RTL Radio
| RTL Radio | |
| Feel Good Music von den 80ern bis heute | |
| HĂśrfunksender (privatrechtlich) | |
| Empfang | analog UKW und digital DAB+ terrestrisch, Kabel, Satellit |
|---|---|
| Empfangsgebiet | |
| Sendestart | 15. Juli 1957 |
| EigentĂźmer | RTL Group |
| GeschäftsÂfĂźhrung | Frank Jaeger |
| Liste von HĂśrfunksendern | |
| Website | |
RTL Radio (ehemals Radio Luxemburg) ist ein deutschsprachiger HÜrfunksender, dessen Programm heute in Berlin produziert und luxemburg- und deutschlandweit via Kabel, Satellit (europaweit), DAB+ und gebietsweise auch ßber UKW gesendet wird. Laut Media-Analyse 2022 Radio II erreichte RTL Radio rund 464.000 HÜrer pro Arbeitstag und hatte damit einen deutschlandweiten Marktanteil von 0,7 %.[1] Das Musikformat ist seit dem 29. Juni 2026 Current-Based AC unter dem Motto Feel Good Music von den 80ern bis heute.
Das heutige Unternehmen, zu dem RTL Radio gehĂśrt, die RTL Group, wurde im Jahr 2000 von Bertelsmann, der Groupe Bruxelles Lambert (GBL) und Pearson ins Leben gerufen.[2] 2001, durch einen Aktientausch mit GBL, erhielt Bertelsmann die Mehrheit[3][4] und besitzt heute etwa 75 % der Anteile an der RTL Group.[5][6] Die RTL Group bildet einen von acht Geschäftsbereichen des Bertelsmann-Konzerns und ist fĂźr Ăźber ein Drittel des Konzernumsatzes und einen GroĂteil seiner Gewinne verantwortlich.[7] Der Hauptsitz der RTL Group ist weiterhin Luxemburg. Zu ihr gehĂśren neben HĂśrfunk- auch mehrere Fernsehsender in verschiedenen Ländern, deren Programme Ăźberwiegend in diesen selbst produziert werden. Ihre historischen Wurzeln hat die RTL Group in der Compagnie Luxembourgeoise de TĂŠlĂŠdiffusion (CLT), die 1997 mit der deutschen UFA Film & TV Produktion GmbH zur CLT-UFA fusionierte und schlieĂlich im Jahr 2000 Pearson TV aufkaufte, die TV-Sparte der britischen Mediengruppe Pearson.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ursprung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Radio Luxemburg und damit das heutige RTL Radio hat seinen Ursprung im Sender Radio Luxembourg, der vom 15. März 1933 an als privatrechtlicher Rundfunk ein franzÜsischsprachiges Programm ausstrahlte.[8] Sendungen in weiteren Sprachen (Deutsch und Luxemburgisch) wurden in das Programm aufgenommen.
Vorgeschichte 1940 bis 1950
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während des Zweiten Weltkrieges ruhte der Sendebetrieb von Radio Luxembourg; die Sendeanlagen wurden vom GroĂdeutschen Rundfunk als âReichssender Luxemburgâ betrieben. Im Mai 1944 erfolgte eine Absprache zwischen der luxemburgischen Exilregierung und dem Hauptquartier der alliierten Truppen (PWD/SHAEF) Ăźber die Benutzung der Sendeanlagen durch die Truppen der Briten und US-Amerikaner. Bei der Befreiung Luxemburgs von der deutschen Besatzung im September 1944 fielen Redaktionsräume, Studios und Sendeanlagen den US-Truppen nahezu unbeschädigt in die Hände. Am 4. Oktober 1944 wurde der Sendebetrieb unter dem Befehl der Alliierten wiederaufgenommen. In der Folge wurde der Luxemburger Sender zum offiziellen Sprachrohr des alliierten militärischen Hauptquartiers, der darĂźber weitere taktische HĂśrfunksender in deutscher Sprache betrieb, die zu unterschiedlichen Tageszeiten als Medium der psychologischen KriegsfĂźhrung gegen Deutschland eingesetzt wurden (âRadio Luxemburg Detachment of PWD/SHAEFâ).[9] So bestand eine enge Kooperation mit ABSiE (American Broadcasting Station in Europe) und der Stimme Amerikas (Voice of America). Erster Leiter des deutschen Dienstes wurde Hans Habe.
Der regelmäĂige Sendebetrieb von Radio Luxemburg wurde bald wieder auf der Langwellenfrequenz 252 kHz (später 233 kHz) abgewickelt â vornehmlich in franzĂśsischer, doch auch in englischer und luxemburgischer Sprache. Gemäà dem Kopenhagener Wellenplan von 1948 wurde dem Sender eine Mittelwellenfrequenz (1439 kHz) zugeteilt, sodass die Langwelle, die dem Sender vom Wellenplan nie offiziell zugeordnet wurde, ganz fĂźr das franzĂśsische Programm reserviert werden konnte, während Ăźber die Mittelwelle tagsĂźber vor allem auf Niederländisch (ab 1957 auch auf Deutsch) und abends auf Englisch gesendet wurde.
