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Magnus-Haus

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Magnus-Haus
Zustand im Jahr 2005

Zustand im Jahr 2005

Daten
Ort Berlin-Mitte,
Am Kupfergraben
Baujahr Mitte 18. Jahrhundert
Koordinaten 52° 31â€Č 11″ N, 13° 23â€Č 43,7″ O
Besonderheiten
DenkmalgeschĂŒtztes GebĂ€ude

Das Magnus-Haus ist ein denkmalgeschĂŒtztes, mehr als 250-jĂ€hriges klassizistisch-barockes BĂŒrgerhaus im Berliner Ortsteil Mitte, in dem der Physiker Heinrich Gustav Magnus im 19. Jahrhundert wohnte, forschte und lehrte. Hier fand auch das von Magnus eingerichtete physikalische Colloquium statt, aus dessen Teilnehmerkreis 1845 die Deutsche Physikalische Gesellschaft hervorging. Zwischen 1958 und 1990 war das Magnus-Haus der Stammsitz der Physikalischen Gesellschaft der DDR.

Das Magnus-Haus stellt mit seinem unverbauten historischen Garten ein bedeutendes Bauensemble in Berlin-Mitte dar.

Das Magnus-Haus steht mit der Hauptfront an der Straße Am Kupfergraben 7 an einem Arm der Spree mit Blick auf das Pergamon-Museum. Der linke FlĂŒgel des Hauses grenzt an die Dorotheenstraße, die rechte Seite an die Bauhofstraße. Die hintere Gartenbegrenzung wird durch einen Fußweg zwischen Bauhof- und Dorotheenstraße gebildet. Die GesamtflĂ€che des GrundstĂŒcks betrĂ€gt 3780 mÂČ.

GebÀudeensemble

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Es ist nicht gesichert, ob das BĂŒrgerpalais aus dem totalen Umbau eines frĂŒheren Hauses entstand oder als kompletter Neubau. Das jetzige Aussehen verdankt es Johann Boumann, der um 1753 PlĂ€ne von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff umsetzte, die dieser im Jahr 1750 als Aquarellzeichnungen angefertigt hatte. Es handelt sich hierbei um einen zweigeschossigen Bau, an dem ein Querhaus mit einer Wagenremise angebaut wurde und ein Kutschstall zur Hofseite hin seinen Platz fand. Als Bauherr trat Friedrich II. auf, der es nach der Fertigstellung seinem Beamten Johann Friedrich Westphal ĂŒbereignete.

Das Souterrain (Kellergeschoss) besteht aus großen Sandsteinquadern und besitzt kleine hoch gelegene Fensteröffnungen, die etwa 40 cm ĂŒber dem Gehweg liegen. In den RĂ€umen war anfĂ€nglich eine Wohnung fĂŒr die Dienstboten („Domestique-Stube“) nebst KĂŒche, Toiletten und zahlreichen Abstellmöglichkeiten.[1]

1. Etage (Hochparterre)

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Innentreppe

Die großzĂŒgig aufgeteilte erste Etage (Hochparterre) bestand in der ersten Bebauung aus mindestens acht großen RĂ€umen und drei Treppen ermöglichten den Zugang. Die aus der Bauzeit erhaltene Haupttreppe windet sich in Spiralform in die zweite Etage hinauf und besitzt einen im Rokokostil verzierten schmiedeeisernen Handlauf.[2]

2. Etage und Dachgeschoss

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Nach den PlĂ€nen der ersten Bauphase reichte der linke GebĂ€udeteil in dieser Etage nur bis zum Querhaus (Hoftrakt), die RĂ€ume der ersten Etage bis zur Dorotheenstraße waren ĂŒberdacht.[3] Bei den ersten Umbauten durch den Architekten GĂŒnther 1822 wurden das zweite Geschoss und ebenfalls der HofflĂŒgel im klassizistischen Stil aufgestockt. Ein paar kleine RĂ€ume im ausgebauten Dachgeschoss vervollstĂ€ndigen das Bauwerk.

Nach den zahlreichen und zuletzt 1993/1994 durchgefĂŒhrten Sanierungs- und Umbauarbeiten befinden sich in der ersten Etage ein großer Konferenzraum fĂŒr rund 120 Personen mit drei kleinen VorrĂ€umen, in der zweiten Etage zwei kleine TagungsrĂ€ume fĂŒr maximal 20 bzw. 10 Personen und zahlreiche kleinere RĂ€ume, die vielfĂ€ltig genutzt werden können.

