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FDP Sachsen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
FDP Sachsen
Vorsitzende Matthias Schniebel
Stellvertreter Thomas Kunz
Ulrike Harzer
Clemens Heydrich
General­sekretÀr Toralf Einsle
Schatz­meister Sven GÀrtner
GeschĂ€fts­fĂŒhrer Claudia Schlegel
GrĂŒndungs­datum 18. August 1990
GrĂŒndungs­ort Dresden
Hauptsitz Radeberger Straße 51
01099 Dresden
Mitglieder­zahl 1.750 (Stand: Ende 2025)[1]
Website www.fdp-sachsen.de

Die FDP Sachsen ist der Landesverband der Freien Demokratischen Partei im Freistaat Sachsen. Vorsitzender ist seit 2025 Matthias Schniebel, das Amt des GeneralsekretÀrs bekleidet seit 2025 Toralf Einsle.[2]

Geschichte liberaler Parteien in Sachsen bis 1990

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Seit den 1860er-Jahren

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FĂŒhrer der liberalen Abgeordneten im SĂ€chsischen Landtag, 1873:
Obere Reihe (v. l. n. r.) Hermann Rentzsch, Ernst Jordan, Christian Gottlieb Riedel;
Mitte Wilhelm Schaffrath;
Untere Reihe (v. l. n. r.) Karl Biedermann, Karl Gottlob Panitz, Richard Ludwig.

Nachdem in Preußen 1861 die Deutsche Fortschrittspartei gegrĂŒndet worden war, fand am 25. April 1863 im SchĂŒtzenhaus in Leipzig die GrĂŒndungsversammlung der sĂ€chsischen Liberalen zum SĂ€chsischen Fortschrittsverein statt. WĂ€hrend sich in Preußen bereits 1866/67 die Nationalliberale Partei von der Fortschrittspartei abgespalten hatte, blieben in Sachsen beide liberale FlĂŒgel noch bis Mitte der 1870er-Jahre zusammen. Seit 1874 bildete der Reichsverein fĂŒr Sachsen ein erstes, relativ lockeres Band um die örtlichen nationalliberalen Gruppierungen, ehe sich 1882 mit dem Nationalliberalen Verein fĂŒr das Königreich Sachsen ein nationalliberaler Landesverband im engeren Sinne konstituierte. Im Gegensatz zur Reichsebene, auf der sich die linksliberale Fortschrittspartei mehrfach spaltete, umbenannte und neu formierte, wahrten die sĂ€chsischen Fortschrittler – abgesehen von den zaghaften Versuchen, einen eigenstĂ€ndigen Landesverband der Deutsch-freisinnigen Partei bzw. Freisinnigen Volkspartei aufzubauen – bis in die 1890er-Jahre ihre organisatorische Einheit. Unterdessen konnte der 1894 gegrĂŒndete Landesverein der Freisinnigen Volkspartei fĂŒr das Königreich Sachsen erst nach der Jahrhundertwende allmĂ€hlich Fuß fassen. Somit existierten bis 1918 in Sachsen zwei, zeitweilig sogar drei liberale Parteiengruppen nebeneinander.

Von 1871 bis 1875 besaßen die Liberalen mit ĂŒber 40 Abgeordneten die absolute Mehrheit im SĂ€chsischen Landtag. Infolge des Auseinandergehens der links- und nationalliberalen ParteiflĂŒgel sank die Zahl ihrer Abgeordneten kontinuierlich und die Konservativen stiegen zur dominierenden Kraft im Landtag auf. Sie etablierten seit der zweiten HĂ€lfte der 1870er-Jahre zusammen mit den Nationalliberalen und der immer kleiner werdenden Fraktion des Fortschrittsvereins ein Wahlkartell gegen die zunehmend erstarkende Sozialdemokratie, welches bis nach der Jahrhundertwende bestehen blieb. Als faktischer Juniorpartner der Konservativen ĂŒbernahmen die Liberalen immer mehr konservative Positionen und gaben sukzessive ihr eigenes liberales Profil auf.

