Gampelen
| Gampelen | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Verwaltungskreis: | Seeland |
| BFS-Nr.: | 0495 |
| Postleitzahl: | 3236 |
| Koordinaten: | 571064 / 207145 |
| Höhe: | 436 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 424–550 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 10,84 km²[2] |
| Einwohner: | 1047 (1. Januar 2026)[3] |
| Einwohnerdichte: | 97 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 19,6 % (1. Januar 2026)[4] |
| Gemeindepräsident: | Eric Dietrich |
| Website: | www.gampelen.ch |
Gampelen | |
| Lage der Gemeinde | |
Gampelen (französisch Champion) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz.
Das langgezogene Dorf hat seit 2008 einen neuen Bahnhof an der Strecke Bern–Neuenburg der BLS. Ebenfalls auf dem Gemeindegebiet von Gampelen liegt die Haltestelle Zihlbrücke.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindepräsident ist Eric Dietrich (Stand 2024).[5]
Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Gampelen (in Klammern die Veränderung im Vergleich zu den Wahlen 2019 in Prozentpunkten): SVP 41,80 % (+3,17), SP 17,94 % (+5,76), FDP 9,86 % (+0,01), Mitte 7,07 % (−2,97), glp 6,28 % (−0,41), Grüne 6,26 % (−5,46), EDU 4,05 % (+2,72), EVP 2,74 % (−1,56), SD 0,76 % (+0,38).[6]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Blasonierung: Das Gemeindewappen zeigt Auf Rot eine goldene (gelbe) Rohrdommel, auch Moostier genannt. Sie ist der charakteristische Vogel des Grossen Mooses.[7]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gampelen wurde erstmals 1179 als Champion in einer Urkunde erwähnt; diese Bezeichnung wurde später mehrmals geändert, 1223 in Camplunen, 1225 in Camplunch, 1228 in Champlun, 1348 in Campul sowie im Jahr 1377 in Gamplon.[8]
Als sich die Schweiz im Zweiten Weltkrieg befand, waren in Gampelen Soldaten mit Alkoholproblemen im Detachement Champion in Behandlung, von denen viele durch das Soldatenleben und das lange Warten auf einen Angriff der Sucht verfallen waren.[9]
Sehenswürdigkeiten
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- Das Fanelguet, auch Vanelguet oder Vanel: ein Bauernhof am Zihlkanal, der schon Anfang des 18. Jahrhunderts nachgewiesen ist, als er von Samuel Bodmer im March-Buch auf einer Ansicht gezeichnet wurde.[10][11]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Anstalten Witzwil liegen unter anderem auf Gampeler Gebiet.
- An der Mündung der Broye in den Neuenburgersee befindet sich ein Dreikantonseck zu den Kantonen Freiburg und Neuenburg (
). - Bis im Oktober 2024 hat der TCS einen Campingplatz im Naturschutzgebiet Fanel betrieben.[12][13]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andres Moser: Die Kunstdenkmäler des Kantons Bern. Landband 2: Der Amtsbezirk Erlach, der Amtsbezirk Nidau. Teil 1. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Wiese, Basel 1998 (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Bd. 90). ISBN 3-909164-63-3, S. 197–221.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
- ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
- ↑ Gemeinderat. Website der Gemeinde Gampelen.
- ↑ Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv). In: opendata.swiss. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 17. Februar 2024.
- ↑ Wappenbeschreibung auf der Website der Gemeinde Gampelen, abgerufen am 20. September 2022.
- ↑ Geschichte auf der Website der Gemeinde Gampelen, abgerufen am 20. September 2022.
- ↑ Fabienne Regard, Laurent Neury: Mémoire d’une Suisse en guerre : La vie... malgré tout (1939–1945). Éditions Cabédita, Yens-sur-Morges 2002, ISBN 2-88295-365-8, S. 198.
- ↑ Archiv des Historischen Vereins des Kantons Bern. Band 27–28, Stämpfli+Cie AG, Bern 1924, S. 10 (Google Books, Snippet View).
- ↑ Paul Aeschbacher: Die Grafen von Nidau und ihre Herrschaft. Graphische Anstalt Schüler, 1924, S. 10 (Google Books, Snippet View).
- ↑ Samuel Burri: Platznot bei Campings - Dauercamping in der Krise: Wenn das Paradies schliesst. In: srf.ch. 4. Oktober 2024, abgerufen am 4. Oktober 2024.
- ↑ Betrieb wird 2024 eingestellt. Camping Gampelen ist laut Gutachten umweltrechtswidrig. In: Der Bund. 17. Februar 2023, abgerufen am 17. Februar 2023.