Die englischsprachigen Sendungen von Radio Luxembourg hatten bereits 1933 begonnen und wurden weitgehend von der Werbeindustrie bestritten, die ihre eigenen Produktionsstätten und Moderatoren hatte, um ihre Produkte flächig zu präsentieren.[10] In SĂźdengland und Irland positionierte sich Radio Luxembourg als Konkurrent der BBC. In den 1960er Jahren entwickelte sich der englischsprachige Dienst von Radio Luxembourg zu einem fĂźhrenden Popmusikprogramm, das, von Discjockeys moderiert, als stilbildend galt und sich in weiten Teilen Nordwesteuropas groĂer Beliebtheit erfreute.[11]
Beginn des deutschsprachigen Programms von Radio Luxemburg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1957 kamen im Mittelwellenprogramm zunächst nachmittags deutschsprachige Sendungen hinzu, aus denen sich in wenigen Jahren ein tagesfĂźllendes Programm fĂźr ZuhĂśrer vor allem in der Bundesrepublik Deutschland entwickelte. Das niederländischsprachige Programm wurde entsprechend sukzessive gekĂźrzt und schlieĂlich in den 1980er Jahren ganz eingestellt. Das Mittelwellenprogramm wurde auch Ăźber eine Kurzwellenfrequenz (6090 kHz) verbreitet, sodass es in weiten Teilen Europas empfangen werden konnte. Ende der 1960er Jahre wurde die Kurzwelle abends dem deutschen Programm zugeordnet, das auĂerdem Ăźber UKW ausgestrahlt wurde.
Das in den 1950er und 1960er Jahren Ăźberaus populäre deutschsprachige Programm von Radio Luxembourg startete am 15. Juli 1957 mit dem Moderator Pierre Nilles (1923â2000), der sich im Programm Peter Perleberg nannte,[12] mit den Worten: âMeine Damen und Herren, liebe ZuhĂśrer, sie hĂśren nun ein Versuchsprogramm von Radio Luxemburg in deutscher Sprache. Wir senden ab heute jeden Tag von 14 bis 15 Uhr ein leichtes Musikprogramm. Hier ist Radio Luxemburg auf der Mittelwelle 208 Meter.â[13][14][15] Im November 1957 wurden die deutschen Sendungen auf vier Stunden verlängert.[14] Vorher sendete das niederländischsprachige Programm, am Abend das englische. Im Dezember 1962 kam der UKW-Kanal 33 (97,0 MHz) als Sendefrequenz hinzu, sodass die zunächst Drei frĂśhlichen Wellen bis Rheinland-Pfalz, im Saarland und nach Nordrhein-Westfalen hinein nun täglich von 6 bis 21 Uhr auch gut auf UKW zu empfangen waren. Am 1. Januar 1960 wurde die Leistung des Mittelwellensenders auf 600 Kilowatt verstärkt.[16] Als vierte frĂśhliche Welle kam im April 1967 UKW-Kanal 6 (88,9 MHz) hinzu. Seit 1957 wurde als Erkennungsmelodie der Instrumentaltitel Belle of the Ball von Leroy Anderson verwendet und nach zehn Jahren am 27. September 1967 durch Happy Luxemburg von James Last ersetzt. Neben dieser stationsbezogenen Erkennungsmelodie besaĂen auch einzelne Programmserien wie die Hitparade eigene Identifikationsmelodien.
Eine der ersten deutschen Moderatorinnen war Elisabeth, die Ehefrau des Schlagerproduzenten Hans Bertram. Im April 1958 kam Camillo Felgen zum Sender und wurde Chefsprecher des deutschen Programms. Am 6. April 1958 sendete Felgen erstmals eine Hitparade in deutscher Sprache. Die ersten LÜwen (eine 2,5 Kilogramm schwere Trophäe in Gold, Silber und Bronze) von Radio Luxemburg wurden am 30. April 1959 in der Essener Grugahalle verliehen.[17]
1960er und 1970er Jahre: Auf dem HÜhepunkt der Popularität des deutschen Programms
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Teilen Deutschlands, in denen die Vier frĂśhlichen Wellen von Radio Luxemburg wegen der Nähe zu Luxemburg empfangen werden konnten (insbesondere im Westen und SĂźdwesten der Bundesrepublik sowie im deutschsprachigen Ostbelgien), erreichte der Sender bei den jĂźngeren ZuhĂśrern Kultstatus, wurde aber auch von älteren Altersschichten geschätzt. Da die ansonsten konkurrenzlosen Ăśffentlich-rechtlichen Radiosender der ARD ein eher konservatives Programm mit hĂśherem kulturellen Anspruch und fast keine Popmusik ausstrahlten, war Radio Luxemburg gerade fĂźr junge HĂśrer â neben BFBS, AFN, CFN und den Piratensendern, die von der Nordsee aus sendeten â die einzige MĂśglichkeit, neue Popmusik zu hĂśren.
Wegen des wachsenden Erfolgs wurde das deutsche Nachmittagsprogramm zĂźgig zum Ganztagsprogramm ausgebaut. Bereits Ende der 1960er Jahre sendete das deutsche Programm von 6 bis 9 Uhr und von 12 bis 19.30 Uhr auf der bis weit nach Deutschland hineinreichenden Mittelwelle, die 1968 auf 1.200 Kilowatt verstärkt wurde und somit als einer der stärksten Mittelwellensender Europas tagsĂźber etwa 600 Kilometer auf deutsches Gebiet vordrang;[18] von 6 bis 1 Uhr war es zudem durchgehend im näheren Umkreis des GroĂherzogtums (bis zu 150 Kilometer weit) Ăźber UKW zu empfangen.[19]
Nahezu 16 Millionen deutsche ZuhĂśrer verfolgten âWoche fĂźr Wocheâ das Programm, das etwa 40 Millionen DM Werbeeinnahmen erbrachte â so berichtet 1968 das deutsche Wochenmagazin Der Spiegel, ohne die Messmethode, die zu diesen Zahlen fĂźhrte, genau zu nennen. In einer Reportage des SĂźdwestfunks heiĂt es 1974, dass das deutsche Programm von Radio Luxemburg sechs Millionen HĂśrer täglich erreiche.[20][21] Das âflämischeâ (niederländischsprachige) Programm aus BrĂźssel schrumpfte in den 1960er Jahren â infolge des groĂen Erfolgs der deutschsprachigen Sendungen â auf drei Stunden am Vormittag (9 bis 12 Uhr) und schlieĂlich auf anderthalb Stunden bzw. in den späten 1970er Jahren weiter auf nur noch eine halbe Stunde am frĂźhen Abend (18 bis 19.30 Uhr bzw. 19 bis 19.30 Uhr) vor dem weiterhin sehr erfolgreichen englischen Programm, das von Discjockeys wie Tony Prince präsentiert und vor allem von jungen die Pop- und Rockmusik bevorzugenden HĂśrern nicht nur auf den Britischen Inseln, sondern auch in weiteren Teilen Nordwesteuropas (Benelux, Deutschland, Skandinavien) gehĂśrt wurde.
