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Mobiltelefon

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Handy)
Entwicklung von Mobiltelefonen (1992 bis 2014)

Ein Mobiltelefon, im deutschsprachigen Raum auch Handy,[1] frĂŒher auch Funktelefon, Antennentelefon, Handtelefon[2] oder GSM-Telefon (nach dem Mobilfunkstandard GSM), in der Schweiz auch Natel genannt, ist ein tragbares Telefon, das ĂŒber Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert und daher ortsunabhĂ€ngig eingesetzt werden kann. Im Jahre 2013 wurden weltweit erstmals mehr internetfĂ€hige Mobiltelefone mit berĂŒhrungsempfindlichen Bildschirmen (Smartphones) als herkömmliche Mobiltelefone verkauft.[3] Die drei grĂ¶ĂŸten Hersteller von Smartphones weltweit waren im Jahr 2015 Samsung, Apple und Huawei, danach folgten Lenovo, Xiaomi, ZTE, LG, Oppo und TCL.[4] Die herkömmlichen Mobiltelefone werden heute ĂŒberwiegend als Feature-Phones fĂŒr einen kleinen Markt verkauft, zum Beispiel in EntwicklungslĂ€ndern und SchwellenlĂ€ndern oder fĂŒr Menschen, die möglichst einfach bedienbare GerĂ€te mit langer Akkulaufzeit nutzen wollen.[5]

Ein kabelloses Telefon, das sich per Funk zur Basisstation mit dem Festnetz verbindet, wird nicht als Mobiltelefon oder Handy, sondern als Schnurlostelefon bezeichnet.

Natel A, ein Mobiltelefon der ersten Generation, 1978
Das DynaTAC 8000X, ein frĂŒhes kommerzielles Mobiltelefon, 1984
Das Siemens SX1 aus dem Jahr 2004 mit integriertem Radio und MP3-Player
Mobiltelefon Nokia 6300 mit Kamera im Röntgenbild, um 2010

Vor den GerĂ€ten, die heute als Mobiltelefon bezeichnet werden, gab es einige VorlĂ€ufer. Die Entwicklung des Mobilfunks begann mit dem Versuch der Huth-Gesellschaft im Jahre 1923[6] mit einem Telefondienst in ZĂŒgen der Deutschen Reichsbahn und Reichspost auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dieser Telefondienst wurde nur den Reisenden der 1. Klasse angeboten.

Schon frĂŒh Ă€ußerten KĂŒnstler und Schriftsteller ihre Phantasien ĂŒber die möglichen AuswĂŒchse der Mobiltelefonie. In der Utopischen Anthologie des Berliner Journalisten und MitbegrĂŒnder der Berliner Morgenpost, Arthur Brehmer, Die Welt in 100 Jahren beschreibt Robert Sloss: „Die BĂŒrger der drahtlosen Zeit werden ĂŒberall mit ihrem ‚EmpfĂ€nger‘ herumgehen, einerlei, wo er auch sein wird, er wird bloß den ‚Stimm-Zeiger‘ auf die betreffende Nummer einzustellen brauchen, die er zu sprechen wĂŒnscht, und der Gerufene wird sofort seinen Hörer vibrieren oder das Signal geben können, wobei es in seinem Belieben stehen wird, ob er hören oder die Verbindung abbrechen will.“[7][8]

Gustav Hochstetter beschreibt 1913 einen gestressten Firmenchef, der auf Ă€rztlichen Rat durch Wandern in Schweigsamkeit wieder Kraft tanken soll. Da hört er in der Abgeschiedenheit der Berge plötzlich etwas aus seinem Rucksack – seine Frau ruft ihn an:

„‚Ja, ja, Ludwig, da staunst du? Eine Menge Geld hat das Ding gekostet. Eine ganz neue Erfindung: das tragbare, drahtlose Telefon in Miniaturformat.‘“

– Gustav Hochstetter[9]

1926 entwarf der Zeichner Karl Arnold im Simplicissimus ein visionĂ€res Bild vom Sinn und Unsinn des mobilen Telefonierens auf offener Straße in dem Bild „Drahtlose Telephonie“.[10] Aus dem Jahr 1932 stammt eine weitere literarische Schilderung einer Mobiltelefon-Utopie. Sie findet sich in Erich KĂ€stners Kinderbuch Der 35. Mai oder Konrad reitet in die SĂŒdsee:

„Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: ‚Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde spĂ€ter zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!‘ Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.“

– Erich KĂ€stner

Die ersten MobilfunkgesprĂ€che wurden ĂŒber in Kraftfahrzeugen montierte EndgerĂ€te – Autotelefone – im Jahr 1946 möglich. Die US-Firma Bell Telephone Company bot ihren Mobile Telephone Service an, ĂŒber den am 17. Juni 1946 in St. Louis die ersten GesprĂ€che gefĂŒhrt wurden; ab 2. Oktober desselben Jahres war ein Autotelefonservice der Illinois Bell Telephone Company in Chicago verfĂŒgbar.[11]

In der Schweiz wurden die ersten Autotelefone 1949 eingefĂŒhrt. Am Anfang wurden modifizierte PolizeifunkgerĂ€te eingesetzt. Der ZĂŒrcher Unternehmer Welti-Furrer nahm am 9. Juni 1949 eine Anlage in Betrieb, mit der seine Fahrzeuge vom öffentlichen Telefonnetz aus erreicht werden konnten. Zuerst wurden die GesprĂ€che handvermittelt. 1952 wurde die Anlage auf vollautomatischen Betrieb umgestellt. Es handelte sich um die erste Anlage weltweit, welche vollautomatische Wahl zwischen Fahrzeug und stationĂ€ren Telefonteilnehmern ermöglichte. Fahrzeuge der ZĂŒrcher Industriebetriebe waren mit solchen Anlagen ausgerĂŒstet. Weitere Transport- und Taxiunternehmen fĂŒhrten diese Technik ein. Die festen Stationen wurden von der PTT errichtet und ĂŒber Telefonleitung angesteuert. Bis 1975 entstanden 62 verschiedene private Netze mit 1300 Teilnehmern. Die Reichweite einer Sendezentrale betrug 25 Kilometer.[12] VorlĂ€ufer dieser Technik waren die HĂŒttenfunkgerĂ€te der SAC. Diese waren noch nicht mobil, ermöglichten aber drahtlosen Telefonverkehr. Die Ersten Anlagen gingen 1934 in Betrieb. Auf der 3140 Meter hohen TrienthĂŒtte wurde vom Genfer Funkamateur Roesgen die erste drahtlose Telefonanlage in Betrieb genommen, welche mit verschiedenen Talstationen kommunizierte. Besonders die Berner Hasler AG installierte solche Anlagen auf Schweizer BerghĂŒtten. Am 10. Mai 1943 wurde von der Hasler AG eine drahtlose Telefonanlage auf dem Pilatus installiert. Die Kosten einer solchen Anlage betrugen zwischen 1000 und 1500 Franken, die GebĂŒhr 7.50 Franken pro Monat. Insgesamt wurden 150 HĂŒtten mit dieser Technik ausgerĂŒstet.[13]

Die ersten im A-Netz verwendbaren Autotelefone gab es in West-Deutschland ab 1958, wobei um 1968 eine Abdeckung von 80 % des Gebietes der Bundesrepublik Deutschland erreicht wurde. Die GerĂ€te waren zunĂ€chst wegen der fĂŒr die Funktechnik verwendeten Vakuumröhren recht groß, wurden aber mit EinfĂŒhrung der Transistoren bald sehr viel kleiner. GesprĂ€che wurden handvermittelt, die GerĂ€tepreise lagen bei etwa 50 % des Wagenpreises. Ab 1972 wurde in der Bundesrepublik auf das B-Netz umgestellt, das erstmals ĂŒber die Möglichkeit verfĂŒgte, SelbstwĂ€hlverbindungen herzustellen.

1973 stellte ein Entwicklerteam bei Motorola um Martin Cooper[14] und Chefdesigner Rudy Krolopp den ersten Prototyp eines Mobiltelefons her. „FĂŒr das Innenleben plĂŒnderten die Ingenieure von Motorola damals UKW-Radios und kombinierten diese mit einem leistungsfĂ€higen Stromspeicher, dem Metall-Hydrid-Akku“.[15] Im Oktober 1973 meldeten sie ein Patent an.[16] Cooper machte am 3. April 1973 den ersten Anruf ĂŒber ein Mobiltelefon, bei dem er seinen Rivalen bei den Bell Labs anrief.[17][18][19]

Ab 1974 gab es auch in Österreich ein automatisch vermitteltes B-Netz. Sieben Jahre spĂ€ter hatte es 1000 Teilnehmer. Das Aufenthaltsgebiet (Österreich war in etwa 3 Gebiete mit jeweils eigener Vorwahl geteilt) eines Teilnehmers musste bekannt sein, um ihn anrufen zu können. 1975 wurde in der Schweiz das Nationale Autotelefonnetz (Natel) eingefĂŒhrt. Das Netz war anfangs fĂŒr eine KapazitĂ€t von 10.000 Teilnehmern konzipiert worden und sollte die privaten Mobilnetze ersetzen. Doch der Netzausbau ging nur schleppend voran. Erst 1980 konnten die Ostschweiz und das Tessin versorgt werden. Die zum Umstieg gezwungenen Nutzer der ehemalig privaten Netze waren mit dem Ausbau und der Leistung des Systems oftmals unzufrieden. Der Anschaffungspreis von 8.000 bis 12.000 Franken war ihnen zu hoch, genauso wie die MonatsgebĂŒhr von 130 Franken pro Fahrzeug. Das Netz bestand aus fĂŒnf Teilnetzen (050 Westschweiz – 020 ZĂŒrich – 020 Bern, Basel, Jura – 070 Ostschweiz und 090 Tessin).[20] Ab 1983 folgte Natel B; im selben Jahr wurde das bei Motorola seit 1973 entwickelte erste kommerzielle Mobiltelefon „Dynatac 8000x“ offiziell vorgestellt. Das analoge, technisch ĂŒberholte analoge A- und B-Netz wurde in der Schweiz 1995 abgeschaltet.[21]

Ab 1985 gab es in Deutschland und Österreich das kleinzellige analoge C-Netz. Es ermöglichte eine geringere Sendeleistung der Telefone und damit kleinere, nicht mehr praktisch an Autoeinbau (auch im Kofferraum) gebundene GerĂ€te. „Portables“, kleine Kistchen mit Tragegriff und einem angeschlossenen Telefonhörer sowie einer lĂ€ngeren Antenne, kamen auf den Markt. 1987 wurde in der Schweiz das Autotelefonnetz Natel C eingefĂŒhrt. Im Gegensatz zu Natel A und Natel B handelte es sich dabei nicht um eine Eigenentwicklung der Schweiz. Es wurde der im 900 MHz bestehende Standard ĂŒbernommen. Es wurden dafĂŒr knapp 1000 Basisstationen errichtet und im Endausbau konnte 95 % der bevölkerten Schweiz abgedeckt werden. Natel C ermöglichte einer breiten Schicht von Schweizern, mobile Telefonie zu nutzen. 1992 hatte Natel C 200.000 Nutzer. Das Natel C war immer noch vorrangig fĂŒr Autotelefone konzipiert worden und primĂ€r fĂŒr geschĂ€ftliche Belange gedacht. Die verwendeten GerĂ€te mussten von der PTT zugelassen sein. Ein Betrieb von nicht geprĂŒften GerĂ€ten war strafbar. Kleine und handliche GerĂ€te, besonders aus den USA, waren meistens nicht zugelassen. 1993 versprach die PTT preisgĂŒnstigere und kleinere GerĂ€te fĂŒr jedermann. Billigere kleine, tragbare GerĂ€te wurden offiziell eingefĂŒhrt.[22]

Durch die EinfĂŒhrung flĂ€chendeckender digitaler Mobilfunknetze (D-Netz Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz) konnte die benötigte Batterieleistung der Mobiltelefone und damit auch deren GrĂ¶ĂŸe erneut vermindert werden. 1992 wurde in den USA das erste GSM-fĂ€hige MobilgerĂ€t von Motorola, das International 3200, vorgestellt. Im Sommer 1992 nahmen in Deutschland die Netze D1 (Betreiber: DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilfunk) und D2 (Betreiber: Mannesmann Mobilfunk) den Betrieb auf. In der Schweiz wurde Natel D auf GSM-Basis lanciert. 2001 nahm die britische Manx Telecom auf der Isle of Man das weltweit erste UMTS-Netz in Betrieb; in Deutschland ist UMTS seit 2004 kommerziell verfĂŒgbar. Der 3G-Standard UMTS zeichnet sich durch deutlich erhöhte Datenraten aus, wodurch internetbezogene Anwendungen, vor allem auf Smartphones, erheblich beschleunigt werden. Der vorherige Trend, die GerĂ€te immer mehr zu verkleinern, wurde durch grĂ¶ĂŸere GerĂ€te mit großen Touchscreen-Bildschirmen teilweise umgekehrt. Ende 2009 wurden die ersten Mobilfunknetze der vierten Generation (4G) verfĂŒgbar; mit LTE und spĂ€ter LTE-Advanced erhöhten sich wiederum die maximal möglichen Datenraten. Eine Nutzung der 4G-Netze fĂŒr Sprachdienste ist in Deutschland seit 2015 per VoLTE möglich. 2019 wurden Lizenzen fĂŒr 5G versteigert und die ersten Masten in GroßstĂ€dten eingefĂŒhrt.

Aufbau und Technologien

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Das Siemens S25, eines der ersten Dualband-GSM-Telefone, 1999

Wie das drahtgebundene Telefon besteht das Mobiltelefon aus einem Lautsprecher, einem Mikrofon, einem Bedienteil (Tastatur und Anzeige) und einer Steuerung (meist ein Mikrocontroller). ZusĂ€tzlich hat es ein Funkteil (SendeempfĂ€nger, Antenne) und eine eigene Stromversorgung (meist einen Akkumulator). Bei GSM-Telefonen ist zum Betrieb generell eine SIM-Karte notwendig (bis 2009 ausgenommen Notrufnummern), die zur Identifizierung gegenĂŒber dem Mobilfunknetz genutzt wird.

