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Landeskirchliche Gemeinschaft

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Haus der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Niederschlema

Die Landeskirchlichen Gemeinschaften (LKG) sind der Gemeinschaftsbewegung angehörende, organisatorisch selbstĂ€ndige Gruppen innerhalb der evangelischen Landeskirchen mit dem Status freier Werke.[1] Sie sind in regionalen und ĂŒberregionalen GemeinschaftsverbĂ€nden organisiert, die sich im Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband zusammengeschlossen haben. Die GemeinschaftsverbĂ€nde und auch die einzelnen Gemeinschaften sind finanziell von den Landeskirchen unabhĂ€ngig.[2]

Seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Deutschland zahlreiche Landeskirchliche Gemeinschaften. Die erste Gemeinschaft wurde in Augsburg durch den Fabrikbesitzer Ernest Mehl gegrĂŒndet.[3]

Die meisten Landeskirchlichen Gemeinschaften haben die Rechtsform eines eingetragenen Vereins und finanzieren sich ĂŒber Spenden. Sie werden ĂŒblicherweise von einem gewĂ€hlten Vorstand geleitet. Viele Gemeinschaften stellen einen hauptamtlichen Prediger oder Gemeinschaftspastor an. Neben Gottesdiensten, die hĂ€ufig bewusst zu anderen Zeiten als in den örtlichen Landeskirchen stattfinden, liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Gruppenstunden mit Bibelarbeit und Gebet.[4]

Commons: Landeskirchliche Gemeinschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Vgl. Unser Leitbild. LKG – Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband Bayern (abgerufen am 22. MĂ€rz 2014) und Übereinkunft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen e. V. (PDF) Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, 16. November 2013, abgerufen am 15. Mai 2019.
  2. ↑ Wie Kirchenaustritte verhindert werden. (PDF; 764kB) (Memento vom 22. MĂ€rz 2014 im Internet Archive) In: Idea, 23/2007.
  3. ↑ Christoph Mehl: Christliches Unternehmertum und Diakonie – Der Direktor der Augsburger Kammgarnspinnerei und GrĂŒnder des Diakonissen-Mutterhauses Hensoltshöhe (Gunzenhausen/Franken), Ernest Mehl (1836–1912). uni-heidelberg.de, WS 1992/93, BeitrĂ€ge zur Diakoniewissenschaft N. F. 4.
  4. ↑ J. Ohlemacher: Gemeinschaftsbewegung. 4. Organisation. In: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat: Evangelisches Lexikon fĂŒr Theologie und Gemeinde. Bd. 2. R. Brockhaus, Wuppertal 1993, S. 729.