Bauten auf dem Hof

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An der Bauhofstraße gibt es eine Hofeinfahrt, die frĂŒher zu der Wagenremise, einem Putzbau mit Walmdach, fĂŒhrte. Anstelle dieser Remise wurde im 19. Jahrhundert eine kleine ProbebĂŒhne angebaut. Der ehemalige Pferdestall wurde bei den Umbauten des 20. Jahrhunderts zu einer Restauration fĂŒr etwa 40 Personen ausgebaut und heißt nun allgemein Remise.

Fassaden-MittelstĂŒck des Magnus-Hauses

Die Putzfassade des HauptgebĂ€udes ist durch korinthische Pilaster und regelmĂ€ĂŸig angeordnete hohe Fenster neunachsig symmetrisch gegliedert. An diese Fassade schließt sich linksseitig ein zweiachsiger GebĂ€udeteil an. Ein risalitartig hervorgehobenes MittelstĂŒck mit einer doppellĂ€ufigen Freitreppe und einem korbbogigen Portal fĂŒhrt in die erste Etage.

Nutzung im 18. und 19. Jahrhundert

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Erster Bewohner war die Familie des königlichen Beamten Westphal, als NĂ€chstes zog der Mathematiker Joseph-Louis Lagrange hier ein, der von 1766 bis 1787 Direktor der Berliner Preußischen Akademie der Wissenschaften war.

Im Jahr 1822 erwarb der Architekt August Adolf GĂŒnther das Anwesen, der es 1840 an den Physiker Gustav Heinrich Magnus verkaufte. Auf Grund der unmittelbaren NĂ€he zur Museumsinsel hatte zwischenzeitlich Carl Graf von BrĂŒhl, Generalintendant der Berliner Museen, das heutige Magnus-Haus mit seiner Familie bewohnt. Die zahlreichen RĂ€ume wurden nach dem Ankauf nach Vorstellungen von Magnus so umgestaltet, dass er 1842 ein physikalisches Kabinett einrichten konnte, um seine Forschungen durchzufĂŒhren. Außerdem lud er dazu Studenten ein, es gab Diskussionsrunden und Lehrveranstaltungen im Haus (Physikalische Kolloquia). Durch diese intensive wissenschaftliche TĂ€tigkeit kam es 1845 (in einem Lokal in der Französischen Straße) zur GrĂŒndung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin,[4] die ihre Arbeit vom Palais am Kupfergraben aus lenkte und ihre Sitzungen hier abhielt. Aus der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin ging spĂ€ter die Deutsche Physikalische Gesellschaft hervor.

Nutzung bis 1945

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Gedenktafeln am Magnus-Haus

Das GebĂ€ude wurde 1908 Wohnsitz fĂŒr die Familie des Germanisten Rochus von Liliencron, der es 1911, kurz vor seinem Tod, dem Preußischen Staat verkaufte. Dieser ĂŒbergab das nun nach seinem ersten bedeutenden Bewohner Magnus-Haus genannte Palais ab 1911 dem Regisseur Max Reinhardt zur Nutzung, der zehn Jahre lang bis 1921 die RĂ€ume des Obergeschosses bewohnte.

In den Jahren 1927/1928 mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgefĂŒhrt werden, auch erfolgten im Inneren und an der Remise Umbauarbeiten. Die DPG ließ 1930 eine Gedenktafel am Haus anbringen, die seitdem an das Wirken von Magnus sowie seine Mitarbeiter und SchĂŒler erinnert.

Als 1934 viele der 1300 Mitglieder der Physikalischen Gesellschaft wegen der politischen Entwicklungen Berlin und Deutschland ganz verließen, wurde die Berliner UniversitĂ€t EigentĂŒmer des Magnus-Hauses. Obwohl die DPG durch die Wahl regimetreuer Wissenschaftler in den Vorstand (wie Carl Ramsauer) weiterhin aktiv bleiben konnte und sogar finanzielle ZuschĂŒsse erhielt, musste sie schließlich zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 ihre Arbeit vollstĂ€ndig einstellen. Das Magnus-Haus hatte seine Bedeutung verloren.[5]