1958, in seinen Anfängen, hatte das deutsche Programm von Radio Luxemburg noch 0,8 Millionen DM umgesetzt, 1966 bereits das FĂźnfzigfache, und 1970 setzte es mehr als 70 Millionen DM um. Die franzĂśsischen Sendungen brachten zu dieser Zeit umgerechnet 80 Millionen DM ein, die restlichen Programme zusammen mit dem franzĂśsischsprachigen Fernsehprogramm TĂŠlĂŠ Luxembourg schlieĂlich weitere 15 Millionen. Fast 20 Millionen DM fĂźhrte der Sender als KonzessionsgebĂźhr und etwas mehr als 20 Millionen als Steuern an das GroĂherzogtum ab. Der Jahresreingewinn wurde fĂźr 1970 auf 20 Millionen DM geschätzt.[22]
Hohe Einschaltquoten erreichten im deutschen Programm samstags zum Beispiel Die groĂen Acht (u. a. moderiert von Camillo Felgen, Frank Elstner â ab 14. Januar 1964 beim Sender, ab Mai 1973 Leiter des deutschsprachigen Programms[23] â, Jochen PĂźtzenbacher (ab 1973 Chefsprecher), Viktor Worms) und sonntags die Hitparade (u. a. moderiert von Camillo Felgen, Frank Elstner, Oliver Spiecker, Thomas Gottschalk, JĂśrg Ebner). Zur Ermittlung der âgroĂen Achtâ wurden groĂe Plattengeschäfte im deutschen Empfangsgebiet live in der Sendung angerufen und nach ihren meistverkauften Singles der Woche befragt. (Man konnte in diesen Geschäften beobachten, dass beim Kauf einer Schallplatte tatsächlich eine Strichliste gefĂźhrt wurde.) FĂźr die Hitparade stimmten die HĂśrer per Postkarte oder in ausgewählten Sparkassen in Nordrhein-Westfalen (per Stimmbox und Stimmzettel) ab. Als Anreiz wurden Preise ausgelobt, deren Gewinner in der Sendung live gezogen und genannt wurden.[18]
Von 1969 bis 1972 veranstaltete Radio Luxemburg jährlich den Grand Prix RTL International, einen an den Grand Prix Eurovision der Europäischen Rundfunkunion (EBU) angelehnten Musikwettbewerb, an dem alle Programme des Senders beteiligt waren.
1977 startete das deutsche Programm von Radio Luxemburg die Kindertage, eine jährliche Sendung, bei der von 6 bis 18 Uhr Kinder das Programm machen konnten.[24] Die damals 12-jährige Luxemburger Moderatorin und Schauspielerin DÊsirÊe Nosbusch hatte dabei ihre ersten Üffentlichen Auftritte.
1979 wurde von Wolfgang Rositzka die beliebte Sketchreihe Die Puhvogels erfunden, die er zusammen mit dem Moderator Axel Fitzke spielte.[25][26]
Etwa ab Mitte der 1970er Jahre veränderte sich das HĂśrerverhalten. Die Einschaltquoten von Radio Luxemburg begannen zu sinken, als die deutschen Ăśffentlich-rechtlichen Sender erfolgreich eigene unterhaltende HĂśrfunkwellen lancierten; insbesondere SWF3 und WDR2 wurden zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Eine breit angelegte Infratest-Umfrage in den Empfangsgebieten Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen ergab zudem, dass 85 Prozent der deutschen RadiohĂśrer nicht mehr vor allem Musik, sondern mehr Information, auch politische im Programm haben wollten, was die deutschen Sender mit ihren gut ausgebauten journalistischen Redaktionen leisten konnten. Radio Luxemburg steuerte um und bot nun stĂźndlich Nachrichten an, nachdem noch zu Beginn der 1970er Jahre nur sieben Kurznachrichtensendungen mit einer Länge von je drei Minuten im Tagesprogramm enthalten waren. âIn einem ersten Schub sanken die Einschaltquoten zur Amtszeit von Programmchef Frank Elstner, bis zu seinem Ausstieg 1982, von 2,4 auf 1,3 Prozentâ, berichtete das Wochenmagazin Der Spiegel im RĂźckblick auf den dennoch fortschreitenden Bedeutungsverlust Radio Luxemburgs in den 1980er Jahren.[27]
Neuorientierung in den 1980er Jahren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im September 1983 gab Radio Luxemburg die Grßndung eines deutschsprachigen TV-Programms mit Namen RTLplus bekannt, dessen Testsendungen ab 3. Oktober 1983 begannen. Offizieller Start war am 2. Januar 1984.[28] Dies wurde mÜglich, da das Bundesverfassungsgericht mit dem 3. Rundfunk-Urteil den Weg fßr privaten Rundfunk frei gemacht hatte. Am 1. Januar 1988 zog der ehemalige Ableger RTLplus nach KÜln, um auf dem sich Üffnenden deutschen Medienmarkt präsent zu sein.
