Zum Inhalt springen

Magdeburg Hauptbahnhof

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Magdeburg Hbf)
Magdeburg Hbf
EmpfangsgebÀude des Magdeburger Hauptbahnhofs
EmpfangsgebÀude des Magdeburger Hauptbahnhofs
EmpfangsgebÀude des Magdeburger Hauptbahnhofs
Daten
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 9
AbkĂŒrzung LM
IBNR 8010224
Preisklasse 2
Eröffnung 15. Mai 1873
Profil auf bahnhof.de magdeburg-hbf
Architektonische Daten
Baustil Toskanisches Palazzo
Architekt/BaufĂŒhrer Ludwig Heim (Architekt)
Otto Peters (BaufĂŒhrer)
Lage
Stadt/Gemeinde Magdeburg
Ort/Ortsteil Altstadt
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 7â€Č 50″ N, 11° 37â€Č 40″ OKoordinaten: 52° 7â€Č 50″ N, 11° 37â€Č 40″ O
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Magdeburg Hbf
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt

Magdeburg Hauptbahnhof ist im Zentrum der Landeshauptstadt Magdeburg in Sachsen-Anhalt gelegen. Der Bahnhof ist ein wichtiger Knoten fĂŒr den Regionalverkehr und Systemhalt im Fernverkehr. Sein EmpfangsgebĂ€ude steht unter Denkmalschutz.

Gleisplan des Hauptbahnhofs

Der Hauptbahnhof ist ein Durchgangsbahnhof, speziell ein Inselbahnhof, da ein Teil des BahnhofsgebĂ€udes zwischen den Gleisen 5 und 6 liegt. Die Gleise des Bahnhofs sind ĂŒberdacht und durch Treppen oder AufzĂŒge zu erreichen. Die Empfangshalle mĂŒndet in einen unterirdischen Bahnhofstunnel, der zu den Bahnsteigen fĂŒhrt. Im gesamten Bahnhof befinden sich rund 20 GeschĂ€fte und Gastronomiebetriebe.

Das HauptbahnhofsgebĂ€ude ist im Norden durch den Nebeneingang am Kölner Platz, im Westen durch den Nebeneingang am Konrad-Adenauer-Platz und im Osten durch den Haupteingang am Willy-Brandt-Platz zugĂ€nglich. Zurzeit befinden sich am Konrad-Adenauer- und am Willy-Brandt-Platz die TaxistĂ€nde. Nach dem Bau eines Tunnels fĂŒr den Individualverkehr am Damaschkeplatz sollen die TaxistĂ€nde in den kommenden Jahren aber im Westen konzentriert werden. ParkplĂ€tze am Bahnhof gibt es an allen drei BahnhofsvorplĂ€tzen. Außerdem kann man im Parkhaus des direkt am Hauptbahnhof gelegenen Einkaufscenters City CarrĂ© Magdeburg parken.

An der Stelle des jetzigen Hauptbahnhofs befanden sich ursprĂŒnglich Anlagen der Festung Magdeburg. Die zunĂ€chst von verschiedenen Bahngesellschaften zwischen 1839 und 1849 errichteten Bahnstrecken von Magdeburg in andere StĂ€dte verfĂŒgten jeweils ĂŒber eigene Bahnhöfe. Sie befanden sich in der NĂ€he der Elbe auf dem westlichen Flussufer, das dafĂŒr kĂŒnstlich aufgeschĂŒttet wurde. Reste der Magdeburger Eisenbahntore zeugen am Elbufer noch von dieser Vergangenheit. Mit der zunehmenden Industrialisierung und wachsenden Bedeutung Magdeburgs wuchs der Platzbedarf fĂŒr Bahnhöfe. Ein zentraler Bahnhof war jedoch im Bereich der Elbe nicht zu realisieren.

