Landeskirchliche Gemeinschaft

Die Landeskirchlichen Gemeinschaften (LKG) sind der Gemeinschaftsbewegung angehörende, organisatorisch selbstĂ€ndige Gruppen innerhalb der evangelischen Landeskirchen mit dem Status freier Werke.[1] Sie sind in regionalen und ĂŒberregionalen GemeinschaftsverbĂ€nden organisiert, die sich im Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband zusammengeschlossen haben. Die GemeinschaftsverbĂ€nde und auch die einzelnen Gemeinschaften sind finanziell von den Landeskirchen unabhĂ€ngig.[2]
Seit Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Deutschland zahlreiche Landeskirchliche Gemeinschaften. Die erste Gemeinschaft wurde in Augsburg durch den Fabrikbesitzer Ernest Mehl gegrĂŒndet.[3]
Die meisten Landeskirchlichen Gemeinschaften haben die Rechtsform eines eingetragenen Vereins und finanzieren sich ĂŒber Spenden. Sie werden ĂŒblicherweise von einem gewĂ€hlten Vorstand geleitet. Viele Gemeinschaften stellen einen hauptamtlichen Prediger oder Gemeinschaftspastor an. Neben Gottesdiensten, die hĂ€ufig bewusst zu anderen Zeiten als in den örtlichen Landeskirchen stattfinden, liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf Gruppenstunden mit Bibelarbeit und Gebet.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Vgl. Unser Leitbild. LKG â Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband Bayern (abgerufen am 22. MĂ€rz 2014) und Ăbereinkunft der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen e. V. (PDF) Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, 16. November 2013, abgerufen am 15. Mai 2019.
- â Wie Kirchenaustritte verhindert werden. (PDF;Â 764kB) ( vom 22. MĂ€rz 2014 im Internet Archive) In: Idea, 23/2007.
- â Christoph Mehl: Christliches Unternehmertum und Diakonie â Der Direktor der Augsburger Kammgarnspinnerei und GrĂŒnder des Diakonissen-Mutterhauses Hensoltshöhe (Gunzenhausen/Franken), Ernest Mehl (1836â1912). uni-heidelberg.de, WS 1992/93, BeitrĂ€ge zur Diakoniewissenschaft N. F. 4.
- â J. Ohlemacher: Gemeinschaftsbewegung. 4. Organisation. In: Helmut Burkhardt, Uwe Swarat: Evangelisches Lexikon fĂŒr Theologie und Gemeinde. Bd. 2. R. Brockhaus, Wuppertal 1993, S. 729.