Erst mit dem Eintritt Gustav Stresemanns in die sĂ€chsische Politik ab 1902, der eine langsame Auflösung des Wahlkartells durchfĂŒhrte, Ă€nderte sich diese Konstellation nachhaltig. Er fĂŒhrte die Nationalliberalen zu alter StĂ€rke zurĂŒck, 1909 waren sie wieder die stĂ€rkste Partei im SĂ€chsischen Landtag. Stresemann stand fĂŒr eine innovative Politik im sĂ€chsischen Königreich. So sprach er sich unter anderem fĂŒr eine neue Wahlgesetzgebung aus und wirkte auf moderne Rechtsgrundlagen fĂŒr Gewerkschaften hin. Damit setzte er wichtige Impulse fĂŒr eine Demokratisierung Sachsens. Am Ende des Kaiserreichs wurde mit Rudolf Heinze ein nationalliberaler MinisterprĂ€sident durch den sĂ€chsischen König eingesetzt. Er fĂŒhrte das Amt einige Wochen aus, ehe im Zuge der Novemberrevolution 1918 das monarchische System abgelöst und die Demokratie eingefĂŒhrt wurde.

In der Weimarer Republik

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Auch in der Zeit der Weimarer Republik blieben die Liberalen in zwei Parteien gespalten. Auf der einen Seite bestand die linksliberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) und auf der anderen Seite die Deutsche Volkspartei (DVP). Der Sachse Friedrich Naumann war GrĂŒndungsmitglied der DDP und ihr erster reichsweiter Vorsitzender. Einen der ersten OrtsverbĂ€nde der DDP bildete Wilhelm KĂŒlz 1918 in Zittau, wo er zu diesem Zeitpunkt OberbĂŒrgermeister war. Von 1920 bis 1933 hatte er den Landesvorsitz der DDP inne und er gehörte von 1919 an bis 1932 der Weimarer Nationalversammlung bzw. dem Berliner Reichstag an.

Die DVP dagegen wurde von Gustav Stresemann begrĂŒndet und sollte zwischen 1918 und 1933 zwei sĂ€chsische MinisterprĂ€sidenten stellen. Von 1929 bis 1930 war Wilhelm BĂŒnger der erste liberale MinisterprĂ€sident in Sachsen. Ihm folgte Walther Schieck, der das Amt nach sechs Wochen aber nur noch geschĂ€ftsfĂŒhrend innehatte. Da es keine Neuwahlen gab, fĂŒhrte er die GeschĂ€fte bis zur „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im MĂ€rz 1933. Am 23. Mai 1933 stimmten die liberalen Abgeordneten im SĂ€chsischen Landtag fĂŒr die Annahme des sĂ€chsischen ErmĂ€chtigungsgesetzes.[3] Sowohl die DVP als auch die seit 1930 in Deutsche Staatspartei umbenannte DDP mussten sich im Juni/Juli 1933 selbst auflösen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Liberalen auch wieder in zwei Parteien gespalten. Diesmal waren sie aber territorial entzweit. In den westlichen Besatzungszonen formierte sich bis 1948 die FDP, in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde 1945 die LDP gegrĂŒndet. Der GrĂŒndungsaufruf in der SBZ erfolgte schon am 5. Juli 1945 durch Wilhelm KĂŒlz und Waldemar Koch. In Dresden fanden sich zwischen dem 1. und 6. Juli jeden Tag u. a. Hermann Kastner, Johannes Dieckmann, Emil Menke-GlĂŒckert, Walter ThĂŒrmer, Reinhard Uhle und Ernst Scheiding zusammen, um die GrĂŒndung einer liberalen Partei in Sachsen vorzubereiten. Auf Druck der sowjetischen Besatzungsmacht erklĂ€rten sie sich am 19. Juli bereit, sich der LDP anzuschließen und erklĂ€rten sich am 15. August 1945 zum LDP-Landesverband Sachsens.

