Zum Inhalt springen

Surses

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Surses
Wappen von Surses
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton GraubĂŒnden GraubĂŒnden (GR)
Region: Albula
BFS-Nr.: 3543i1f3f4
Postleitzahl: 7452 Cunter
7453 Tinizong
7454 Rona
7455 Mulegns
7456 Sur
7456 Marmorera
7457 Bivio
7460 Savognin
7462 Salouf
7463 Riom
7464 Parsonz
Koordinaten: 765597 / 163004Koordinaten: 46° 35â€Č 52″ N, 9° 36â€Č 0″ O; CH1903: 765597 / 163004
Höhe: 1234 mÂ ĂŒ. M.
Höhenbereich: 991–3397 m ĂŒ. M.[1]
FlĂ€che: 323,77 kmÂČ[2]
Einwohner: 2494 (1. Januar 2026)[3]
Einwohnerdichte: 8 Einw. pro kmÂČ
AuslÀnderanteil:
(Einwohner ohne
Schweizer BĂŒrgerrecht)
18,9 %
(1. Januar 2026)[4]
GemeindeprÀsident: Daniel Wasescha
Website: www.surses.ch
Surses vom Piz Mitgel
Surses vom Piz Mitgel
Lage der Gemeinde
Karte von SursesIgl LaiLago di LeiLai da MarmoreraLago di MontesplugaSilserseeSt. MoritzerseeSufnerseeItalienRegion ViamalaRegion ImbodenRegion MalojaRegion Engiadina Bassa/Val MĂŒstairRegion PlessurRegion PrĂ€ttigau/DavosRegion SurselvaAlbula/AlvraBergĂŒn FilisurLantsch/LenzSchmitten GRSursesVaz/Obervaz
Karte von Surses
{w

Surses ([zʊɟˈses]ⓘ/?) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton GraubĂŒnden. Sie gehört zur Region Albula.

Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2016 durch die Fusion der damaligen Gemeinden Bivio, Cunter, Marmorera, Mulegns, Riom-Parsonz, Salouf, Savognin, Sur und Tinizong-Rona. Nach Scuol und Zernez ist sie flĂ€chenmĂ€ssig die drittgrösste Gemeinde in GraubĂŒnden und die viertgrösste der Schweiz.

Das Gemeindegebiet umfasst das ganze Tal Oberhalbstein (rÀtoromanisch Surses).[5]

Der Name setzt sich aus den zwei romanischen Wörtern sur fĂŒr Â«ĂŒber» und Ses aus dem lateinischen saxum fĂŒr «Stein», «Fels» zusammen.[6] Mit Ses ist der Crap Ses (Conterser Stein) (764310 / 167214) zwischen Tiefencastel und Cunter gemeint.

Luftbild von Walter Mittelholzer (1928)

Die untere Talstufe bis Tinizong heisst SotgĂŽt (rĂ€toromanisch im Idiom Surmiran sot fĂŒr «unter» und gĂŽt fĂŒr «Wald»), jene darĂŒber SurgĂŽt (sur fĂŒr Â«ĂŒber»).

Der tiefste Punkt befindet sich bei Tgant Ladrung zwischen Cunter und Tiefencastel und ist 995 m hoch. Der höchste Punkt ist der Piz Calderas (3397 m).

Die Gemeinde wird von der Julia durchflossen. TalauswÀrts gesehen liegen rechts die Albula-Alpen und links die Oberhalbsteiner Alpen.

Die Gemeindegrenze verlÀuft wie folgt:

Karte mit dem Gemeindestand vor der Fusion zur neuen Gemeinde Surses am 1. Januar 2016

Eine vom Kanton GraubĂŒnden favorisierte Fusion aller Gemeinden des Tales scheiterte Anfang MĂ€rz 2006 vorwiegend an den kleineren Gemeinden. In getrennten und gleichzeitig stattfindenden Gemeindeversammlungen sagten zwar fast 60 % der Stimmenden Ja zum Projekt. Weil sich aber die Gemeinden Cunter, Marmorera, Salouf, Sur und Tinizong-Rona gegen den Zusammenschluss aussprachen und das benötigte Quorum von 85 % der Stimmen nicht zustande kam, scheiterte das Projekt. Die BĂŒndner Regierung hatte die erstmalige Fusion eines ganzen Kreises mit einem «Fusionsgeschenk» von 9,25 Millionen Franken aus der Kantonskasse stark propagiert. Die Gemeinde Surses wĂ€re damals zur flĂ€chenmĂ€ssig grössten Gemeinde der Schweiz geworden.

Im Jahre 2015 wurde ein zweiter Anlauf fĂŒr die Fusionsgemeinde unternommen.[7] Diesmal stimmten die BĂŒrger der betroffenen Gemeinden deutlich fĂŒr den Zusammenschluss zur Gemeinde Surses. Die neue Gemeinde entstand am 1. Januar 2016.[8]

Laut Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS) wird die politische Gemeinde Surses (neben Muntogna da Schons) seit 2022 nicht mehr der rĂ€toromanischen, sondern der Deutschschweiz zugeordnet.[9]

Wappen von Surses
Wappen von Surses
Blasonierung: «In Silber eine erniedrigte steigende schwarze Spitze, ĂŒberhöht von schwarzer Lilie»
Bevölkerungsentwicklung
Jahr20102011201220132014201520162017201820192020202120222023
Einwohner24362410244424262425236923562343235623272377239123772424
Blick von der Bushaltestelle Tinizong, Vardaval ins untere Teil von Surses

Der Gemeindevorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • Daniel Wasescha: GemeindeprĂ€sident / PrĂ€sidialdepartement
  • Adrian Ballat: VizeprĂ€sident / Leitung Departement V (u. a. Bildung)
  • Gregor Vellacher: Leitung Departement II (u. a. Tourismus)
  • Thomas Metzler: Leitung Departement III (u. a. Bauwesen)
  • Michael Klein: Leitung Departement IV (u. a. Werke)

Die GeschÀftsleitung setzt sich wie folgt zusammen:

  • Daniel Fitzi: Leiter Finanzen
  • Marco Guetg: Leiter Bau/Energie/Werke
  • Martegn Netzer: Leiter Technische Dienste

Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Tinizong.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Surses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ redaction: Surses. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 22. September 2016.
  6. ↑ Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines RĂ€tisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen GraubĂŒndens. Terra Grischuna Verlag, Chur und Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 132.
  7. ↑ Gemeindeversammlung betreffend Fusionsabstimmung (Memento des Originals vom 28. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. savognin-gr.ch, Mitteilung vom 27. MĂ€rz 2015
  8. ↑ Ein ĂŒberzeugtes Ja auch in Savognin Kanton GraubĂŒnden, Amt fĂŒr Gemeinden, Mitteilung vom 27. April 2015
  9. ↑ Sprachgebiete der Schweiz. Publikation. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 3. Januar 2026 (siehe PDF, S. 5 und 26).