Berlin
A critical look at how German cultural policy deals (or fails to deal) with its increasingly multicultural population.
""Was will Niyazi in der NaunynstraĂe?" heiĂt das Poem, mit dem Aras Ăren sich 1973 in die deutsche Literaturlandschaft eingeschrieben hat. Inzwischen ist aus dem Kreuzberger Poeten einer deutsch-tĂŒrkischen Mischkultur ein ErzĂ€hler von... more
""Was will Niyazi in der NaunynstraĂe?" heiĂt das Poem, mit dem Aras Ăren sich 1973 in die deutsche Literaturlandschaft eingeschrieben hat. Inzwischen ist aus dem Kreuzberger Poeten einer deutsch-tĂŒrkischen Mischkultur ein ErzĂ€hler von Rang geworden, ein Romancier mit einem beachtlichen, groĂenteils noch unĂŒbersetztem Werk.
"Berlin Savignyplatz" nimmt ironisch gebrochen nicht nur Motive aus der Migrantenliteratur auf, als dessen Galionsfigur Ăren lange Zeit herhalten muĂte, sondern bezieht sich ebenso auf den Berlin-Roman der 20er und 30er Jahre wie den der 68er Generation, der Ăren zugehört. Auch Ăren gibt Stimmungsbilder aus der geteilten Stadt vor dem Mauerfall wieder. 68er Veteranen hĂ€ngen mĂŒde in den BohĂšme-Lokalen rund um den Savignyplatz herum, und auch der ErzĂ€hler ist dem Ritual des Kneipengangs lĂ€ngst so verfallen wie einer unbezwingbaren Melancholie. An seinem Stammplatz in der inzwischen etablierten "Paris Bar" sitzend, verliert er sich in Erinnerungen an bewegte Zeiten. Ali Itir, der tot aus dem Landwehrkanal geborgene Schwarzarbeiter aus seiner KriminalerzĂ€hlung "Bitte nix Polizei" (1981), beschĂ€ftigt seine Phantasie auf geheimnisvolle Art weiter, bis Phantasie, Literatur und erzĂ€hlte Wirklichkeit unversehens ineinander ĂŒbergehen. Am Ende einer durchzechten Nacht steht der Ich-ErzĂ€hler im "Zwiebelfisch" plötzlich der Urgestalt des Ali Itir gegenĂŒber. Gleichzeitig aber hat sich die Zeit in dieser Nacht noch in einer ganz anderen Dimension bewegt und die Vorstellungskraft ĂŒberboten: Als die NachtschwĂ€rmer vom Savignyplatz im Morgengrauen aus der Kneipe treten, ist - von ihnen unbemerkt - die Mauer gefallen.
Ărens Berlin-Roman bezieht seinen Reiz aus der VerknĂŒpfung von authentischem ErzĂ€hlmaterial und einer von orientalischen Mustern gespeisten Fabulierkunst, die Gedanken, Phantasien, TagtrĂ€ume und Erinnerungen des ErzĂ€hlers zu einem facettenreichen Vexierbild verflieĂen lĂ€Ăt. In ihm spiegelt sich ebenso die Situation eines zwischen zwei Kulturen lebenden Intellektuellen wider wie die einer Stadt, deren westliche HĂ€lfte mehr und mehr zum vermauerten Panoptikum geworden war."
"Berlin Savignyplatz" nimmt ironisch gebrochen nicht nur Motive aus der Migrantenliteratur auf, als dessen Galionsfigur Ăren lange Zeit herhalten muĂte, sondern bezieht sich ebenso auf den Berlin-Roman der 20er und 30er Jahre wie den der 68er Generation, der Ăren zugehört. Auch Ăren gibt Stimmungsbilder aus der geteilten Stadt vor dem Mauerfall wieder. 68er Veteranen hĂ€ngen mĂŒde in den BohĂšme-Lokalen rund um den Savignyplatz herum, und auch der ErzĂ€hler ist dem Ritual des Kneipengangs lĂ€ngst so verfallen wie einer unbezwingbaren Melancholie. An seinem Stammplatz in der inzwischen etablierten "Paris Bar" sitzend, verliert er sich in Erinnerungen an bewegte Zeiten. Ali Itir, der tot aus dem Landwehrkanal geborgene Schwarzarbeiter aus seiner KriminalerzĂ€hlung "Bitte nix Polizei" (1981), beschĂ€ftigt seine Phantasie auf geheimnisvolle Art weiter, bis Phantasie, Literatur und erzĂ€hlte Wirklichkeit unversehens ineinander ĂŒbergehen. Am Ende einer durchzechten Nacht steht der Ich-ErzĂ€hler im "Zwiebelfisch" plötzlich der Urgestalt des Ali Itir gegenĂŒber. Gleichzeitig aber hat sich die Zeit in dieser Nacht noch in einer ganz anderen Dimension bewegt und die Vorstellungskraft ĂŒberboten: Als die NachtschwĂ€rmer vom Savignyplatz im Morgengrauen aus der Kneipe treten, ist - von ihnen unbemerkt - die Mauer gefallen.
