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Karl Addicks

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Karl-Karl Addicks (* 31. Dezember 1950 in Amberg[1]) ist ein deutscher Politiker (bis 2019 FDP/DPS). Er war von 2004 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf

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Nach dem Abitur 1969 in Kleve studierte Addicks zunĂ€chst Biologie und Chemie und anschließend Humanmedizin[1] an der UniversitĂ€t des Saarlandes und der UniversitĂ€t Hamburg. 1979 legte er das Staatsexamen ab. Ab 1979 arbeitete er als Assistenzarzt in den klinischen GrundlagenfĂ€chern in öffentlichen KrankenhĂ€usern in Hamburg (UKE, AKB, AK St.Georg) und im Saarland. Addicks ist Facharzt fĂŒr Allgemeinmedizin und Tropenmedizin. 1981 war er neun Monate Schiffsarzt auf einem Segelschiff (AtlantikĂŒberquerung), 1982/83 bereiste er neun Monate SĂŒdostasien und bekam so erste EindrĂŒcke von EntwicklungslĂ€ndern. Von 1987 bis 1997 war er als Baustellenarzt bei Staudamm-, Pipeline-, Flughafen- und anderen Infrastrukturprojekten in Nigeria, im Irak und in der Volksrepublik China tĂ€tig; dadurch bekam er tiefe Einblicke in die Probleme von EntwicklungslĂ€ndern. 1994 wurde er an der RWTH Aachen mit der Dissertationsschrift Epidemiologische Untersuchung an Kindern in Griechenland ĂŒber die Belastung mit Arsen, Blei und Quecksilber zum Dr. med. promoviert. Von 1997 bis 1999 war er Ärztlicher Leiter eines Krankenhausprojekts in Ifrane (Marokko). Von 2000 bis 2002 arbeitete er in der Telefonberatung fĂŒr Reisemedizin und war in eigener Praxis niedergelassen. Von 2002 bis 2003 war er Leiter eines Entwicklungshilfeprojektes der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Marrakesch. Als Mitglied im Kuratorium der Hilfsorganisation CARE Deutschland engagiert er sich weiterhin fĂŒr Entwicklungszusammenarbeit.[2] Nach der Invasion Kuwaits durch den Irak 1990 wurde Addicks 3 Monate lang als Geisel festgehalten.[3][4] Dies fĂŒhrte zu seinem Entschluss, sich fĂŒr den Fall seiner Befreiung politisch zu engagieren. Karl Addicks lebt in SaarbrĂŒcken; er ist verheiratet und Vater dreier Söhne.

Addicks war Reserveoffizier der Bundeswehr und nahm regelmĂ€ĂŸig an WehrĂŒbungen teil.[5]

Von 1989 bis 2019 war er Mitglied der FDP. Von 2000 bis 2009 gehörte er dem Vorstand des FDP-Kreisverbandes SaarbrĂŒcken-Stadt an und war Mitglied des Landesvorstandes. Von 2012 bis 2014 gehörte er dem Vorstand des OV SaarbrĂŒcken St. Johann-Nord an.

Am 1. November 2004 rĂŒckte Addicks fĂŒr den ausgeschiedenen Abgeordneten Christoph Hartmann in den Deutschen Bundestag nach. Hier wurde er Obmann der FDP im Petitionsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 2005 wurde er als Spitzenkandidat der FDP Saar erneut in den Deutschen Bundestag gewĂ€hlt. Er war seitdem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion fĂŒr Entwicklungszusammenarbeit. Karl Addicks ist stets ĂŒber die Landesliste des Saarlandes in den Bundestag eingezogen. Sein Heimatwahlkreis ist SaarbrĂŒcken. Addicks kandidierte zwar am 6. Dezember 2008 erneut als Spitzenkandidat der FDP Saar zur kommenden Bundestagswahl 2009, unterlag hierbei jedoch dem Vorsitzenden der Jungen Liberalen Saar, Oliver Luksic.

Einen Skandal gab es, als Addicks 2006 mit dem palÀstinensischen Hamas-Minister Atef Adwan zu einem informellen GesprÀch zusammentraf.[6]

Addicks engagiert sich vor allem in der Gesundheitsproblematik der EntwicklungslÀnder, hier vor allem im Bereich von Malaria, AIDS, Tuberkulose und tropischen Armutskrankheiten und in Grundfragen der Entwicklungspolitik.

Commons: Karl Addicks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Dr. Karl Addicks, FDP. In: webarchiv.bundestag.de. Abgerufen am 30. MÀrz 2026.
  2. ↑ Unsere Struktur. CARE Deutschland e.V., archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. MĂ€rz 2019; abgerufen am 30. MĂ€rz 2026.
  3. ↑ Ein Arzt mit Welterfahrung | campus | Das Web-Magazin der UniversitĂ€t des Saarlandes. Abgerufen am 9. April 2024.
  4. ↑ Tagesschau vor 20 Jahren. 4. November 1990. In: tagesschau.de. Abgerufen am 9. April 2024.
  5. ↑ WehrĂŒbende Abgeordnete beim Minister. In: reservistenverband.de. 23. Januar 2008, abgerufen am 5. Oktober 2026.
  6. ↑ Yassin Musharbash: Diplomatischer Fehltritt: Bundestagsabgeordnete trafen Hamas-Minister. In: Der Spiegel. 17. Mai 2006, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 9. April 2024]).