FDP Sachsen
| FDP Sachsen | |
| Vorsitzende | Matthias Schniebel |
| Stellvertreter | Thomas Kunz Ulrike Harzer Clemens Heydrich |
| GeneralÂsekretĂ€r | Toralf Einsle |
| SchatzÂmeister | Sven GĂ€rtner |
| GeschĂ€ftsÂfĂŒhrer | Claudia Schlegel |
| GrĂŒndungsÂdatum | 18. August 1990 |
| GrĂŒndungsÂort | Dresden |
| Hauptsitz | Radeberger StraĂe 51 01099 Dresden |
| MitgliederÂzahl | 1.750 (Stand: Ende 2025)[1] |
| Website | www.fdp-sachsen.de |
Die FDP Sachsen ist der Landesverband der Freien Demokratischen Partei im Freistaat Sachsen. Vorsitzender ist seit 2025 Matthias Schniebel, das Amt des GeneralsekretÀrs bekleidet seit 2025 Toralf Einsle.[2]
Geschichte liberaler Parteien in Sachsen bis 1990
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit den 1860er-Jahren
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Obere Reihe (v. l. n. r.) Hermann Rentzsch, Ernst Jordan, Christian Gottlieb Riedel;
Mitte Wilhelm Schaffrath;
Untere Reihe (v. l. n. r.) Karl Biedermann, Karl Gottlob Panitz, Richard Ludwig.
Nachdem in PreuĂen 1861 die Deutsche Fortschrittspartei gegrĂŒndet worden war, fand am 25. April 1863 im SchĂŒtzenhaus in Leipzig die GrĂŒndungsversammlung der sĂ€chsischen Liberalen zum SĂ€chsischen Fortschrittsverein statt. WĂ€hrend sich in PreuĂen bereits 1866/67 die Nationalliberale Partei von der Fortschrittspartei abgespalten hatte, blieben in Sachsen beide liberale FlĂŒgel noch bis Mitte der 1870er-Jahre zusammen. Seit 1874 bildete der Reichsverein fĂŒr Sachsen ein erstes, relativ lockeres Band um die örtlichen nationalliberalen Gruppierungen, ehe sich 1882 mit dem Nationalliberalen Verein fĂŒr das Königreich Sachsen ein nationalliberaler Landesverband im engeren Sinne konstituierte. Im Gegensatz zur Reichsebene, auf der sich die linksliberale Fortschrittspartei mehrfach spaltete, umbenannte und neu formierte, wahrten die sĂ€chsischen Fortschrittler â abgesehen von den zaghaften Versuchen, einen eigenstĂ€ndigen Landesverband der Deutsch-freisinnigen Partei bzw. Freisinnigen Volkspartei aufzubauen â bis in die 1890er-Jahre ihre organisatorische Einheit. Unterdessen konnte der 1894 gegrĂŒndete Landesverein der Freisinnigen Volkspartei fĂŒr das Königreich Sachsen erst nach der Jahrhundertwende allmĂ€hlich FuĂ fassen. Somit existierten bis 1918 in Sachsen zwei, zeitweilig sogar drei liberale Parteiengruppen nebeneinander.
Von 1871 bis 1875 besaĂen die Liberalen mit ĂŒber 40 Abgeordneten die absolute Mehrheit im SĂ€chsischen Landtag. Infolge des Auseinandergehens der links- und nationalliberalen ParteiflĂŒgel sank die Zahl ihrer Abgeordneten kontinuierlich und die Konservativen stiegen zur dominierenden Kraft im Landtag auf. Sie etablierten seit der zweiten HĂ€lfte der 1870er-Jahre zusammen mit den Nationalliberalen und der immer kleiner werdenden Fraktion des Fortschrittsvereins ein Wahlkartell gegen die zunehmend erstarkende Sozialdemokratie, welches bis nach der Jahrhundertwende bestehen blieb. Als faktischer Juniorpartner der Konservativen ĂŒbernahmen die Liberalen immer mehr konservative Positionen und gaben sukzessive ihr eigenes liberales Profil auf.