Am 2. Mai 1988 wurde Radio Luxemburg erst zu RTL HĂśrfunk und schlieĂlich am 1. Oktober 1990 unter Programmleiter Arno MĂźller neu gestartet, nach Vorbild der amerikanischen Hitradios auf die 25- bis 45-Jährigen fokussiert und in RTL Radio umbenannt. Zu den GrĂźnden der Reform nannte MĂźller die schlechte Vermarktbarkeit des bisherigen, schlagerlastigen Programms. Gleichzeitig wurde die gesamte Moderation verjĂźngt.[29] Arno MĂźller verlieĂ nach nur einem Jahr RTL Radio und wurde Programmchef des Berliner 104.6 RTL. AuĂerdem moderierte er fast 35 Jahre die Sendung Arno und die Morgencrew, die auf ebendiesem Sender ausgestrahlt wurde. Vom 1. Juli 2015 bis zum 26. Juni 2026 war âArno und die Morgencrewâ zusätzlich Bestandteil des Programms von RTL â Deutschlands Hit-Radio.[30]
1990er Jahre: RTL als Spartensender
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1990 entstand in Stuttgart das Network- und Regionalprogramm RTL Radio Baden-WĂźrttemberg, das auch andere Lokalsender in Baden-WĂźrttemberg und Nordrhein-Westfalen mit Programmstrecken belieferte. Das innovative Programm, bei dem durch Fernsteuerung jeweils die lokalen Kennungen und Werbungen ausgelĂśst werden konnten, wurde 1994 eingestellt, weil die Politik einem Ăźberregionalen privaten Rundfunk keine Zukunft einräumte. Bekannte Stimmen aus der Zeit in der Stuttgarter HeusteigstraĂe sind unter anderem JĂźrgen Kaul, heute bei Bayern 1; Frank Bluhm, heute antenne 1 oder auch Kai Karsten, heute bei SWR3 erfolgreich. Dagegen sendet das 1991 gegrĂźndete Berliner Stadtradio 104.6 RTL auch heute noch.
Am 2. November 1992 wurde RTL Radio zu einem reinen Oldiesender[31] mit der Faustregel, ein Oldie sei alles, âwas 14 Jahre und älter istâ, so dass jedes Jahr zum 1. Januar ein neuer Jahrgang hinzukam. Dementsprechend kamen ab 1994 auch die 80er hinzu, wodurch der vormalige Slogan Die grĂśĂten Hits der 50er, 60er und 70er â RTL, der Oldiesender! zu RTL Radio â Die grĂśĂten Oldies! wurde.
Hauseigene Sketchserien wie etwa Die Staumeiers oder Das Chaoskrankenhaus liefen in ganz Deutschland auf anderen Radiosendern mit den Stimmen der RTL-Radio-Moderatoren (zum Beispiel als Die Radio Hamburg Staumeiers), ohne dass bei anderen Sendern auf die Herkunft der Sketche hingewiesen wurde. Die Sketchreihe Raumschiff Sonderpreis (mit den Figuren Kpt. Kork, Mr. Spuck und dem notorisch betrunkenen Schiffsarzt Pulle) lief auf RTL Radio während der Zeit als Oldiesender jahrelang, bevor Michael âBullyâ Herbig die Reihe Unser (T)Raumschiff in seiner Bullyparade einfĂźhrte.
Im Sommer 1996 benannte sich RTL â Der Oldiesender nach vier Jahren wieder in RTL Radio um.[31]
2002â2015: Hits mit GefĂźhl, die besten Hits aller Zeiten
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Im Dezember 2002 rßckten die Verantwortlichen vom reinen Oldiesender ab und sendeten seitdem bis zum 30. Juni 2015 neben Oldies auch die besten Hits der 80er, 90er und der jeweiligen Zeit. Der Claim von RTL Radio war zunächst Die besten Hits mit Gefßhl, später lautete er Die besten Hits aller Zeiten.[31]
Das Programm umfasste neben Musik auch Nachrichten aus aller Welt und Deutschland-Wetter, unterhaltsame Rubriken, Informationen zum Tagesgeschehen und Gewinnspiele. Zum Moderationsteam vor dem Relaunch von RTL Radio im Juli 2015 gehÜrten Julia Siegel, Kirsten Frintrop, Alex John, Helmer Litzke, Andree Werner und Andreas Radtke. Zum Redaktionsteam gehÜren u. a. Frank Jaeger, Christian Runne, Mikael Hoffmann und Peter Fath.
