Veoh
| Veoh | |
| Videoportal | |
| Sprachen | Verschiedene Sprachversionen (u. a. Deutsch) |
|---|---|
| Betreiber | Dmitry Shapiro, Founder and Chief Innovation Officer |
| Redaktion | Ted Dunning |
| Online | Feb. 2007 bis Nov. 2024 |
| https://www.veoh.com/ | |
Veoh Networks, Inc. war eine in San Diego, Kalifornien ansĂ€ssige Tochterfirma des israelischen Internetunternehmens Qlipso, die einen Internet-TV-Service anbot. Nutzer konnten Material der groĂen Filmproduktionsgesellschaften ansehen sowie unabhĂ€ngige und eigene Produktionen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Veoh wurde 2003 von Dmitry Shapiro gegrĂŒndet. Das Unternehmen brachte im September 2005 eine erste Version auf den Markt und startete im MĂ€rz 2006 seine Beta-Version. Offiziell ging Veoh (nach der Beta-Version) im Februar 2007 an den Start. Veoh hatte etwa 40 Millionen Dollar an Investitionen erhalten. Wichtige Investoren waren Time Warner, Michael Eisnerâs Tornante Company, Spark Capital, Shelter Capital Partners, Tom Freston's Firefly3 LLC und Jonathan Dolgen.[1]
Laut einer Studie von Quantcast.com lag die Besucherzahl von veoh.com 2008 bei etwa 17 Millionen Besuchern monatlich.[2]
2008 gewann das Unternehmen einen Rechtsstreit gegen die Io Group, in dem es um das unerlaubte zur VerfĂŒgung stellen von urheberrechtlich geschĂŒtztem Videomaterial ging. Den Richtern zufolge habe Veoh genĂŒgend MaĂnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen ergriffen, um Ausnahmebestimmungen des Digital Millennium Copyright Act in Anspruch nehmen zu dĂŒrfen. Diese Rechtsprechung wurde als wegweisend fĂŒr die Entscheidung im Rechtsstreit zwischen Viacom und Google angesehen, in dem die gleiche Frage zur gerichtlichen KlĂ€rung anstand.[3][4] Ăhnliche Rechtsstreitigkeiten gegen die Universal Music Group wurden im Januar und September 2009 ebenfalls zugunsten Veohs entschieden.[5]
Die zwei Jahre lang anhaltenden Prozesse fĂŒhrten unter anderem dazu, dass Veoh im Februar 2010 die Insolvenz nach Chapter 7 anmelden musste.[6] Im selben Jahr wurde Veoh dann fĂŒr einen unveröffentlichten Betrag von dem israelischen Internetunternehmen Qlipso erworben.[7]
Veoh stellte seinen Betrieb im November 2024 ein. Als Nachfolger wird das japanische Portal FC2 genannt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- veoh.com â internationale Website von Veoh (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Veoh relaunches powerful video sharing service, 12. Februar 2007.
- â Veoh attracts approximately 19M visitors online monthly
- â The Wall Street Journal vom 29. August 2008.
- â ZDNet vom 28. August 2008.
- â Golem.de: Universal Music unterliegt Veoh erneut vor Gericht. 16. September 2009.
- â Golem.de: Veoh ist Pleite. 12. Februar 2010.
- â Don Reisinger, Florian Kalenda: Qlipso ĂŒbernimmt Veoh und baut Social-Video-Site auf ZDNet.de am 8. April 2010