Die bereits bestehenden Bahnanlagen der Stadt Magdeburg wurden den schnell wachsenden Verkehrsaufgaben nicht mehr gerecht. Der Bau eines neuen Zentralbahnhofs wurde dringlich, allerdings stand in der Stadt kein GelĂ€nde zur VerfĂŒgung. Sowohl die Stadt Magdeburg als auch verschiedene Eisenbahngesellschaften hatten langwierige Verhandlungen mit den MilitĂ€rbehörden gefĂŒhrt, um das nicht mehr benötigte FestungsgelĂ€nde zu kaufen, zunĂ€chst gemeinsam, schließlich parallel. 1870 konnten die drei Eisenbahngesellschaften Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft, Magdeburg-HalberstĂ€dter Eisenbahngesellschaft, Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger-Eisenbahngesellschaft 33 Hektar des FestungsgelĂ€ndes im Westen erwerben.[1]

Hauptbahnhof Magdeburg auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1907
VestibĂŒl des Bahnhofs, um 1885
Ehemaliges WestempfangsgebĂ€ude und Bahnhofshalle (Januar 1925) – heute Kölner Platz
WestempfangsgebÀude in den 1920er Jahren

Im Jahre 1870 wurde der Grundstein fĂŒr den neuen Zentralbahnhof Magdeburg gelegt. Beteiligt waren die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft und Magdeburg-HalberstĂ€dter Eisenbahngesellschaft, die stark unter den beengten PlatzverhĂ€ltnissen der Bahnanlagen am Ufer der Elbe zu leiden hatten. Die Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft zeigte hingegen kein großes Interesse am Neubau, da sie mit der bestehenden Situation kaum Probleme hatte.

Die Eisenbahngesellschaften wollte jeweils ein eigenes reprĂ€sentatives EmpfangsgebĂ€ude besitzen. Die Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft baute zwischen 1872 und 1882 das östliche EmpfangsgebĂ€ude im Stil eines toskanischen Palazzos. Die Außenverkleidung bestand aus Sandstein, der in Ostlutter bei Lutter am Barenberge im heutigen Landkreis Goslar gewonnen worden war. Das westliche EmpfangsgebĂ€ude wurde von der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft erbaut und wurde von der Magdeburg-HalberstĂ€dter Eisenbahngesellschaft mitgenutzt. Im Gegensatz zum östlichen GebĂ€ude wurde hier fĂŒr die Nordfassade Nebraer Sandstein verwendet: Die WandflĂ€chen bestanden hingegen aus Ziegelblendsteinen. Beide GebĂ€ude waren gleich lang und durch einen Personen- und einen GepĂ€cktunnel miteinander verbunden. Die Bahnsteige wurden jeweils mit Hallen ĂŒberspannt.

Am 15. Mai 1873 verkehrte bereits der erste Zug zwischen dem neuen Zentralbahnhof und der Stadt Burg. Die offizielle Übergabe fĂŒr den Verkehr erfolgte am 18. August 1873. Die Bauarbeiten waren aber erst um das Jahr 1893 vollstĂ€ndig abgeschlossen.

Neben den Bahnanlagen fĂŒr den Reiseverkehr entstanden auch umfangreiche GĂŒterverkehrsanlagen. So wurden sĂŒdöstlich des EmpfangsgebĂ€udes der Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahngesellschaft die dazugehörigen GĂŒterverkehrsanlagen gebaut. Die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft hatte dagegen ihre Anlagen westlich des eigenen EmpfangsgebĂ€udes. NatĂŒrlich wurden auch Behandlungsanlagen fĂŒr die Lokomotiven und Wagen der jeweiligen Eisenbahngesellschaft benötigt. FĂŒr die Lokomotiven wurden sĂŒdlich (zwischen den Strecken nach Magdeburg-Sudenburg und Magdeburg-Buckau) zwei große Rundlokschuppen erbaut. Von diesen Anlagen ist nur noch das SozialgebĂ€ude erhalten. Dieses beheimatete bis Mitte der 1990er Jahre eine Betriebsakademie, steht nun jedoch leer.