Erst mit dem Eintritt Gustav Stresemanns in die sĂ€chsische Politik ab 1902, der eine langsame Auflösung des Wahlkartells durchfĂŒhrte, Ă€nderte sich diese Konstellation nachhaltig. Er fĂŒhrte die Nationalliberalen zu alter StĂ€rke zurĂŒck, 1909 waren sie wieder die stĂ€rkste Partei im SĂ€chsischen Landtag. Stresemann stand fĂŒr eine innovative Politik im sĂ€chsischen Königreich. So sprach er sich unter anderem fĂŒr eine neue Wahlgesetzgebung aus und wirkte auf moderne Rechtsgrundlagen fĂŒr Gewerkschaften hin. Damit setzte er wichtige Impulse fĂŒr eine Demokratisierung Sachsens. Am Ende des Kaiserreichs wurde mit Rudolf Heinze ein nationalliberaler MinisterprĂ€sident durch den sĂ€chsischen König eingesetzt. Er fĂŒhrte das Amt einige Wochen aus, ehe im Zuge der Novemberrevolution 1918 das monarchische System abgelöst und die Demokratie eingefĂŒhrt wurde.
In der Weimarer Republik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch in der Zeit der Weimarer Republik blieben die Liberalen in zwei Parteien gespalten. Auf der einen Seite bestand die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) und auf der anderen Seite die Deutsche Volkspartei (DVP). Der Sachse Friedrich Naumann war GrĂŒndungsmitglied der DDP und ihr erster reichsweiter Vorsitzender. Einen der ersten OrtsverbĂ€nde der DDP bildete Wilhelm KĂŒlz 1918 in Zittau, wo er zu diesem Zeitpunkt OberbĂŒrgermeister war. Von 1920 bis 1933 hatte er den Landesvorsitz der DDP inne und er gehörte von 1919 an bis 1932 der Weimarer Nationalversammlung bzw. dem Berliner Reichstag an.
Die DVP dagegen wurde von Gustav Stresemann begrĂŒndet und sollte zwischen 1918 und 1933 zwei sĂ€chsische MinisterprĂ€sidenten stellen. Von 1929 bis 1930 war Wilhelm BĂŒnger der erste liberale MinisterprĂ€sident in Sachsen. Ihm folgte Walther Schieck, der das Amt nach sechs Wochen aber nur noch geschĂ€ftsfĂŒhrend innehatte. Da es keine Neuwahlen gab, fĂŒhrte er die GeschĂ€fte bis zur âMachtergreifungâ der Nationalsozialisten im MĂ€rz 1933. Am 23. Mai 1933 stimmten die liberalen Abgeordneten im SĂ€chsischen Landtag fĂŒr die Annahme des sĂ€chsischen ErmĂ€chtigungsgesetzes.[3] Sowohl die DVP als auch die seit 1930 in Deutsche Staatspartei umbenannte DDP mussten sich im Juni/Juli 1933 selbst auflösen.
Nach 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Liberalen auch wieder in zwei Parteien gespalten. Diesmal waren sie aber territorial entzweit. In den westlichen Besatzungszonen formierte sich bis 1948 die FDP, in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde 1945 die LDP gegrĂŒndet. Der GrĂŒndungsaufruf in der SBZ erfolgte schon am 5. Juli 1945 durch Wilhelm KĂŒlz und Waldemar Koch. In Dresden fanden sich zwischen dem 1. und 6. Juli jeden Tag u. a. Hermann Kastner, Johannes Dieckmann, Emil Menke-GlĂŒckert, Walter ThĂŒrmer, Reinhard Uhle und Ernst Scheiding zusammen, um die GrĂŒndung einer liberalen Partei in Sachsen vorzubereiten. Auf Druck der sowjetischen Besatzungsmacht erklĂ€rten sie sich am 19. Juli bereit, sich der LDP anzuschlieĂen und erklĂ€rten sich am 15. August 1945 zum LDP-Landesverband Sachsens.
