MBefore
| MBefore | ||||
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| Studioalbum von Michael Bisio Quartet | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Tao Forms | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
9 | |||
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Besetzung |
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Michael Bisio, Whit Dickey | ||||
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Studio(s) |
Clubhouse Studio, Rhinebeck, NY | |||
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MBefore ist ein Jazzalbum des Michael Bisio Quartet. Die im MĂ€rz 2021 im Clubhouse Studio, Rhinebeck, New York, entstandenen Aufnahmen erschienen am 25. MĂ€rz 2022 auf Whit Dickeys Label Tao Forms.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bassist Michael Bisio fĂŒhrt ein Quartett an, das aus dem Vibraphonisten Karl Berger, dem Bratschisten Mat Maneri und dem Schlagzeuger Whit Dickey besteht. Auf MBefore spielen die Musiker eine Reihe von Eigenkompositionen von Bisio und Berger sowie eine freie Interpretation des Standards âI Fall in Love Too Easyâ. Das erste StĂŒck, âAC 2.0â, ist eine neue Version von Bisios Komposition âArrested Confusionâ; sie erschien zuerst auf dem Tani Tabbal Trio-Album Now Then (2020). Michael Bisio selbst schrieb zu diesem Album in den Liner Notes:
âBei MBefore geht es nicht um vier einzelne Solisten oder eine Frontline mit einer Rhythmusgruppe. Das Album handelt vielmehr vom Ensemble und seinem kollektiven Bewusstsein â es geht um die GruppenĂ€sthetik, wobei der daraus resultierende Sound eine transparente QualitĂ€t hat. Mit Vibraphon und Bratsche statt, sagen wir, Saxophon und Trompete, bedeutet das, dass es eine klangliche Klarheit gibt, sogar eine Art SĂŒĂe. Diese Klarheit und Transparenz lĂ€sst die kontrapunktische QualitĂ€t der Musik wirklich hervortreten, sodass man alle Linien gleichzeitig hören kann â und die subtilen Harmonien, die durch das Kreuzen dieser einzelnen Linien entstehen.â
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael Bisio: MBefore (TAO Forms)
- AC 2.0 8:27
- Sea V 4 WD (part 2) 6:50
- Crystal Fire (Karl Berger) 5:49
- I Fall in Love Too Easily (Jule Styne, Sammy Cahn) 8:57
- Intravenous Voice 6:37
- r. henri 5:57
- Sea V 4 WD (part 1) 9:33
- Still (Karl Berger) 6:45
- Um (Bisio, Berger, Maneri, Whitey) 7:48
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Michael Bisio.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Peter Margasak schrieb in The Quietus, der erfahrene Bassist Michael Bisio, der vielleicht am besten fĂŒr seine lange Zusammenarbeit mit dem Pianisten Matthew Shipp bekannt sei, habe bei der Konzeption und Zusammenstellung dieser Band einiges getan, indem er sich eine köstliche Klangwelt vorstellte und eine ernsthafte Interaktion zwischen den Personen hergestellt habe, die er engagierte. Die Musik höre sich zwar an, als hĂ€tte sie sich einfach ergeben, aber das schmĂ€lere nicht die jahrzehntelange Erfahrung der Beteiligten, insbesondere mit der Anwesenheit des Vibraphonisten Karl Berger, der seit den 1960er-Jahren eine einzigartige Kraft in der improvisierten Musik sei. Die ansprechend einfachen Melodien wĂŒrden dem wunderbar kantigen Free-Jazz Struktur verleihen.[1]