FĂŒr die Wagen wurde sĂŒdlich vom mittleren EmpfangsgebĂ€ude ein Wagenschuppen errichtet. Auf dem GelĂ€nde werden heute noch Reisezugwagen der Deutschen Bahn AG gewartet. Mit der Verstaatlichung der Eisenbahngesellschaften im Jahre 1880 wurden alle Anlagen zusammengefasst und fortan als eine Betriebsstelle betrachtet. Die Gleisgeometrie hat sich, abgesehen von Umbauten zur EinfĂŒhrung des S-Bahn-Betriebes im Jahr 1974, kaum verĂ€ndert.

Am 1. Juli 1923 erreichte der erste mit einer E-Lok bespannte Zug aus Richtung Zerbst den Magdeburger Hauptbahnhof. Die Arbeiten hatten bereits 1910 begonnen, ruhten dann wegen des Ersten Weltkriegs und setzten sich erst Anfang der zwanziger Jahre fort. Ab dem 7. Oktober 1934 konnte man dann auch elektrisch nach Halle (Saale) fahren.

Zerstörung 1945 und Wiederaufbau

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Panorama vom Willy-Brandt-Platz aus

Der alliierte Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 traf auch den Hauptbahnhof. Das mittlere EmpfangsgebĂ€ude wurde völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das östliche EmpfangsgebĂ€ude erlitt schwere SchĂ€den, die Bahnsteighallen brachen zum Teil zusammen. Die Gleisanlagen waren mit Bombentrichtern ĂŒbersĂ€t, die Stellwerke zum Teil zerstört. Ende MĂ€rz 1946 waren die elektrisch betriebenen Strecken in der Sowjetischen Besatzungszone wieder vollstĂ€ndig befahrbar, dann verfĂŒgten die sowjetischen MilitĂ€rbehörden die Einstellung dieses Verkehres und die sofortige Demontage der Fahrleitungsanlagen. Fahrzeuge gingen als Reparationsgut in die Sowjetunion und kam erst Anfang der 1950er Jahre in die damalige Deutsche Demokratische Republik in stark reduziertem und reparaturbedĂŒrftigem Umfang zurĂŒck. Das Bahnnetz wurde nunmehr zum dritten Mal elektrifiziert, und erst ab 12. Januar 1957[2] gab es wieder einen elektrischen Zugbetrieb. 1946 hatte der Wiederaufbau des Hauptbahnhofes begonnen, jedoch ohne die Dachkonstruktionen der historischen Bahnhofshalle. Anstelle des Inselbahnhofs entstand 1961/62 ein VerwaltungsgebĂ€ude.

Umbau und Modernisierung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ausgang zum Konrad-Adenauer-Platz
Luftaufnahme aus dem Jahr 2012

1974 nahm die S-Bahn Magdeburg ihren Betrieb auf. Von 1976 bis 1991 fuhr der StĂ€dteexpress Börde in die Hauptstadt der DDR. Weitere grĂ¶ĂŸere Umbaumaßnahmen gab es 1984. Im Jahre 1992 wurden die Bahnsteige erneut umgebaut, nun fĂŒr den ICE-Betrieb. Neben der VerlĂ€ngerung einzelner Bahnsteige wurde 2003 der FußgĂ€ngertunnel nach Westen verlĂ€ngert, so dass der Bahnhof seither auch vom Konrad-Adenauer-Platz zugĂ€nglich ist. Damit entstand ein neuer Eingangsbereich, welcher zudem die Verbindung zum Busbahnhof, einen Taxistand und ParkplĂ€tze umfasst.

