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Heinekens Park

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Heinekens Park
Park in Bremen
Heinekens Park
Heinekens Park: Rondell
Basisdaten
OrtBremen
OrtsteilOberneuland
Umgebende StraßenOberneulander Landstraße
AumĂŒndsdamm
Am JĂŒrgens Holz
BauwerkeHerrenhaus
Hofmeierhaus
Technische Daten
ParkflÀche2,7 ha

Heinekens Park mit dem Gut sind ein historischer Park und ein historisches GebĂ€ude in Bremen-Oberneuland an der Oberneulander Landstraße 151. Park und Landgut (auch Landgut Schumacher genannt) mit Herren- und Hofmeierhaus stehen seit 1973 unter Denkmalschutz.[1]

Hermann Post (1693–1762), bremischer Staatsarchivar, erwarb das ehemalige Vorwerk von seinem Schwiegervater, dem Bremer BĂŒrgermeister Hermann von Line. Er verpachtete das Gut. Nach dem Tode von Post erbte 1762 sein Schwiegersohn Hofrat Dr. Albert Schumacher, zeitweise auch Gesandter in Kopenhagen, das Gut. Er nutzte es als Landsitz und ließ nach 1762 ein neues Gutshaus bauen. Nachbildungen von Statuen aus dem Schloss Fredensborg von der Insel Seeland in DĂ€nemark kamen deshalb nach Oberneuland. Sie stellen die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde dar. Die Statue Terra (Erde) befindet sich heute im Park des Gutes Riensberg des Focke-Museums, die drei anderen in Heinekens Park.

Christian Abraham Heineken (1752–1818), Ratsherr und seit 1792 BĂŒrgermeister, erbte das Gut 1782. Um diese Zeit (um 1790) wurde das heute noch erhaltene Hofmeierhaus erstellt. Heineken ließ einen Park um das Gutshaus anlegen; eine Vorliebe wohlhabender BĂŒrgerfamilien fĂŒr das Landleben, die in Form von Sommerwohnungen und Gartenarealen lebten. Bei der Anlage des 27 Hektar großen Parks wirkte Gottlieb Altmann mit, Planer auch von Ichons Park.

Heinekens Park war zunĂ€chst ein französisch/hollĂ€ndischer Barockgarten mit Putten und kunstvoll geschnittenen Hecken. In der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts wurden daraus Teile zu einem romantisierenden Landschaftspark umgestaltet. Bemerkenswert ist das Heckenrondell, das schon um 1770 angelegt wurde. Es besteht aus einer 6,25 Meter hohen Hainbuchenhecke mit bogenförmigen DurchlĂ€ssen, die eine 50 × 39 Meter große ovale RasenflĂ€chen umschließt. Umgeben ist das Rondell von einem Weg der durch eine weitere 2 Meter hohe Hecke begrenzt wird.

Heinekens Park in Bremen-Oberneuland, Blick vom Heckenrondell auf die sog. Ewigkeitsachse

Das eingeschossige Gutshaus Haus Heineken, auch Haus Schumacher genannt, wurde um 1790 in der Epoche des Klassizismus gebaut und 1871 im Stil des Historismus nach PlĂ€nen von Gustav Runge erweitert zu einem siebenachsigen Haus mit einem zweigeschossigen Mittelrisalit mit einem Giebel. Nach Einbau einer Heizung in den 1920er Jahren wurde es auch im Winter bewohnt. 2018 verfĂŒgt das sanierte Anwesen ĂŒber sieben Wohnungen.[2]

Hofmeierhaus

1970 sollte das ParkgelĂ€nde als Bauland ausgewiesen werden. Dieses wurde nach Protesten teilweise verhindert. Die Nordwestdeutsche Siedlungsgesellschaft errichtete unter anderem ein achtgeschossiges Wohnhochhaus nahe der nördlichen Grenze des Parks. Den sĂŒdlichen, 2,7 Hektar großen Teil des GrundstĂŒcks ĂŒberließ die Familie Heineken der Stadt fĂŒr einen seit 1975 öffentlichen Park mit dem erhaltenen Heckenrondell und den seltenen BĂ€umen. Landesdenkmalpfleger Rudolf Stein bezeichnete spĂ€ter Heinekens Park als Bremens kostbarste Gartenanlage.

Teile des Parks sind Bestandteil des FFH-Gebietes Parks in Oberneuland.[3]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Denkmaldatenbank des LfD
  2. ↑ RaritĂ€t auf dem Bremer Immobilienmarkt. In: Weser-Kurier vom 11. August 2018.
  3. ↑ 2919371 Parks in Oberneuland.  (FFH-Gebiet) Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete. Herausgegeben vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz. Abgerufen am 24. November 2017. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2023. Suche im Internet Archive) (siehe dazu die Disk "BfN hat umstrukturiert...")
  • Herbert SchwarzwĂ€lder: Das Große Bremen-Lexikon. 2., aktualisierte, ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.
  • Axel Vos: Eingebettet in eine jahrhundertealte Kulturlandschaft: Landsitze in Oberneuland und Rockwinckel. In: Denkmalpflege in Bremen, Band 8. Edition Temmen, Bremen 2011, ISBN 978-3-8378-1023-3.
  • Wilhelm LĂŒhrs: Heinekens Park. Zur Geschichte eines Vorwerks. In: Bremisches Jahrbuch 59, 1981, S. 17–56.
Commons: Heinekens Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 6â€Č 8,3″ N, 8° 54â€Č 57,5″ O