Roma in RumÀnien
Roma bilden nach den Ungarn die zweitgröĂte ethnische Minderheit in RumĂ€nien. VerlĂ€ssliche Zahlen zu BevölkerungsgröĂe und -anteil fehlen. Ihre offizielle Zahl stieg von 535.140 Personen 2002 auf 619.007 im Jahre 2011. Nach Angaben des Europarats leben in RumĂ€nien etwa 2.500.000 Roma (12 % der Bevölkerung).[1][2] Einige Autoren halten die Roma fĂŒr die gröĂte Minderheit des Landes. Viele Roma sind sozial, materiell und politisch marginalisiert.
Begriff
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gegensatz zum deutschen Sprachraum, wo die Bezeichnungen âRomaâ und âSinti und Romaâ miteinander konkurrieren, wird in RumĂ€nien als Sammelkategorie fĂŒr die groĂe Zahl unterschiedlicher Subgruppen, zu denen Sinti nicht gehören, allein der Begriff âRomaâ (auch in der Schreibweise âRromaâ) verwendet. Daneben tritt die rumĂ€nische Fremdbezeichnung Èigani (âZigeunerâ), die es im Romanes nicht gibt, auch als Selbstbezeichnung auf;[3] in welchem Umfang, ist nicht wissenschaftlich untersucht. Seit Ende der 1990er Jahre ist in amtlichen rumĂ€nischen Dokumenten von âRomaâ die Rede.
Dies stieĂ auf erheblichen Widerspruch in Politik und Gesellschaft. RumĂ€nische Nationalisten eröffneten 2009 eine Kampagne fĂŒr ein Gesetz zur WiedereinfĂŒhrung von Èigani und zur Beseitigung von roma.[4][5] Damit waren sie nicht erfolgreich, aber 2010 kĂŒndigte die Liberaldemokratische Partei, Regierungspartei und Mitglied der EuropĂ€ischen Volkspartei, eine ganz Ă€hnliche Gesetzesinitiative an. Ziel sei âder Schutz der RumĂ€nen in den zigeunerfeindlichen Regionen, da die schlechte Behandlung und negative Diskriminierung der Roma ungerechtfertigterweise auch RumĂ€nen betreffen könnteâ. In dieser Sicht wird die Minderheit der Roma nicht zur rumĂ€nischen Bevölkerung gerechnet. BegrĂŒndet wird die Ablehnung der Bezeichnung roma meist mit einer Verwechslungsgefahr zwischen roma und romĂąni (âRumĂ€neâ),[6] die etymologisch nicht verbunden sind. FĂŒr den rumĂ€nischen PrĂ€sidenten Traian BÄsescu war die Ănderung der Bezeichnung âZigeunerâ in âRomaâ ein âgroĂer politischer Fehlerâ.[7] BÄsescu erklĂ€rte, dass die RumĂ€nen in ganz Europa mit den Roma verwechselt wĂŒrden. Die Aussage löste bei zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen Empörung ĂŒber die Implikation aus, dass die Roma keine RumĂ€nen seien. Sie fĂŒhrte zu einer Protestdemonstration in der rumĂ€nischen Hauptstadt. Das Kultur- und das AuĂenministerium, die Roma-Nationalagentur, das Generalsekretariat der Regierung, die Abteilung fĂŒr interethnische Beziehungen und der Nationalrat fĂŒr die BekĂ€mpfung der Diskriminierung widersprachen unter Berufung auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2000. Das Ziel, so das AuĂenministerium, einer begrifflichen Trennung zwischen âRumĂ€nenâ und âRomaâ werde ohnehin verfehlt, weil man in anderen Staaten weiterhin bei âRomaâ bleiben werde.[8][9] Am Ende lehnte der rumĂ€nische Senat die offizielle Umbenennung in Èigani 2011 ab.[10]
Eine âwenig ethnisch orientierte Beachtungâ finden BeitrĂ€ge von Roma zur Hochkultur, wenn ihnen öffentliche Ehrung zukommt wie im Falle des hoch angesehenen Jazzpianisten Johnny RÄducanu, dem allgemein die Zuschreibung âRumĂ€neâ gewĂ€hrt wird.[11] Sie treten dann auch des Ăfteren als reprĂ€sentative Kulturbotschafter ihres Landes in den Blick.[12]
Seit Mitte der 1990er Jahre wurde â auf Vorschlag von Roma-Vertretern â die orthographische Neuschöpfung âRromaâ (Singular) bzw. âRromiâ (Plural) eingefĂŒhrt, um dem Argument der Verwechslungsgefahr entgegenzutreten und eine RĂŒckkehr zum Begriff âZigeunerâ zu vermeiden.[13][14] Die Form âRromaâ wird von rumĂ€nischen Behörden nur sporadisch verwendet, hat aber teilweise Eingang in die internationale wissenschaftliche Literatur gefunden.
