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Atari GTIA

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Atari GTIA
Farbpalette des GTIA-Chips (NTSC-Version)

Der Graphic Television Interface Adaptor (GTIA) und sein VorgĂ€ngermodell Color Television Interface Adaptor (CTIA) sind elektronische Spezialbausteine des US-amerikanischen Herstellers Atari, die verschiedene Aufgaben hauptsĂ€chlich im Bereich der Bilderzeugung ĂŒbernehmen. Sie wurden in verschiedenen Versionen fĂŒr die Fernsehnormen NTSC, PAL und SECAM entwickelt und finden sich in den Heimcomputern Atari 400 (CTIA, ab 1982 GTIA), Atari 800 (CTIA, ab 1982 GTIA), den Modellen der XL- und XE-Reihe sowie in der Spielekonsole Atari 5200.

Nachdem der Mikroprozessor ANTIC die Grafikdaten fĂŒr den aktuellen Pixel (Bildpunkteblock) verarbeitet hat, werden im zweiten Arbeitsgang – vor der Ausgabe beispielsweise am Fernseher – benutzerdefinierbare Bestandteile durch den GTIA hinzugefĂŒgt. Dazu zĂ€hlt die Kolorierung mithilfe einer Palette von 16 Farben in jeweils 16 Helligkeiten und das Integrieren der Bilddaten von maximal acht unabhĂ€ngigen aber jeweils einfarbigen Grafikobjekten, den Sprites. WĂ€hrend diese im Atari-Jargon auch „Player“ und „Missiles“ genannten Objekte gemĂ€ĂŸ benutzerdefinierbaren Überlappungsregeln in das Hintergrundbild kopiert werden, erfolgt gleichzeitig eine KollisionsprĂŒfung. Dabei wird festgestellt, ob sich die Sprites untereinander oder bestimmte Teile des Hintergrundbildes („Playfield“) am aktuell bearbeiteten Bildpunkteblock berĂŒhren. Diese FĂ€higkeiten wurden – wie sich bereits anhand der Namensgebung „Playfield“, „Player“ und „Missiles“ abzeichnet – zur vereinfachten Erstellung von Spielen mit interagierenden Grafikobjekten und schnellem Spielgeschehen entwickelt. Im letzten Arbeitsgang wird aus den zusammengefĂŒhrten Grafikdaten des aktuell bearbeiteten Bildpunktes das eigentliche Videosignal erzeugt und in den HF-Modulator zur Ausgabe am angeschlossenen Fernseher eingespeist. Danach wiederholt sich die mit der ANTIC-Vorverarbeitung beginnende Prozedur fĂŒr den nĂ€chsten Bildpunkteblock so lange, bis das gesamte Bild am Fernseher dargestellt ist. Daneben ĂŒbernimmt der Baustein weitere Aufgaben wie beispielsweise das Abfragen der Joysticks und einiger spezieller Tasten.[1]

  • Julian Reschke, Andreas Wiethoff: Das Atari Profibuch. Sybex-Verlag GmbH, DĂŒsseldorf, 1986, ISBN 3-88745-605-X
  • Eichler, Grohmann: Atari 600XL/800XL Intern. Data Becker GmbH, 1984, ISBN 3-89011-053-3

Anmerkungen und Einzelnachweise

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  1. ↑ Julian Reschke, Andreas Wiethoff: Das Atari Profibuch. Sybex Verlag, 2. Auflage 1986, S. 201–214.