Die Partei nahm an der âEinheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteienâ auf Befehl Nr. 2 der Sowjetischen MilitĂ€radministration in Deutschland (SMAD) teil. Die Parteien fanden sich damit in Sachsen in einem Vorparlament schon im Sommer 1945 zum Einheitsblock zusammen. FĂŒr die Liberalen bekannte sich Hermann Kastner 1946 zur Blockbildung im SĂ€chsischen Landtag. Trotzdem wurden im Vorfeld der ersten Wahlen in der Sowjetischen Besatzungszone hunderte OrtsverbĂ€nde von CDU und LDP von der SMAD nicht anerkannt. Das bedeutete, dass die LDP in vielen Wahlkreisen keine Kandidaten aufstellen durfte, darunter Wolfgang Mischnick oder Ruth Ehrlich. Damit konnte die LDP rund eine Million WĂ€hlerstimmen in Sachsen nicht erreichen. Dennoch wurde die LDP bei den Landtagswahlen in Sachsen 1946 mit 24,7 Prozent der Stimmen zweitstĂ€rkste Kraft.
Die LDP wurde immer stĂ€rker in den Einheitsblock gezwungen, unliebsame Personen wurden durch die SMAD aus ihren Ămtern entfernt und sogar verhaftet. 1949 war die âGleichschaltungâ zur Blockpartei weitgehend abgeschlossen. Die Landtagswahlen in Sachsen 1950 fanden nach Einheitslisten statt, ohne dass der WĂ€hler eine Wahlmöglichkeit hatte. Im Juli 1952 bekannte sich die nun in Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) umgetaufte Partei zur Hegemonie der SED und versicherte, alle BeschlĂŒsse der DDR-Regierung zu befĂŒrworten. Die liberale Partei hatte damit endgĂŒltig ihre EigenstĂ€ndigkeit verloren. Im gleichen Jahr wurden die LĂ€nder in der DDR und damit auch die LandesverbĂ€nde der Parteien aufgelöst und durch BezirksverbĂ€nde ersetzt. SĂ€chsische LDPD-Politiker waren nicht nur in allen sĂ€chsischen Bezirks- und Kreistagen, sondern bis 1989 auch prominent in der DDR-StaatsfĂŒhrung vertreten. So war Hans-Joachim Heusinger von 1972 bis 1990 DDR-Justizminister und Manfred Gerlach von 1960 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Staatsrats der DDR.
Gleichwohl blieb das liberale Gedankengut vor allem in den OrtsverbĂ€nden der LDPD erhalten, wenngleich es in der Ăffentlichkeit keine Rolle spielen durfte.
Nach der Wende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erst in der Wendezeit bekannte sich die LDPD wieder offen zu liberalen Positionen und zu ihren geschichtlichen Wurzeln. Nicht zuletzt war dies auch Manfred Gerlach zu verdanken, der zaghafte AnsĂ€tze zu einer Neuorientierung bereits im Juli 1989 veröffentlichte. In Sachsen bzw. um Plauen herum etablierte sich die LDPD ab Oktober 1989 offen als Oppositionskraft und bekannte sich schon nach der Maueröffnung am 9. November 1989 zur Einheit Deutschlands. Die âLiberal-Demokratische Jugendâ wurde in Dresden gebildet, eine unter mehreren DDR-weiten Initiativen, die sich schlieĂlich zur GrĂŒndung der Jungliberalen Aktion (JuliA) zusammenschlossen. Am 20. Januar 1990 konstituierte sich zudem die Deutsche Forumpartei (DFP) in Karl-Marx-Stadt. Auf dem Reformparteitag der LDPD am 9./10. Februar 1990 in Dresden wurde Manfred Gerlach von Rainer Ortleb als Parteivorsitzender abgelöst. Allerdings blieb insgesamt die nun wieder in LDP umgetaufte Partei aber hinter den Erwartungen der Parteibasis zurĂŒck und verlor ihre Vorreiterrolle bei der Reformierung ihres Parteiprogramms im Vergleich zu anderen Parteien in der DDR, was nicht zuletzt auch in der GrĂŒndung der FDP der DDR seinen Ausdruck fand.