Die Partei nahm an der „Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien“ auf Befehl Nr. 2 der Sowjetischen MilitĂ€radministration in Deutschland (SMAD) teil. Die Parteien fanden sich damit in Sachsen in einem Vorparlament schon im Sommer 1945 zum Einheitsblock zusammen. FĂŒr die Liberalen bekannte sich Hermann Kastner 1946 zur Blockbildung im SĂ€chsischen Landtag. Trotzdem wurden im Vorfeld der ersten Wahlen in der Sowjetischen Besatzungszone hunderte OrtsverbĂ€nde von CDU und LDP von der SMAD nicht anerkannt. Das bedeutete, dass die LDP in vielen Wahlkreisen keine Kandidaten aufstellen durfte, darunter Wolfgang Mischnick oder Ruth Ehrlich. Damit konnte die LDP rund eine Million WĂ€hlerstimmen in Sachsen nicht erreichen. Dennoch wurde die LDP bei den Landtagswahlen in Sachsen 1946 mit 24,7 Prozent der Stimmen zweitstĂ€rkste Kraft.

Die LDP wurde immer stĂ€rker in den Einheitsblock gezwungen, unliebsame Personen wurden durch die SMAD aus ihren Ämtern entfernt und sogar verhaftet. 1949 war die „Gleichschaltung“ zur Blockpartei weitgehend abgeschlossen. Die Landtagswahlen in Sachsen 1950 fanden nach Einheitslisten statt, ohne dass der WĂ€hler eine Wahlmöglichkeit hatte. Im Juli 1952 bekannte sich die nun in Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) umgetaufte Partei zur Hegemonie der SED und versicherte, alle BeschlĂŒsse der DDR-Regierung zu befĂŒrworten. Die liberale Partei hatte damit endgĂŒltig ihre EigenstĂ€ndigkeit verloren. Im gleichen Jahr wurden die LĂ€nder in der DDR und damit auch die LandesverbĂ€nde der Parteien aufgelöst und durch BezirksverbĂ€nde ersetzt. SĂ€chsische LDPD-Politiker waren nicht nur in allen sĂ€chsischen Bezirks- und Kreistagen, sondern bis 1989 auch prominent in der DDR-StaatsfĂŒhrung vertreten. So war Hans-Joachim Heusinger von 1972 bis 1990 DDR-Justizminister und Manfred Gerlach von 1960 bis 1989 stellvertretender Vorsitzender des Staatsrats der DDR.

Gleichwohl blieb das liberale Gedankengut vor allem in den OrtsverbĂ€nden der LDPD erhalten, wenngleich es in der Öffentlichkeit keine Rolle spielen durfte.

Erst in der Wendezeit bekannte sich die LDPD wieder offen zu liberalen Positionen und zu ihren geschichtlichen Wurzeln. Nicht zuletzt war dies auch Manfred Gerlach zu verdanken, der zaghafte AnsĂ€tze zu einer Neuorientierung bereits im Juli 1989 veröffentlichte. In Sachsen bzw. um Plauen herum etablierte sich die LDPD ab Oktober 1989 offen als Oppositionskraft und bekannte sich schon nach der Maueröffnung am 9. November 1989 zur Einheit Deutschlands. Die „Liberal-Demokratische Jugend“ wurde in Dresden gebildet, eine unter mehreren DDR-weiten Initiativen, die sich schließlich zur GrĂŒndung der Jungliberalen Aktion (JuliA) zusammenschlossen. Am 20. Januar 1990 konstituierte sich zudem die Deutsche Forumpartei (DFP) in Karl-Marx-Stadt. Auf dem Reformparteitag der LDPD am 9./10. Februar 1990 in Dresden wurde Manfred Gerlach von Rainer Ortleb als Parteivorsitzender abgelöst. Allerdings blieb insgesamt die nun wieder in LDP umgetaufte Partei aber hinter den Erwartungen der Parteibasis zurĂŒck und verlor ihre Vorreiterrolle bei der Reformierung ihres Parteiprogramms im Vergleich zu anderen Parteien in der DDR, was nicht zuletzt auch in der GrĂŒndung der FDP der DDR seinen Ausdruck fand.

