschreibt die außereheliche AffĂ€re des demokratischen Kandidaten John Edwards, die Beziehung zwischen Barack Obama und seinem running mate Joe Biden, das Scheitern des Kandidaten Rudy Giuliani und die Kandidatur Sarah Palins.[1][4][5][6]

Das Buch ist in drei Teile unterteilt: Teil 1 (14 Kapitel) ĂŒber die demokratischen Primarys, das Duell Obama gegen Clinton und die AffĂ€re Edwards. Teil 2 (drei Kapitel) ĂŒber die republikanischen Primarys. Teil 3 (sechs Kapitel) beschreibt das Duell zwischen Obama und John McCain.

Game Change enthĂ€lt mehrere neue Aussagen ĂŒber die Wahlkampagne 2008, die der Öffentlichkeit bislang unbekannt waren. Es wurde erlĂ€utert, dass die MehrheitsfĂŒhrer im Senat Harry Reid und Senator Chuck Schumer privat Barack Obama im Herbst 2006 dazu aufgefordert hatten, fĂŒr die PrĂ€sidentschaft zu kandidieren, in der Hoffnung, dass sie die demokratische Basis in Bewegung versetzen wĂŒrde und die Chancen der Partei zu verbessern, die PrĂ€sidentschaft zu gewinnen. Das Buch beschreibt auch detailliert ein einstĂŒndiges Treffen zwischen Hillary Clinton und Mark Penn, wĂ€hrend der Clinton Obama beschuldigte, „die Rassenkarte zu spielen“ und Leute nach Iowa zu importieren, um seine Chancen bei der Primary zu verbessern. Das Buch behauptet auch, dass Hillary Clinton eine grĂ¶ĂŸere Sache aus Obamas Drogenkonsum machen wollte, aber von ihrem Stab davon abgebracht wurde.[7] Sie soll auch gesagt haben: „Ich hasse die Wahl, die das Land treffen muss. Ich glaube das ist eine schreckliche Wahl.“[6]

Heilemann und Halperin schreiben in Game Change, dass Clinton in das 2004 PrÀsidentschafts-Rennen hatte einsteigen wollen und dass sie sehr gute Umfragewerte hatte. Dazu aufgefordert wurde sie von ihrem Mann, dem ehemaligen PrÀsidenten Bill Clinton, aber ihre Tochter Chelsea Clinton riet ihr davon ab. Hillary Clinton war auch dagegen, da sie bei der Wahl zur Senatorin ihren WÀhlern versprochen hatte, die vollstÀndige Amtszeit zu bleiben. Einige Berater Hillary Clintons sollen auch davon ausgegangen sein, dass Bill Clinton eine AffÀre gehabt habe. Im Buch wurden hierzu aber keine weiteren Einzelheiten preisgegeben.[6]

Game Change enthĂ€lt auch Details von John Edwards AffĂ€re mit Rielle Hunter und seinen Umgang mit ihr, bevor sie der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht wurde. Dem Buch zufolge, wies Edwards wĂŒtend Anfragen seiner Berater ab, sich von Hunter zu distanzieren. Das Buch beschreibt auch in einer gewissen Tiefe, Sarah Palins Rolle in John McCains Wahlkampagne. Als Reaktion auf Bedenken, dass Palin depressiv und ihr Lernerfolg beim Diskussionstraining unterdurchschnittlich sei, soll McCain vorgeschlagen haben, das Diskussionstraining fĂŒr Palin von Philadelphia nach Sedona, Arizona, zu verlegen, um Palin eine grĂ¶ĂŸere rĂ€umliche NĂ€he zu ihrer Familie zu ermöglichen. McCains Helfer waren Berichten zufolge auch besorgt ĂŒber Palins komplettes Versagen, grundlegende Daten und allgemeine Wissensinhalte vor ihren ABC-News-Interviews mit Charles Gibson zu verinnerlichen. Dies bezog sich u. a. auch auf das Faktum, dass es sich bei Nordkorea und SĂŒdkorea um zwei verschiedene Staaten handle. Sie glaubte auch angeblich, dass der irakische Diktator Saddam Hussein fĂŒr die TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001 verantwortlich gewesen sei[6] Das Buch endet mit Obamas Sieg bei der PrĂ€sidentschaftswahl und das von Clinton angenommene Angebot seinerseits als Außenministerin seiner Regierung zu fungieren. SpĂ€ter ĂŒbernimmt Senator John Kerry das Amt.

Harry Reid wurde wegen Bemerkungen ĂŒber Barack Obama kritisiert, die erst durch das Buch an die Öffentlichkeit gelangten. Er habe Obama Chancen ausgesprochen, weil dieser trotz seiner vĂ€terlicherseits schwarzafrikanischen Abstammung relativ hellen Hauttyps sei und keinen „Negerdialekt“ habe, es sei denn, er wollte es. Reid entschuldigte sich spĂ€ter und Barack Obama akzeptierte diese Entschuldigung.[8][9][10]

Der Nationale republikanische Senats-Vorsitzende John Cornyn, der Republikanische Vorsitzende des National Committee Michael Steele, der MinderheitsfĂŒhrer im Senat Mitch McConnell und der Senator Minority Whip Jon Kyl forderten Reid nach Bekanntwerden seiner Äußerungen zum RĂŒcktritt von seinem Amt als MehrheitsfĂŒhrer auf[11] Reid wurde wiedergewĂ€hlt[12]

