Scheffelsaat
Scheffelsaat ist eine AckerflĂ€che, fĂŒr die ein Scheffel (ein VolumenmaĂ) Getreidekörner als Aussaat erforderlich war.[1] Es handelt sich um ein altes FlĂ€chenmaĂ in regional unterschiedlicher GröĂe.
Bedeutung in deutschen LĂ€ndern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Lippe entsprach ein Scheffelsaat der FlĂ€che von 1717 Quadratmeter oder â Morgen, im WestmĂŒnsterland der FlĂ€che von 1418 mÂČ. In Hamburg wurde der Scheffel Landes mit 4.204,7 mÂČ gerechnet.[2] Im FĂŒrstentum OsnabrĂŒck waren es 1.179 mÂČ.[3] Das ist jeweils etwa die FlĂ€che, die mit einem Scheffel Getreidesaat eingesĂ€t werden konnte. Die Unterschiede in den GröĂen ergeben sich zum Teil aus der regional unterschiedlichen GröĂe des VolumenmaĂes und zum anderen Teil daraus, dass die Böden unterschiedlich ertragreich waren.
- 5 Scheffelsaat = 1 Morgen (hollĂ€n.) = 2 Morgen (preuĂ.) = 2 Marset = 8 MĂŒdset = 600 Ruten (gemeint sind Quadratruten)
- 4 Scheffelsaat = 2 Morgen (kleine hollÀn.) = 480 Ruten (gemeint sind Quadratruten) = 1 maldratum (Maltersaat)[4]
In Sachsen hingegen war im Jahr 1781 ein Saatscheffel 2.767 Quadratmeter groĂ. AuĂerdem gab es in Sachsen zwei weitere Scheffel-FlĂ€chenmaĂe: Landscheffel = 27,7 mÂČ, StraĂenscheffel = 39,4 mÂČ.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otto Brandt: Urkundliches ĂŒber MaĂ und Gewicht in Sachsen. SĂ€chsisches Ministerium des Innern, Dresden 1933.
- Fritz Verdenhalven: Alte MeĂ- und WĂ€hrungssysteme aus dem deutschen Sprachgebiet. Neustadt an der Aisch 1993
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â www.Stadt-Land-Oldenburg.de: KörpermaĂe.
- â Hans Dreckmann, Henny Wiepking, Werner LĂŒdemann: Barmbek. Vom Dorf zur GroĂstadt. Ein Heimatbuch, Dammtor Verlag, Hamburg 1965, Seite 41.
- â agrarverfassung osnabrĂŒck.
- â Niederrheinische Landeskunde. BĂ€nde 2â4, 1957, S. 112.