Mobiltelefone in Europa funktionieren heutzutage nach dem GSM-Standard. Sie benutzen Frequenzen um 900 MHz (D-Netz) beziehungsweise 1800 MHz (E-Netz).[23] Erste Telefone, die Dualband-GSM, also D- und E-Netz, gleichermaßen unterstĂŒtzen, kamen gegen Ende der 1990er Jahre auf. Das erste GSM-Telefon mit Dual-Band-Technik war das Motorola 8900.[24] Triband-Mobiltelefone können zusĂ€tzlich auf 1900 MHz oder 850 MHz operieren, diese Frequenzen werden hauptsĂ€chlich in den USA genutzt. Quadband-Mobiltelefone beherrschen alle vier Frequenzen. WĂ€hrend die GSM-Basisstationen fĂŒr Mobiltelefone Sendeleistungen von bis zu 50 Watt (D-Netz) bzw. 10 Watt (E-Netz) haben,[25] kommen Mobiltelefone mit Sendeleistungen von max. 2 W (D-Netz) beziehungsweise 1 W (E-Netz) aus. FĂŒr die Übertragung wird als Modulationsart GMSK (Gaussian Minimum Shift Keying, eine weiterentwickelte, optimierte Version der FSK) verwendet.[26]

In der nĂ€chsten (dritten) Generation der MobilfunkgerĂ€te gibt es zwei konkurrierende Standards: Universal Mobile Telecommunications System, abgekĂŒrzt als UMTS, als eine Weiterentwicklung von GSM sowie den Standard CDMA2000, der vor allem in den USA weit verbreitet ist. Sowohl UMTS als auch CDMA2000 basieren auf Code Division Multiple Access (CDMA), sind aber zueinander nicht kompatibel. Beide arbeiten bei Frequenzen um 1800 bis 1900 MHz, benutzen viele kleine Funkzellen und sind fĂŒr höhere DatenĂŒbertragungsgeschwindigkeit und höhere Nutzerzahl optimiert. Wegen der kleineren Funkzellen und bedingt durch weiterentwickelte Modulationsverfahren konnte die Sendeleistung der Mobiltelefone gegenĂŒber GSM auf 0,125–0,25 W reduziert werden.[25]

Betriebssysteme

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Ältere GSM-Telefone (wie z. B. das im obigen Bild gezeigte Siemens S25) haben meist nur ein einziges Betriebssystem, welches alle Aufgaben wahrnimmt. Moderne Smartphones verwenden hingegen ein Echtzeit-Hauptbetriebssystem, auf welchem die Benutzeranwendungen ausgefĂŒhrt werden, und das sogenannte Baseband-Betriebssystem, welches die eigentliche Kommunikation mit dem Handynetz ĂŒbernimmt. Das Baseband-Betriebssystem Ă€hnelt in der Funktionsweise einem herkömmlichen Nicht-Smartphone-Betriebssystem, hat jedoch ĂŒblicherweise keine BenutzeroberflĂ€che und lĂ€uft im Hintergrund auf einem eigenen Prozessor und Speicher getrennt vom Hauptbetriebssystem.

Das Hauptbetriebssystem des Mobiltelefons wird bei Smartphones meist nicht vom Hersteller produziert, sondern in Lizenz betrieben. Das unter Smartphones mit Abstand verbreitetste Betriebssystem ist Android.[27] Ein weiteres verbreitetes System ist iOS von Apple. Das auf Windows NT basierende Windows Phone von Microsoft war das bevorzugte Betriebssystem auf Nokia-Smartphones. Die werden ab 2017 nicht mehr produziert. Auf herkömmlichen Nicht-Smartphones beziehungsweise klassischen Handys wird meist ein proprietĂ€res Betriebssystem des Herstellers verwendet. Andere Betriebssysteme fĂŒhren eher ein Nischendasein und konnten sich am Markt nicht durchsetzen. Dazu gehören unter anderem das erst seit 2013 verfĂŒgbare Firefox OS und die abgekĂŒndigten Systeme Bada, Symbian sowie Series 40 bzw. Asha. Einige wenige Mobiltelefone laufen mit linuxbasierten Betriebssystemen (z. B. Sailfish OS, Maemo, MeeGo und Tizen), zu deren Weiterentwicklung einige Firmen aus dem Mobilfunkbereich 2007 die LiMo Foundation gegrĂŒndet haben. Die Entwicklung wurde jedoch weitestgehend eingestellt.

Der Übergang von Smartphones zu PDAs und Tablets ist fließend (siehe Phablet/Smartlet).

Ein Mobiltelefon verfĂŒgt als Schnittstellen im Allgemeinen ĂŒber:

  • mindestens ein Modem (GSM, 3G, 4G, LTE oder 5G bei volldigitalen Mobiltelefonen), mit dem die Kommunikation zwischen EndgerĂ€t und Mobilfunknetz erfolgt. Bei vielen Telefonen können ĂŒber das Modem zusĂ€tzlich Textnachrichten verschickt und auf das Internet zugegriffen werden. Mitunter kann das Modem auch in den vorherigen Modi funken, selten auch gleichzeitig, oder das Mobiltelefon besitzt ein zweites Modem.
  • Außer bei Ă€lteren iPhone-Modellen von Apple[28] ist die kabelgebundene Schnittstelle eine USB-C-Schnittstelle, da sie ab 2024 fĂŒr NeugerĂ€te in der EU verpflichtend vorgeschrieben wurde.[29] Ältere Mobiltelefone haben proprietĂ€re Kabelschnittstellen fĂŒr intelligentes Zubehör (z. B. Nokia Pop-Port) oder AnschlĂŒsse fĂŒr eine Halterung in Kraftfahrzeugen.
  • Infrarot war bis zu seiner VerdrĂ€ngung durch effizientere DatenĂŒbertragungsstandards bei Mobiltelefonen verbreitet.[30]
    Als leistungsfĂ€higere Schnittstellen fĂŒr den Nahbereich sind bei Mobiltelefonen oftmals Bluetooth, W-LAN und NFC im Einsatz.
  • Vor allem bei Smartphones anzutreffen ist eine analoge Audioschnittstelle, meist ein 3,5 mm-Klinkenanschluss. Es gibt aber auch Smartphones mit nur drahtloser Audio-Übertragung mittels Bluetooth. Alternativ ist auch die Benutzung eines Adapters (USB-Typ-C auf Klinkenstecker) möglich.
  • Eher selten ist eine Videoschnittstelle (Composite-Video oder Mini-HDMI-Anschluss). HĂ€ufiger wird fĂŒr Video-Übertragung, falls unterstĂŒtzt, W-LAN oder ein Adapter (USB-Typ-C auf HDMI) verwendet.
  • Zum Laden des Akkus besitzt ein Handy entweder eine extra Ladebuchse, oder es wird die kabelgebundene Schnittstelle hierzu mitverwendet. Letzteres hat sich fĂŒr Smartphones als Standard durchgesetzt. Mitunter kann auch drahtlos mittels magnetischem Wechselfeld geladen werden (z. B. Qi)
Nokia 6310i am Netzteil
MicroUSB als Standard-Mobiltelefon-Ladestecker (außer Apple) in den 2010er-Jahren

Die LadegerĂ€te unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Auf Druck der EuropĂ€ischen Union vereinbarten alle großen Mobiltelefon-Hersteller ab 2010 die EinfĂŒhrung eines gemeinsamen Standards fĂŒr LadegerĂ€tstecker auf der Grundlage des Micro-USB-Steckers. Damit können zukĂŒnftig alle neueren Mobiltelefone mit dem gleichen LadegerĂ€t geladen werden.[31]

Seit 2016 wird vermehrt auch statt eines Micro-USB- ein USB-C-Anschluss verbaut,[32] bei dem die Stecker in beliebiger Orientierung verwendbar und weitere Funktionen integrierbar sind.[33] Ab 2025 mĂŒssen alle in der EuropĂ€ischen Union verkauften Mobiltelefone und Smartphones sowie voraussichtlich auch andere kleinere mobil nutzbare GerĂ€te, wie Tablet-PCs, ĂŒber einheitliche LadegerĂ€te versorgt werden können.[34]

Übliche Bauformen

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  • (Candy-)Bar/Barren/Riegel – klassische Bauweise, die der Form eines Schokoriegels (englisch candy bar) Ă€hnelt, beispielsweise Nokia 6230. Mobiltelefone, deren Tastatur von simplen Klappen oder Schiebemechanismen ohne weitere Funktion geschĂŒtzt sind, zĂ€hlt man zu den „Candybar“-Telefonen wie das Nokia 7110 oder das Motorola 8900.
  • Kinderhandys und Seniorenhandys mit einfacher Bedienung.
  • Flip/Clamshell/Klapphandy – zweigeteiltes Mobiltelefon mit einem Scharnier in der Mitte. Im aufgeklappten Zustand trĂ€gt der obere Teil meist das Display, der untere die Tastatur. Zusammengeklappt liegen beide Teile gegenĂŒber und werden auf diese Weise geschĂŒtzt. Beispiel: Motorola RAZR.
  • Jack-Knife – horizontales Drehgelenk, beispielsweise Sony Ericsson W550i
  • Slider (Schiebehandy) – Display und Bedientasten werden vertikal ĂŒber die WĂ€hltasten hochgeschoben, beispielsweise Samsung SGH D500.
  • Swivel-Klapptelefone – mit drehbarem Bildschirm, beispielsweise Samsung SGH-P900.
  • Touch Phones – Smartphones, die mittels eines Touchscreen-Displays und ggf. einer als Multi-Touch bezeichneten Technik vorwiegend mit den Fingern gesteuert werden. Bereits 1992 stellte IBM das erste Mobiltelefon mit Touchscreen vor.[35] Andere Quellen zĂ€hlen Mobiltelefone mit berĂŒhrungsempfindlichen Bildschirmen zur Candy-Bar-Bauform.[36]
Das 17 Gramm schwere L8star BM70 ist eines der kleinsten Handys der Welt
  • Armbandmobiltelefon[37][38][39] oder Handyuhr
  • Mobilfunk-GSM-Tischtelefone – herkömmlichen schnurgebundenen Festnetztelefonen nachgebaut – auch diese sind wie GSM-Gateways vornehmlich zum stationĂ€ren Betrieb geeignet. In Deutschland wurde etwa das Modell GDP-02 des tschechischen Herstellers Jablotron von O2 und Vodafone vermarktet.
  • Mobilfunk-Gateways – Sonderformen von Mobilfunk-EndgerĂ€ten zum stationĂ€ren Betrieb, die den Anschluss von Telefonanlagen und herkömmlichen Festnetztelefonen ermöglichen.
  • Kombinierte Bauformen – Einige EndgerĂ€te, meist aus dem Segment „Experimental“ oder „Fashion“, sind aus verschiedenen Bauformen mit kombinierten Klapp-, Dreh- oder Schiebekonstruktionen konstruiert.[40]

Solarbetriebene Mobiltelefone

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Nach Einzug der solarbetriebenen Mobiltelefon-Ladestationen wurde bereits im Jahr 2001 von der sĂŒdkoreanischen Firma „CR Telecom“ ein Solar-Mobiltelefon vorgestellt. Die Ladezeiten entsprachen in etwa den GesprĂ€chszeiten, ein effektives Laden der GerĂ€te war aber nur bei einfallendem Sonnenschein möglich. Im selben Jahr stellte das Fraunhofer-Institut fĂŒr Solare Energiesysteme den Prototyp eines „Siemens-C25“-Mobiltelefons mit solarbetriebenem Akku vor. Diese neuartigen Module waren zwar kostengĂŒnstig, aber auch sie lieferten zu wenig Energie fĂŒr akzeptable GesprĂ€chszeiten.

Mobiltelefone ermöglichen es meist, Textnachrichten, eventuell auch kombiniert mit multimedialen Inhalten, zu versenden. Das „Short Message Service“ ermöglicht kurze Textmitteilungen von einer LĂ€nge bis zu 160 Zeichen.[41] Die erste short message wurde im Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im britischen Vodafone-Netz gesendet.[42] 1994 konnte ein Mobiltelefon auch erstmals eine SMS direkt verschicken.[43] FĂŒr die Kurzmitteilungen hat sich der Name SMS eingebĂŒrgert, obwohl das KĂŒrzel SMS eigentlich nur den TrĂ€gerdienst bezeichnet.

UrsprĂŒnglich als reines „Abfallprodukt“[42] kostenlos angeboten, entwickelte sich SMS zum Hauptertragsbringer fĂŒr die Netzbetreiber. Im Jahr 2005 wurden bundesweit ĂŒber 61 Millionen[44] Kurzmitteilungen pro Tag versendet, bis zum Jahr 2011 stieg die Zahl auf 148 Millionen.[44] Bei einer grĂŒndlichen Betrachtung ĂŒberrascht der Erfolg dieses Dienstes nicht, weil er in Kombination mit einem Mobiltelefon sehr viel gebrauchstauglicher zu nutzen ist als seine inzwischen fast schon vergessenen VorgĂ€nger, die digitalen FunkmeldeempfĂ€nger (sogenannte Pager). Weiterentwicklungen von SMS existieren unter dem Namen Enhanced Message Service (EMS) und Multimedia Messaging Service (MMS). MMS bietet die Möglichkeit, mit einem Mobiltelefon multimediale Nachrichten (Videos, Bilder, Ton und Text) von bis zu 500 kB[45] an andere mobile EndgerĂ€te zu versenden. MMS ist nicht kompatibel zu SMS oder EMS, EndgerĂ€te mĂŒssen MMS explizit unterstĂŒtzen. Einige Netzbetreiber bieten andernfalls den Abruf der MMS ĂŒber das Internet und ein Kennwort, das dem EmpfĂ€nger per SMS mitgeteilt wird, an.[46]

FĂŒr Gehörlose und hochgradig Schwerhörige bietet somit die „SMS“-Funktion eine Möglichkeit, ein Mobiltelefon zu benutzen, wie beim Bild- und Schreibtelefon.