Unter der Projektbezeichnung Magdeburg 21 sollte der Hauptbahnhof zu einer modernen Drehscheibe im Bahnverkehr werden. Im Zuge des Bahnhof-21-Projekts, das 1993 Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan fand, sollten 35 Hektar FlĂ€chen fĂŒr die Stadtentwicklung zur VerfĂŒgung gestellt werden.[3] Um die Verkehrs- und BetriebsablĂ€ufe zu optimieren und Taktzeiten zu minimieren, sollten Gleise, Weichen, Oberleitungsanlagen, Signal- und Sicherungstechnik sowie die Bahnsteiganlagen um- und neugebaut werden. Die Entflechtung des Spurplans sollte außerdem die Geschwindigkeit, mit der ZĂŒge den Bereich des Knotens Magdeburg passieren können, erhöhen. Ein besonderer Knotenpunkt sollte Magdeburg in einem neuen Nord-SĂŒd-Korridor durch Deutschland werden. Dieser sollte bereits bestehende, ĂŒberlastete Hauptverkehrsstrecken entlasten und wichtige HafenstĂ€dte mit dem Hinterland verknĂŒpfen.[4]

Von 2000 bis 2004 wurden bereits ĂŒber 280 Millionen in das Gleisnetz rund um den Bahnhof investiert. Am 22. Juni 2003 ging das erste von drei Elektronischen Stellwerken (ESTW) im Knoten Magdeburg in Betrieb. Damals war es wegen der großen FlĂ€che und der hohen Anzahl an Weichen das grĂ¶ĂŸte ESTW in Europa.[5] FĂŒr insgesamt 150 Millionen Euro traten drei ESTW an die Stelle von 22 alten Stellwerken, die zumeist aus dem frĂŒhen 20. Jahrhundert stammten. Das zweite Stellwerk folgte im November des gleichen Jahres, das dritte am 21. MĂ€rz 2004.[6]

Die 2007 begonnenen Umbaumaßnahmen des sĂŒdwestlichen Bahnhofskopfes sind bereits abgeschlossen. Im Zuge des Bauabschnittes Mitte wurden großzĂŒgig Gleisanlagen und sechs innerstĂ€dtische BrĂŒckenbauwerke modernisiert. Die grĂ¶ĂŸten Probleme bereiteten die EisenbahnbrĂŒcken ĂŒber die Ernst-Reuter-Allee. Der Bereich unter den BrĂŒcken gilt als Nadelöhr im Berufsverkehr, da beidseitig zweispurige Straßen in und aus der Innenstadt auf eine Spur reduziert wurden. Zudem knickt die zwischen den Spuren liegende Straßenbahnstrecke ab und sorgte zusammen mit den Ampelschaltungen fĂŒr hĂ€ufigen Stau. Deswegen ist geplant, den Autoverkehr in ein 90 Millionen Euro teures Tunnelbauwerk zu verlegen; darĂŒber liegend bleiben nur noch Fuß-, Fahrrad- und Straßenbahnverkehr auf einer Ebene. So könnten die BrĂŒcken erneuert werden, ohne die Widerlager zu ersetzen. Gegen den Tunnel lagen mehrere Klagen vor, da befĂŒrchtet wurde, dass dieser den Stau nicht entschĂ€rfen wĂŒrde und sich wegen der geringen Höhe des Tunnels der LKW-Verkehr in der Innenstadt verstĂ€rken könnte. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Klagen aber endgĂŒltig abgewiesen, der Tunnel durfte somit ab 2015 gebaut werden.[7]

In mehreren Schritten werden die Gleise umgebaut und die BahnsteigzugĂ€nge barrierefrei. 2016 und 2017 wurden zunĂ€chst die GĂŒterzuggleise an der westlichen Seite des Bahnhofs am Damaschkeplatz modernisiert, danach folgten 2017 und 2018 die Gleise 6 bis 8. Abschließend wurde 2018 und 2019 an den Gleisen 2 bis 5 gebaut.

