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Gilbert Gornig

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Gilbert Hanno Gornig (* 9. Oktober 1950 in Deggendorf) ist ein deutscher Staats- und Völkerrechtler.

Nach seiner Schulzeit im Comenius-Gymnasium seiner Geburtsstadt Deggendorf studierte Gornig in Regensburg und WĂŒrzburg Rechtswissenschaften und politische Wissenschaften. SpĂ€ter absolvierte er sein Rechtsreferendariat im Oberlandesgerichtsbezirk NĂŒrnberg. Nach Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens promovierte er 1984 bei Dieter Blumenwitz an der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg. 1986 schloss er seine Habilitation ab und erhielt die venia legendi im öffentlichen Recht, Völkerrecht, und im auslĂ€ndischen öffentlichen Recht.

Nach Lehrstuhlvertretungen an den UniversitĂ€ten in Mainz, Bayreuth und Göttingen erfolgte 1989 der Ruf an die Georg-August-UniversitĂ€t Göttingen. Dort wurde er 1990 zum Direktor des Instituts fĂŒr Völkerrecht und im Jahre 1994/1995 zum Dekan gewĂ€hlt. Im April 1995 wechselte er an die Philipps-UniversitĂ€t Marburg. Dort hatte Gornig den Lehrstuhl fĂŒr Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht inne und fungierte sowohl als geschĂ€ftsfĂŒhrender Direktor des Instituts fĂŒr Öffentliches Recht, als auch von Oktober 2006 bis 2012 als Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften. Bis Juni 2004 war Gornig als Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel tĂ€tig.

Gornig war Gastprofessor an der Harbin University of Science and Technology, Harbin, an der Wuhan University, Wuhan, an der University of Finance & Economics, Nanjing, und an der Hohai University, Nanjing (alle Volksrepublik China), an der Nationalen Technischen UniversitÀt Kaohsiung (Taiwan) sowie an der Lucian Blaga-UniversitÀt Sibiu (RumÀnien).

Er hat ĂŒber 600 Publikationen in zehn verschiedenen Sprachen im Bereich Staats-, Verwaltungs-, Völker- und Europarecht veröffentlicht. Sein Schwerpunkt liegt im Völkerrecht. Seit 2016 ist er pensioniert.

Gilbert Gornig grĂŒndete die Marburger Juristische Gesellschaft und wurde 2009 zu deren Vorsitzendem gewĂ€hlt. Ferner grĂŒndete er das Center for Human Rights and Good Governance am Ruaha University College, Iringa (Tansania). 2009 wurde er PrĂ€sident der Danziger Naturforschenden Gesellschaft. Von 2000 bis 2003 war Gornig Direktor des Instituts fĂŒr Deutschlandforschung des Göttinger Arbeitskreises, e. V. Seit 2014 ist er PrĂ€sident des Göttinger Arbeitskreises.[1] Er ist ferner MitgrĂŒnder und VizeprĂ€sident der Marburger Gesellschaft fĂŒr wissenschaftliche Zusammenarbeit mit arabischen Staaten. e. V. und im Vorstand der Marburger Gelehrten Gesellschaft.

Schriften (Auswahl)

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  • Die sachbezogene hoheitliche Massnahme. Auch ein Beitrag zur AllgemeinverfĂŒgung im Sinne des § 35 S. 2 VwVfG. Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-05747-3 (zugl. Dissertation, UniversitĂ€t WĂŒrzburg, 1984).
  • Äußerungsfreiheit und Informationsfreiheit als Menschenrechte. Duncker & Humblot, Berlin 1988, ISBN 3-428-06540-9 (zugl. Habilitationsschrift, UniversitĂ€t WĂŒrzburg, 1986).
  • 2003 EhrendoktorwĂŒrde des Fachbereichs Rechtswissenschaften der UniversitĂ€t PĂ©cs (Ungarn)
  • 2009 EhrendoktorwĂŒrde des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Lucian Blaga-UniversitĂ€t Sibiu (RumĂ€nien)
  • 2009 EhrendoktorwĂŒrde der Universidad AutĂłnoma de Chile in Temuco (Chile) (dort gehört er ebenfalls zu den GrĂŒndungsmitgliedern der UniversitĂ€t)
  • 2021 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2022 Orden Bernardo O’Higgins (Chile)
  1. ↑ Vorstand, abgerufen am 29. September 2020.