Im Zuge der Volkskammerwahlen in der DDR am 18. MĂ€rz 1990 wurde das WahlbĂŒndnis Bund Freier Demokraten, bestehend aus DFP, FDP der DDR und LDP, gegrĂŒndet. Der westdeutsche FDP-Vorsitzende Otto Graf Lambsdorff hatte das WahlbĂŒndnis angeregt, damit die DFP und die FDP der DDR keine zu großen Nachteile wegen ihres Organisationsdefizits haben. Der BFD erhielt aber nur 5,27 %, u. a. auch deshalb, weil sich die LDP zu spĂ€t erneuert hatte. In den drei „sĂ€chsischen“ Bezirken schnitten die Liberalen leicht ĂŒberdurchschnittlich ab: im Bezirk Leipzig bekamen sie 5,4 %, in Dresden 5,5 % und in Karl-Marx-Stadt 6,0 % der Stimmen. Am 28. MĂ€rz 1990 erfolgte der Zusammenschluss der LDP mit der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD). Diese schlossen sich wiederum am 11./12. August 1990 auf dem Vereinigungsparteitag in Hannover der bundesdeutschen FDP an.

Geschichte der FDP Sachsen

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In Sachsen formierte sich die FDP am 18. August 1990 und bestand aus den ehemaligen Parteien LDP, DFP und FDP der DDR. Der erste Landesvorsitzende war Dietmar Schicke, der jedoch wegen seiner frĂŒheren TĂ€tigkeit als Stasi-IM[4] noch im Jahr 1990 wieder zurĂŒcktrat und von dem frĂŒheren Plauener LDPD-FunktionĂ€r Joachim GĂŒnther abgelöst wurde. Bei der ersten Landtagswahl im wiedererrichteten Freistaat Sachsen im Oktober 1990 bekam die FDP 5,3 Prozent der Stimmen und zog mit neun Abgeordneten in den SĂ€chsischen Landtag ein. Aufgrund der absoluten Mehrheit der CDU blieb sie aber in der Opposition. Bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung im Dezember 1990 bekam die FDP in Sachsen 12,4 Prozent der Stimmen, anschließend stellte der Landesverband fĂŒnf Bundestagsabgeordnete. Einer davon war der in Sachsen geborene, aber 1948 in den Westen geflohene Wolfgang Mischnick, der langjĂ€hrige Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, der bei dieser Wahl auf der sĂ€chsischen Landesliste kandidierte.

1994 schaffte die FDP den Einzug in den Landtag nicht und 1999 fuhr sie mit 1,1 % das schlechteste Wahlergebnis seit der Wende ein. 1995 ĂŒbernahm Klaus Haupt fĂŒr zwei Jahre den Vorsitz der sĂ€chsischen FDP, ihm folgte von 1997 bis 1999 der frĂŒhere Bundeswissenschaftsminister Rainer Ortleb. Seit 1999 hatte Holger Zastrow den Parteivorsitz inne, er fĂŒhrte den Landesverband 20 Jahre lang. 2004 gelang der sĂ€chsischen FDP mit sieben Abgeordneten der Einzug in den SĂ€chsischen Landtag. Bei der Landtagswahl 2009 konnte die FDP 10,0 % der WĂ€hlerstimmen verbuchen und damit die Anzahl der Abgeordneten auf 14 verdoppeln. Bis 2014 bildete sie mit der CDU im Kabinett Tillich II eine Regierungskoalition und stellte den Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister (Sven Morlok) sowie den Justizminister (JĂŒrgen Martens).