Nach Ansicht von S. Victor Aaron, der das Album in Something Else! rezensierte, sei das ZusammenflieĂen von Bass, Bratsche, Vibraphon und Schlagzeug ein ungewöhnliches Ereignis, und das anfĂ€ngliche Hören von MBefore mag ein wenig exotisch klingen, insbesondere der Kontrast von Maneris dunkler und dramatischer Bratsche zu der klingenden Resonanz von Bergers Vibraphon. Aufgrund ihrer Vertrautheit miteinander und ihrer demokratischen Denkweise wĂŒrden sie nicht nur dafĂŒr sorgen, dass dies funktioniert, sondern sie gedeihen auch in dieser Besetzung. All das mache die Rolle Bisios manchmal entscheidender als normalerweise, da er die tiefen Töne finde, die die beiden Pole der Klangfarben verbinden, und daraus eine Melodie webe, die Maneri und Berger eine harmonische Ebene zum Spielen gebe, wie auf âAC 2.0.â In der Tat folge die Gruppe dem alten Weather-Report-Axiom, wonach âjeder solo und niemand soloâ zu groĂartigen Ergebnissen fĂŒhrt; âIntravenous Voiceâ ist ein GruppenstĂŒck, in dem jeder sich bewegende Teil (Instrument) deutlich zu hören ist, aber als Teil des kollektiven StĂŒcks so klar funktioniere.[2]
Michael Toland schrieb in The Big Takeover, wie viele Free-Jazz-Alben wirke MBefore zunĂ€chst etwas zu freizĂŒgig, als hĂ€tten die Musiker ĂŒberhaupt wenig Disziplin. Aber jeder gute spontane Komponist weiĂ, dass es Selbstbeherrschung braucht, um wirklich frei zu spielen, und ein paar Umdrehungen enthĂŒllen die Methode der Platte, die auf Zusammenspiel und gegenseitigem Respekt basierr, nicht auf Zwietracht und Anarchie.[3]
Nach Ansicht von Karl Ackermann, der das Album in All About Jazz rezensierte, gebe es wischen Bisio, Mat Maneri, Karl Berger und dem Schlagzeuger Whit Dickey gibt es nur wenige Trennungsgrade, was zu einem ungezwungenen Gleichgewicht fĂŒhre. Das Zusammenspiel der Gruppe sei hervorragend bei âIntravenous Voiceâ und âr. henriâ. Das einladende rhythmische Wechselspiel sei temperamentvoll; sowohl Bisio als auch Maneri können treibende KrĂ€fte oder ergĂ€nzende Begleiter sein; in beiden FĂ€llen wĂŒrden sie hier glĂ€nzen. Die expansive Natur von MBefore sei ein ideales Vehikel fĂŒr die Beherrschung des Quartetts in Bezug auf Schattierung, Kontrapunkt und offenes Spiel. Zusammen schaffen Bisio, Maneri, Berger und Dickey eine nuancierte, fein integrierte Sprache, verschmolzen mit den natĂŒrlichen Merkmalen ihrer individuellen Stimmen. Es sei ein auĂergewöhnlich virtuoses Ensemblespiel.[4]
In den Liner Notes zu diesem Album schreibt Matthew Shipp: âMichael Bisio ist einer der gröĂten Bassisten der Welt â aber auf diesem Album geht es nicht um sein Bassspiel. Es geht um seine Menschlichkeit. Bisio ist ein umsichtiger Bandleader, der ein HĂ€ndchen dafĂŒr hat, die richtigen Leute zusammenzubringen und sie so zusammenzustellen, dass sie sich mit der Gruppendynamik eins fĂŒhlen.â Weiter heiĂt es: âDies ist ein Bankett, ein wahres Fest. Es wurde von Menschen geschaffen, die sich einem Konzept verschrieben haben und sich an der Erzeugung von schönem Klang ergötzten.â Karl Bergers melodisches Kraftfeld werde durch den Sinn eines Beboppers fĂŒr die IntegritĂ€t der [musikalischen] Linie untermauert â wobei selbst die abstraktesten Teile ihren eigenen Swing hĂ€tten. Bisio treibe die Musik immer mit einem angeborenen Sinn fĂŒr Form und Puls voran. Hinzu komme zum Gelingen des Albums Maneris perfekter Instinkt fĂŒr Kontrapunkt und Dickey als Kolorist der Klangfarben.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Peter Margasak: Complete Communion: Jazz For March Reviewed. The Quietus, 29. MĂ€rz 2022, abgerufen am 29. MĂ€rz 2022 (englisch).
- â S. Victor Aaron: Michael Bisio Quartet â âMBeforeâ (2022). Something Else!, 19. MĂ€rz 2022, abgerufen am 30. MĂ€rz 2022 (englisch).
- â ichael Toland: Michael Bisio Quartet - MBefore (TAO Forms). The Big Takeover, 21. MĂ€rz 2022, abgerufen am 30. MĂ€rz 2022 (englisch).
- â Karl Ackermann: Michael Bisio Quartet: MBefore. All About Jazz, 26. April 2022, abgerufen am 2. Mai 2022 (englisch).