Die Anzahl der in Deutschland versendeten Kurznachrichten stieg bis zum Jahr 2012 auf 163 Millionen pro Tag an.[44] Seitdem ist ein deutlicher AbwĂ€rtstrend zu verzeichnen, innerhalb von zwei Jahren brach die Zahl der gesendeten Kurznachrichten um 55 % ein.[44] Als Ursache dafĂŒr werden Instant-Messenging-Programme wie WhatsApp und Telegram gesehen.[44] Mit dem Messenger WhatsApp wurden Anfang 2014 tĂ€glich etwa 50 Milliarden Nachrichten versendet,[47] im April desselben Jahres stieg die Zahl auf 64 Milliarden an.[48] Die SMS ist mit 55 Milliarden[49] versendeten Einheiten unter das Niveau der Instant Messenger gefallen. WĂ€hrend jeder BundesbĂŒrger zu Jahresanfang 2014 zwei SMS tĂ€glich verschickte, sendete jeder WhatsApp-Nutzer 30 Nachrichten pro Tag.[47]

Objektiv einer Handykamera (hier Sony Ericsson K750i)
Smartphone als Kameraersatz

FĂŒr Mobiltelefone mit eingebauter Kamera hatten sich zwischenzeitlich die Begriffe „Fotomobiltelefon“ bzw. „Fotohandy“ als Unterscheidungskriterium etabliert. Wegen der zunehmenden Verbreitung der Fotofunktion in Mobiltelefonen haben diese Begriffe jedoch schnell wieder an Bedeutung verloren.

1999 erschien fĂŒr den japanischen Markt das weltweit erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera, das Toshiba Camesse mit dem Betriebssystem GEOS-SC. Das Camesse wurde in Japan schnell zum KultgerĂ€t und hatte mehrere Nachfolger. Im japanischen Internet existieren mehrere Dienste, auf die private Camesse-Fotos geladen und veröffentlicht werden können. Beim Camesse konnten die Fotos direkt im Mobiltelefon mit einer Grafiksoftware bearbeitet werden. Seit 2002 werden immer mehr Mobiltelefone mit integrierter Kamera ausgestattet. Bei diesen Fotomobiltelefonen befinden sich die BildaufnahmegerĂ€te meist auf der RĂŒckseite des Mobiltelefons.

Technischer Fortschritt

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Ein Baum im Herbst, aufgezeichnet mit der Handykamera des iPhone 3GS
Schnappschuss desselben Baums, aufgezeichnet mit einer Canon EOS 70D

Die fotografische QualitĂ€t der ersten Kameramobiltelefone reichte anfangs nicht an Digitalkameras gleicher Zeit heran.[50] Gegen Ende 2002 gab es noch keine Mobiltelefonkameras, die Bilder mit mehr als 640 × 480 Pixeln aufnahmen.[51] In Deutschland war das im Jahr 2004 erschienene Sharp GX 30 das erste Fotohandy mit einer 1-Megapixel-Kamera.[52] Die Auflösung der Handykameras wuchs seit ihrer EinfĂŒhrung stetig an und fand im Samsung Galaxy S23 Ultra mit 200 Megapixeln ihren bisherigen Höhepunkt.[53] Die Auflösung moderner Handykameras ist jedoch in den meisten FĂ€llen kleiner als dezidierte Kameras, da eine höhere Auflösung auf einem kleinen Bildsensor, wie er in einem Handy Platz finden muss, zu schlechter BildqualitĂ€t fĂŒhrt und auch das optische Linsensystem meist keine feineren Details ermöglicht.[54]

Mit den integrierten Kameras können meist auch Videos aufgenommen werden. Deren QualitĂ€t ist stark unterschiedlich und abhĂ€ngig von Hersteller, Modell und Stand der Technik. Herkömmliche Nicht-Smartphones liefern meist schlechte Aufnahmen.[50] Videoaufzeichnungen erfordern einen leistungsfĂ€higen Grafikprozessor, um annehmbare Resultate zu erzielen. Bei modernen Smartphones ist dies oft gegeben, wodurch hier die Auflösung von Filmmaterial meist Full-HD, jedoch auch 4K oder sogar 8K betrĂ€gt. An die QualitĂ€t von Spiegelreflexkameras kommen Handykameras ĂŒblicherweise nicht heran,[55] dennoch lassen sich Handykameras fĂŒr die Aufzeichnung anspruchsvoller Filme verwenden.[56]

Mobiltelefonkameras machen es auch möglich, gedruckte QR-Codes zu lesen. Diese beinhalten dabei meist einen URL auf eine Webseite. Andere Anwendungsmöglichkeit ist etwa die RĂŒckverfolgung von Lebensmitteln.

Im Zuge der Versuche, Kameras in Mobiltelefone zu integrieren, gibt es auch die umgekehrte Variante, die Integration eines Mobilfunkmodems in eine Kamera. Beispiel fĂŒr ein solches GerĂ€t ist Samsung Galaxy Camera. Diese Kompaktkamera verwendet das Telefonbetriebssystem Android. Ebenfalls am Markt erhĂ€ltlich sind Aufsteckobjektive fĂŒr Mobiltelefonkameras[57][58] sowie Digitalkameras, die sich mit einer Anwendung auf dem Telefon steuern lassen.[59]

Das zunehmende Verschmelzen von einfachen Fotoapparaten und Mobiltelefonen birgt auch Gefahren in sich, die zu Kritik an dieser FunktionalitĂ€t fĂŒhren:

  • Zunehmend verbieten grĂ¶ĂŸere Firmen ihren Mitarbeitern, Mobiltelefone mit Kamerafunktion auf das WerksgelĂ€nde zu bringen. Diese stellen im Bereich der Werksspionage ein Sicherheitsrisiko dar. Wo bis dato ein Film- und Fotografierverbot galt, fĂŒhrt dies zu einem De-facto-Mobiltelefonverbot. Dies fĂŒhrt bei konsequenter Durchsetzung zu hohem Aufwand und UnverstĂ€ndnis bei Belegschaft und Besuchern.
  • Fotohandys gerieten in die Kritik durch zunehmenden Voyeurismus, zum Beispiel in Badeanstalten oder Umkleidekabinen, bei denen die Opfer unbemerkt mit den unauffĂ€lligen Handys fotografiert oder gefilmt werden.
  • Mit steigender Verbreitung von Fotohandys gerieten jugendliche TĂ€ter hĂ€ufiger in die Schlagzeilen, die damit Gewaltakte fotografierten oder filmten und anschließend anderen zugĂ€nglich machten (Happy Slapping). Bekannt wurde der Fall einer gefilmten Vergewaltigung einer 16-JĂ€hrigen durch vier 13- bis 15-jĂ€hrige Jugendliche 2006 im Volkspark Jungfernheide in Berlin.[60]

Seit 1998 sind Mobiltelefone mit integriertem FM-Radio (das Ohrhörerkabel wird als Antenne verwendet) und seit 2000 mit integrierter Musikabspielfunktion erhĂ€ltlich. Mit derartigen Mobiltelefonen können Musikdateien wie bei einem MP3-Player in den GerĂ€tespeicher geladen werden. Viele Mobiltelefone bieten seit 2001 die Möglichkeit, ihre jeweilige SpeicherkapazitĂ€t mittels einer Speicherkarte zu erweitern – je nach Modell bis zu mehreren GB.[61]

Internetzugriff

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Webseite auf einem Smartphone

Viele Mobiltelefone, die vor dem PopulĂ€rwerden von Smartphones auf den Markt kamen, besitzen einen Browser zum Surfen auf WAP- und Mobile-HTML-Seiten. Ein erstes WAP-fĂ€higes Handy wurde bereits 1999 veröffentlicht.[62] Die WAP-Technik ist mittlerweile obsolet und wurde von der Möglichkeit verdrĂ€ngt, das herkömmliche Internet auf dem Handy zu nutzen. Steve Jobs kritisierte bei der PrĂ€sentation des iPhone die WAP-Technik als „Baby-Internet“ und stellte den Internet-Browser Mobile Safari als „ersten echten Internet-Browser auf einem Smartphone“ dar.[63] Moderne Smartphones haben meist einen mitgelieferten Browser, mit dem sich HTML-Seiten relativ komfortabel betrachten lassen können. Alternativ lassen sich auf Smartphones auch Browser von Drittanbietern wie Opera Mini nachinstallieren.

Moderne Smartphone-Anwendungen bieten fĂŒr den Internetzugriff vielfĂ€ltige Verwendungsmöglichkeiten, wie das Abrufen von Aktien oder Wetterdaten sowie auf Online-Kartenmaterial gestĂŒtzte Navigation. Auch Instant-Messenger verwenden zum Versenden von Textnachrichten das Mobile Internet.

Der Dienst Push-to-talk („drĂŒcken, um zu sprechen“) ermöglicht es, kurze Sprachnachrichten an einzelne Nutzer oder Gruppen zu versenden. Dieser Dienst wird in Deutschland nicht mehr unterstĂŒtzt (vorher nur Telekom/D1). Durch die PopularitĂ€t von Instant-Messengern erlebt die Push-to-talk-Funktion eine gewisse Renaissance, da derartige Programme eine solche Funktion bieten.[64] Dies ist jedoch im Gegensatz zum ursprĂŒnglichen Push-to-talk nicht providergestĂŒtzt, sondern basiert auf der Infrastruktur des Instant-Messengers.

Erste Anwendungen von Drittanbietern, sogenannte Apps (AbkĂŒrzung von Application, englisch fĂŒr „Anwendung“) wurden durch die Vorstellung der Java ME (Java Micro Edition) im Jahre 1999 möglich. Es wurden in den Folgejahren mehrere Mobiltelefone mit der Java-Technik ausgestattet, wodurch die Midlets genannten Anwendungen eine gewisse PopularitĂ€t erfuhren. Die Java-Plattform wurde 2007 abgekĂŒndigt.[65]

Mit dem Erscheinen von Smartphones wurden die Möglichkeiten von Anwendungen weiter ausgebaut. Beim Erscheinen des ersten iPhone war Steve Jobs fĂŒr ein geschlossenes Betriebs- und Anwendungssystem, und meinte, Webapps wĂŒrden den Dienst von nativ installierten Anwendungen genauso zuverlĂ€ssig und schnell erledigen.[66] Dennoch verkĂŒndete Apple am 17. Oktober 2007, auf DrĂ€ngen des Vorstands und der Medien,[67] im Februar 2008 ein Software Development Kit (SDK) fĂŒr Entwickler freizugeben.[68] Das Resultat fĂŒr die Endbenutzer war der App Store, aus dem Apps heruntergeladen werden können. Dadurch lĂ€sst sich das Mobiltelefon um ein Vielfaches an Anwendungsmöglichkeiten erweitern.

Mit Hilfe der Programmierumgebungen (SDKs) lĂ€sst sich das Mobiltelefon – wie viele andere Computersysteme – auch gravierender modifizieren. Ein GerĂ€t kann somit vollkommen andere Aufgaben wahrnehmen als die ursprĂŒnglichen Mobiltelefonfunktionen. Seit der EinfĂŒhrung von Smartphones sind SDKs jedoch ĂŒberwiegend fĂŒr die Entwicklung kommerzieller Anwendungen (den genannten Apps) im Gebrauch, wie Xcode fĂŒr das iPhone.

GPS- und GLONASS-Signale werden in Mobiltelefonen von Navigationsprogrammen genutzt. 2005 erschien bereits das erste Smartphone mit eingebautem GPS-EmpfĂ€nger. Es handelte sich um das Siemens SXG75. Kurz darauf folgte das Motorola A780, allerdings fanden beide aufgrund niedriger Verkaufszahlen wenig Verbreitung. Erst 2007 folgten dann das Nokia N95 oder HTC P3300. GPS-EmpfĂ€nger konnten aber auch vorher schon extern ĂŒber Bluetooth oder Kabel angeschlossen werden. FrĂŒhere Versuche der Integration von GPS-Hardware in Mobiltelefone scheiterten an deren enormen Energiebedarf, einige Modelle kamen dennoch bereits ab 2001 auf den Markt. Seit ca. 2012 empfangen viele Smartphones neben GPS- auch GLONASS-Signale.

Im Gegensatz zu NavigationsgerĂ€ten verlangten viele Mobiltelefonhersteller in der Anfangszeit noch GebĂŒhren fĂŒr Navigation. Dies geschieht meist ĂŒber den Umweg, dass der Abgleich zwischen Position und Karte aktiv vom Netzanbieter ĂŒber eine eigene Software erfolgt, in A-GPS durch die Hinzunahme einer Funkzellen-Ortung, die dann in Datenvolumen oder Kilometer abgerechnet wird, oft auch nur ĂŒber eine Onlinekarte, die sekundĂ€r einen Zugang zum Internet erzwingt.

Etliche Apps bieten mittlerweile jedoch auch eine gĂ€nzlich kostenlose Offline-FĂŒhrung an, sofern das Mobiltelefon kompatibel ist und genug eigenen Speicher fĂŒr die Karte aufweist. Eine externe GNSS-Maus kann den Empfang der Mobiltelefone verbessern.

In der Anfangszeit lieferten Navigations-Programme wie Trekbuddy nur eine Kompass-Navigation bzw. benötigen fĂŒr die exakte Straßen-Navigation vorher abgespeicherte Routendaten oder GPS-Punkte.

