Manolo Guardia
Manolo Guardia (* 8. Januar 1938 in Montevideo; â 13. MĂ€rz 2013) war ein uruguayischer Pianist und Komponist.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Manolo Guardia erhielt seine musikalische Ausbildung bei Guillermo Kolischer und Santiago Baranda Reyes. Im Laufe seiner musikalischen Karriere befasste er sich insbesondere mit den Stilrichtungen des Jazz und des Candombe. WĂ€hrend der zivil-militĂ€rischen Diktatur in Uruguay lebte er im Exil in Venezuela. Dort residierte er fĂŒnf Jahre lang in Caracas. In den 1980er Jahren kehrte er nach Uruguay zurĂŒck. Infolge eines Kunstfehlers bei einer Operation war Guardia in den letzten Jahren querschnittsgelĂ€hmt.
Guardia gehörte der Jazz-Formation "All Jazz" des Hot Club de Montevideo an. SpĂ€ter grĂŒndete er mit "Quinteto de la Guardia Nueva" das erste avantgardistische Tango-Ensemble Uruguays. Zudem war er Wegbereiter der Bewegung des "Candombe de vanguardia" (avantgardistischer Candombe) und nahm in diesem Zusammenhang zahlreiche Platten auf. 1969 grĂŒndete er gemeinsam mit Federico GarcĂa Vigil das Kammer-Tango-Ensemble Camerata. Dieses wurde spĂ€ter unter Erweiterung des musikalischen Repertoires auf die brasilianische Musik sowie auf Barockmusik in "Camerata Punta del Este" umbenannt. Insgesamt produzierte das Ensemble vier Platten, die sowohl in Uruguay als auch in Argentinien, Brasilien und Japan erschienen. Unter anderem nahm Guardia Platten ebenfalls mit Georges Roos und RubĂ©n Rada auf. Ăberdies ist sein Mitwirken an diversen Radiosendungen sowie bei Telecataplum in Canal 12 verzeichnet. Bei komödiantisch-musikalischen Veranstaltungen trat er als ErzĂ€hler neben Gast-KĂŒnstlern wie Mercedes Sosa, Vinicius de Moraes sowie Dori und Nana Caymi auf. Auch war er im Bereich des CafĂ©-concert tĂ€tig und grĂŒndete in diesem Zusammenhang in den 1980er Jahren "Preludo". Im Teatro del Centro veranstaltete er "Mozart, Beethoven y la cucaracha". In den 1990er Jahren leitete er zudem "Opus 3 CafĂ© Concert". Auch nach seiner QuerschnittslĂ€hmung nahm er 2006 mit "Tangos para la mano derecha" eine weitere Platte auf. Guardia wurde auf dem Cementerio del Norte in Montevideo beigesetzt.[1]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Nuevo Diccionario de la Cultura Uruguaya von Miguel Ăngel CampodĂłnico, LibrerĂa Linardi y Risso, 2003, S. 154f
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â MuriĂł Manolo Guardia - El piano estĂĄ solo (spanisch) auf www.montevideo.com.uy vom 13. MĂ€rz 2013, abgerufen am 6. MĂ€rz 2014
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Guardia, Manolo |
| KURZBESCHREIBUNG | uruguayischer Pianist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 8. Januar 1938 |
| GEBURTSORT | Montevideo, Uruguay |
| STERBEDATUM | 13. MĂ€rz 2013 |