Im Zuge der Volkskammerwahlen in der DDR am 18. MĂ€rz 1990 wurde das WahlbĂŒndnis Bund Freier Demokraten, bestehend aus DFP, FDP der DDR und LDP, gegrĂŒndet. Der westdeutsche FDP-Vorsitzende Otto Graf Lambsdorff hatte das WahlbĂŒndnis angeregt, damit die DFP und die FDP der DDR keine zu groĂen Nachteile wegen ihres Organisationsdefizits haben. Der BFD erhielt aber nur 5,27 %, u. a. auch deshalb, weil sich die LDP zu spĂ€t erneuert hatte. In den drei âsĂ€chsischenâ Bezirken schnitten die Liberalen leicht ĂŒberdurchschnittlich ab: im Bezirk Leipzig bekamen sie 5,4 %, in Dresden 5,5 % und in Karl-Marx-Stadt 6,0 % der Stimmen. Am 28. MĂ€rz 1990 erfolgte der Zusammenschluss der LDP mit der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD). Diese schlossen sich wiederum am 11./12. August 1990 auf dem Vereinigungsparteitag in Hannover der bundesdeutschen FDP an.
Geschichte der FDP Sachsen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Sachsen formierte sich die FDP am 18. August 1990 und bestand aus den ehemaligen Parteien LDP, DFP und FDP der DDR. Der erste Landesvorsitzende war Dietmar Schicke, der jedoch wegen seiner frĂŒheren TĂ€tigkeit als Stasi-IM[4] noch im Jahr 1990 wieder zurĂŒcktrat und von dem frĂŒheren Plauener LDPD-FunktionĂ€r Joachim GĂŒnther abgelöst wurde. Bei der ersten Landtagswahl im wiedererrichteten Freistaat Sachsen im Oktober 1990 bekam die FDP 5,3 Prozent der Stimmen und zog mit neun Abgeordneten in den SĂ€chsischen Landtag ein. Aufgrund der absoluten Mehrheit der CDU blieb sie aber in der Opposition. Bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung im Dezember 1990 bekam die FDP in Sachsen 12,4 Prozent der Stimmen, anschlieĂend stellte der Landesverband fĂŒnf Bundestagsabgeordnete. Einer davon war der in Sachsen geborene, aber 1948 in den Westen geflohene Wolfgang Mischnick, der langjĂ€hrige Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, der bei dieser Wahl auf der sĂ€chsischen Landesliste kandidierte.
1994 schaffte die FDP den Einzug in den Landtag nicht und 1999 fuhr sie mit 1,1 % das schlechteste Wahlergebnis seit der Wende ein. 1995 ĂŒbernahm Klaus Haupt fĂŒr zwei Jahre den Vorsitz der sĂ€chsischen FDP, ihm folgte von 1997 bis 1999 der frĂŒhere Bundeswissenschaftsminister Rainer Ortleb. Seit 1999 hatte Holger Zastrow den Parteivorsitz inne, er fĂŒhrte den Landesverband 20 Jahre lang. 2004 gelang der sĂ€chsischen FDP mit sieben Abgeordneten der Einzug in den SĂ€chsischen Landtag. Bei der Landtagswahl 2009 konnte die FDP 10,0 % der WĂ€hlerstimmen verbuchen und damit die Anzahl der Abgeordneten auf 14 verdoppeln. Bis 2014 bildete sie mit der CDU im Kabinett Tillich II eine Regierungskoalition und stellte den Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister (Sven Morlok) sowie den Justizminister (JĂŒrgen Martens).