Bill Clinton soll versucht haben, Ted Kennedy dazu zu ĂŒberreden, Obama nicht zu unterstĂŒtzen, sondern seine Frau, Hillary Clinton. Clinton soll Kennedy gesagt haben vor ein paar Jahren hĂ€tte ein Typ wie der uns Kaffee gebracht. FĂŒr diese Aussage gibt es keinen Beweis. Kennedy gab seine UnterstĂŒtzung fĂŒr Obama bekannt.[13] Reverend Al Sharpton bezeichnet diese angebliche Aussage als verstörend und schlimmer als die von Reid.[13]

Kritiker bemĂ€ngelten an dem Buch, das Fehlen von Quellenangaben.[14][15] Dieser Ansatz folgte dem, den Bob Woodward in seinen BĂŒchern verfolgt.[14] Ein Lehrer am Poynter Institute, der sich mit journalistischer Ethik befasst, sagte, dass die Gefahr dieser Methode sei, dass sich der Autor jeglicher Verantwortung entziehe.[15]

Michiko Kakutani von der The New York Times schrieb ĂŒber die Autoren von Game Change "sie servieren ein wĂŒrziges Sammelsurium von Beobachtungen, Offenbarungen und Behauptungen – einige, die auf beeindruckender Schufterei und Zugang basieren, einige, die einfach GerĂŒchte und GeflĂŒster aus der Wahlkampagne zusammenfassen, und einige, die schwer unabhĂ€ngig zu ĂŒberprĂŒfen sind da sie auf die ungenannte Quellen zurĂŒckgreifen""[16] Kakutani und Marc Ambinder von The Atlantic schrieben beide, das Buch gleite in den Klatsch ab.[5][16] Die Autoren wehrten sich gegen die VorwĂŒrfe und behaupteten akkurat gearbeitet zu haben.[17]

Sarah Palin kritisierte Heilemann und Halperin fĂŒr die Art, wie Game Change ihre Kandidatur beschreibe. Meghan Stapleton, Palin Sprecherin, behauptete, dass Palins Autobiographie Going Rogue: An American Life faktenbasierter sei.[10] Jay Carney, PressesekretĂ€r des Weißen Hauses, kritisierte das Buch, nannte aber keine konkreten Stellen.[15][18]

HBO Films produzierte den Film Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt, den Jay Roach inszenierte. Der Film gewann zahlreiche Filmpreise.[19] Im Wesentlichen beschĂ€ftigt sich der Film mit Sarah Palin, die von Julianne Moore dargestellt wird.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 About The Book: Game Change: Obama and the Clintons, McCain and Palin, and the Race of a Lifetime by John Heilemann, Mark Halperin. HarperCollins, abgerufen am 9. Januar 2010.
  2. ↑ Philip Elliot: Reid apologizes for 'no Negro dialect' comment. In: Boston Globe (Hrsg.): The Associated Press. 9. Januar 2010.
  3. ↑ Peter Stothard: Race of a Lifetime: How Obama Won the White House by Mark Halperin and John Heilemann. In: The Times. 16. Januar 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. November 2021; abgerufen am 16. Januar 2009.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 1 2 Jonathan Martin: Book: Obama, Biden clashed in '08. In: Politico. 9. Januar 2010, abgerufen am 10. Januar 2010.
  5. 1 2 Marc Ambinder: The Juiciest Revelations In "Game Change". In: The Atlantic. 8. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010.
  6. 1 2 3 4 Jeff Zeleny: 2008 Campaign, All Over Again in New Book. In: The New York Times. 9. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010.
  7. ↑ Marc Ambinder: Game Change: Even More Juicy Stuff. In: The Atlantic. 9. Januar 2009, abgerufen am 10. Januar 2009.
  8. ↑ Jeff Zeleny: Reid Apologizes for Racial Remarks About Obama. In: The New York Times. 9. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010.
  9. ↑ Mark Preston: Reid apologizes for 'Negro dialect' comment. CNN, 9. Januar 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. MĂ€rz 2021; abgerufen am 9. Januar 2010.
  10. 1 2 Michael Allen (Journalist): Palin attacks book; Reid regrets. In: The Politico. 9. Januar 2010, abgerufen am 9. Januar 2010.
  11. ↑ John Bresnahan: Republicans charge Lott-Reid double standard. In: Politico. 10. Januar 2010, abgerufen am 10. Januar 2010.
  12. ↑ Demirjian, Karoun: Sen. Harry Reid wins fifth term against anti-incumbent fervor. In: Las Vegas Sun. 2. November 2010, abgerufen am 11. MĂ€rz 2012.
  13. 1 2 Sharpton: Clinton 'Coffee' Remark About Obama 'Disturbing'. Fox News, 11. Januar 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 24. September 2015; abgerufen am 14. Februar 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. 1 2 David Jackson: Obama, Reid, and the (latest) Washington book frenzy. In: USA Today. 12. Januar 2010, abgerufen am 14. Februar 2010.
  15. 1 2 3 Michael Calderone: 'Game Change': The freak show. In: The Politico. 10. Januar 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. Januar 2010; abgerufen am 14. Februar 2010.
  16. 1 2 Michiko Kakutani: In ‘Game Change,’ Insight on the 2008 Campaign. In: The New York Times. 10. Januar 2010, abgerufen am 14. Februar 2010.
  17. ↑ Johanna Neuman: 'Game Change': Is the book gossip or journalism? In: Los Angeles Times. 11. Januar 2010, abgerufen am 14. Februar 2010.
  18. ↑ Devin Dwyer, David Kerley, Kristina Wong: 'Game Change' Authors: 'We Were Shocked' by Revelations from 2008 Presidential Campaign. In: Good Morning America. ABC News, 11. Januar 2010, abgerufen am 14. Februar 2010.
  19. ↑ Game Change, HBO webpage.