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Auszahlung

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AufwandErtragKostenLeistungErlösAusgabeEinnahmeAuszahlungEinzahlungGesamtvermögenbetriebsnotwendiges VermögenGeldvermögenKasse
Abgrenzung der Grundbegriffe des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens hinsichtlich des Gesamtvermögens, des betriebsnotwendigen Vermögens, des Geldvermögens und der Kasse.[1]

Als Auszahlung bezeichnet man im Rechnungswesen einen Abfluss an Zahlungsmitteln aus einem Zahlungsmittelbestand. KomplementÀrbegriff ist die Einzahlung.

Die Auszahlung der Altersrente in Ägina, Griechenland (1987).

Die Begriffe Auszahlung und Einzahlung gehören zur Zahlungsmittelebene (sie betrachtet StromgrĂ¶ĂŸen).[2] Eine Auszahlung vermindert den Zahlungsmittelbestand (Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks), aber nicht notwendigerweise auch das Geldvermögen, zu dem auch kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten gehören. Auszahlungen und Einzahlungen werden zum Cash-Flow verrechnet und wirken sich auf die LiquiditĂ€t aus.

Abgrenzung Auszahlung/Ausgabe

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Auszahlungen und Ausgaben sind stets dann identisch, wenn sich sowohl der Zahlungsmittelbestand als auch das Geldvermögen Ă€ndern. So fĂŒhrt der GeschĂ€ftsvorfall der Barzahlung eines Wareneinkaufs zur Minderung des Kassenbestands und damit zur Minderung des Geldvermögens.

   Zahlungsmittelbestand  (-)
   + Forderungen          (0)
   - Verbindlichkeiten    (0)
   = Geldvermögen         (-)

Auszahlungen und Ausgaben sind dagegen nicht identisch, wenn KreditvorgĂ€nge stattfinden. Wird der Wareneinkauf mit Zahlungsziel getĂ€tigt, so erhöhen sich durch diesen Lieferantenkredit die Kreditoren (Verbindlichkeiten) und fĂŒhren zu einer Verringerung des Geldvermögens. Es liegt dann zwar eine Ausgabe vor, die Auszahlung erfolgt jedoch erst bei Ablauf des Zahlungsziels durch VerfĂŒgung ĂŒber Zahlungsmittel.[3]

   Zahlungsmittelbestand  (0)
   + Forderungen          (0)
   - Verbindlichkeiten    (+)
   = Geldvermögen         (-)

Ausgabenlose Auszahlungen verringern den Zahlungsmittelbestand und die Verbindlichkeiten oder erhöhen die Forderungen. Hierzu gehört beispielsweise die Tilgung von Krediten durch den Kreditnehmer mittels Überweisung aus seinem Bankguthaben. Auszahlungslose Ausgaben berĂŒhren dagegen nicht den Zahlungsmittelbestand und verĂ€ndern ausschließlich das Geldvermögen.[4] Beispiel hierfĂŒr ist der Wareneinkauf mit Zahlungsziel.

Abgrenzung Auszahlung/Aufwand

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Auszahlung und Aufwand sind identisch, wenn dem Zahlungsmittelabfluss ein Aufwandsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenĂŒbersteht. Werden beispielsweise Lohn/Gehalt (Personalaufwand) an Arbeitnehmer durch Barzahlung aus dem Kassenbestand bezahlt, stimmen Auszahlung und Aufwand ĂŒberein. Auszahlungen und Aufwand sind nicht identisch, wenn etwa eine abnutzungsbedingte Abschreibung auf das Anlagevermögen vorgenommen wird; ihr steht keine Auszahlung gegenĂŒber.

Wiktionary: Auszahlung – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Sönke Peters (BegrĂŒnder), Rolf BrĂŒhl, Johannes N. Stelling: Betriebswirtschaftslehre. EinfĂŒhrung. 12., durchgesehene Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, MĂŒnchen u. a. 2005, ISBN 3-486-57685-2 (Google Books).
  2. ↑ Peter Janakiew, UnternehmensfĂŒhrung-Rechnungswesen-Controlling, 2009, S. 123
  3. ↑ Frank Kalenberg, Kostenrechnung, 2013, S. 6
  4. ↑ Carl-Christian Freidank, Kostenrechnung, 2012, S. 12