Nach einer ersten Entlassungswelle zum Jahreswechsel 2013/2014 wurden am 7. Februar 2014 die wenigen, verbliebenen Mitarbeiter von RTL Radio darĂźber informiert, dass der Sender nach Berlin umziehen und seine Studios in Luxemburg aufgegeben werden sollen. Allen acht festangestellten Mitarbeitern wurde ein Umzug nach Berlin angeboten, die noch verbliebenen freien Mitarbeiter sollten nicht weiterbeschäftigt werden. Am 1. Juli 2015 endete schlieĂlich nach knapp 58 Jahren die Geschichte des deutschsprachigen RTL-Programms aus Luxemburg.[32]
Vom 1. Januar 2005 bis 1. Mai 2011 sendete RTL Radio ein digitales Versuchsprogramm auf der Kurzwellenfrequenz 6095Â kHz und auf der Mittelwellenfrequenz 1440Â kHz.[31] Auf der Mittelwellenfrequenz 1440Â kHz vom Sender Marnach wurde RTL â Deutschlands Hit-Radio bis zur Abschaltung der Frequenz am 31. Dezember 2015 zuletzt noch von 5:00 bis 5:30 Uhr, 6:00 bis 8:00 Uhr, 13:00 bis 13:10 Uhr sowie von 17:55 bis 19:30 Uhr verbreitet. Von 5:30 bis 6:00 Uhr und von 19:30 bis 20:00 Uhr wurden die Programme religiĂśser Veranstalter, vorrangig die des schweizerischen Missionswerkes Freundesdienst verbreitet. Hierzu wurde das RTL-Programm mit dem Hinweis âRTL Radio â Sie hĂśren nun das religiĂśse Programmâ unterbrochen. Von 8:00 bis 13:00 Uhr und von 20:00 bis 1:00 Uhr wurde das Programm von Radio China International ausgestrahlt. In der Zeit von 1:00 bis ca. 5:00 Uhr sowie von 13:10 bis 17:55 Uhr war der Mittelwellensender abgeschaltet.
Neben dem Programm RTL Radio war bis zum 31. Dezember 2015 Ăźber Satellit auch ein RTL 1440 genanntes Programm zu empfangen, das bis auf Radio China International dem Mittelwellenprogramm mit den religiĂśsen Sendungen entspricht. RTL 1440 wurde im Gegensatz zum Mittelwellenprogramm jedoch rund um die Uhr ausgestrahlt. Die Sendestrecken von China Radio International wurden nicht Ăźber RTL 1440 ausgestrahlt, sondern exklusiv nur Ăźber Mittelwelle.
Vom 1. Dezember 2008 bis 23. Dezember 2013 sendete RTL Radio auf den UKW-Frequenzen 93,3 und 97,0 unter dem Namen RTL Radio 93.3 und 97.0 (ab 2012: RTL Radio â Die besten Hits im besten Mix) rund um die Uhr ein eigenes Programm. Dieses Programm hatte keinerlei programmliche Verbindung zu RTL Radio. Das Programm umfasste ein moderneres âHot-ACâ-Repertoire mit Musik der 1980er bis heute, Informationen aus aller Welt und aus der GroĂregion, Veranstaltungstipps fĂźr die GroĂregion, regionale Sportinfos und Spezialsendungen, z. B. âTBB Trier â Basketball liveâ mit Sportreporter und TBB-Hallensprecher Chris Schmidt oder âMenschen unserer GroĂregionâ mit bekannten PersĂśnlichkeiten aus dem Sendegebiet. Die Morgensendung hieĂ Jans Morgen, ab dem 7. Januar 2013 wurde sie in Jan und Julia am Morgen umbenannt. Sie wurde werktäglich zwischen 6 und 10 Uhr gesendet und von Jan Seifert (seit 2013 auch Julia Siegel) moderiert. Mitte Dezember 2013 wurde bekannt, dass dieses Programm zum 23. Dezember 2013 eingestellt wurde und ab 19 Uhr nach fĂźnf Jahren wieder das bundesweite âRTL Radio â die besten Hits aller Zeitenâ aufgeschaltet wurde. Eine Entscheidung, die bei den regionalen HĂśrern von RTL Radio weitgehend auf negative Resonanz gestoĂen ist.[33]
Das Jubiläum zu 50 Jahre RTL-Radio Luxemburg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 15. Juli 2007 um 15:00 Uhr, genau 50 Jahre nach der Aufschaltung von Radio Luxemburg (1957), feierten bis zu 350 ehemalige und seinerzeitige Mitarbeiter das groĂe Jubiläum der Vier frĂśhlichen Wellen. Die Feier wurde nach einem Treffen auf dem Kirchberg in der RTL-Group-Zentrale ab 20:00 Uhr auf dem Moseldampfer âMS Roude LĂŠiwâ in Remich fortgesetzt.
Die Ehefrau von Camillo Felgen, Marianna, wurde an diesem Abend mit einem âauĂerordentlichenâ goldenen RTL-LĂśwen fĂźr das Lebenswerk ihres am 16. Juli 2005 verstorbenen Mannes ausgezeichnet. Ăberreicht wurde diese Auszeichnung vom damaligen RTL-Radio-Direktor Holger Richter.