Bei der Landtagswahl 2014 stĂŒrzte die FDP jedoch auf 3,8 % ab und verpasste wieder den Einzug in den sĂ€chsischen Landtag. In der Folgezeit entwickelte sich eine kontroverse innerparteiliche Debatte ĂŒber den Umgang mit Pegida und der Alternative fĂŒr Deutschland, in deren Rahmen sich der in erster Linie betroffene Kreisverband Dresden ausdrĂŒcklich von jedweden rechtspopulistischen Bestrebungen distanzierte.[5] Gleichwohl verteidigte der selbst in Dresden beheimatete Landesvorsitzende Holger Zastrow wiederholt den in diesem Zusammenhang in die Kritik geratenen Stadtrat Jens Genschmar.[6] Teile des Landesverbandes monierten daraufhin die unzureichende Abgrenzung nach RechtsauĂen.[7] Dass Zastrow fĂŒr die Bundestagswahl 2017 nicht als Direktkandidat aufgestellt wurde, fĂŒhrte dieser unter anderem auf seine RĂŒckendeckung fĂŒr den Pegida-nahen Stadtrat Genschmar zurĂŒck.[8] Im Januar 2019 lieĂen sich Genschmar und einige Gesinnungsgenossen schlieĂlich auf der Stadtratsliste der Freien WĂ€hler aufstellen und verwirkten somit ihre FDP-Mitgliedrechte.[9]
Nachdem die Partei bei der Landtagswahl 2019 erneut die 5-Prozent-HĂŒrde nicht ĂŒberwinden konnte, trat der Landesvorstand zurĂŒck. Beim Landesparteitag in Neukieritzsch wurde am 2. November 2019 Frank MĂŒller-Rosentritt zum neuen Vorsitzenden gewĂ€hlt. Zwei Jahre spĂ€ter ĂŒbernahm die Lommatzscher BĂŒrgermeisterin Anita MaaĂ den Landesvorsitz.[10] Nachdem der sĂ€chsische Landesverband bei der Bundestagswahl 2021 noch 11,0 % erreicht hatte, stĂŒrzte die Partei bei der Landtagswahl in Sachsen 2024 auf 0,9 % ab und fiel damit unter die fĂŒr die staatliche Parteienfinanzierung wichtige HĂŒrde von einem Prozent auf Landesebene.[11] Bei der Wahl des neuen Landesvorstandes am 12. April 2025 trat Anita MaaĂ nicht erneut an; Matthias Schniebel setzte sich im zweiten Wahlgang mit 95 zu 91 Stimmen gegen Stephan Mielsch als neuer Landesvorsitzender durch.
Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die FDP Sachsen besteht aus 13 KreisverbÀnden. Diese setzen sich aus einzelnen OrtsverbÀnden zusammen. Das höchste Beschlussgremium ist der Landesparteitag, an dem 250 Delegierte der KreisverbÀnde teilnehmen und der mindestens einmal im Jahr tagt. Auf dem Landesparteitag wird aller zwei Jahre der Landesvorstand neu gewÀhlt.
Zwölf LandesfachausschĂŒsse[12] unterstĂŒtzen die inhaltliche Arbeit der FDP Sachsen:
- Bildung
- Digitale Agenda, Internet und Medien
- Europa und Internationale Politik
- Gesundheit und Pflege
- Innen-, Rechts- und Sportpolitik
- Kultur und Tourismus
- Land- und Forstwirtschaft, ErnÀhrung, Naturschutz
- Nachhaltigkeit durch Innovation und Technologie
- Soziales und gesellschaftlicher Zusammenhalt (Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit, Meinungsvielfalt)
- Verkehr und Landesentwicklung, Bauen/Wohnen
- Wirtschaft, Arbeit und Finanzen
- Wissenschaft, Hochschule und Innovation
Landesvorstand
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der aktuell amtierende Landesvorstand der sÀchsischen FDP setzt sich Stand April 2025 wie folgt zusammen[13]:
| Vorsitzender | Matthias Schniebel |
|---|---|
| Stellvertretende Vorsitzende | Thomas Kunz Ulrike Harzer Clemens Heydrich |
| GeneralsekretÀr | Toralf Einsle |
| Schatzmeister | Sven GĂ€rtner |
| Beisitzerinnen und Beisitzer | Billy Bauer, Marko Beger, Paul Deuschle, Eddie Friedrich, Thomas Gebhardt, Carl Gruner, Colin Jakob, Philipp JunghĂ€hnel, David Kessler, Michel Kretschmer, Katrin MĂŒnch, Luisa Strobel, Eric Zeuner |
Vorfeldorganisationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]ZusĂ€tzlich zu den Parteigremien und den LandesfachausschĂŒssen gibt es eine Reihe von Vorfeldorganisationen:
- Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA Sachsen)
- Liberale Arbeitnehmer Sachsen (LAN Sachsen)
- Liberale Frauen Sachsen (LiF Sachsen)
- Liberale Hochschulgruppen Sachsen (LHG Sachsen)
- Liberaler Mittelstand Sachsen (LiM Sachsen)
- Liberale SchĂŒler Sachsen (LS Sachsen)
- Liberale Schwulen und Lesben Mitteldeutschland (LiSL Mitteldeutschland)
- Liberale Senioren in Sachsen (LiS Sachsen)
- Vereinigung Liberaler Juristen in Sachsen (VLJ Sachsen)
- Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker Sachsen (VLK Sachsen)
- Wilhelm-KĂŒlz-Stiftung (WKS)
FDP hilft e. V.