Seit dem 12. Mai 2019 ist die neue Eisenbahninfrastruktur einschließlich der neu gebauten Bahnsteige 2 bis 5 in Betrieb. Im Mai 2020 wurden Arbeiten an den PersonenunterfĂŒhrungen begonnen, ebenfalls 2020 begannen die Arbeiten zur Modernisierung der Empfangshalle.[8] Es war geplant, das Umbauprojekt des Bahnknotens Magdeburg im Jahr 2021 fertigzustellen.[9] Inzwischen wird mit einer Fertigstellung Ende 2027 gerechnet.[10]

Der Raum Magdeburg soll im Zuge des „Starterpakets“ der Digitalen Schiene Deutschland, als Teil des TEN-Kernnetzkorridors Skandinavien–Mittelmeer, bis 2030 mit Digitalen Stellwerken und ETCS ausgerĂŒstet werden.[11]

Verkehrsanbindung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof in Magdeburg und hat neben dem Halleschen Hauptbahnhof eine zentrale Funktion fĂŒr den Schienenverkehr in Sachsen-Anhalt. Er ist an das Fernverkehrsnetz und an den Schienenpersonennahverkehr angebunden. Dabei verdichten sich die IC-Linien 55 und 56 zu einem Stundentakt zwischen Leipzig und Hannover. Es verkehren zudem einzelne ICE-Zugpaare in Richtung Berlin Ostbahnhof, Basel SBB, Dresden und Stuttgart.[12] Er ist ebenfalls an die S-Bahn Mittelelbe angeschlossen. TĂ€glich passieren rund 800 ZĂŒge den Eisenbahnknoten Magdeburg.[13]

Über den unmittelbar angrenzenden Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und durch die Straßenbahn ist der Hauptbahnhof mit dem innerstĂ€dtischen und regionalen ÖPNV verbunden.

Aufgrund des Hochwasser in Mitteleuropa 2013 und der damit verbundenen Sperrung der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin im Raum der ElbebrĂŒcke HĂ€merten bei Stendal wurden bis 4. November 2013 viele FernverkehrszĂŒge ĂŒber Magdeburg umgeleitet und hielten auch dort.

Linie Fahrtverlauf Takt (min) Betreiber
ICE 55 Dresden – Leipzig – Halle (Saale) – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Dortmund – Wuppertal – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart ein Zugpaar DB Fernverkehr
IC 55 Dresden – Leipzig – Halle (Saale) – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Dortmund – Wuppertal – Köln – Stuttgart 120
IC 56 Leipzig – Halle (Saale) – Köthen – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Bremen – Oldenburg (Oldenburg) – Emden – Norddeich Mole 120
IC 57 (Leipzig – Halle (Saale) – Köthen –) Magdeburg – Stendal – Ludwigslust – Hamburg/Schwerin – Bad Kleinen – BĂŒtzow – Rostock (– WarnemĂŒnde) drei Zugpaare
Stand: 21. Oktober 2026