Ărens Berlin-Roman bezieht seinen Reiz aus der VerknĂŒpfung von authentischem ErzĂ€hlmaterial und einer von orientalischen Mustern gespeisten Fabulierkunst, die Gedanken, Phantasien, TagtrĂ€ume und Erinnerungen des ErzĂ€hlers zu einem facettenreichen Vexierbild verflieĂen lĂ€Ăt. In ihm spiegelt sich ebenso die Situation eines zwischen zwei Kulturen lebenden Intellektuellen wider wie die einer Stadt, deren westliche HĂ€lfte mehr und mehr zum vermauerten Panoptikum geworden war."
In dieser Studie werden mikroökonomische Formen des StraĂenhandels, wie Bauchladenhandel und fliegender Handel, im öffentlichen Raum von Berlin fĂŒr die urbane Raumproduktion untersucht. Anhand mikroökonomischer HandelstĂ€tigkeiten wird... more
In dieser Studie werden mikroökonomische Formen des StraĂenhandels, wie Bauchladenhandel und fliegender Handel, im öffentlichen Raum von Berlin fĂŒr die urbane Raumproduktion untersucht. Anhand mikroökonomischer HandelstĂ€tigkeiten wird hier die Stadt als mehrdimensionaler BedeutungstrĂ€ger entfaltet und zusammengefĂŒhrt. FĂŒr den deutschen Sprachraum liegen bisher kaum Publikationen vor, die das VerhĂ€ltnis zwischen informeller Ăkonomie und StadtrĂ€umen in westlichen Industriegesellschaften zum Thema haben. Vor dem Hintergrund des postfordistischen Wandels der Arbeitsteilung wird hier der Versuch unternommen, die Transformation des StĂ€dtischen hinsichtlich der Funktion von Ăffentlichkeit und urbaner Gesellschaft zu untersuchen. Die Ergebnisse der Arbeit verweisen auf die hohe FragilitĂ€t des öffentlichen Raumes, aber auch auf die Potenziale der mikro-ökonomischen Raumaneignung in der Stadt.
Research Interests:
""ABSTRACT: "It is well known that Alfred Doeblin was fascinated by the apocalypse. In his 1920 novel Berge, Meere und Giganten he had presented a global end-time scenario that contained everything we associate with apocalypticism:... more
""ABSTRACT: "It is well known that Alfred Doeblin was fascinated by the apocalypse. In his 1920 novel Berge, Meere und Giganten he had presented a global end-time scenario that contained everything we associate with apocalypticism: devastating wars, natural and environmental catastrophes as well as the end of humanity, caused by man-made monsters.
This presentation suggests that the novel Berlin Alexanderplatz, which appeared 9 years later, can also be read as an apocalyptic text â and perhaps with more reason than Berge, Meere und Giganten. While there are no wars or catastrophes in this book, its language, structure and plot relate in many ways to the apocalyptic tradition â most of all to the biblical Book of Revelation. The author claims that Berlin Alexanderplatz is, in fact, a modern literary apocalypse that is deeply rooted in the Judeo-Christian tradition. It may even be read as a reflection of Doeblinâs own conversion to Christianity."""
This presentation suggests that the novel Berlin Alexanderplatz, which appeared 9 years later, can also be read as an apocalyptic text â and perhaps with more reason than Berge, Meere und Giganten. While there are no wars or catastrophes in this book, its language, structure and plot relate in many ways to the apocalyptic tradition â most of all to the biblical Book of Revelation. The author claims that Berlin Alexanderplatz is, in fact, a modern literary apocalypse that is deeply rooted in the Judeo-Christian tradition. It may even be read as a reflection of Doeblinâs own conversion to Christianity."""
"As this publication is not available online, you might take a look at this article giving a short summary:... more
"As this publication is not available online, you might take a look at this article giving a short summary:
http://www.academia.edu/3287024/Ethnomusikologische_Inlandsarbeit_-_Ein_Bericht_uber_das_Projekt_Berliner_Klangbilder_traditioneller_Musik_Urban_Ethnomusicology_-_A_Report_on_the_Project_Berlin_Soundscapes_of_Traditional_Music._"
http://www.academia.edu/3287024/Ethnomusikologische_Inlandsarbeit_-_Ein_Bericht_uber_das_Projekt_Berliner_Klangbilder_traditioneller_Musik_Urban_Ethnomusicology_-_A_Report_on_the_Project_Berlin_Soundscapes_of_Traditional_Music._"
Research Interests:
This article examines the science of electrophysiology developed by Emil du Bois-Reymond in Berlin in the 1840s. In it I recount his major findings, the most significant being his proof of the electrical nature of nerve signals. Du... more
This article examines the science of electrophysiology developed by Emil du Bois-Reymond in Berlin in the 1840s. In it I recount his major findings, the most significant being his proof of the electrical nature of nerve signals. Du Bois-Reymond also went on to detect this same ânegative variationâ, or action current, in live human subjects. In 1850 he travelled to Paris to defend this startling claim. The essay concludes with a discussion of why his demonstration failed to convince his hosts at the French Academy of Sciences.