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Besonderheit der sĂ€chsischen FDP war der Verein âFDP hilft e. V.â. Jeder FDP-Landtagsabgeordnete spendete den Nettobetrag der jĂŒngsten DiĂ€tenerhöhungen in den gemeinnĂŒtzigen Verein. Hierdurch wurden ĂŒber 100 soziale, karitative und kulturelle Projekte mit insgesamt 140.000 Euro unterstĂŒtzt.[14]
Landesvorsitzender
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Amtszeit | Name |
|---|---|
| 1946â1947 | Hermann Kastner |
| 1947â1949 | Arthur Bretschneider |
| 1949â1952 | Walter ThĂŒrmer |
| 1952 bis 1990 bestand kein Land Sachsen | |
| 1990 | Dietmar Schicke |
| 1990â1995 | Joachim GĂŒnther |
| 1995â1997 | Klaus Haupt |
| 1997â1999 | Rainer Ortleb |
| 1999â2019 | Holger Zastrow |
| 2019â2021 | Frank MĂŒller-Rosentritt |
| 2021â2025 | Anita MaaĂ |
| seit 2025 | Matthias Schniebel |
Wahlergebnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Landtagswahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Landtagswahlergebnisse[15] | |||
|---|---|---|---|
| Jahr | Stimmen | Sitze | |
| 1990 | 5,3Â % | 9 | |
| 1994 | 1,7Â % | â | |
| 1999 | 1,1Â % | â | |
| 2004 | 5,9Â % | 7 | |
| 2009 | 10,0Â % | 14 | |
| 2014 | 3,8Â % | â | |
| 2019 | 4,5Â % | â | |
| 2024 | 0,9Â % | â | |
Bundestagswahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bundestagswahlergebnisse[16] | |||
|---|---|---|---|
| Jahr | Stimmen | Sitze | Abgeordnete |
| 1990 | 12,4Â % | 5 | Wolfgang Mischnick, Joachim GĂŒnther, Sigrid Semper, Arno Schmidt, JĂŒrgen Schmieder |
| 1994 | 3,8Â % | 1 | Joachim GĂŒnther |
| 1998 | 3,6Â % | 2 | Joachim GĂŒnther, Klaus Haupt |
| 2002 | 7,3Â % | 2 | Joachim GĂŒnther, Klaus Haupt |
| 2005 | 10,2Â % | 4 | Joachim GĂŒnter, Heinz-Peter Haustein, Jan MĂŒcke, Christoph Waitz |
| 2009 | 13,3Â % | 4 | Joachim GĂŒnter, Jan MĂŒcke, Heinz-Peter Haustein, Reiner Deutschmann |
| 2013 | 3,1Â % | â | â |
| 2017 | 8,2Â % | 3 | Torsten Herbst, JĂŒrgen Martens, Frank MĂŒller-Rosentritt |
| 2021 | 11,0Â % | 5 | Torsten Herbst, Frank MĂŒller-Rosentritt, Philipp Hartewig, Ulrike Harzer, Nico Tippelt |
| 2025 | 3,2Â % | â | â |
Landtagsfraktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fraktionsvorsitzende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Amtszeit | Name |
|---|---|
| 1949 | Arthur Bretschneider am 27. Februar 1949 verstorben |
| 1949â1950 | Ralph Liebler |
| 1950âMĂ€rz 1951 | Walter ThĂŒrmer |
| 1951 | Fritz Greuner |
| 1952 bis 1990 bestand kein Land Sachsen | |
| 1990â1993 | GĂŒnter Kröber |
| 1993â1994 | Ludwig Martin Rade |
| von 1994 bis 2004 war die FDP nicht im Landtag vertreten | |
| 2004â2014 | Holger Zastrow |
| seit 2014 ist die FDP nicht im Landtag vertreten | |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Falk Illing: Auf dem Weg zur etablierten Partei? Wahlanalyse, Organisation, Programmatik und Strategie der sÀchsischen FDP seit 1990. Springer VS, Wiesbaden 2015, Chemnitz 2011, ISBN 978-3-658-04656-9. (online: Dissertation, TU Chemnitz, 2011)
- Olaf Jandura: Die FDP in Sachsen. In: Christian Demuth, Jakob Lempp (Hrsg.): Parteien in Sachsen. Bebra-Wissenschaftsverlag, Berlin 2006, ISBN 3-937233-35-0, S. 171â186.