Viele Netzbetreiber bieten ĂŒber ihre Independent Service Provider – auch „Brands“, also Tochterunternehmen genannt – nur solche Mobiltelefone an, die mit einer von ihnen speziell angepassten Software ausgestattet sind (sog. „Branding“ oder „Customization“). Viele Änderungen werden speziell fĂŒr den Netzbetreiber oder fĂŒr den Service-Anbieter des Kunden vorgenommen, bevor dieser das Mobiltelefon erwirbt. Dadurch werden Funktionen des Telefons erweitert, entfernt oder verĂ€ndert. So werden Kunden durch zusĂ€tzliche MenĂŒeintrĂ€ge im Browser („Favoriten“) – im Extremfall sogar durch zusĂ€tzliche Tasten – automatisch zu den Portalseiten der Service-Anbieter oder der „Brands“ gefĂŒhrt, FAQ-Seiten hinterlegt, SIM-Lock eingerichtet, RufnummerneintrĂ€ge fĂŒr Hotlines hinterlassen, der Netzbetreibername sowie der Hintergrund im Display geĂ€ndert etc. Mittlerweile werden beim Branding oft normale Komfortfunktionen, wie ein auf dem GerĂ€t gespeichertes Bild per Knopfdruck an die BildschirmgrĂ¶ĂŸe anpassen, entfernt. Üblich ist es auch, das Speichern von Spielen und Ă€hnlicher Software (meist per Bluetooth und Infrarot) auf dem Telefon zu verhindern, um den Nutzer an die oft kostenpflichtigen „Downloadportale“ der Provider zu binden. Es besteht die technische Möglichkeit, die Software des Netzbetreibers wieder durch die des Telefonherstellers zu ersetzen (Debranding).

Weitere Sende- und Empfangseinheiten

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Mobiltelefone, mit denen man mit zwei Netzkarten gleichzeitig anruf- und empfangsbereit ist, nennt man Dual-SIM-Handys. Moderne Dual-Sim-Telefone verfĂŒgen ĂŒber 2 komplette Sende- und Empfangseinheiten, die nicht wie bei Ă€lteren Modellen manuell gewechselt werden mĂŒssen.[69] Ebenfalls im Handel erhĂ€ltlich sind Triple-SIM-Handys, mit denen man bis zu drei SIM-Karten in einem GerĂ€t betreiben kann.

Entstehung der Bezeichnung „Handy“

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Bedienungsanleitung eines Handy Telefones Anfang der 1990er Jahre

Als gĂ€ngige Bezeichnung fĂŒr die neu eingefĂŒhrten GSM-Mobiltelefone bĂŒrgerte sich ab etwa 1992 in der deutschen Umgangssprache der Begriff „Handy“ ein. Das in Deutschland oft gebrauchte Wort „Handy“ ist jedoch ein Scheinanglizismus, da es im englischsprachigen Raum fast nur als Adjektiv verwendet wird („praktisch, bequem, handlich“) und nicht als Bezeichnung fĂŒr ein Mobiltelefon. Von einigen – etwa vom Verein Deutsche Sprache[70]  – wurde die eingedeutschte Schreibweise HĂ€ndi empfohlen, die sich allerdings nicht durchsetzen konnte.[71] Zur Entstehung des Begriffs gibt es zahlreiche widersprĂŒchliche ErklĂ€rungsansĂ€tze, die bislang nicht schlĂŒssig belegt werden konnten.[72][73] Im Zweiten Weltkrieg produzierte Motorola erstmals neben dem Walkie-Talkie SCR-300, das auf dem RĂŒcken getragen wurde, das Handie-Talkie SCR-536, das man wie ein Telefon in der Hand halten konnte. Bis heute gibt es Nachfolgemodelle dieses Namens, der seit 1963 auch in englischen WörterbĂŒchern gefĂŒhrt wird.[74] Das erste D-Netz-Mobiltelefon, das den Begriff Handy im Namen fĂŒhrte, war das 1992 von Loewe vorgestellte HandyTel 100.

In deutschsprachigen CB- und Funkamateur-Kreisen gab es die Bezeichnung Handy schon vor 1992. Gemeint war damit ein hand-held transceiver, also ein in der Hand gehaltener Sender und EmpfĂ€nger. Meist waren damit kleine, so Ă€hnlich wie ein Telefon aussehende FunkgerĂ€te fĂŒr UKW-BĂ€nder gemeint, wie das YAESU FT23. Diese FunkgerĂ€te waren relativ klein und konnten mit einer Hand bedient werden; andere CB-FunkgerĂ€te waren wesentlich grĂ¶ĂŸer und mussten in der Regel mit zwei HĂ€nden bedient werden.

Das US-amerikanische sowie sĂŒdafrikanische Englisch spricht meist vom cell(ular) phone (cell ist die Zelle rund um einen Transceiver im mobilen Netzwerk), im britischen Englisch vom mobile phone oder kĂŒrzer mobile. Wenngleich es von Nicht-Muttersprachlern verwendet wird und es vereinzelte AnlĂ€ufe gab, es im Englischen einzufĂŒhren,[75] wird das Substantiv „Handy“ im englischsprachigen Raum weder benutzt noch verstanden.[76][77][78]

Ein handliches Taschenlampenmodell der Firma Daimon wurde 1937[79] unter dem Namen „Handy“ als Warenzeichen eingetragen: Es war das erste „Handy“ Deutschlands.[80]

In der Schweiz hat sich der Ausdruck Natel (als AbkĂŒrzung fĂŒr Nationales Autotelefon) eingebĂŒrgert. Der Ausdruck wird jedoch von der Telefongesellschaft Swisscom als geschĂŒtzte Marke allein fĂŒr ihre Dienste beansprucht. Im Zuge der Öffnung des Mobilfunkmarktes verbreitet sich auch in der (deutschsprachigen) Schweiz der vom Netzbetreiber unabhĂ€ngige Name Handy immer mehr. Die damalige Bundeskanzlerin Corina Casanova erklĂ€rte im Jahr 2008, dass die Schweizerische Bundeskanzlei das Wort Handy nicht verwende, weil es ein Beispiel dafĂŒr sei, dass Anglizismen „bei uns oft eine andere Bedeutung haben als ihnen im Englischen zukĂ€me“.[81] Außerdem gibt es in der Schweiz bereits seit 1958 den eingetragenen Markennamen Handy fĂŒr ein bekanntes GeschirrspĂŒlmittel der Mifa AG, das von dem Handelskonzern Migros vertrieben wird.

Bezeichnungen in anderen Sprachen bzw. LĂ€ndern

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Handybenutzerin in Osttimor mit ihrem „telemovel“

Auch in anderen Sprachen haben sich teilweise sehr plastische Bezeichnungen fĂŒr das Mobiltelefon eingebĂŒrgert. Zumeist richtet sich die Bezeichnung nach einer augenfĂ€lligen Eigenschaft des GerĂ€tes.

Als sein wichtigstes Charakteristikum gilt die PortabilitĂ€t: Der lateinische Wortstamm mobile findet sich etwa in der deutschen Bezeichnung Mobiltelefon. Die Bezeichnung findet sich auch im Englischen (mobile phone, mobile) und in vielen anderen Sprachen wieder, etwa im Spanischen (mĂłvil) oder im Katalanischen (mĂČbil). Daneben haben sich die Bezeichnungen „Tragbares“ (portable im Französischen, keitai (æș枯 oder auch ă‚±ăƒŒă‚żă‚€) im Japanischen) oder „Reisetelefon“ (matkapuhelin) im Finnischen etabliert.

In manchen Sprachen richtet sich die Bezeichnung der Mobiltelefone nach deren Aufbewahrungsort: „Hosentaschen-Telefon“ (cep telefonu) im TĂŒrkischen, „Taschentelefon“ (fĂČn phoca oder fĂłn pĂłca) im Schottisch-GĂ€lischen und im Irischen.

In wieder anderen Sprachen zielt die Bezeichnung darauf ab, dass Mobiltelefone zum Telefonieren in der Hand gehalten werden: „Handtelefon“ (fĂČn lĂ imhe) im Schottisch-GĂ€lischen, hand phone in vielen asiatischen LĂ€ndern (besonders: Singapur/Malaysia), sau kei oder shǒu jÄ« (手æœș) (jeweils „Handmaschine“) in China, mue thue als Kurzform von thorasap mue thue àč‚àž—àžŁàžšàž±àžžàž—àčŒàžĄàž·àž­àž–àž·àž­ („handgehaltenes Telefon“) in Thailand.

Oft nimmt die Bezeichnung auch den „zellulĂ€ren“ Charakter des Mobiltelefonnetzes auf; eine hĂ€ufige Bezeichnung ist daher „Netz-“ oder „Zelltelefon“ – so zum Beispiel das Englische cellular phone/cell phone (vor allem US-amerikanisches Englisch), das spanische celular, khelyawi im Libanon, komĂłrka in Polen oder Ponsel (telepon selular) in Indonesien. Im Italienischen ist neben der Bezeichnung (telefono) cellulare – die den amerikanischen Sprachgebrauch widerspiegelt – auch die Diminutivform telefonino, also: „Telefönchen“ gebrĂ€uchlich. WĂ€hrend in Portugal die Bezeichnung telemĂłvel ĂŒblich ist, sagt man in Brasilien (telefone) celular.

In anderen LĂ€ndern wiederum leitet sich die Bezeichnung vom GSM-Standard ab: Bulgaren bezeichnen Mobiltelefone neben Mobifon (ĐŒĐŸĐ±ĐžŃ„ĐŸĐœ) auch als dzhiesem (ĐŽĐ¶ĐžĐ”ŃĐ”ĐŒ), Ukrainer als Mobilka, mobila, telefon, IslĂ€nder als Gemsi (was auf IslĂ€ndisch außerdem so viel bedeutet wie junges Schaf). Im niederlĂ€ndischen Sprachraum gibt es regionale Unterschiede bei der Bezeichnung. WĂ€hrend der allgemeine Begriff mobiele telefoon lautet, welcher gerade in den Niederlanden selbst auch oft im abkĂŒrzenden Diminutiv mobieltje gebraucht wird, findet sich besonders in Flandern, aber auch im Großherzogtum Luxemburg, weitverbreitet der Begriff GSM. Auch in Slowenien wird der Ausdruck gsm (in englischer Aussprache) oder aber mobitel verwendet. Auch mobilnik ist gebrĂ€uchlich.

In manchen LĂ€ndern wird das Mobiltelefon nach Netzbetreibern oder Herstellern benannt, die sich als erstes etabliert haben. So ist in der Schweiz unabhĂ€ngig der Landessprache der Begriff „Natel“ ĂŒblich, der durch den gleichnamigen Markennamen des Netzbetreibers geprĂ€gt wurde.

DarĂŒber hinaus finden sich auch gĂ€nzlich andere Bezeichnungen: Im Iran werden Mobiltelefone als „Begleittelefon“ (telefon-hamrĂĄh oder hamrĂĄh – ŰȘلفن Ù‡Ù…Ű±Ű§Ù‡) bezeichnet, in Israel als „Wundertelefon“ (pelefon – Ś€ŚœŚŚ€Ś•ŚŸ). Hierbei ist zu bemerken, dass Pelephone auch der erste israelische Netzanbieter war. Das Wort ist deshalb auch ins PalĂ€stinensisch-Arabische ĂŒbernommen worden und wird als bilifƍn ausgesprochen.

In vielen arabischen LĂ€ndern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi-Arabien wird es Jawwal – ŰŹÙˆŰ§Ù„ bezeichnet, was „das, was durch die Gegend spaziert“ bedeutet und der Name der dortigen ersten Netzbetreiber ist. Dies ist zwar auch in den PalĂ€stinensischen Autonomiegebieten der Fall, dort hat sich aber der israelische Name bilifƍn gehalten.

Auf DĂ€nisch, Schwedisch und Norwegisch heißt Mobiltelefon mobiltelefon oder kurz mobil. In Schweden sind daneben umgangssprachlich auch Ficktelefon (zu schwedisch ficka = „(Hosen-)Tasche“) und nalle zu hören. Letzteres bedeutet „TeddybĂ€r“ – das kam ursprĂŒnglich vom Ausdruck yuppienalle, da sich bis in die spĂ€ten 1980er Jahre nur Yuppies Mobiltelefone leisten konnten, die sie dann stolz „wie einen TeddybĂ€ren“ umhertrugen.

Bezeichnung fĂŒr frĂŒhe, klobige GerĂ€te

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Ein originĂ€r deutscher Begriff fĂŒr besonders klobige, frĂŒhe Mobiltelefone ist „Knochen“,[82] eine Bezeichnung, die wegen der charakteristischen Form ursprĂŒnglich fĂŒr den Telefonhörer verwendet wurde.[83]

Das Mobiltelefon im Alltag

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Mobiltelefone als Ruhestörer

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In einigen Umgebungen, insbesondere bei AuffĂŒhrungen in Kinos, Theatern oder Opern und vor allem in GotteshĂ€usern oder auf Friedhöfen, wird die Nutzung von Mobiltelefonen hĂ€ufig als störend empfunden. Deshalb gehen etwa Kinobetreiber dazu ĂŒber, die Nutzung aktiv oder passiv zu unterbinden. Zur Handy-Etikette gibt es je nach Region unterschiedliche Einstellungen. In LĂ€ndern wie den USA ist der Einsatz von Störsendern mittlerweile gĂ€ngige Praxis, um eine störungsfreie AuffĂŒhrung zu gewĂ€hrleisten. In anderen LĂ€ndern wie in Deutschland ist jedoch die Nutzung der Sendefrequenzen untersagt, da diese exklusiv den Netzbetreibern vorbehalten sind. Die Betreiber setzen deshalb auf die passive Störung von Funktelefonen durch eine gute Abschirmung der SĂ€le. Das fĂŒhrt allerdings auch dazu, dass Mobiltelefone die maximale Sendeleistung abstrahlen.

