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Stannern (Meteorit)

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Koordinaten: 49° 17â€Č 0″ N, 15° 34â€Č 0″ O

Stannern
GrĂ¶ĂŸtes StĂŒck des Meteoriten Stannern (2046 g) in der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien
Allgemeines
Offizieller Name
nach MBD
Stannern
Synonym Stonaƙov meteorite
AuthentizitÀt sicher
LokalitÀt
Land Tschechien
Region Moravia
Gemeinde Stonaƙov
Streufeld ja
Fall und Bergung
Datum (Fall) 22. Mai 1808
beobachtet ja
Sammlung Hauptmasse im Naturhistorischen Museum Wien
Beschreibung
Typ Achondrit
Gruppe HED-Meteorit
Untergruppe Eukrit
Masse (total) 52 kg
Referenzen

Stannern ist ein Steinmeteorit des Typs Achondrit, Untergruppe Eukrit (HED-Gruppe). Er fiel am 22. Mai 1808 nahe Stonaƙov (deutsch Stannern) in MĂ€hren, heute Tschechische Republik.[1]

Die Gesamtmasse der geborgenen Fragmente wird auf etwa 52 kg geschÀtzt. Stannern gilt als klassischer Eukritfall und wird aufgrund seiner Chemie und IsotopenverhÀltnisse hÀufig mit dem Asteroiden (4) Vesta in Verbindung gebracht.

Das Fallereignis

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Der Fall wurde von zahlreichen Personen beobachtet und Dutzende BruchstĂŒcke des Meteoriten konnten vom Wiener Naturwissenschaftler Karl Schreibers gesammelt werden.

Der Meteoritenschauer ereignete sich am Sonntag, 22. Mai 1808, kurz vor 06:00 Uhr. Der Himmel war klar, als ein großer Feuerkegel am Himmel erschien, und ein ohrenbetĂ€ubender Knall war zu hören war, den die Verfasser der schriftlichen Aufzeichnungen mit einem Kanonenschuss verglichen.[2] Das Ereignis wurde von Passanten auf dem Weg zur Kirche beobachtet. Laut der lokalen Chronik dauerte der Meteoritenfall etwa acht Minuten und die Anzahl der Meteoriten wird auf 200 bis 300 geschĂ€tzt. Es gab keine Verletzten und keine SachschĂ€den.

Die Meteoriten fielen in der NĂ€he von Stonaƙov in einem elliptischen Streufeld, das sich auf einer LĂ€nge von etwa 12,5 km und einer Breite von etwa 4,8 km in Nord-SĂŒd-Richtung erstreckte. Fragmente des Meteoriten wurden auch in einigen Nachbar-Gemeinden von Stonaƙov gefunden, etwa in den Gemeinden OtĂ­n, Rosice, Cerekvička, DlouhĂĄ Brtnice, Hladov und StarĂĄ Ƙíƥe.[2]

6 Tage nach dem Fall-Ereignis, am 28. Mai, traf Karl Schreibers, Direktor der „k.k. Hof-Naturalien-Cabinete“ gemeinsam mit Alois von Beckh-WidmanstĂ€tten in der Region ein, organisierte eine Suche nach Fragmenten des Meteoriten, brachte laut eigenem Bericht „61 Meteorsteine und BruchstĂŒcke von Meteorsteinen“ nach Wien, befragte Zeugen des Falls und dokumentiert das Ereignis sorgfĂ€ltig.[3][4]

Illustration des Meteoriten Stannern aus Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage (1885–1890)

Das Gesamtgewicht der geborgenen Steine betrĂ€gt etwa 52 Kilogramm. Sie gelangten in Museen auf der ganzen Welt. Das grĂ¶ĂŸte Fragment befindet sich in der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien und ist als Teil der Schausammlung ausgestellt.[4]

Weitere Fragmente des Meteoriten finden sich in folgenden Sammlungen:

Einzelnachweise

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  1. ↑ Meteoritical Bulletin: Entry for Stannern. Archiviert vom Original am 14. Oktober 2024; abgerufen am 26. November 2025.
  2. 1 2 AstronomickĂœ Ășstav AV ČR - Novinky. In: asu.cas.cz. 20. Mai 2008, abgerufen am 29. November 2025 (tschechisch).
  3. ↑ Karl von Schreibers: Nachrichten von dem Steinregen, der sich am 22sten Mai 1808 in und um Stannern in MĂ€hren ereignet hat; gesammelt auf einer Reise nach Stannern, in Gesellschaft des Directors von WidmannstĂ€tten. In: Annalen der Physik. 1808, ISSN 0003-3804, S. 225–250, doi:10.1002/andp.18080290702.
  4. 1 2 Naturhistorisches Museum Wien - Meteorite. In: nhm.at. Abgerufen am 29. November 2025.
  5. ↑ Muzeum meteoritƯ: Městys Stonaƙov. In: .stonarov.cz. Abgerufen am 29. November 2025 (tschechisch).
  6. ↑ Meteorit, Stannern. Abgerufen am 29. November 2025.
  7. ↑ Stannern. Abgerufen am 29. November 2025.
  8. ↑ G.J. Consolmagno: Catalogue of the Vatican Meteorite Collection. 2001, ISBN 88-209-7172-0, S. 51 (harvard.edu).
  9. ↑ Stannern meteorite. In: collections.museumsvictoria.com.aue. Abgerufen am 29. November 2025 (englisch).