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Yobidashi

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Yobidashi tragen altertĂŒmlich anmutende Arbeitskleidung und sind als Allrounder fĂŒr allerhand wichtige Aufgaben im Sumƍbetrieb unverzichtbar.

Der Yobidashi (jap. ć‘Œć‡ș oder ć‘Œăłć‡șし, dt. etwa: „Ausrufer“) ist ein FunktionstrĂ€ger im professionellen Sumƍringen Japans. Er ist unter anderem dafĂŒr zustĂ€ndig, die KĂ€mpfer vor einer Begegnung zum Ring (dohyƍ) zu rufen. Dazu singt er laut die Namen der KĂ€mpfer und die ihnen zugeordneten Ringseiten (Osten oder Westen), wĂ€hrend er einen traditionellen PapierfĂ€cher (Sensu) in ihre Richtung hĂ€lt. Erst danach betreten die Rikishi den Ring. WĂ€hrend des Kampfes muss der Yobidashi diesen verlassen.

Die Kleidung der Yobidashi ist locker an altertĂŒmliche japanische Arbeiterkleidung angelehnt. Zu ihr gehören Beinlinge und Tabi Ă€hnelndes Schuhwerk. Wie die Gyƍji beginnen Yobidashi ihre Laufbahn bereits im Jugendalter und arbeiten sich in einem Rangsystem hoch, das dem der Sumƍringer Ă€hnelt, bis sie sich mit 65 zur Ruhe setzen. Da aber nicht jeder Yobidashi, aus welchen GrĂŒnden auch immer, fĂŒr eine Beförderung berĂŒcksichtigt werden kann, kann es durchaus sein, dass ein Yobidashi in seiner Laufbahn nichtmal die Makuuchi-RĂ€nge erreichen kann. Die Ausbildung selbst erfolgt wie bei den Gyƍji nicht durch den Verband, sondern von einem Ă€lteren und erfahrenen Yobidashi, der die Neulinge in die Arbeit einweisen lassen muss.

Über ihre Ausruferfunktion hinaus nehmen Yobidashi als „MĂ€dchen fĂŒr alles“ eine Vielzahl von Aufgaben wahr. Dazu gehören an Wettkampftagen das Fegen des Rings, das NachfĂŒllen des Reinigungssalzes und die Aufsicht ĂŒber die Eimer mit dem „Kraftwasser“ (Chikara-mizu), außerdem das Ausbreiten der Werbebanner von Firmen, die als Sponsoren bestimmter Begegnungen bekannter Ringer auftreten. Neben diesen unmittelbar am oder im Dohyƍ stattfindenden Arbeiten gehört es auch zu den ZustĂ€ndigkeiten eines Yobidashi, außerhalb der Arena Trommeln zu schlagen, wodurch traditionell Zuschauer angelockt werden sollen. Mit Trommeln kĂŒndigt er auch den Beginn der Veranstaltung an.

Die Yobidashi sind auch fĂŒr den Bau des Rings selbst aus Lehm verantwortlich, sowohl der Dohyƍs fĂŒr Turnier- und SchaukĂ€mpfe als auch der Trainingsringe in den „StĂ€llen“. Traditionell schreiben Yobidashi auch Lieder (jinku), die vom Sumƍleben handeln.