In vielen LĂ€ndern wird das FĂŒhren von MobilfunkgesprĂ€chen in öffentlichen Verkehrsmitteln von den Mitfahrern oft als störend und als indirekter Zwang zum Mithören empfunden, zumal dabei meist lauter gesprochen wird als im GesprĂ€ch mit anwesenden Personen. In manchen LĂ€ndern, so in Japan, gilt es als verpönt, in öffentlichen Verkehrsmitteln TelefongesprĂ€che zu fĂŒhren oder auch nur Klingeltöne erklingen zu lassen; auf diese Verhaltensregel wird mit Ansagen aufmerksam gemacht. In Graz wurde 2008 in den stĂ€dtischen öffentlichen Verkehrsmitteln ein Telefonierverbot erlassen, das aber nicht durchgesetzt wird.[84]

Mobiltelefone und Straßenverkehr

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Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage ist in Deutschland eine Verkehrsordnungswidrigkeit

Die Benutzung eines Mobiltelefons wĂ€hrend der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung ist FahrzeugfĂŒhrern in vielen LĂ€ndern verboten (auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Bei Nichtbeachtung des Verbotes werden Bußgelder, in Deutschland zusĂ€tzlich auch eine Eintragung von einem Punkt im Fahreignungsregister verhĂ€ngt. In Deutschland wurden im Jahr 2011 in 450.000 FĂ€llen Autofahrer mit einem Mobiltelefon am Steuer ertappt.[85]

In Deutschland darf nach § 23 Abs. 1a StVO der FahrzeugfĂŒhrer ein Mobil- bzw. Autotelefon oder sonstiges elektronisches GerĂ€t, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient, nur benutzen, wenn hierfĂŒr das Mobiltelefon oder der Hörer des GerĂ€tes nicht aufgenommen oder gehalten werden muss und die Bedienung des GerĂ€ts ĂŒber eine Sprachsteuerung erfolgt oder zur Bedienung nur eine situationsangemessene, kurze Blickzuwendung erforderlich ist. Dies gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor vollstĂ€ndig ausgeschaltet ist.[86] Ein Verstoß gegen das Nutzungsverbot von Mobiltelefonen und anderen elektronischen GerĂ€ten, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen, wird mit einem Bußgeld von 100 Euro und der Eintragung eines Punktes im Fahreignungsregister geahndet. Bei VerstĂ¶ĂŸen mit einer GefĂ€hrdung anderer oder mit einem Verkehrsunfall erhöht sich das Bußgeld auf 150 Euro bzw. 200 Euro. Zudem werden in diesen FĂ€llen zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen und zusĂ€tzlich ein einmonatiges Fahrverbot verhĂ€ngt.[87] Das Verbot der Benutzung eines Mobiltelefons gilt in Deutschland auch fĂŒr Fahrradfahrer. FĂŒr einen Verstoß durch einen Fahrradfahrer ist nach der aktuellen Fassung des Bußgeldkataloges ein Verwarnungsgeld in Höhe von 55 Euro vorgesehen.[87] Kinder unter zehn Jahren, die mit einem Kinderfahrrad fahren, werden nach der StVO als FußgĂ€nger angesehen, weshalb fĂŒr sie das Verbot der Benutzung eines Mobiltelefons nicht gilt.

Als Benutzung des Mobiltelefons wird in der deutschen Rechtsprechung auch das Ablesen der Uhrzeit (OLG Hamm, Az. 2 Ss OWi 177/05),[88] die Nutzung eines Mobiltelefons als Navigationssystems (OLG Köln, Az. 81SsOWi49/08) sowie das „WegdrĂŒcken“ eines Anrufes (OLG Köln, Az. III-1RBs39/12)[89] erachtet. Nicht als gegen das Verbot der Nutzung eines Mobiltelefons im Sinne von § 23 Abs. 1a StVO gerichtet wurde hingegen das Aufnehmen des Mobiltelefones, ausschließlich zu dem Zweck, es von einem Ablageort an einen anderen zu legen (OLG Köln, Az. 83 Ss-OWi 19/05)[90] sowie das Aufheben eines auf den Beifahrerfußraum gefallenen Mobiltelefons, um es auf den Beifahrersitz zu legen (OLG DĂŒsseldorf, IV-2 Ss OWi 134/06-70/06 III).[91]

Nach einem Beschluss der Oberlandesgerichtes Hamm vom 24. Oktober 2013 ist „die wiederholte verbotswidrige Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons [
] geeignet, die Anordnung eines Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtverletzung zu rechtfertigen“ (Az.: 3 RBs 256/13).[92] Als Grund fĂŒr das Verbot wird die Ablenkung des Fahrers sowie gegebenenfalls der Wegfall einer Hand fĂŒr das Lenken genannt. Ein Headset wird, im Gegensatz zu Deutschland, nicht in allen anderen LĂ€ndern als Freisprecheinrichtung anerkannt. FĂŒr Motorradfahrer, die auch wĂ€hrend der Fahrt ihr Mobiltelefon nutzen möchten, existieren spezielle Motorrad-Gegensprechanlagen. Doch selbst bei Nutzung einer Freisprecheinrichtung kann ein FahrzeugfĂŒhrer erheblich vom Verkehrsgeschehen abgelenkt werden. Britischen Studien zufolge muss die FahrbeeintrĂ€chtigung des FahrzeugfĂŒhrer durch das Telefonieren mit derjenigen gleichgesetzt werden, die unter Alkoholeinfluss erfolgt.[93]

In Österreich ist das Telefonieren mit einem Mobiltelefon wĂ€hrend des Lenkens eines Kraftfahrzeugs seit dem 1. Juli 1999 verboten.[94] Als Strafe ist eine Zahlung von 50 Euro (seit 2023 100 Euro) vorgesehen, bei nicht sofortiger Zahlung kann von der Sicherheitsbehörde eine Geldstrafe bis zu 72 (2023:140 Euro) oder alternativ eine 24-stĂŒndige Freiheitsstrafe verhĂ€ngt werden.

Die Anbindung des Mobiltelefons an die Freisprecheinrichtung des Kfzs kann entweder ĂŒber einen sogenannten Snap-in-Adapter erfolgen, oder kabellos ĂŒber den DatenĂŒbertragungsstandard Bluetooth, und zwar ĂŒber die Bluetooth-Profile Hands Free Profile (HFP) oder remote SIM Access Profile (rSAP), wobei rSAP aufgrund der Nutzung der Außenantenne des Kfzs zu bevorzugen ist, bislang aber nur von einigen wenigen Mobiltelefonen unterstĂŒtzt wird.

Wenn FußgĂ€nger durch ihr Mobiltelefon abgelenkt werden, steigt die Unfallgefahr erheblich. Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz aus dem Jahr 2019 zu FußgĂ€ngerunfĂ€llen in Deutschland telefonieren heute zwei Drittel der FußgĂ€nger gelegentlich beim Gehen, jeder zweite FußgĂ€nger tippt beim Gehen auf das Display oder die Handytasten, etwa ein Drittel hört Musik. Beim Tippen von Texten steigt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls um das Doppelte, beim Musikhören um das Vierfache.[95]

Bei StraßenverkehrsunfĂ€llen setzen Unfallbeteiligte hĂ€ufig die Kamerafunktion des Mobiltelefons zur Dokumentation der Unfallstelle ein – ggf. auch zusĂ€tzlich zur Verkehrsunfallaufnahme durch die Polizei.

Mobiltelefone als Mittel der Authentifizierung und der Identifikation

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In der Zwei-Faktor-Authentisierung sind Mobiltelefone und Smartphones von Dienstleistern, unter anderem von Banken, genutzt, um eine Authentifizierung ihrer Kunden durchzufĂŒhren.

Umstritten sind der Einzug und die Durchsuchung des Mobiltelefons zur IdentitÀtsklÀrung von Asylsuchenden und zur Feststellung ihrer Reiseroute. In Deutschland ist dies in § 48 Abs. 3 Satz 1 AufenthG geregelt.

Das Mobiltelefon im Krankenhaus

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In KrankenhĂ€usern ist das Einschalten von Mobiltelefonen oft nicht erlaubt, da befĂŒrchtet wird, die elektromagnetischen Felder könnten die Funktion medizinischer GerĂ€te beeintrĂ€chtigen. Untersuchungen der UniversitĂ€tsklinik Gießen haben allerdings ergeben, dass medizinische GerĂ€te erst bei einem Abstand von weniger als einem Meter durch Mobiltelefone beeintrĂ€chtigt werden können. Es wĂŒrde also ausreichen, das Verbot in KrankenhĂ€usern auf RĂ€ume wie Intensivstationen zu beschrĂ€nken. Eine an der Mayo-Klinik durchgefĂŒhrte Studie ergab ebenfalls, dass KrankenhausgerĂ€te nicht von Mobiltelefonen beeinflusst werden: In 300 Tests fanden die Forscher keinen einzigen Nachweis dafĂŒr, dass die Nutzung eines Mobiltelefons zu einer Störung von Apparaten auf Intensivstationen und in anderen Bereichen des Krankenhauses fĂŒhren könnte.[96]

Alle zugelassenen GerĂ€te, besonders natĂŒrlich die in KrankenhĂ€usern, mĂŒssen eine Mindeststörfestigkeit aufweisen, die ein Mehrfaches des beim Betrieb von Mobiltelefonen erreichten Signals betragen muss.

Das Mobiltelefon im Flugzeug

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Auch in einigen Flugzeugen ist Mobiltelefonieren wĂ€hrend des Fluges inzwischen erlaubt.[97] FĂŒr Flugzeuge sind Systeme entwickelt worden, die den Gebrauch von Mobiltelefonen an Bord mitunter erst ermöglichen. Mehrere Fluggesellschaften planen, ihre Flugzeuge mit SendegerĂ€ten auszustatten, die die Funksignale der Mobiltelefone ĂŒber Satelliten an die Mobilfunknetze weiterleiten. Die Sendeleistung der Mobiltelefone wird durch das Bordsystem auf ein Minimum reduziert. Die Luftfahrtstandardisierungsgremien EUROCAE working group 58 und ihre US-amerikanische Entsprechung RTCA special committee 202 haben sich eingehend mit dem Thema befasst und PrĂŒfvorschriften zum Nachweis der elektromagnetischen VertrĂ€glichkeit zwischen Mobilfunk und Bordelektronik entwickelt. EUROCAE hat die zugehörigen Nachweisverfahren und Analysen im Dokument ED-130 niedergelegt. In Deutschland regelt die Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung (LuftEBV) den Gebrauch elektronischer GerĂ€te an Bord von Flugzeugen. In der neuen Fassung der LuftEBV, die am 7. MĂ€rz 2008 in Kraft trat, wurde der Gebrauch von Funktechniken innerhalb der Kabine gegenĂŒber vorherigen Versionen der Verordnung auf Basis der Arbeiten der oben genannten EUROCAE- und RTCA-Gremien gelockert.[98] Erste Mobilfunksysteme sind bereits in Übereinstimmung mit den einschlĂ€gigen Bauvorschriften fĂŒr Flugzeuge von den europĂ€ischen Luftfahrtbehörden zugelassen.[99] GegenwĂ€rtig ist aber das Telefonieren mit Mobiltelefonen in der ĂŒberwiegenden Mehrzahl der Flugzeuge nicht gestattet. FĂŒr die 1,8 GHz-GSM-Funknetze (E-Netze) liegt die Reiseflughöhe von Verkehrsflugzeugen (mehr als 10 Kilometer) bereits am Rande der Reichweite (ZellengrĂ¶ĂŸe meist max. 8 km), D-Netz-Zellen besitzen bis zu 50 km Funkreichweite.[100] Der Rumpf vieler Verkehrsflugzeuge besteht aus Aluminium und dĂ€mpft Funksignale erheblich. Die ersten Großraumflugzeuge, deren Rumpf zu erheblichem Anteil aus kohlenstofffaserverstĂ€rktem Kunststoff besteht, sind der Airbus A350 sowie die Boeing 787 Dreamliner.

Das Mobiltelefon an Schulen

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In Frankreich, Portugal und Italien gibt es ein Handyverbot an Schulen. In England hat die Regierung die Schulleiter angewiesen, Handys zu verbieten.

Mobiltelefonstrahlenfilter

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Vielfach werden sogenannte Mobiltelefonstrahlenfilter angeboten, die angeblich vor Strahlung schĂŒtzen sollen. Solche Aufkleber oder Folien können die Nutzaussendung des GerĂ€ts beeintrĂ€chtigen. Hierdurch kann der Regelkreis zwischen Mobilteil und Basisstation gestört werden. Dann sendet das MobilgerĂ€t (und auch die Feststation) mit höherer Leistung, als in der jeweiligen Situation ohne Folie erforderlich wĂ€re.