Bei der Landtagswahl 2014 stĂŒrzte die FDP jedoch auf 3,8 % ab und verpasste wieder den Einzug in den sĂ€chsischen Landtag. In der Folgezeit entwickelte sich eine kontroverse innerparteiliche Debatte ĂŒber den Umgang mit Pegida und der Alternative fĂŒr Deutschland, in deren Rahmen sich der in erster Linie betroffene Kreisverband Dresden ausdrĂŒcklich von jedweden rechtspopulistischen Bestrebungen distanzierte.[5] Gleichwohl verteidigte der selbst in Dresden beheimatete Landesvorsitzende Holger Zastrow wiederholt den in diesem Zusammenhang in die Kritik geratenen Stadtrat Jens Genschmar.[6] Teile des Landesverbandes monierten daraufhin die unzureichende Abgrenzung nach Rechtsaußen.[7] Dass Zastrow fĂŒr die Bundestagswahl 2017 nicht als Direktkandidat aufgestellt wurde, fĂŒhrte dieser unter anderem auf seine RĂŒckendeckung fĂŒr den Pegida-nahen Stadtrat Genschmar zurĂŒck.[8] Im Januar 2019 ließen sich Genschmar und einige Gesinnungsgenossen schließlich auf der Stadtratsliste der Freien WĂ€hler aufstellen und verwirkten somit ihre FDP-Mitgliedrechte.[9]

Nachdem die Partei bei der Landtagswahl 2019 erneut die 5-Prozent-HĂŒrde nicht ĂŒberwinden konnte, trat der Landesvorstand zurĂŒck. Beim Landesparteitag in Neukieritzsch wurde am 2. November 2019 Frank MĂŒller-Rosentritt zum neuen Vorsitzenden gewĂ€hlt. Zwei Jahre spĂ€ter ĂŒbernahm die Lommatzscher BĂŒrgermeisterin Anita Maaß den Landesvorsitz.[10] Nachdem der sĂ€chsische Landesverband bei der Bundestagswahl 2021 noch 11,0 % erreicht hatte, stĂŒrzte die Partei bei der Landtagswahl in Sachsen 2024 auf 0,9 % ab und fiel damit unter die fĂŒr die staatliche Parteienfinanzierung wichtige HĂŒrde von einem Prozent auf Landesebene.[11] Bei der Wahl des neuen Landesvorstandes am 12. April 2025 trat Anita Maaß nicht erneut an; Matthias Schniebel setzte sich im zweiten Wahlgang mit 95 zu 91 Stimmen gegen Stephan Mielsch als neuer Landesvorsitzender durch.

Die FDP Sachsen besteht aus 13 KreisverbÀnden. Diese setzen sich aus einzelnen OrtsverbÀnden zusammen. Das höchste Beschlussgremium ist der Landesparteitag, an dem 250 Delegierte der KreisverbÀnde teilnehmen und der mindestens einmal im Jahr tagt. Auf dem Landesparteitag wird aller zwei Jahre der Landesvorstand neu gewÀhlt.

Zwölf LandesfachausschĂŒsse[12] unterstĂŒtzen die inhaltliche Arbeit der FDP Sachsen:

  • Bildung
  • Digitale Agenda, Internet und Medien
  • Europa und Internationale Politik
  • Gesundheit und Pflege
  • Innen-, Rechts- und Sportpolitik
  • Kultur und Tourismus
  • Land- und Forstwirtschaft, ErnĂ€hrung, Naturschutz
  • Nachhaltigkeit durch Innovation und Technologie
  • Soziales und gesellschaftlicher Zusammenhalt (Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit, Meinungsvielfalt)
  • Verkehr und Landesentwicklung, Bauen/Wohnen
  • Wirtschaft, Arbeit und Finanzen
  • Wissenschaft, Hochschule und Innovation

Der aktuell amtierende Landesvorstand der sÀchsischen FDP setzt sich Stand April 2025 wie folgt zusammen[13]:

Vorsitzender Matthias Schniebel
Stellvertretende Vorsitzende Thomas Kunz
Ulrike Harzer
Clemens Heydrich
GeneralsekretÀr Toralf Einsle
Schatzmeister Sven GĂ€rtner
Beisitzerinnen und Beisitzer Billy Bauer, Marko Beger, Paul Deuschle, Eddie Friedrich, Thomas Gebhardt, Carl Gruner, Colin Jakob, Philipp JunghĂ€hnel, David Kessler, Michel Kretschmer, Katrin MĂŒnch, Luisa Strobel, Eric Zeuner

Vorfeldorganisationen

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ZusĂ€tzlich zu den Parteigremien und den LandesfachausschĂŒssen gibt es eine Reihe von Vorfeldorganisationen:

FDP hilft e. V.

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Eine Besonderheit der sĂ€chsischen FDP war der Verein „FDP hilft e. V.“. Jeder FDP-Landtagsabgeordnete spendete den Nettobetrag der jĂŒngsten DiĂ€tenerhöhungen in den gemeinnĂŒtzigen Verein. Hierdurch wurden ĂŒber 100 soziale, karitative und kulturelle Projekte mit insgesamt 140.000 Euro unterstĂŒtzt.[14]

Landesvorsitzender

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AmtszeitName
1946–1947Hermann Kastner
1947–1949Arthur Bretschneider
1949–1952Walter ThĂŒrmer
1952 bis 1990 bestand kein Land Sachsen
1990Dietmar Schicke
1990–1995Joachim GĂŒnther
1995–1997Klaus Haupt
1997–1999Rainer Ortleb
1999–2019Holger Zastrow
2019–2021Frank MĂŒller-Rosentritt
2021–2025Anita Maaß
seit 2025Matthias Schniebel
Landtagswahlergebnisse
in Prozent
15%
10%
5%
0%
Landtagswahlergebnisse[15]
Jahr Stimmen Sitze
19905,3 %9
19941,7 %—
19991,1 %—
20045,9 %7
200910,0 %14
20143,8 %—
20194,5 %—
20240,9 %—

Bundestagswahlen

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Ergebnisse
Bundestagswahlen
15%
10%
5%
0%
'90
'94
'98
'02
'05
'09
'13
'17
'21
'25
Bundestagswahlergebnisse[16]
Jahr Stimmen Sitze Abgeordnete
199012,4 %5 Wolfgang Mischnick, Joachim GĂŒnther, Sigrid Semper, Arno Schmidt, JĂŒrgen Schmieder
19943,8 %1 Joachim GĂŒnther
19983,6 %2 Joachim GĂŒnther, Klaus Haupt
20027,3 %2 Joachim GĂŒnther, Klaus Haupt
200510,2 %4 Joachim GĂŒnter, Heinz-Peter Haustein, Jan MĂŒcke, Christoph Waitz
200913,3 %4 Joachim GĂŒnter, Jan MĂŒcke, Heinz-Peter Haustein, Reiner Deutschmann
20133,1 %— —
20178,2 %3 Torsten Herbst, JĂŒrgen Martens, Frank MĂŒller-Rosentritt
202111,0 %5 Torsten Herbst, Frank MĂŒller-Rosentritt, Philipp Hartewig, Ulrike Harzer, Nico Tippelt
20253,2 %— —