Regional- und S-Bahn-Verkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Linie Fahrtverlauf Takt (min) Betreiber
HBX Berlin – Potsdam – Magdeburg – Halberstadt (Zugteilung) – Quedlinburg – Thale / Wernigerode – Goslar Einzelne ZĂŒge (Fr–So) DB Regio
RE 1 Magdeburg – Burg – Genthin – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Frankfurt (Oder) (– Cottbus) 60 ODEG
RE 6 Magdeburg – Haldensleben – Oebisfelde – Wolfsburg Einzelne ZĂŒge DB Regio
RE 10 Magdeburg – Schönebeck – GĂŒsten – Sandersleben – Hettstedt – Sangerhausen – Sömmerda – Erfurt 120
RE 11 Magdeburg – Osterweddingen – Oschersleben – Halberstadt – Wegeleben – Quedlinburg – Thale 60
RE 13 Magdeburg – Biederitz – Gommern – Zerbst – Dessau – Bitterfeld – Delitzsch – Leipzig 60 DB Regio SĂŒdost
RE 20 Schönebeck-Bad Salzelmen – Schönebeck – Magdeburg – TangerhĂŒtte – Stendal – Salzwedel – Uelzen 60
RE 21 Magdeburg – Osterweddingen – Oschersleben – Halberstadt – Wernigerode – Ilsenburg – Vienenburg – Goslar 120
RE 30 Magdeburg – Magdeburg-Buckau – Schönebeck – Calbe – Köthen – Halle (Saale) 60
RE 31 Magdeburg – Osterweddingen – Oschersleben – Halberstadt – Langenstein – Blankenburg 120 DB Regio
RB 36 Magdeburg – Barleben – Haldensleben – Wegenstedt – Oebisfelde – Wolfsburg 60 (Magdeburg–Haldensleben)
120 (Haldensleben–Wolfsburg)
RB 40 (Genthin –) Burg – Biederitz – Magdeburg – Eilsleben – Helmstedt – Königslutter – Braunschweig 60 DB Regio SĂŒdost
RB 41 Magdeburg – Schönebeck – Staßfurt – GĂŒsten – Aschersleben 120 DB Regio
RB 43 Magdeburg – Magdeburg-Buckau – Dodendorf – Osterweddingen – Langenweddingen – Oschersleben 60 (Mo–Fr)
120 (Sa–So)
RB 47 Magdeburg – Magdeburg-Buckau – Schönebeck – Calbe – Bernburg – Könnern – Halle-Trotha – Halle (Saale) einzelne ZĂŒge
S 1 Schönebeck-Bad Salzelmen – Magdeburg – Wolmirstedt – Zielitz – TangerhĂŒtte – Stendal – Wittenberge 60 (Schönebeck–Stendal)
60 (Stendal–Wittenberge Mo–Fr)
120 (Stendal–Wittenberge Sa–So)
DB Regio SĂŒdost
Stand: 15. Dezember 2024

Öffentlicher Personennahverkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Busbahnhof Magdeburg

Der Hauptbahnhof Magdeburg ist tagsĂŒber durch die Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 6, 8 und 9 sowie die Stadtbuslinie 59, nachts durch die Nachtbuslinien N4 und N5 der MVB an den Nahverkehr angebunden. Erreichbar ist er ĂŒber die Haltestellen

  • Hauptbahnhof/Kölner Platz (Linien 1, 3, 4 und 6),
  • Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz (Linien 8 und 9),
  • Hauptbahnhof/Otto-von-Guericke-Straße (Linien N4 und N5),
  • Adelheidring/ZOB (Linien 1 und 6) und
  • ZOB (Linie 59).

Außerdem befindet sich zwischen dem Damaschkeplatz und dem Hauptbahnhof der ZOB Magdeburg, welcher an regionale und ĂŒberregionale Buslinien angeschlossen ist.

Individualverkehr

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentraler Verkehrsknotenpunkt der Stadt ist der Damaschkeplatz direkt am Hauptbahnhof. Über diesen verlĂ€uft der Magdeburger Ring (B 71) als Hochstraße, durch den die Bundesautobahnen 2 und 14 zu erreichen sind. Im Osten unterlĂ€uft die Ernst-Reuter-Allee die Schnellstraße. Sie ist die Hauptverkehrsader der Innenstadt fĂŒr den Verkehr aus den westlichen Stadtteilen Magdeburgs, genauso wie die parallel zum Magdeburger Ring verlaufenden Erzbergerstraße/Otto-von-Guericke-Straße fĂŒr den Verkehrsfluss aus dem Norden in die Innenstadt.

ParkplĂ€tze der Deutschen Bahn befinden sich am Willy-Brandt-Platz und am Konrad-Adenauer-Platz. Diese sind unterteilt in KurzzeitparkplĂ€tze, ParkplĂ€tze mit einer maximalen Parkdauer von 24 Stunden und LangzeitparkplĂ€tze. Außerdem befindet sich direkt am Bahnhof das Parkhaus des City-CarrĂ© Magdeburg, in dem ebenfalls Kurz- und LangzeitparkplĂ€tze existieren. Somit stehen insgesamt ĂŒber 1.300 ParkplĂ€tze in unmittelbarer NĂ€he zum Hauptbahnhof zur VerfĂŒgung.[14]