Das Anbringen jeglicher Vorrichtungen (Blinkantennen, Metallfolien und dergleichen) an einem Mobiltelefon ist nur dann zulĂ€ssig, wenn es der Hersteller ausdrĂŒcklich gestattet, da sonst die Zulassung zum Betrieb des GerĂ€tes in der EU gemĂ€ĂŸ den einschlĂ€gigen Gesetzen und Richtlinien erlischt (Österreich).[101] Allgemein kann jede VerĂ€nderung, die die Funkeigenschaften beeinflusst (insbesondere anbringen elektrisch leitfĂ€higer Objekte), zu empfindlichen Strafen fĂŒhren, insbesondere bei verstĂ€rkender, richtender oder störender Wirkung.[102]

Mobiltelefone in der Kunst

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Bei einer ganzen Reihe von Kunstprojekten wurden Mobiltelefone verwendet, um Interaktionen zu ermöglichen. So hat zum Beispiel das Projekt Blinkenlights unter anderem bei seiner Aktion Blinkenlights 2001 am Alexanderplatz in Berlin es Mobiltelefonnutzern ermöglicht, Lichtinstallationen per SMS zu steuern.[103] Ein weiteres Beispiel stellt das sogenannte „Saroskop“ des KĂŒnstlers Martin Hesselmeier dar. Das Saroskop reagiert auf elektromagnetische Strahlung und ermöglichte damit u. a. Besuchern der Art Cologne 2008, mit ihren Handys Einfluss auf die Bewegungen des kinetischen Objekts zu nehmen.[104]

Mobiltelefone werden passgenau mit bekannten Kunstmotiven beklebt, um eine Individualisierung im Alltag zu erreichen. Dazu werden bedruckbare Beschriftungsfolien eingesetzt, diese gewÀhrleisten einen Schutz der GehÀuse vor Kratzern sowie die Verwendung des Mobiltelefon als einzigartiges Kunstobjekt mit Motiven bekannter Kunstschaffender.[105]

Mit jedem Mobiltelefon kann der Notruf 112 (ĂŒber die „911“ gelangt man mit manchen Mobiltelefonen ebenso zur Notrufzentrale) erreicht werden, auch wenn kein Guthaben vorhanden ist. Seit dem 1. Juli 2009 ist es nötig, dass eine SIM-Karte eingelegt ist. Deutschland setzte damit eine EU-Richtlinie um, welche den Missbrauch von Notrufnummern verhindern soll. Zeitweise waren 80 Prozent der abgegebenen Notrufe missbrĂ€uchlich.[106][107]

Die durchschnittliche Besitzdauer eines Mobiltelefons betrÀgt in Deutschland, bedingt durch Vertragslaufzeiten und Innovationszyklen, 18 bis 24 Monate. In Europa werden jÀhrlich etwa 100 Millionen AltgerÀte entsorgt. Das entspricht 10.000 Tonnen oder 400 LKW-Ladungen. Seit dem 24. MÀrz 2006 können in Deutschland Mobiltelefone laut dem Elektro- und ElektronikgerÀtegesetz vom Verbraucher kostenlos entsorgt werden.

Das EU-Parlament will festverklebte Handy-Akkus verbieten, um zu verhindern, dass mit dem Ende der Lebensdauer von Akkus das ganze Produkt weggeworfen werden muss. Die Nutzer sollen sie einfach mit handelsĂŒblichen Werkzeugen austauschen können und der Hersteller muss sicherstellen, dass es fĂŒr die erwartete Lebensdauer eine Produkts Ersatzakkus gibt. Die Abgeordneten stimmten im MĂ€rz 2022 fĂŒr einen solchen Vorschlag der EU-Kommission. Die Industrie wehrt sich gegen das Vorhaben und argumentiert, das gefĂ€hrde die Haltbarkeit und Sicherheit der Batterien.[108][109]

Mobiltelefonindustrie

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Bei der EinfĂŒhrung des kommerziellen volldigitalen 900-MHz-GSM-Mobilfunks im Jahr 1992 in Deutschland gab es bundesweit eine Million Mobiltelefonbesitzer.[110] Bis zum Jahr 1998 stieg die Zahl auf 13,9 Millionen.[110] 1998 prognostizierte man fĂŒr das Jahr 2005 46,3 Millionen Mobiltelefonbesitzer,[110] tatsĂ€chlich waren es 2005 etwa 57,4 Millionen.[111] Bis zum Jahr 2013 stieg die Zahl auf 63 Millionen an;[112] 40,4 Millionen davon waren Smartphone-Nutzer.[113]

Die Mobiltelefonindustrie ist sowohl einem starken Wachstum als auch einer schnellen ZielproduktverĂ€nderung unterlegen. Gegen 1999 wurde fĂŒr die Mobiltelefonindustrie ein starkes Wachstum prognostiziert.[110] Im ersten Halbjahr 1999 stieg der Umsatz mit privat genutzten Mobiltelefonen in Deutschland um 7 % auf 1,35 Milliarden DM.[110] 2013 waren es fĂŒr das Gesamtjahr 8,3 Milliarden €.[113]

Der Absatz sogenannter Smartphones hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dabei hat sich auch die Bedeutung des Terminus gewandelt: WĂ€hrend ursprĂŒnglich (2004) ein Mobiltelefon mit PDA-Funktion als Smartphone bezeichnet wurde, versteht man heute (2014) ein Mobiltelefon mit großem berĂŒhrungsempfindlichem Bildschirm und Apps als Smartphone. Es wird daher noch nicht sehr lange zwischen herkömmlichen Mobiltelefonen und Smartphones unterschieden. Im Jahr 2005 wurde der Gesamtabsatz von Mobiltelefonen weltweit auf 810 Millionen geschĂ€tzt.[114] Im Jahr 2006 wurden weltweit 64 Millionen Smartphones verkauft.[115] Der Absatz von Smartphones wĂŒrde somit im Jahr 2006 grob geschĂ€tzt 8 % des Gesamtabsatzes ausgemacht haben, zum Vergleich: 2013 waren es 55 %[113] des weltweiten Absatzes an Mobiltelefonen. Auch die Anzahl der abgesetzten Smartphones nahm in den letzten Jahren stetig zu, 2010 waren es 300 Millionen, 2011 rund 490 Millionen und 2013 eine Milliarde.[113]

Weltweit wurden im Jahr 2013 rund 1,8 Milliarden GSM-Telefone ausgeliefert, 1 Milliarde davon waren Smartphones.[113] Der generierte Smartphone-Umsatz lag bei 181 Milliarden Dollar.[113] MarktfĂŒhrer der Hersteller war Samsung mit einem Marktanteil von 31 %.[113] Von sĂ€mtlichen in Betrieb befindlichen Smartphones liefen 2014 rund 1,3 Milliarden (80 %) mit dem Betriebssystem Google Android, 360 Millionen mit Apple iOS.[113]

Im Jahre 2016 waren weltweit 7,1 Milliarden Mobiltelefone im Umlauf.[116]

Rohstoffsituation

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2010 bestehen knapp 5 Milliarden MobiltelefonvertrĂ€ge weltweit und es werden jĂ€hrlich eine Milliarde GerĂ€te hergestellt, die Haltbarkeit oder Nutzungsdauer liegt im Mittel bei drei Jahren.[117] Ein Mobiltelefon besteht zu 56 % aus Kunststoff, zu 25 % aus Metall und zu 16 % aus Glas und Keramik, zusĂ€tzlich zu drei Prozent aus Sonstigem. Zu den verwendeten Metallen bzw. Übergangsmetallen gehören:

  • Tantal: Coltan, das Ausgangsmaterial fĂŒr Tantal reicht noch 150 Jahre, aber die Produktion ist begrenzt. Es gibt momentan (2010) keinen Austauschstoff.
  • Gallium: Es ist Nebenprodukt der Aluminium- und Zinkherstellung. Die Reserven sind nicht knapp.
  • Indium: Pro Jahr werden 600 t raffiniert. Die Gewinnung ist an die Förderung von Zink gebunden. FĂŒr Flachbildschirme, Displays und Leuchtdioden ist es bislang unersetzlich.
  • Lithium: Lithium ist kein selten vorkommendes Element (hĂ€ufiger als beispielsweise Blei); seine Gewinnung ist jedoch durch die stĂ€rkere Verteilung schwierig.[118]
  • Palladium: Die begrenzte Rohstoffmenge wird von der Nachfrage aus der Automobilindustrie bedrĂ€ngt.
  • Platin

Weitere wichtige Metalle sind Kupfer (Leiterplattenherstellung), Gold und Silber (korrosionsbestÀndige KontaktoberflÀchen, Bond-Verbindungen) sowie Zinn und Blei (Lötverbindungen). Blei wird aufgrund von RoHS bei neuen Mobiltelefonen allerdings kaum mehr eine Rolle spielen. Auch Beryllium ist als gut legierbarer Stoff in Leiterplatten enthalten. Antimon ist Bestandteil von bleifreien Loten und insbesondere in den KunststoffgehÀusen und der Tastatur als Flammhemmer enthalten.[117]

Das Recycling erfordert das Trennen des Materialgemisches. In einer Tonne „Mobiltelefon“ sind immerhin 4 Gramm Platin, 340 Gramm Gold und 3500 g Silber enthalten. Deshalb gilt das Recycling verbrauchter Produkte als wichtige Rohstoffquelle, zumal 80 % der verwendeten Materialien eines Mobiltelefons wiederverwertet werden können.[119] Dazu wĂ€re eine spezialisierte Industrie und die komplette RĂŒcknahme verbrauchter Mobiltelefone nötig.[120] FĂŒr ein solches Recyclingsystem plĂ€dierte im Juni 2012 der SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen im Sinne der EinfĂŒhrung eines Pfandsystems fĂŒr Mobiltelefone, wobei der Vorsitzende des Umweltrates Martin Faulstich eine Pfandhöhe zwischen 30 und 100 Euro vorschlug.[121]

Es werden bis zu 30 Metalle und Mineralien zur Herstellung eines Mobiltelefons benötigt. Einige dieser Metalle werden vor allem in Minen abgebaut, die von sogenannten Warlords kontrolliert werden. Diese finanzieren mit den Gewinnen aus den Minen ihre Armee und somit den BĂŒrgerkrieg, z. B. den Ostkongo-Konflikt.[122]

Herstellungskosten von Mobiltelefonen

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Zwischen dem Endkundenpreis von Mobiltelefonen und den Herstellungskosten liegen oft erhebliche Differenzen von bis ĂŒber 75 %. Selbst die Prozessoren sind durch die Massenproduktion im Einkauf fĂŒr die GerĂ€te-Hersteller oft kaum teurer als einstellige Dollarsummen, ebenso die Bildschirmanzeige und der verbaute Speicher.

So berichtete z. B. die Sendung Spiegel TV am 26. August 2012, ein damals 629 Euro teures iPhone 4 koste in der Herstellung (Bauteile und Löhne fĂŒr die Montage) nur 155 Euro, exklusive noch Kosten fĂŒr z. B. Lizenzen, Softwareentwicklung, Fracht, Vertrieb, Marketing, Verwaltung, Steuern und Zoll.[123]

Einige Verbraucherseiten wie isuppli.com[124] veröffentlichen zudem auch regelmĂ€ĂŸig Ergebnisse ĂŒber die Diskrepanz zwischen dem Wert der Hardware und den von den Herstellern verlangten Preisen. Das 2013 erschienene Telefon Galaxy S4 der Firma Samsung etwa hat demnach ca. 236 Dollar Bauteil- und Materialkosten. Dabei entfallen z. B. ca. 30 Dollar auf den Prozessor, 75 auf den Bildschirm und 16 auf die Infrarot-Gestik- und Temperatur-Sensoren.[125][126] Das Smartphone erschien in Deutschland mit 16 GB Speicher fĂŒr ca. 649 Euro im Einzelhandel, was ca. 836 Dollar entsprach, allerdings noch ohne den in der Auflistung aufgefĂŒhrten, modernen Prozessor.

Arbeitsbedingungen

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Die Produktion von Mobiltelefonen steht auf Grund der Arbeitsbedingungen in den Herstellerbetrieben in der Kritik (siehe z. B. Foxconn).[127]

Um die Probleme in der Herstellung von Mobiltelefonen zu beseitigen, ist eine transparente Lieferkette der Konfliktrohstoffe und der beteiligten Unternehmen notwendig. Diese kann zurzeit jedoch kaum gewÀhrleistet werden.[128] Mit dem Fairphone und dem Shiftphone gibt es Mobiltelefone, deren Produzenten es sich zum Ziel gesetzt haben, diese Probleme anzugehen.

Handytasche und HandyhĂŒlle

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Hardcase-Smartphone-Cover aus Kunststoff

Eine Handytasche ist eine Tasche (eng. Wallet Case) zum Aufbewahren von Handys. Wie eine HĂŒlle kann auch sie zum Schutz vor BeschĂ€digungen wie zum Beispiel vor StĂŒrzen, Hitze, KĂ€lte, Feuchtigkeit usw. verwenden. Weiteres Ziel kann es sein, ein bestimmtes Design (Skins) oder Farben anzeigen zu lassen. Meist wird Kunststoff, Kunstleder oder Textilien als Material fĂŒr Handytaschen verwendet. Handytaschen gibt es in Folgenden Varianten:

  • Hard- und Softcase: Beide Varianten beziehen sich auf eine Abdeckung des Smartphones. Das Hardcase verwendet hĂ€ufig hĂ€rtere Materialien wie Plastik, wĂ€hrend das Softcase in der Regel Silikon verwendet.
  • Bumper: Dieses Zubehör liegt ĂŒber dem Rahmen des Handys und dient so als eine Art Stoßstange.
  • Flip-Case und Etui: Beide Varianten sind genau auf die GrĂ¶ĂŸe des Smartphones abgestimmt. Sie umhĂŒllen das ganze GerĂ€t und lassen sich wie ein Buch oder ein Portemonnaie öffnen.
  • Slim-Case: Das Slim-Case schmiegt sich eng an das Handy an und besteht in der Regel aus Neopren.
  • Backcover: Das Backcover konzentriert sich auf die RĂŒckseite des Handys.
  • Hybrid-Cover: Normalerweise besteht ein Hybrid-Cover aus zwei Teilen, wobei die innere HĂŒlle aus Silikon gefertigt ist. Diese wird in das Außencover eingeklemmt. Bekannt ist das Hybrid-Cover auch als Outdoor-HĂŒlle oder Outdoor-Cover.
  • Handybeutel und Handysocken: Taschen, in denen sich die Handys hineinstecken lassen und wieder herausgenommen werden können.
  • Armtaschen: Diese Taschen werden ĂŒber den Oberarm gebunden. Sie sind fĂŒr den Outdoor-Bereich, wie zum Beispiel fĂŒr Fitness und Sport, gedacht.[129]

Kabelloses Headset

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Bluetooth-Headset

Durch eine Funkverbindung, basierend auf Bluetooth, kann auf ein Kabel fĂŒr das Headset verzichtet werden.