Nach dem Zweiten Weltkrieg

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Ab Mai 1945 beherbergte das Magnus-Haus bis mindestens Dezember 1946 das UntersuchungsgefĂ€ngnis der Operativgruppe 1 der sowjetischen Geheimpolizei NKWD/MWD in Berlin, die fĂŒr den Bezirk Mitte zustĂ€ndig war. Das GefĂ€ngnis befand sich im Keller, hatte keine sanitĂ€ren Einrichtungen und war nicht beheizbar. Zur gleichen Zeit hatten die Alliierten alle Parteien und Organisationen in Deutschland aufgelöst, so auch die DPG. Im Jahr 1946 kam es zur NeugrĂŒndung von einzelnen physikalischen Gesellschaften in den westlichen Besatzungszonen, die sich 1950 zum Verband Deutscher Physikalischer Gesellschaften zusammenschlossen; 1963 wurde in der Bundesrepublik die Deutsche Physikalische Gesellschaft wiedergegrĂŒndet.

Im September 1949 ĂŒbergab die Sowjetische Besatzungsmacht das GebĂ€ude der in der DDR gerade gegrĂŒndeten Gesellschaft fĂŒr Deutsch-Sowjetische Freundschaft, die es ohne grĂ¶ĂŸere Umbauten bis 1952 nutzte.[6]

Magnus-Haus, 1958

In Ost-Berlin und der sowjetischen Besatzungszone wurde erst 1952 wieder eine wissenschaftliche Gesellschaft gegrĂŒndet, die sich verstĂ€rkt der Entwicklung der Physik widmete. Sie gab sich den Namen Physikalische Gesellschaft der DDR. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Max Planck, der auch lange Jahre Vorsitzender der DPG war, wurde das Magnus-Haus 1958 (wieder) der Sitz dieser Gesellschaft. Die Bibliothek erhielt den Ehrennamen Max-Planck-Bibliothek, auch das Haus trug zeitweilig den Namen Max Planck. Die gesammelten Werke des Gelehrten wurden anlĂ€sslich der Namensgebung durch den sowjetischen Gelehrten Abraham JoffĂ© an die Physikalische Gesellschaft zurĂŒckgegeben, nachdem die Materialien am Kriegsende von sowjetischen Soldaten sichergestellt worden waren. Sie umfassen rund 1000 BĂŒcher, darunter Lexika, WörterbĂŒcher, Manuskripte, physikalische Standardwerke des 19. Jahrhunderts, Kompendien, Ausgaben von Plancks Werken sowie Festschriften, die zu seinen Ehren herausgegeben wurden.[7] Das Haus gehörte nun laut Grundbuch der Stadt Berlin.

Die Physikalische Gesellschaft der DDR war sehr aktiv, es gelang ihr neben der Herausgabe von Physikalischen Fachschriften auch, zahlreiche international erfolgreiche Wissenschaftler zu GastvortrÀgen nach Berlin einzuladen, wie den italienischen Teilchenphysiker Bruno Pontecorvo im Jahre 1965 und viele andere.

RĂŒckansicht des Magnus-Hauses mit Hof und ehemaligem Stall

Nach der politischen Wende und seit dem folgenden Zusammenschluss der beiden deutschen Physikalischen Gesellschaften nutzt die (neue) Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) das Magnus-Haus wieder intensiv. Der Senat von Berlin ließ das GebĂ€udeensemble 1993/1994 sanieren, das Magnus-Haus wurde insbesondere unter der Ägide von Theo Mayer-Kuckuk zwischen 1994 und 2006 in seiner Rolle als wissenschaftlicher Leiter[8] zu einem wissenschaftlichen Begegnungszentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft mit den folgenden Schwerpunkten ausgebaut:

  • Behandlung von Problemen, zu deren Lösung Physiker beitragen können und die von allgemeiner Bedeutung fĂŒr unsere Zivilisation sind,
  • Darstellung der physikalischen Wissenschaft und ihrer Nachbardisziplinen,
  • Förderung der physikalischen Forschung und Lehre durch Intensivierung des Gedankenaustausches zwischen Physikern,
  • Förderung der interdisziplinĂ€ren GesprĂ€che zwischen Physik und anderen technisch-wissenschaftlichen Bereichen

Siemens beteiligte sich an den Kosten dieser Sanierung mit einer namhaften Spende. Das Unternehmen sieht sich dem Haus dadurch verbunden, dass die UnternehmensgrĂŒnder Werner von Siemens und Georg Halske zu den frĂŒhen Mitgliedern der Physikalischen Gesellschaft zĂ€hlten. Eine zweite Gedenktafel, unmittelbar unter derjenigen von 1930 angebracht, erinnert seit 1994 an diese Restaurierung des Hauses und den ehemaligen Bewohner Max Reinhardt.