TaxistĂ€nde gibt es am Willy-Brandt-Platz und am Konrad-Adenauer-Platz. Auto- und Fahrradverleihservicestellen befinden sich ebenfalls im und am Hauptbahnhof. Die RĂ€der des bahneigenen Services Call a Bike finden sich am westlichen Ausgang zum angrenzenden ZOB.[15] Vor dem Bahnhof, auf dem Bahnhofsvorplatz, gibt es 144 FahrradabstellplĂ€tze an AnlehnbĂŒgeln[16], dazu kommen ĂŒber 114 PlĂ€tze an AnlehnbĂŒgeln auf dem Kölner Platz und knapp 100 weitere PlĂ€tze am Konrad-Adenauer-Platz, sowie durch Restaurants und Dienstleister betriebene Abstellmöglichkeiten.

Hauptbahnhof Magdeburg in der Literatur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Roman Der nasse Fisch von Volker Kutscher, der als Vorlage fĂŒr die Verfilmung Babylon Berlin diente, hĂ€lt sich die Hauptfigur Gereon Rath, nach einem Treffen mit dem Berliner PolizeiprĂ€sidenten, einen Moment im Hauptbahnhof Magdeburg auf.[17]

  • Ulrich Meissner: 100 Jahre Magdeburger Hauptbahnhof, Magdeburg 1973
  • Erich Preuß: Magdeburg Hbf. In: Oliver StrĂŒber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 13. u. 36. ErgĂ€nzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, MĂŒnchen 1998, 2002, ISSN 0949-2127 (4 Bl., 12 S.).
Commons: Magdeburg Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Helmut Asmus: 1200 Jahre Magdeburg. 1848 — Gegenwart. Band 3. Scriptum, Magdeburg 2005, S. 222–223.
  2. ↑ http://www.bvm-berlin.de/DR-Site/Infrastruktur/netz/DR_elektrisch.html
  3. ↑ Bahn und Stadt im Dialog: Projekte 21. In: Bundesbaublatt, 3/1998, S. 68–70.
  4. ↑ Umbau Hauptbahnhof Magdeburg
  5. ↑ Meldung Erstes ESTW fĂŒr Magdeburg. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8–9/2003, S. 344.
  6. ↑ Meldung ESTW-Projekt abgeschlossen. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2004, S. 197.
  7. ↑ Streit und Zank um ein Bauprojekt – Chronik des Tunnelbaus in Magdeburg. Mitteldeutscher Rundfunk, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. November 2015; abgerufen am 30. November 2015.
  8. ↑ Deutsche Bahn AG, Unternehmensbereich Personenverkehr, Marketing eCommerce: BauInfoPortal. In: deutschebahn.com. Abgerufen am 29. April 2022.
  9. ↑ https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/knoten-magdeburg
  10. ↑ Knoten Magdeburg: Deutsche Bahn erneuert die EisenbahnbrĂŒcke ĂŒber Hallische Straße. Deutsche Bahn, 19. Juli 2024, abgerufen am 7. Mai 2025 (englisch).
  11. ↑ Digitale Schiene Deutschland. (PDF) Die Zukunft der Eisenbahn. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, September 2019, S. 10 f., abgerufen am 2. Mai 2020.
  12. ↑ Deutsche Bahn - Abfahrt/Ankunft. In: bahn.de. Abgerufen am 24. Mai 2024.
  13. ↑ Bericht Ausbauzustand HBF Magdeburg
  14. ↑ DB „Magdeburg Hbf – Ihre Parkmöglichkeiten“, Stand 19. August 2014.
  15. ↑ Call a Bike Magdeburg Hauptbahnhof
  16. ↑ Bereich zwischen BahnhofsgebĂ€ude bis zu den Straßenbahngleisen
  17. ↑ Volker Kutscher: Der nasse Fisch. 64. Auflage, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-04022-7, S. 507.