- Thomas Widra: Die Geschichte des sĂ€chsischen Liberalismus und der Freien Demokratischen Partei. 150 Jahre liberale Parteien in Sachsen. Wilhelm-KĂŒlz-Stiftung, Dresden 2016, ISBN 978-3-00-052423-3.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- FDP Sachsen
- Archivierte Website der FDP-Fraktion im SĂ€chsischen Landtag ( vom 1. August 2015 im Internet Archive)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Tobias Winzer: Linkspartei gewinnt in Sachsen deutlich an Mitgliedern â und ĂŒberholt die CDU. In: SĂ€chsische Zeitung. 7. Januar 2026, abgerufen am 7. Januar 2026.
- â FDP wĂ€hlt neue Spitze - Schniebel will Partei neu aufstellen. In: welt.de. 12. April 2025, abgerufen am 12. April 2025.
- â Siehe zum Abstimmungsverhalten der bĂŒrgerlichen Abgeordneten zum sĂ€chsischen ErmĂ€chtigungsgesetz: Mike Schmeitzner: Dresden: Landtag und Staatskanzlei. In: Konstantin Hermann (Hrsg.): FĂŒhrerschule, Thingplatz, "Judenhaus" â Orte und GebĂ€ude der nationalsozialistischen Diktatur in Sachsen. Sandstein Verlag, Dresden 2014, ISBN 978-3-95498-052-9, S. 58â61, hier speziell Anmerkung 7 auf S. 61.
- â Die CDU fĂŒhrt die Stasi-Liste an. In: taz. die tageszeitung, 1.âOktoberâ1990, S. 5.
- â Pegida entzweit FDP-Mitglieder. In: SĂ€chsische Zeitung. 28. Februar 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
- â FDP-Chef Holger Zastrow im Interview: âDresden ist keine linke Stadtâ. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 16. Januar 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Januar 2019; abgerufen am 29. Januar 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Rebelliert die FDP gegen Holger Zastrow? In: SĂ€chsische Zeitung. 29. April 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
- â Zastrow nur noch zweite Wahl. In: SĂ€chsische Zeitung. 12. November 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
- â LĂ€ssig und Genschmar fliegen aus der FDP. In: SĂ€chsische Zeitung. 22. Januar 2019, abgerufen am 29. Januar 2019.
- â Anita MaaĂ ist neue FDP-Chefin in Sachsen. In: mdr.de. 6. November 2021, abgerufen am 12. Mai 2022.
- â Die FDP kĂ€mpft in Sachsen ums Ăberleben, mdr.de, 4. September 2024, abgerufen am 18. September 2024.
- â Struktur der LandesfachausschĂŒsse fĂŒr die Amtszeit 2023â2025. Beschluss des 57. Landesparteitages der FDP Sachsen. In: fdp-sachsen.de. 4. November 2023, ehemals im (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 16. November 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- â auf sachsen.freie-demokraten.de, abgerufen am 13. April 2025.
- â âFDP hilftâ fördert Bildung, Kultur und Sport in Sachsen. In: liberale.de. 5. August 2013, abgerufen am 4. Juni 2017.
- â Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen. In: wahlrecht.de. 1. September 2024, abgerufen am 2. September 2024.
- â Ergebnisse frĂŒherer Bundestagswahlen. (PDF; 484 kB) In: bundeswahlleiter.de. 3. August 2015, abgerufen am 9. Dezember 2016.