Als weitere Nutzung fĂŒhrte die Ernst von Siemens Musikstiftung ab 1995 die Magnus-Haus-Konzerte als Musikalischer Salon ein. Einige BĂŒrorĂ€ume im Magnus-Haus wurden durch den Alt-BundesprĂ€sidenten Richard von WeizsĂ€cker und werden seit 1999 durch den Verein Atlantik-BrĂŒcke genutzt.

Im Magnus-Haus fanden auch regelmĂ€ĂŸig die von der 1963 gegrĂŒndeten Wilhelm und Else Heraeus Stiftung finanzierten und vom DPG-Arbeitskreis Industrie und Wirtschaft (AIW) organisierten Berliner IndustriegesprĂ€che statt, die der Förderung von Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften dienen.

Verkauf an Siemens (2001)

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Aufsehen erregte im September 2001 der Verkauf des Magnus-Hauses durch das Land Berlin an die Siemens AG, da der Kaufpreis bei nur 2,86 Millionen Euro lag, obwohl der Verkehrswert 9,8 Millionen Euro betragen haben soll.[9] Der Kaufpreis war auch nach Erteilung des umstrittenen Bauvorbescheids im Jahr 2015 nicht aufgebessert worden, obwohl der Kaufvertrag dies zugelassen hÀtte.[10]

Siemens will das GebĂ€ude mittelfristig als KonzernreprĂ€sentanz nutzen. Ein kleines BĂŒro von 30 mÂČ hat die Firma bereits im Jahr 2001 gemietet, beim Auslaufen von UntermietvertrĂ€gen soll die eigene NutzflĂ€che dann erweitert werden.[11] Die damit begrĂŒndeten Sorgen der DPG hervor, das Haus nun rĂ€umen zu mĂŒssen, zerstreute ein Firmensprecher von Siemens: „Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) bleibt auch weiterhin der Hauptmieter im Magnus-Haus [
] und kann die etwa 1000 mÂČ umfassenden RĂ€ume weitere 23 Jahre mietfrei selbst nutzen und/oder untervermieten“. Siemens sei an einem harmonischen Miteinander sehr interessiert, denn die Deutsche Physikalische Gesellschaft und Siemens seien seit der FirmengrĂŒndung im Jahr 1847 eng miteinander verbunden. Zwischenzeitlich kam zunĂ€chst eine Einigung auf eine VerlĂ€ngerung des noch bis 2024 laufenden Vertrags um weitere 30 Jahre bis 2054 zustande.[12]

Wegen der PlĂ€ne von Siemens, im zum Ensemble gehörenden Park einen Neubau fĂŒr die FirmenreprĂ€sentanz zu errichten, fanden in den 2010er Jahren intensive Diskussionen statt.[13] Auf dem bisher als Parkplatz genutzten Teil des GrundstĂŒcks soll auf einer GrundflĂ€che von rund 600 Quadratmetern eine NutzflĂ€che von rund 1800 Quadratmetern entstehen. Die Höhe des neuen GebĂ€udes werde bei gut 17,5 Metern liegen, was zwischen der Höhe des Magnus-Hauses und der des Collegium Hungaricums liegt. DenkmalschĂŒtzer haben sich dagegen ausgesprochen, da ein Neubau das „letzte Beispiel eines barocken bĂŒrgerlichen Stadtpalais in Berlin-Mitte“ mit den „dazugehörigen Gartenarealen“ zerstören werde. Der damalige Bausenator Michael MĂŒller sowie Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) erteilten trotzdem den Bauvorbescheid zugunsten von Siemens. Spallek erklĂ€rte dies mit einer „AbwĂ€gung“: Die wirtschaftlichen Interessen des Landes an der Einrichtung einer HauptstadtreprĂ€sentanz durch Siemens wögen schwerer als die Bedenken der DenkmalschĂŒtzer.[14] Aus Protest haben acht namhafte Institutionen wie die Berliner Architektenkammer (AKB), der Bund Deutscher Architekten Berlin (BDA) oder der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) in einem gemeinsamen Schreiben ihre Mitglieder aufgefordert, sich nicht am Wettbewerb fĂŒr die Siemens-HauptstadtreprĂ€sentanz zu beteiligen. Dieser Aufruf wurde veröffentlicht und richtet sich auch an auslĂ€ndische Architekten.[15] Es gibt kein Ergebnis.

