Zum Inhalt springen

Nicolas StĂŒrken

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Nicolas StĂŒrken (1812–1886)

Allrich Nicolaus „Nicolas“ Lehnert StĂŒrken (* 21. Januar 1812 in Hamburg; † 4. Dezember 1886 in Hamburg) war ein deutscher Kaufmann und Mitglied der Hamburgischen BĂŒrgerschaft im 19. Jahrhundert.

Nach seiner Ausbildung vertrat Nicolas StĂŒrken ab 1834 das vĂ€terliche Handelshaus in Mexiko-Stadt. Seit 1840 fĂŒhrte er die GeschĂ€fte in der eigenen Firma StĂŒrken & Pollitz selbst. Seit Mitte der 1850er Jahre leitete er die Firma von Hamburg aus. Er war von 1859 bis 1862 Mitglied der Hamburgischen BĂŒrgerschaft sowie von 1859 bis 1862 Mitglied des GefĂ€ngniskollegiums.

StĂŒrken war sehr vermögend, in der im Jahre 1912 erschienenen Rangliste der reichsten Hamburger ist StĂŒrkens Witwe Mathilde StĂŒrken mit einem Vermögen von rund 2,3 Millionen Mark unter den 200 reichsten Personen in Hamburg gelistet.[1]

Nach Ausscheiden aus dem GeschĂ€ftsleben widmete StĂŒrken sich philosophischen Studien. Die Ergebnisse fasste er in seinen 1882 publizierten Metaphyschen Essays zusammen. Rudolf Eislers Philosophen-Lexikon (Berlin 1912, S. 731) schreibt StĂŒrken einen theistischen Standpunkt und die These zu, die Seele sei immateriell.

Nicolas StĂŒrken war der Sohn des Hamburger Kaufmannes Johann Hinrich StĂŒrken und dessen Frau Anna, geborene Schröder. StĂŒrken war mit der aus HĂŒckeswagen stammenden Tochter eines Tuchfabrikanten Mathilde Schnabel verheiratet. Ihr Vater Franz Schnabel war MitbegrĂŒnder und Teilhaber der Tuchfabrik C. & F. Schnabel. Nicolas und Mathilde StĂŒrken hatten 4 Kinder. Seine Tochter Emma StĂŒrken war mit dem Architekten Hugo Stammann verheiratet. Dieser war Mitglied des Rathausbaumeisterbundes fĂŒr das Hamburger Rathaus und Sohn des Architekten Franz Georg Stammann. Sein Sohn Otto StĂŒrken war spĂ€ter Hamburger PolizeiprĂ€sident. Nicolas StĂŒrken war ein Cousin des Theologen Albert LĂŒhrs.

Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Wilhelm Heyden: Die Mitglieder der Hamburger BĂŒrgerschaft. 1859–1862, Hamburg 1909.
  • Deutsches Geschlechterbuch. Band 200, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1996.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Rudolf Martin (Hrsg.): Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der MillionĂ€re in den drei HansestĂ€dten (Hamburg, Bremen, LĂŒbeck). Berlin 1912, S. 27.