Eine Schutzfolie ist eine Folie, die den Bildschirm vor BeschĂ€digungen wie Rissen und Verschmutzungen (Fett, Staub usw.) schĂŒtzen soll. Auch Panzerglas oder FlĂŒssigglas kann als ein Display-Schutz verwendet werden.[130]

Ein Eingabestift (englisch Stylus oder Touchpen) ist ein Stift, der zur Bedienung von Touchscreens verwendet wird. Durch den Eingabestift ist eine prĂ€zisere Bedienung als mit den Fingern möglich, da nur die dĂŒnne Spitze den Bildschirm berĂŒhrt. Des Weiteren wird so die Verschmutzung des Bildschirms durch FingerabdrĂŒcke verhindert.

Es gibt Halterungen fĂŒr Fahrzeuge oder Fotografie. So kann das Handy als Radio oder Navigationssystem im Auto platziert werden. Es lassen sich Bildaufnahmen mit einem Stativ oder einem Selfie-Stick machen.

SIM-Karte

Mobiltelefone sind beliebte Diebstahlobjekte, wobei nicht nur eingeschaltete, angemeldete Mobiltelefone interessant sind (da der Dieb mit ihnen ohne eigene Kosten telefonieren könnte), sondern auch ausgeschaltete. Die PIN auf der SIM-Karte sichert nicht das Telefon, die SIM-Karte kann jederzeit problemlos entfernt werden. Handelt es sich um ein nicht auf einen bestimmten Netzbetreiber zugelassenes GerĂ€t, braucht lediglich eine neue SIM-Karte eingelegt zu werden, um das GerĂ€t zu nutzen oder auf dem grauen Markt als vollwertig anbieten zu können. Um das zu verhindern, empfiehlt sich das Sichern des GerĂ€tes zum Beispiel durch einen sogenannten Sperrcode oder auch Sicherheitscode. GemĂ€ĂŸ seiner jeweiligen Einstellung wird das GerĂ€t dann nach einer bestimmten InaktivitĂ€tszeit oder nach dem Ausschalten deaktiviert und ist nur mit Hilfe des Codes wieder zu aktivieren.

Es gibt inzwischen weitere Formen des Diebstahlsschutzes. Bei Samsung kann mit uTrack nach Diebstahl oder Verlust des Mobiltelefons, wenn ein Dieb oder Finder eine andere SIM-Karte einlegt, eine SMS mit der „neuen“ Nummer der eingelegten SIM-Karte an eine vorher eingegebene Telefonnummer gesendet werden. Google bietet eine weitgehend vollstĂ€ndige Sicherung der Daten in der Cloud, eine Ortung des Mobiltelefons und im Notfall auch eine Sperrung bis hin zur ferngesteuerten Löschung der Daten an. So kann dann der rechtmĂ€ĂŸige EigentĂŒmer selbst die GSM-Ortung durchfĂŒhren.

Bei Diebstahl eines Handys (mit Karte) empfiehlt sich also zweierlei:

  1. Beantragung der Sperrung der Nummer (abhÀngig von der SIM-Karte: Angabe der eigenen Nummer und eines evtl. vereinbarten Passwortes)
  2. Registrierung des gesamten GerĂ€tes ĂŒber die Angabe der gerĂ€teabhĂ€ngigen IMEI-Nummer (oft auf dem Kaufvertrag oder der Originalverpackung angegeben. Die IMEI-Nummer steht auf dem Typenschild und kann auch durch Eingabe von *#06# angezeigt werden). Trotz der vorhandenen technischen Möglichkeit sperren jedoch nur wenige Netzanbieter GerĂ€te anhand der IMEI-Nummer. Auch die Strafanzeige bei der Polizei verspricht aufgrund der Vielzahl der FĂ€lle inzwischen wenig Aussicht auf Erfolg.

Eine einfache Lösung zum Schutz vor Verlust ist die Verwendung eines zweiten, sehr kleinen, batteriebetriebenen FunkgerĂ€ts geringer Sendeleistung (1 mW), das gefahrlos ohne Belastung durch Strahlen und ohne jede Bedienung ein akustisches Signal abgibt, wenn der TrĂ€ger des Mobiltelefons dieses liegen lĂ€sst und sich entfernt. Derartige GerĂ€te verwenden ĂŒblicherweise Bluetooth.

Gegen den Verlust und die BeschĂ€digung eines Mobiltelefons werden Handyversicherungen angeboten. Die Versicherungsbedingungen unterscheiden sich mitunter jedoch erheblich; Diebstahl, SchĂ€den durch Sturz und Feuchtigkeit können enthalten sein. Wird das Mobiltelefon zuhause gestohlen, kann die Hausratversicherung Kosten des GerĂ€tes in bestimmten FĂ€llen ersetzen. Aber auch hier mĂŒssen verschiedene Bedingungen erfĂŒllt sein. So kommt die Hausratversicherung nur fĂŒr den Diebstahl auf, wenn durch Einbruchsspuren an Fenstern oder TĂŒren ein gewaltsames Eindringen von außen nachgewiesen wird.[131]

Von den meisten dieser Versicherungspolicen wird abgeraten, da sie meist teuer sind bezogen auf den gebotenen Versicherungsumfang.[132] DarĂŒber hinaus können Besitzer einer Handyversicherung bei einem Diebstahl nur Ă€ußerst selten auf eine Kostenerstattung des Versicherers hoffen. Darauf weisen die fĂŒr Versicherungen zustĂ€ndigen MarktwĂ€chter der Verbraucherzentrale Hamburg hin. Grund sind die hohen Anforderungen der Versicherer daran, wie Verbraucher ihr Handy bei sich tragen mĂŒssen. Eine fĂŒr Deutschland reprĂ€sentative Forsa-Umfrage im Auftrag des MarktwĂ€chters Finanzen hat ergeben, dass 77 Prozent aller befragten Handybesitzer ihr Mobiltelefon im öffentlichen Raum so verwahren, dass die Versicherung bei Diebstahl nicht zahlen mĂŒsste.[133]

SIM-Lock und Netlock

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SIM-Lock und Netlock sind Verfahren, mit dem Mobiltelefone an eine SIM-Karte, einen Netzbetreiber oder an eine bestimmte Vertragsform gebunden werden. Ein mit SIM-Lock versehenes Mobiltelefon ist nur mit der beim Kauf des Telefons mitgelieferten SIM-Karte verwendbar. Das Mobiltelefon kann somit mit keiner anderen SIM-Karte, auch nicht mit einer SIM-Karte desselben Netzbetreibers, betrieben werden.

War SIM-Lock in Deutschland vor allem bei Prepaid-Paketen ĂŒblich, werden mittlerweile immer hĂ€ufiger auch subventionierte Mobiltelefone mit Vertragsbindung gesperrt, dann allerdings mit dem kundenfreundlicheren Netlock. Ein mit Netlock gesperrtes Telefon kann zumindest mit anderen SIM-Karten desselben Netzbetreibers benutzt werden.

Umgangssprachlich wird auch bei Netlock jeweils von Simlock gesprochen. In der Schweiz werden vom Betreiber als „SIM-Lock-geschĂŒtzt“ bezeichnete GerĂ€te nur mit einem Netlock versehen; andere SIM-Karten desselben Netzbetreibers funktionieren darin auch.

Der Paketanbieter beabsichtigt mit der ganzen oder teilweisen Sperrung des subventionierten Mobiltelefons, dass der Kunde nicht bei der Konkurrenz „fremdtelefoniert“. Nur so kann er sicherstellen, dass sich die Subventionen bei den GerĂ€tekosten durch GesprĂ€chseinnahmen wieder ausgleichen.

Üblicherweise kann der SIM-Lock und der Netlock nach Ablauf von zwei Jahren kostenlos oder innerhalb dieser Frist gegen Zahlung einer GebĂŒhr um 100 Euro deaktiviert werden. Die Entsperrung erfolgt in der Regel durch den Benutzer selbst mittels Unlock-Code.

Daneben existieren im World Wide Web Anleitungen und Software zum selbstĂ€ndigen Entfernen von SIM- und Netzsperren. Oft wird ein ein- oder kleiner zweistelliger Betrag dafĂŒr verlangt. Mit zunehmender Implementierung von verbesserten Sicherheitsmechanismen in den MobilfunkgerĂ€ten wird fĂŒr die Entfernung des SIM-Locks oft spezielles Equipment benötigt.

Auch mit dĂŒnnen Zwischenkarten kann ein SIM- oder NET-Lock umgangen werden; so wird das GerĂ€t unangetastet gelassen und man kann es dennoch mit Fremd(netz)-SIM-Karten nutzen, weil die Zwischenkarten die Netz-/Betreiberkennungen der eingelegten SIM-Karte zur Laufzeit manipulieren.

In manchen EU-LĂ€ndern ist das eigenmĂ€chtige Entsperren illegal. In Österreich ist das Entsperren in Handy-LĂ€den fĂŒr fĂŒnf bis zehn Euro möglich und erlaubt.

Mobiltelefontarife

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FĂŒr die Nutzung bestimmter Dienstleistungen im Mobilfunk fallen GebĂŒhren an, die vom Anbieter („Provider“) geschaffene Kostenregelung fĂŒr diese bezeichnet man als „Mobiltelefontarif“. Unterschiede bei Mobiltelefontarifen gibt es hauptsĂ€chlich in der Art der kostenpflichtigen Leistungen, den Preisen und der Abrechnungsart. Siehe auch Roaming fĂŒr Nutzung der Mobilfunknetze im Ausland.

Kostenpflichtige Leistungen

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Das Verschicken von Kurzmitteilungen und das Telefonieren sowie alle anderen Dienste, bei denen Daten ĂŒber das Mobilfunknetz versandt werden, werden in der Regel in Rechnung gestellt. Ausnahmen bilden meistens die Abfrage des Kontostandes, oft – aber nicht immer – auch das Abrufen der Mobilbox.

Der Preis orientiert sich im Allgemeinen an der Art (und Dauer) der Leistung und den verwendeten Netzen, gelegentlich auch der Tageszeit/dem Wochentag.

  • Art der Leistung:
  1. Anrufe: Preis von der Dauer/Taktung (Abrechnung pro Sekunde, Minute usw.) abhÀngig.
  2. Text-/und Datensendungen (SMS, MMS usw.): Preis von GrĂ¶ĂŸe abhĂ€ngig, aber nicht unbedingt proportional ansteigend (d. h. eine MMS fasst ein Vielfaches an Daten als eine SMS, ist aber nicht um den gleichen Faktor teurer)
  • Verwendete Netze: Generell sind GesprĂ€che im Netz des eigenen Anbieters gĂŒnstiger als jene von Fremdanbietern oder ins Festnetz; AuslandsgesprĂ€che sind generell teurer als Inlandtelefonate.
  • Tageszeit/Wochentag: Abends und nachts sind die Leistungen meist gĂŒnstiger als am Tage, feiertags sind die Kosten geringer als werktags.

Es werden zwei Hauptarten der Abrechnung unterschieden:

  • Beim Postpaid, umgangssprachlich hĂ€ufig auch „Mobiltelefonvertrag“ genannt, werden die Kosten fĂŒr die Leistungen nachtrĂ€glich im Rahmen einer festen Vertragsbindung einbezogen (die Mindestvertragsdauer betrĂ€gt im Normalfall zwischen 18 und 24 Monate). Oft enthalten sind GrundgebĂŒhren und MindestumsĂ€tze. Allerdings existieren auch Postpaid-Anbieter ohne zeitliche Vertragsbindung. Auch erhĂ€ltlich sind Spezialtarife mit pauschaler Abrechnung, die oft werbewirksam als Flatrates bezeichnet werden.
  • Beim Prepaid wird jede Leistung direkt von einem aufladbaren Guthabenkonto abgebucht, GrundgebĂŒhren und MindestumsĂ€tze kommen in AusnahmefĂ€llen vor.[134] Im Idealfall befindet sich das Guthaben auf der SIM-Karte; wenn diese erschöpft ist, können außer Notrufnummern keine anderen Teilnehmer angerufen werden. Zunehmend stellen die Provider auf Tarife um, die ein Aufladen des Guthabens per Abbuchung vom Konto des Kunden erlauben.[134] Zeitweise war durch die AGB oder durch Zustimmung des Kunden hierzu ein mehrfaches automatisches Abbuchen ohne weitere RĂŒckfrage ermöglicht.[135] Mittlerweile haben Gerichtsurteile dies als ĂŒberraschende Klausel abgelehnt und auf das maximal einmalige automatische Abbuchen eines Festbetrags beschrĂ€nkt.[136]

Im deutschen Sprachraum sowie in LĂ€ndern mit grĂ¶ĂŸeren deutschsprachigen Bevölkerungsteilen sind verschiedene Netzbetreiber vertreten:

Marktanteile der GSM-Mobilfunkbetreiber in Deutschland 1999
Marktanteile der Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland 2015
Marktanteile* der drei Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland (Stand: November 2018)[137]

Netzbetreiber in Deutschland sind:

Daneben gibt es

  • Mobile Virtual Network Enabler (MVNEs), welche auf den Netzen der Netzanbieter aufbauend technische Grunddienste und Infrastruktur bieten fĂŒr
  • „virtuelle Netzbetreiber“ (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs), die Endkunden Mobilfunkleistungen verkaufen, ohne eigene Netze zu betreiben. Ein virtueller Netzbetreiber kann sich auf ein Basisnetz beschrĂ€nken (hĂ€ufig als Tochterfirma oder Vertriebsmarke eines Netzbetreibers) oder als sogenannte unabhĂ€ngige Mobiltelefonkette agieren und mehrere/alle Basisnetze verwenden/dem Kunden anbieten.
    Insbesondere in England, Deutschland und in der Schweiz sind Vertreter dieser Gattung zu finden.

Durch die Möglichkeit der Rufnummernmitnahme (Portierung) kann der verwendete (evtl. virtuelle) Netzbetreiber nicht mehr aus der Vorwahl abgeleitet werden.