2015â2026: RTL â Deutschlands Hit-Radio
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Nach starken HĂśrerverlusten (wurden 2001 pro Arbeitstag noch 2,16 Mio. HĂśrer erreicht,[12] so waren es 2015 nur noch 515.000) wurde Ende Juni 2015 bekanntgegeben, dass RTL Radio am 1. Juli 2015 um 6 Uhr relauncht werden sollte. Es wird seither aus Berlin gesendet. Gleichzeitig wurde das Musikformat auf Hot AC umgestellt. Der Sendebetrieb von RTL â Deutschlands Hit-Radio startete mit der Sendung Arno und die Morgencrew, die von Arno MĂźller moderiert wurde. Eine Regionalredaktion, die das Wetter und den Verkehrsservice fĂźr die UKW-Frequenzen 93,3 und 97,0 sowie DAB+ Kanal 7D produzierte, verblieb in Luxemburg. Als einziger Moderator wechselte Helmer Litzke nach Berlin; die restlichen Moderatoren verlieĂen den Sender zum 30. Juni 2015 auf eigenen Wunsch. Das neue Programm bestand mehrheitlich aus Voicetracking; auch die Programmstruktur orientierte sich am Schwestersender 104.6 RTL.[34] Der Relaunch fĂźhrte zu groĂen Protesten per Brief, Telefon und E-Mail sowie auf den Facebook-Seiten des Programms. Der Sender rechtfertigte sein Vorgehen und nannte die immer geringer werdenden HĂśrerzahlen als Grund fĂźr die Umstellung. Alternativ wurde auch in Erwägung gezogen, den Sender komplett einzustellen; man entschied sich jedoch fĂźr einen Relaunch.[35] Auf vielfachen HĂśrerwunsch startete RTL â Deutschlands Hit-Radio am 16. September 2015 den Webradio-Ableger RTL â Die besten Hits aller Zeiten[36] mit dem alten Musikformat. Gesendet wird Nonstop-Musik ohne Moderation; die Nachrichten werden vom Hauptprogramm Ăźbernommen.[37]
Anfang Juli 2020 wurde bekannt, dass RTL sein Radioprogramm mit dem Start des zweiten DAB+ - Bundesmux ab Oktober 2020 bundesweit digital im Programmpaket von Antenne Deutschland verbreiten wĂźrde. Die Aufschaltung erfolgte am 5. Oktober 2020.[38]
Heute
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 29. Juni 2026 kam es zu einer erneuten Neuausrichtung von RTL Radio. Der Sender Ăźbernahm nicht mehr das Schema von 104.6 RTL, sondern setzt fortan wieder auf ein eigenständiges Programm. So wirbt man nun fĂźr Feel Good Music von den 80ern bis heute. Es entspricht am ehesten dem klassischen Current-Based AC-Format und richtet sich vor allem an HĂśrer im mittleren Alter. Seit dem 3. August 2026 gibt es zudem neue Sendestrecken. Ziel ist es dabei, bekannte PersĂśnlichkeiten aus dem RTL-Fernsehen mit RTL Radio zu verknĂźpfen.[39][40] Beispielsweise moderiert Thorsten Schorn â jahrelanger Spielleiter der Unterhaltungsshow Denn sie wissen nicht, was passiert â die werktägliche Schorn-Show.[41] Der als Juror bei Letâs Dance beschäftigte Joachim Llambi moderiert seit Anfang Oktober 2026 sonntags seinen eigenen Talk Herr Llambi lädt ein.[42]
Leiter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Direktoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Zeitraum | Direktoren |
|---|---|
| 1957 bis 1964 | Claude Fischer |
| 1964 bis 1973 | Helmut Stoldt |
| 1973 bis 1983 | Frank Elstner |
| 1983 bis 1990 | Helmut Thoma |
| 1990 bis 1999 | Bernt von zur MĂźhlen |
| 1999 bis 2000 | Alain Berwick |
| 2000 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 2014 | vakant |
Programmleiter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Zeitraum | Programmleiter |
|---|---|
| 1988 bis 1990 | Hubert Terheggen |
| 1990 bis 1991 | Arno MĂźller |
| 1991 bis 1995 | Bernd Britten |
| 1995 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 2014 | vakant |
Stationsmanager
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stationsmanager ßbernimmt das kaufmännische Tagesgeschäft und unterstßtzt den Direktor bei seinen Tätigkeiten.[43]
| Zeitraum | Programmleiter |
|---|---|
| 1993 bis 1999 | Jean Steffen |
| 1999 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 1. September 2014 | Frank Jaeger[44][45] |
Studios
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Radio Luxemburg sendete Ăźberwiegend aus dem Studio 4 der Villa Louvigny im Parc Municipal in Luxemburg. Am 2. Januar 1976 wurde Studio Bonn gegrĂźndet,[46] im Juli 1981 folgte ein Studio in DĂźsseldorf-Oberkassel (Studioleiter: Max Schautzer),[47] in dem insbesondere die Sendungen âMister Morningâ und âDie groĂen Achtâ aufgenommen wurden. Der Verkehrswarnfunk von RTL-Radio Luxemburg, live aus dem DĂźsseldorfer Landesinnenministerium, galt als einer der Besten und wurde damals sogar vom âSternâ ausdrĂźcklich gelobt. UnterstĂźtzt von den Ford-Werken in KĂśln, ausgerĂźstet mit Autotelefonen, die auf Kosten des Senders betrieben wurden, berichteten Fahrer, die vom DRK eingesetzt wurden, live Ăźber den Sender von den Autobahnen Ăźber Verkehrsstaus und beschafften nähere Informationen direkt von den Polizeidienststellen vor Ort.
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Spitzenzeiten hatte Radio Luxemburg täglich mehr als 21 Millionen HĂśrer, hauptsächlich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Mit dem âweiĂen Wagenâ von RTL-Radio Luxemburg war man jeden Monat mit Promotion-Gewinnspielen bei Einkaufszentren, Verbrauchermärkten und Supermärkten live vor Ort. Die Werbeindustrie schaltete sämtliche Spots und Gewinnspiele auf den Vier frĂśhlichen Wellen von Radio Luxemburg Ăźber die Werbeagentur IPA in Frankfurt am Main.
RTL-Radio Luxemburg hatte auch einen eigenen Radio- und TV-Club, den man âHallo RTLâ nannte und dessen Clubheft monatlich seit Oktober 1977 kostenlos erschien.[24] RTL-Radio Luxemburg war auch regelmäĂig bei der DĂźsseldorfer Messe âbootâ und bei der Berliner Funkausstellung mit Stand und Live-Sendungen vertreten. Die RTL-LĂśwenverleihung lockte alljährlich Ăźber 15.000 HĂśrer in die Dortmunder Westfalenhalle zur Preisverleihung. Weitere populäre Sendungen waren die âFunkkantineâ und der âFrĂśhliche Weckerâ sowie âRTL 12 Uhr mittagsâ, die âRTL-Torparadeâ und die âHits von der Schulbankâ sowie âEin Tag wie kein andererâ.
Moderatoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die beliebtesten und bekanntesten Moderatoren der Vier frĂśhlichen Wellen waren Camillo Felgen, âFranzâ Enno Spielhagen, âFerdyâ Waldemar MĂźller, âFrankâ Timm Elstner, Dieter âThomasâ Heck, Alf Wolf, Helga Guitton, âRolfâ Wilfried RĂśpke, Jochen PĂźtzenbacher, âMettyâ Matthias Krings, Christian Simon, Lou van Burg, Thomas Gottschalk, Monika Georges, âBrigitteâ Tamara Kiefer, Marion Preuss, DĂŠsirĂŠe Nosbusch, Anke Engelke, Rolf Zuckowski, Georg Bossert, Reinhard MĂźnchenhagen, Barbara Gansauge, Klaus A. âCharlyâ Heller, Felix Parbs, Kristina Hertel, Achim Graul, Klaus Bungert, Rainer Holbe, Patrick Lynen, âOnkel Ackiâ Axel Fitzke, Benno Weber, Hugo-Egon Balder, Rainer Maria Ehrhardt und Inga Abel (Mahlzeit), Biggi Lechtermann und Tommi Ohrner, BjĂśrn-Hergen Schimpf, Edy Hildebrandt, Oliver Spiecker, GĂźnter Meyer, Michael Wirbitzky, Thomas Germann, Viktor Worms, Carlheinz Hollmann, Iff Bennett, Martin Schwarze, Peter Trunk, Wolfgang Rositzka, Hans Meiser, âUlrichâ Ulf PosĂŠ, Heinz Siebeneicher, Willy Knupp, Adelaide âHaidyâ Jacobi, Walter Freiwald, Fritz Walter, Michael Daub, Geert MĂźller-Gerbes, Dave Christian und JĂźrgen âJĂśrgâ Ebner.
In den Sommermonaten zur Urlaubszeit moderierten u. a. auch Ulla Norden, Jßrgen Marcus sowie Volker Lechtenbrink als Vertretung. James Last produzierte im Jahre 1967 eigens fßr die Vier frÜhlichen Wellen die Erkennungsmelodie Happy Luxemburg. Das Studio-Orchester Peter Orloff produzierte fßr die Sendung RTL- 12 Uhr mittags das Indikativ. Rßckblickend gesehen, erwies sich die Tätigkeit bei den Vier frÜhlichen Wellen von RTL-Radio Luxemburg fßr einige von ihnen als Sprungbrett zu ihrer späteren HÜrfunk- und Fernsehkarriere in Deutschland. Erst als die ARD-Rundfunkanstalten im Verbreitungsgebiet, allen voran der Sßdwestfunk mit seinem Programm SWF3, auch die jßngeren ZuhÜrer entdeckten, schwand die Popularität von RTL-Radio Luxemburg.
Die frĂśhlichen Wellen von Radio Luxemburg mit ihrem legeren Moderationsstil, dem Schwerpunkt auf Popmusik und einem geringen Nachrichtenanteil waren in den 1960er Jahren singulär auf dem deutschsprachigen Radiomarkt und stieĂen die GrĂźndung oder Reform zahlreicher Radioprogramme an, innerhalb wie auĂerhalb ihres Sendegebiets, so etwa WDR 2 (ab Anfang der 70er Jahre) und kurz darauf SWF3 (Baden-Baden) und Ă3 in Ăsterreich.
Empfang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das fĂźr Deutschland gesendete Programm von RTL Radio ist Ăźber folgende Wege zu empfangen:
- Astra 19.2, digital Transponder: 111, Frequenz: 12,604Â GHz[48]
- deutschlandweit in den Kabelnetzen.
- Ăźber die RTL Radio App (iOS, Android)
- seit 5. Oktober 2020 auf DAB+ im zweiten DAB-Bundesmux an 71 Senderstandorten in Deutschland.[49]
Das Sendegebiet fĂźr das UKW-ausgestrahlte Programm (97,0) ist die GroĂregion rund um das Quattropole-Städtenetz Luxemburg, Trier, Metz und SaarbrĂźcken. Man kann es aber auch in der Wallonie, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Eifel empfangen. Das Empfangsgebiet reicht ca. von Verdun im Westen bis Mainz im Osten sowie KĂśln im Norden und Nancy im SĂźden. Am 5. Mai 2026 endete die jahrzehntelange Ausstrahlung auf UKW 93,3. Die Frequenz wird seither vom englischsprachigen RTL Today genutzt. RTL Radio ist weiterhin auf UKW 97,0 zu empfangen.[50]
In den 70er Jahren wurden Radioempfänger auf den Markt gebracht, die eine grßne Radio-Luxemburg-Taste hatten.[51][52] Durch Drßcken dieser Taste wurde der Empfänger sofort fest auf die Frequenz des Senders eingestellt.
Sendeanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sendeanlagen von RTL Radio stehen in DĂźdelingen und in Hosingen (UKW). Von 2008 bis 2013 wurden die UKW-Frequenzen vom neu geschaffenen RTL Radio 93.3 und 97.0 genutzt. Zwischen 2008 und 2013 wurde RTL Radio ausschlieĂlich Ăźber die Mittelwelle terrestrisch verbreitet. Der Sender Marnach wurde am 31. Dezember 2015 stillgelegt. Zwischen Februar und März 2016 wurde die Sendeanlage demontiert/abgebaut.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- www.rtlradio.de â Deutschlandprogramm
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â AS&S: Tagesreichweiten. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â James Harding, Lutz Meier: Heute entsteht Europas grĂśĂter TV-Konzern. In: Financial Times Deutschland. 7. April 2000, S. 1.
