Zum Inhalt springen

Erste Sehnsucht (Film)

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Film
Titel Erste Sehnsucht
Originaltitel Premiers désirs
Produktionsland Frankreich, Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1984
LÀnge 93 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie David Hamilton
Drehbuch Michael Erdmann, Philippe Gautier, Bertrand Levergeois
Produktion Alain Terzian
Musik Philippe Sarde
Kamera Alain Derobe
Schnitt François Zeppi
Besetzung

Erste Sehnsucht ist ein französischer Softsexfilm aus dem Jahr 1984, bei dem der britische Fotograf David Hamilton Regie fĂŒhrte. Darin tritt Anja SchĂŒte zum dritten Mal in einem von Hamiltons Filmen auf, nach Die Geschichte der Laura M und ZĂ€rtliche Cousinen. Emmanuelle BĂ©art, zu dieser Zeit SchauspielschĂŒlerin, bekam in Erste Sehnsucht die erste Filmrolle ihrer Karriere.

Die drei MĂ€dchen HĂ©lĂšne, DorothĂ©e und Caroline verbringen die Sommerferien an der CĂŽte d’Azur. Dabei haben die drei pubertierenden Nymphchen eigentlich nur eines im Kopf: MĂ€nner! Nachdem sie wĂ€hrend einer Bootsfahrt in einen Sturm geraten und kentern, stranden sie auf einer kleinen Insel. In einem HafencafĂ© lernen die MĂ€dchen die jungen MĂ€nner Max, Raoul und Etienne kennen. WĂ€hrend HĂ©lĂšne und DorothĂ©e mit Max und Raoul anbĂ€ndeln, will Caroline zunĂ€chst von Etienne nichts wissen – erst recht nicht, als sie den reifen und reichen Jordan trifft, der eine tiefe Leidenschaft in ihr weckt. Außerdem meint sie in ihm ihren Retter nach dem Schiffbruch erkannt zu haben. Allerdings ist Jordan bereits mit der attraktiven und erfolgreichen Pianistin Julia verheiratet.

Das Lexikon des internationalen Films nannte Erste Sehnsucht einen „schwachsinnige[n] Softsexfilm im Rahmen der PseudoĂ€sthetik des Fotografen David Hamilton.“[2] Eine „(
) schleimweichgezeichnete Voyeursklamotte des Erotikspekulanten Hamilton“ sah und wertete mit 1œ Sternen als mĂ€ĂŸig das Lexikon „Filme im Fernsehen“ von Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz.[3] 2006 erschien der Film auf DVD, was den Kritiker Fritz Göttler von der SĂŒddeutschen Zeitung zur Bemerkung veranlasste: „Eine abgeschiedene Welt, in der die jungen MĂ€nner nur eine ganz minimale, tölpelige Nebenrolle spielen, eine Welt des femininen Narzissmus, bei dessen zarten KĂŒssen von Frau zu Frau – er weiß es wohl – selbst der diskrete Filmemacher stört.“[4]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Freigabebescheinigung fĂŒr Erste Sehnsucht. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 54364/K; abgerufen am 3. Oktober 2026).
  2. ↑ Lexikon des internationalen Films, CD-ROM-Ausgabe, Systhema, MĂŒnchen 1997
  3. ↑ Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 205
  4. ↑ Fritz Göttler: Wasserdicht. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 14. August 2006, S. 12