Auf Druck von VerbraucherschĂŒtzern und geschĂ€digten Mobilfunknutzern bieten die Anbieter Tarife (Postpaid) an, die eine Kostenbegrenzung enthalten. Außerdem können Anrufziele blockiert werden, sowie eine Sperrung fĂŒr Mehrwertnummern eingerichtet werden (in Deutschland: 0190-, 0900-, 0137-, 0138-Nummern und 118er-Auskunftsdienste). Weitere Schutzmöglichkeiten bieten unter anderem die Sperrung von Auslandstelefonaten, Premium-SMS, MMS-Dienste, GPRS-Dienste, WAP-Gateway, M-pay und Voucher-Aufladungen.

Die Mobilfunk Infrastruktur von Österreich wird durch folgende Anbietern bereitgestellt:

DarĂŒber hinaus treten auch Mobilfunkanbieter auf dem österreichischen Markt als Virtuelle Anbieter, sogenannte MVNOs, auf.

Folgende Unternehmen sind GSM-KonzessionÀre:[138]

Softwarebezogene Gefahren

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Wie alle GerĂ€te mit integriertem Computer ist auch ein Mobilfunktelefon nicht frei von Softwarefehlern. Bislang sind einige wenige Handyviren fĂŒr auf Symbian basierende GerĂ€te bekannt. Viren, die in der Lage sind, Mobiltelefone lahmzulegen, basieren meist auf Softwarefehlern. Gefahren bestehen vor allem in Form von Schadprogrammen, die sich in Dienstemitteilungen unter falschen Namen ausgeben oder durch das sogenannte Bluejacking, das Fehler in der Bluetooth-Implementierung ausnutzt. Es empfiehlt sich, Bluetooth nur bei Bedarf einzuschalten oder sich zumindest fĂŒr andere unsichtbar zu machen. Unerwartete Bluetooth-Nachrichten sollten abgewiesen werden.[139][140] Aufgrund der zunehmend ubiquitĂ€ren Nutzung von Mobiltelefonen bestehen darĂŒber hinaus aber eine Vielzahl weiterer Risiken, die sich in Form von schĂ€dlicher Software negativ auf die Verwendbarkeit von Mobiltelefonen auswirken können, darunter Spyware, Keylogger und Trojaner, die in der Regel auf IdentitĂ€tsdiebstahl und SpionagetĂ€tigkeiten ausgerichtet sind.[141]

Diskussionen zu Gesundheitsgefahren

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Da Mobiltelefone aktiv elektromagnetische Wellen aussenden, sind die Auswirkungen dieser Wellen im Rahmen der elektromagnetischen UmweltvertrĂ€glichkeit zu prĂŒfen. Es gibt Menschen, die beim Telefonieren subjektiv unterschiedliche Symptome wahrnehmen (von WĂ€rme bis hin zu leichtem Druck oder Kopfschmerzen). Unklar ist, ob die Symptome vom mechanischen Anlegen des Hörers, und der deshalb lokal verringerten KĂŒhlung der HautoberflĂ€che, dem Nocebo-Effekt oder objektiv von der elektromagnetischen Beaufschlagung des Gewebes verursacht werden. In verblindeten Experimenten konnte die Wahrnehmung von durch Mobiltelefonen ausgelösten Symptomen nicht bestĂ€tigt werden.[142] Auch im Akku eines Mobiltelefons entsteht beim Betrieb WĂ€rme, die sich gegebenenfalls durch WĂ€rmeleitung auf das Gewebe ĂŒbertrĂ€gt.[142]

Studien zur möglichen Krebsentstehung

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Ein möglicher Einfluss von Mobilfunkstrahlung auf die Entstehung von Krebs ist Gegenstand intensiver Untersuchungen. Auf Basis Ă€lterer Studien mit begrenzter Aussagekraft stufte die Internationale Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC) Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“ ein.[143]

Viele weitere epidemiologische Studien mit lĂ€ngerem Beobachtungszeitraum sahen dagegen kein erhöhtes Krebsrisiko durch die Nutzung von Mobiltelefonen.[144] Auch eine umfassende Auswertung verschiedener Studien kommt zu dem Schluss, dass Mobiltelefone nicht mit Krebserkrankungen im Kopfbereich in Zusammenhang stehen. Selbst wenn Betroffene seit ĂŒber zehn Jahren von ihrem Mobiltelefon Gebrauch machen oder es tĂ€glich stark benutzten, konnte kein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen werden.[145] Das Leben in der NĂ€he von Rundfunkantennen und Mobilfunksendemasten erhöht ebenfalls nicht die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken.[146]

Sonstige diskutierte Auswirkungen

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Die TrĂ€gerfrequenzen von 900 MHz und 1800/1900 MHz liegen weit unterhalb der Frequenzen, bei denen es zu einer Ionisation von MolekĂŒlen kommen kann. Dazu kann es – wie beim photoelektrischen Effekt – erst bei etwa millionenfach höheren Frequenzen von mindestens 800 THz = 800.000.000 MHz kommen.[147] SchĂ€digungen Ă€hnlich jenen durch UV-Strahlung oder RadioaktivitĂ€t (Sonnenbrand, Krebs) durch Ionisierung können deshalb ausgeschlossen werden.

Auswirkungen auf die Blut-Hirn-Schranke

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In wissenschaftlichen Studien seit Beginn der 1990er Jahre,[148] insbesondere aus dem Arbeitskreis des schwedischen Neurochirurgen Leif G. Salford an der UniversitĂ€t Lund, wurden Ergebnisse erzielt, die eine Öffnung der Blut-Hirn-Schranke im nicht-thermischen Bereich, nach der Exposition mit GSM-Frequenzen beschreiben.[149][150][151][152] Andere Arbeitsgruppen können die Ergebnisse von Salford nicht bestĂ€tigen.[153][154] Auch wird von anderen Arbeitskreisen insbesondere die angewandte Methodik in Frage gestellt.[153]

Herzschrittmacher

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Die Studie „Schutz von Personen mit Implantaten und Körperhilfen in elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks, UMTS, DECT, Powerline und Induktionsfunkanlagen“ im Auftrag des damaligen deutschen Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Arbeit aus dem Jahre 2005 kam zu dem Ergebnis, dass die Störung eines Herzschrittmachers durch 0,9 GHz- und 1,8 GHz-GSM-Mobilfunkstationen sowie 2,1 GHz-UMTS-Mobilfunkstationen bei Einhaltung der Referenzgrenzwerte ausgeschlossen werden kann. Funkwellenexpositionen von Mobiltelefonen sowohl im 1,8 GHz-GSM-Bereich und UMTS-Frequenzbereich (2,1 GHz-Frequenzband) verursachen keine Störungen bei Herzschrittmachern. Selbes gilt auch fĂŒr den Betrieb von GSM-Telefonen im 0,9 GHz-Band, wenn sie zum Telefonieren an den Kopf gehalten werden. Wurden bei der Studie GSM-Telefone, die im 0,9 GHz-Band senden, in einem Abstand von 5,5 cm zum Herzschrittmacher vor die Brust gehalten, so traten bei 7 % der Herzschrittmacher Störungen auf. Dabei handelte es sich ausschließlich um Herzschrittmacher Ă€lteren Datums.[155]

Weiterhin wird vermutet, die Strahlung der Mobiltelefone könne, wenn sie in der Hosentasche oder am GĂŒrtel getragen werden, MĂ€nner unfruchtbar machen, da Spermien durch die Strahlung bewegungsunfĂ€hig werden könnten. Die Messungen beruhen jedoch teilweise nur auf ungenauen, unwissenschaftlichen Methoden, teilweise aber auch auf divergierenden Untersuchungen mehrerer UniversitĂ€ten, die aber je nach Studien-Design zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und hĂ€ufig zweifelhaft sind.[156]

Empfehlungen des Bundesamts fĂŒr Strahlenschutz

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Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz (BfS) hĂ€lt „nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand [
] die international festgelegten Höchstwerte [fĂŒr ausreichend], um vor nachgewiesenen Gesundheitsrisiken zu schĂŒtzen.“ Zum Schutz vor „Unsicherheiten in der Risikobewertung“ empfiehlt es trotzdem die Exposition durch elektromagnetische Felder vorsorglich gering zu halten.[157] Es empfiehlt die Nutzung von Headsets, SMS, Mobiltelefone mit geringen SAR-Werten, Festnetz-Telefonie, kurze Telefonate und das Vermeiden von GesprĂ€chen mit schlechtem Empfang.[157] Im Jahr 2008 sprach es sich „gegen die Vermarktung von Kinderhandys aus, selbst wenn diese durch den Blauen Engel gekennzeichnet sind.“[158] Diese Empfehlung findet sich allerdings nicht mehr auf der Website des BfS.

Urteil des Gerichts in Ivrea

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Am 30. MĂ€rz 2017 erging im italienischen Ivrea der Beschluss eines Arbeitsgerichtes unter Vorsitz von Dr. Luca Fadda,[159] in dem erstmals eine Tumorerkrankung (Akustikusneurinom) als Folge hĂ€ufigen beruflichen Mobiltelefontelefonierens als Berufskrankheit anerkannt wurde. Geklagt hatte der 57-jĂ€hrige Roberto Romeo, der als Angestellter der Telecom Italia dienstlich 15 Jahre lang regelmĂ€ĂŸig mit einem Mobiltelefon telefonierte.[160] Es handelt sich hier um ein Urteil einer untersten arbeitsgerichtlichen Instanz in Italien.

  • Frauke Behrendt: Handymusik – Klangkunst und »mobile devices«. epOs-Music OsnabrĂŒck 2005, ISBN 3-923486-03-0.
  • GĂŒnter Burkart: Handymania. Wie das Mobiltelefon unser Leben verĂ€ndert hat. Campus, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-593-38351-4.
  • Nicola Döring: Mobilkommunikation. Psychologische Nutzungs- und Wirkungsdimensionen. In: B. Batinic, M. Appel (Hrsg.): Medienpsychologie. Springer, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-46894-3, S. 219–238.
  • Matthias Morgenroth: Anatomie des Handy-Menschen. Ein Seelen-Selfie. Echter-Verlag, WĂŒrzburg 2020, ISBN 978-3-429-05508-0.
Commons: Mobiltelefon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Mobiltelefon – Zitate
Wiktionary: Mobiltelefon – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Handy – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Wikijunior Wie Dinge funktionieren/ Handy – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Mobiltelefon, Handy – EintrĂ€ge im Wortschatz der UniversitĂ€t Leipzig, dort zuletzt abgefragt (oder gecrawlt) im Jahr 2011; zudem ebenda auch mit „HĂ€ufigkeitsklasse: 12“ (zum erstgenannten Mobiltelefon) und „HĂ€ufigkeitsklasse: 9“ (zum Zweitgenannten)
  2. ↑ Dieter Herberg, Michael Kinne, Doris Steffens: Handtelefon, das. In: Neuer Wortschatz: Neologismen der 90er Jahre im Deutschen (= Schriften des Instituts fĂŒr Deutsche Sprache. Band 11). De Gruyter, Berlin, Boston 2004, ISBN 3-11-090227-3, S. 149.
  3. ↑ Gartner: Smartphones Accounted for 57.6 Percent of Total Sales in Fourth Quarter of 2013, abgerufen am 15. Februar 2014.
  4. ↑ Frank Riemenschneider: Smartphone-VerkĂ€ufe 2015: Chinesische Anbieter nehmen Samsung Marktanteile ab – Blackberry endgĂŒltig tot. Elektroniknet vom 17. MĂ€rz 2016, eingesehen am 23. Januar 2017.
  5. ↑ sPhone.de, abgerufen am 5. Juni 2017.
  6. ↑ Berliner Illustrirte Zeitung 1923 Nr. 18
  7. ↑ deutschlandfunkkultur.de: Die Zukunft von gestern. 21. Mai 2010, abgerufen am 22. Dezember 2024.
  8. ↑ Lars-Broder Keil: Der Mann, der nie im BĂŒro war. In: Axel Springer SE. 20. September 2023, abgerufen am 22. Dezember 2024.
  9. ↑ Gustav Hochstetter: Schweigend wandern! In: Prager Tagblatt Nr. 223. 17. August 1913, abgerufen am 26. Dezember 2013 (im Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek).
  10. ↑ Bild „Drahtlose Telephonie“ (PDF; 10 MB) in: Simplicissimus, 1926 (Jg. 31) Heft 38, S. 498; abgerufen am 14. MĂ€rz 2012
  11. ↑ Ellen Messmer: Tech Talk: Where’d it Come From, Anyway? PC World, 29. Juni 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Januar 2012; abgerufen am 25. Juni 2013 (englisch).
  12. ↑ Telemagie 150 Jahre Kommunikation in der Schweiz, Museum fĂŒr Kommunikation, Bern ISBN 3-0340-0563-6, Seite 172
  13. ↑ Telemagie 150 Jahre Kommunikation in der Schweiz, Museum fĂŒr Kommunikation, Bern ISBN 3-0340-0563-6, Seite 171.
  14. ↑ Der Urahn der Handys: Motorola Dynatac 8000X. Meldung bei Focus vom 21. September 2008.
  15. ↑ 20 Jahre Handy: „Schneidet das Kabel ab“. Spiegel Online, 2003
  16. ↑ Patent US3906166A: Radio telephone system. Angemeldet am 17. Oktober 1973, veröffentlicht am 16. September 1975, Anmelder: Motorola Inc., Erfinder: Martin Cooper, Richard W. Dronsuth, Albert J. Leitich, Charles N. Lynk, James J. Mikulski, John F. Mitchell, Roy A. Richardson, John H. Sangster.‌
  17. ↑ Maggie Shiels: BBC interview with Martin Cooper. In: BBC News. 21. April 2003, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  18. ↑ Bob Greene: 38 years ago he made the first cell phone call. Cable News Network, 3. April 2011, abgerufen am 21. MĂ€rz 2012.
  19. ↑ Gareth Marples: The History of Cell Phones. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 3. April 2015; abgerufen am 23. MĂ€rz 2012.
  20. ↑ Telemagie 150 Jahre Kommunikation in der Schweiz, Museum fĂŒr Kommunikation, Bern ISBN 3-0340-0563-6, Seite 177
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