Verkauf an die Schwarz-Gruppe (2024)

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Im Oktober 2024 wurde ĂŒberraschend bekannt, dass Siemens das Magnus-Haus an die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm verkauft habe.[16][17] Im MĂ€rz 2025 zog die Deutsche Physikalische Gesellschaft aus dem Magnus-Haus aus und verlegte ihren Hauptstadtstandort in das nach Anna von Helmholtz benannte ehemalige Torhaus[18] der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) auf dem Charlottenburger Campus[19].

  • Christine Becker (Red.): Das Magnus-Haus in Berlin-Mitte. Geschichte, Wandel und Wiederherstellung eines barocken Palais. Bruckmann, MĂŒnchen 1994, ISBN 3-7654-2761-6.
  • Dieter Hoffmann (Hrsg.): Gustav Magnus und sein Haus. GNT-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-928186-26-4.
  • Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I. Hrsg. Institut fĂŒr Denkmalpflege im Henschelverlag, Berlin 1984. S. 190–191.
Commons: Magnus-Haus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Zeichnung Grundriss Souterrain im Architekturmuseum der TU Berlin, Inv.-Nr. 43047
  2. ↑ Zeichnung Grundriss 1. Etage im Architekturmuseum der TU Berlin, Inv.-Nr. 43048
  3. ↑ Zeichnung Grundriss 2. Etage im Architekturmuseum der TU Berlin, Inv.-Nr. 43049
  4. ↑ GrĂŒndungsurkunde der DPG (Memento des Originals vom 21. Juni 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ Dieter Hoffmann und Mark Walker: Zwischen Autonomie und Anpassung. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive), eine ausfĂŒhrliche Studie zur Situation der DPG im Dritten Reich (PDF; 311 kB).
  6. ↑ Peter Erler: „GPU-Keller“. Arrestlokale und UntersuchungsgefĂ€ngnisse sowjetischer Geheimdienste in Berlin (1945–1949). Bund der Stalinistisch Verfolgten, Landesverband Berlin, Berlin 2005, S. 50 f.
  7. ↑ Historisches Haus am Kupfergraben. In: Neues Deutschland. 29. September 1982.
  8. ↑ Stefan Jorda: Der Berliner „KulturattachĂ©â€œ der DPG tritt ab. In: Physik Journal. Band 5, Nr. 7, 2006, S. 54 (pro-physik.de).
  9. ↑ Magnus-Haus unter Wert verkauft. (tagesspiegel.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  10. ↑ Einigung bei Mietstreit um Magnus-Haus. (tagesspiegel.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  11. ↑ Manfred Ronzheimer: Vertrieb Siemens die Mieter aus dem Magnus-Haus? (Memento vom 21. April 2009 im Internet Archive) In: BerliNews. 28. Oktober 2001.
  12. ↑ Einigung bei Mietstreit um Magnus-Haus. (tagesspiegel.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  13. ↑ Georg Mörsch: Magnushaus – Ein Haus in Berlin. In: Neue ZĂŒrcher Zeitung. 26. Dezember 2015.
  14. ↑ Einigung bei Mietstreit um Magnus-Haus. (tagesspiegel.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  15. ↑ Sabine Gundlach: Architekten rufen zum Boykott von Siemens-Wettbewerb auf. (morgenpost.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  16. ↑ Isabell JĂŒrgens: Siemens verkauft historisches Haus – der neue EigentĂŒmer ĂŒberrascht. In: morgenpost.de. 18. Oktober 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024.
  17. ↑ Heiko Fritze: Schwarz-Gruppe kauft historisches GebĂ€ude in Berlin: Das sind die HintergrĂŒnde. In: stimme.de. 21. Oktober 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024.
  18. ↑ Torhaus des PTB, abgerufen am 31. Januar 2026.
  19. ↑ Historisches. Abgerufen am 30. Januar 2026.