- â Roland Mayrl: RTL sendet mehrheitlich fĂźr Bertelsmann. In: Wirtschaftsblatt. 6. Februar 2001, S. 1.
- â Bertelsmann sichert sich die Vorherrschaft im TV-Geschäft. In: Handelsblatt. 6. Februar 2001, S. 25.
- â Bertelsmann stockt Anteil an RTL auf. In: BĂśrsen-Zeitung. 18. Februar 2000, S. 9.
- â Petra MĂźnster: RTL Group zu 90 Prozent bei Bertelsmann. In: Neue ZĂźrcher Zeitung. 20. März 2002, S. 25.
- â Annual Report 2019. (PDF) Bertelsmann, abgerufen am 15. Juni 2020 (englisch).
- â wdr: 2005: Vor 75 Jahren: Radio Luxemburg erhält Sendelizenz,
- â Conrad PĂźtter: Rundfunk gegen das Dritte Reich. Ein Handbuch. In: Winfried B. Lerg im Studienkreis Rundfunk und Geschichte (Hrsg.): Rundfunkstudien. Band 3. K.G. Saur, MĂźnchen / London / New York / Oxford / Paris 1986, ISBN 3-598-10470-7, S. 237.
- â Das bekannteste Beispiel fĂźr diese, das laufende Programm kennzeichnenden Werbesendungen war The League of Ovaltineys (fĂźr Ovomaltine), ausgestrahlt sonntags um 17.30 Uhr, ab dem Jahr 1934, und mit Kriegsunterbrechnungen bis in die 1950er Jahre. Siehe dazu den englischen Wikipedia-Artikel Ăźber Ovaltine.
- â Andrew Crisell: An Introductory History of British Broadcasting. Chapman & Hall, 2002, S. 47 f.
- 1 2 RTL Radio Luxemburg Chronik, 1957 bis heute. In: Radio Journal. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 4, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 18. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Dokumentation zu Radio Luxemburg, ab 4:50 Minuten. RTL Radio Luxemburg, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 9, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. S. 14, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 19. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 12, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 19, archiviert vom (nicht mehr online verfßgbar) am 19. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 15, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Mit doppelter Kraft. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1968, S. 126 (online).
- â SWF-Reportage von 1974, abgerufen am 9. Januar 2026.
- â Presseartikel 1971, abgerufen am 28. Juli 2026.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 23, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 27, archiviert vom (nicht mehr online verfßgbar) am 14. September 2014; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Radio Journal: Wolfgang Rositzka: Die Puhvogel-family - ÂťAus harmlosen SpäĂchen wurde eine erfolgreiche ComedyÂŤ. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Radio Journal: Interview mit Wolfgang Rositzka. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Aus der Mottenkiste, aufgerufen am 25. August 2026.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 36, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â Interview mit Arno MĂźller aus den frĂźhen 90er Jahren. RTL Radio, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Stephan Munder: Das neue RTL RADIO ist auf Sendung. In: radiowoche.de. 2. Juli 2015, abgerufen am 1. Juli 2026.
- 1 2 3 4 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 38, archiviert vom am 13. September 2014; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- â Luxemburger Tageblatt: RTL-Radio zieht nach Berlin um. 7. Februar 2014, abgerufen am 7. Februar 2014.
- â Luxemburger Wort: RTL Radio stellt Fensterprogramm fĂźr GroĂregion ein. 3. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
- â Luxemburger Tageblatt: RTL RADIO ab 1. Juli: Arno & die Morgencrew deutschlandweit. 30. Juni 2015, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Stellungnahme auf der Facebook-Seite des Senders
- â Stream
- â Posting vom 16. September 2015 auf der Facebook-Seite des Senders
- â Diese Radioprogramme starten deutschlandweit auf DAB+. In: RADIOSZENE. 10. Juli 2020, abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
- â "Feel Good Music" lĂśst bei RTL Radio das bisherige Hitradio-Konzept ab. In: meedia.de. 29. Juni 2026, abgerufen am 30. Juni 2026 (deutsch).
- â https://m.dwdl.de/a/107323
- â Thorsten Schorn wechselt zu RTL Radio und startet tägliche Show. In: radioszene.de. 7. September 2026, abgerufen am 4. Oktober 2026 (deutsch).
- â Nächster RTL-Star bekommt eigene Radioshow. In: digitalfernsehen.de. 1. Oktober 2026, abgerufen am 4. Oktober 2026 (deutsch).
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. S. 38, archiviert vom am 13. September 2014; abgerufen am 13. Oktober 2022.
- â Holger Richter verlässt RTL RADIO. In: Radioszene. 9. August 2014, abgerufen am 13. Oktober 2022.
- â Impressum. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 25, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- â Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 31, archiviert vom (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- â Frances Monsheimer: RTL Radio wechselt Frequenz auf Astra 19,2 Grad Ost. Digital Fernsehen, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Bundesweites Radioangebot wird ausgebaut â Bundesmux 2 startet. In: 1st Lounge Radio. 8. Februar 2020, abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
- â RTL Today Radio ab heute auch auf 93,3 MHz UKW. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- â Dirk Engelhardt: Kult-Radios mit Luxemburg-Taste. In: Die Welt. 6. Dezember 2003 (welt.de [abgerufen am 11. November 2018]).
- â Der Telefunken Thread. Archiviert vom am 11. November 2018; abgerufen am 11. November 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Koordinaten: 49° 38â˛Â 15,9âłÂ N, 6° 9â˛Â 49,4âłÂ O