Landtagsfraktion

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Fraktionsvorsitzende

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AmtszeitName
1949Arthur Bretschneider am 27. Februar 1949 verstorben
1949–1950Ralph Liebler
1950–MĂ€rz 1951Walter ThĂŒrmer
1951Fritz Greuner
1952 bis 1990 bestand kein Land Sachsen
1990–1993GĂŒnter Kröber
1993–1994Ludwig Martin Rade
von 1994 bis 2004 war die FDP nicht im Landtag vertreten
2004–2014Holger Zastrow
seit 2014 ist die FDP nicht im Landtag vertreten
  • Falk Illing: Auf dem Weg zur etablierten Partei? Wahlanalyse, Organisation, Programmatik und Strategie der sĂ€chsischen FDP seit 1990. Springer VS, Wiesbaden 2015, Chemnitz 2011, ISBN 978-3-658-04656-9. (online: Dissertation, TU Chemnitz, 2011)
  • Olaf Jandura: Die FDP in Sachsen. In: Christian Demuth, Jakob Lempp (Hrsg.): Parteien in Sachsen. Bebra-Wissenschaftsverlag, Berlin 2006, ISBN 3-937233-35-0, S. 171–186.
  • Thomas Widra: Die Geschichte des sĂ€chsischen Liberalismus und der Freien Demokratischen Partei. 150 Jahre liberale Parteien in Sachsen. Wilhelm-KĂŒlz-Stiftung, Dresden 2016, ISBN 978-3-00-052423-3.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Tobias Winzer: Linkspartei gewinnt in Sachsen deutlich an Mitgliedern – und ĂŒberholt die CDU. In: SĂ€chsische Zeitung. 7. Januar 2026, abgerufen am 7. Januar 2026.
  2. ↑ FDP wĂ€hlt neue Spitze - Schniebel will Partei neu aufstellen. In: welt.de. 12. April 2025, abgerufen am 12. April 2025.
  3. ↑ Siehe zum Abstimmungsverhalten der bĂŒrgerlichen Abgeordneten zum sĂ€chsischen ErmĂ€chtigungsgesetz: Mike Schmeitzner: Dresden: Landtag und Staatskanzlei. In: Konstantin Hermann (Hrsg.): FĂŒhrerschule, Thingplatz, "Judenhaus" – Orte und GebĂ€ude der nationalsozialistischen Diktatur in Sachsen. Sandstein Verlag, Dresden 2014, ISBN 978-3-95498-052-9, S. 58–61, hier speziell Anmerkung 7 auf S. 61.
  4. ↑ Die CDU fĂŒhrt die Stasi-Liste an. In: taz. die tageszeitung, 1. Oktober 1990, S. 5.
  5. ↑ Pegida entzweit FDP-Mitglieder. In: SĂ€chsische Zeitung. 28. Februar 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
  6. ↑ FDP-Chef Holger Zastrow im Interview: „Dresden ist keine linke Stadt“. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 16. Januar 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Januar 2019; abgerufen am 29. Januar 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ Rebelliert die FDP gegen Holger Zastrow? In: SĂ€chsische Zeitung. 29. April 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
  8. ↑ Zastrow nur noch zweite Wahl. In: SĂ€chsische Zeitung. 12. November 2016, abgerufen am 29. Januar 2019.
  9. ↑ LĂ€ssig und Genschmar fliegen aus der FDP. In: SĂ€chsische Zeitung. 22. Januar 2019, abgerufen am 29. Januar 2019.
  10. ↑ Anita Maaß ist neue FDP-Chefin in Sachsen. In: mdr.de. 6. November 2021, abgerufen am 12. Mai 2022.
  11. ↑ Die FDP kĂ€mpft in Sachsen ums Überleben, mdr.de, 4. September 2024, abgerufen am 18. September 2024.
  12. ↑ Struktur der LandesfachausschĂŒsse fĂŒr die Amtszeit 2023–2025. Beschluss des 57. Landesparteitages der FDP Sachsen. In: fdp-sachsen.de. 4. November 2023, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 16. November 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  13. ↑ auf sachsen.freie-demokraten.de, abgerufen am 13. April 2025.
  14. ↑ „FDP hilft“ fördert Bildung, Kultur und Sport in Sachsen. In: liberale.de. 5. August 2013, abgerufen am 4. Juni 2017.
  15. ↑ Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen. In: wahlrecht.de. 1. September 2024, abgerufen am 2. September 2024.
  16. ↑ Ergebnisse frĂŒherer Bundestagswahlen. (PDF; 484 kB) In: bundeswahlleiter.de. 3. August 2015, abgerufen am 9. Dezember 2016.