Research Interests:
Berlin, Cognition, Social Class, Culture, Scientific Images, and 15 moreTheory of Experimentation and Representation, Anthropology, History of Physiology, National Character, Traits, Individual Differences, Reasoning, Cultural Psychology, Cognitive Styles, Education, History of Science, History of Neuroscience, Scientific Biography, German History, and Parisedit
"A presentation of the project by Peter Kulka, for the BAM consortium, of reconstruction of the Stadtschloss in Potsdam (Germany), as seat of the regional Brandenburg Parliament. Keywords: Berlin, Germany, Architecture, Potsdam, Peter... more
"A presentation of the project by Peter Kulka, for the BAM consortium, of reconstruction of the Stadtschloss in Potsdam (Germany), as seat of the regional Brandenburg Parliament.
Keywords: Berlin, Germany, Architecture, Potsdam, Peter Kulka, nostalgia."
Keywords: Berlin, Germany, Architecture, Potsdam, Peter Kulka, nostalgia."
"A comment of the results of the competition for the urbanization of the former Tempelhof airport in Berlin launched by Regula LĂŒscher, chief urbanist.
Columbiadamm
Chora Architecture
IBA
Landschaftarchitecture
LĂŒtzow 7
Gross
Kiefer"
Columbiadamm
Chora Architecture
IBA
Landschaftarchitecture
LĂŒtzow 7
Gross
Kiefer"
Research Interests:
" Cet article aborde la question de la persĂ©cution nazie des lesbiennes, de la constitution dâune mĂ©moire collective et bien entendu, la controverse qui oppose militants gay, militantes lesbiennes et fĂ©ministes. En sâappuyant sur une... more
" Cet article aborde la question de la persĂ©cution nazie des lesbiennes, de la constitution dâune mĂ©moire collective et
bien entendu, la controverse qui oppose militants gay, militantes lesbiennes et fĂ©ministes. En sâappuyant sur une Ă©tude sociologique relative Ă la perception des couples homosexuels, lâarticle montre quâĂ travers la commĂ©moration des victimes homosexuelles du nazisme, câest en fait lâacceptation diffĂ©rentielle des
couples de mĂȘme sexe qui est au cĆur du dĂ©bat. "
bien entendu, la controverse qui oppose militants gay, militantes lesbiennes et fĂ©ministes. En sâappuyant sur une Ă©tude sociologique relative Ă la perception des couples homosexuels, lâarticle montre quâĂ travers la commĂ©moration des victimes homosexuelles du nazisme, câest en fait lâacceptation diffĂ©rentielle des
couples de mĂȘme sexe qui est au cĆur du dĂ©bat. "
La dĂ©portation des homosexuels est devenue depuis les annĂ©es 1970 lâobjet dâune revendication identitaire pour la communautĂ© homosexuelle : Ă New York, Berlin, Paris, Amsterdam et ailleurs, le triangle rose est brandi lors de... more
La dĂ©portation des homosexuels est devenue depuis les annĂ©es 1970 lâobjet dâune revendication identitaire pour la communautĂ© homosexuelle : Ă New York, Berlin, Paris, Amsterdam et ailleurs, le triangle rose est brandi lors de manifestations afin de commĂ©morer les martyrs du groupe, de se souvenir, et de dĂ©fendre des droits. Les revendications de reconnaissance ont souvent Ă©tĂ© mal accueillies par les autoritĂ©s nationales et par certains anciens dĂ©portĂ©s car les homosexuels entraient en concurrence avec dâautres groupes de victimes de la dĂ©portation tels que les juifs ou les politiques⊠Mais lâĂ©mergence de la voix des Tsiganes et les tĂ©moignages de rescapĂ©s. homosexuels font aujourdâhui rebondir cette questionâŠ
Le 10 mai 2005, aprÚs plus de quinze années de controverses, est le jour qui a été choisi pour inaugurer le Mémorial de l'Holocauste de Berlin. Celui-ci, ainsi que la BibliothÚque Vide qui commémore l'autodafé du 10 mai 1933, sont dans... more
Le 10 mai 2005, aprÚs plus de quinze années de controverses, est le jour qui a été choisi pour inaugurer le Mémorial de l'Holocauste de Berlin. Celui-ci, ainsi que la BibliothÚque Vide qui commémore l'autodafé du 10 mai 1933, sont dans le "pays des coupables" deux lieux désormais hautement symboliques. En effet, le nazisme est un des phénomÚnes historiques qui préoccupent le plus les Allemands depuis un demi-siÚcle. Les lieux de mémoire sont-ils alors la matiÚre à partir de laquelle se construit l'Histoire?