Die Roma-Minderheit bildet auch in RumĂ€nien kein homogenes âVolkâ, da es zu keinem Zeitpunkt politisch gesteuerte und gesellschaftlich verankerte Prozesse der Volkskonstruktion gab wie im Fall der rumĂ€nischen (oder ungarischen) Mehrheitsbevölkerung. Sie ist bis heute in zahlreiche Gruppen fragmentiert geblieben. Ihre Sprecher betonen die jeweilige EigenstĂ€ndigkeit, die Gruppen distanzieren sich voneinander. In SelbstverstĂ€ndnis und Gruppenbezeichnung beziehen sie sich dabei nach wie vor auf die inzwischen historischen gruppentypischen Wirtschaftsweisen. GröĂere ethnische Teilgruppen bilden die Kalderasch (âKupferschmiedeâ, wörtlich âKesselschmiedeâ), die Corturari (Èiganii nomazi, âZeltzigeunerâ), die BÄeÈi (âKorbflechterâ) und die Èigani de mÄtasÄ (âSeidenzigeunerâ).[15]
Demographie
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Wie generell bei Roma sind valide Angaben zum Bevölkerungsanteil und zu dessen Entwicklung auch fĂŒr RumĂ€nien und seine einzelnen Verwaltungsbezirke unmöglich, nachdem die in einer VolkszĂ€hlung zu Befragenden hĂ€ufig
- sich trotz der Herkunft aus der Roma-Minderheit im Zuge von Assimilierungsprozessen inzwischen in andere NationalitĂ€ten (RumĂ€nen, Ungarn, TĂŒrken) einordnen,[16]
- ein Bekenntnis zur Herkunftsethnie aus Furcht vor Benachteiligungen und Diskriminierungen verweigern[17] oder
- keine Ausweispapiere besitzen und also gar nicht befragt werden.[18]
Es entstehen so âoffizielle VolkszĂ€hlungsergebnisse mit einer minimalen Zahl von bekennenden Romaâ, auf die wiederum Unterbehörden sich berufen, um so âdie gesetzlich vorgeschriebenen FörderungsmaĂnahmen nicht ausfĂŒhren zu mĂŒssenâ und âum sich Arbeit und finanzielle Mittel zu ersparen.â[19]
Der allgemeine Zensus von 1930 in GroĂrumĂ€nien zĂ€hlte 262.501 (1,6 %) âZigeunerâ. 1948 waren es nur noch 53.425.[20] Es ergibt sich auch unter BerĂŒcksichtigung der Gebietsabtretungen und der Ermordung von mehr als 10.000 Roma unter dem Antonescu-Regime eine erhebliche ZĂ€hldifferenz. Im Ergebnis der VolkszĂ€hlung 1977 war die Zahl wiederum auf 227.398 (1 %) Personen angestiegen, 1992 dann auf 409.723 (1,8 %). DemgegenĂŒber listete eine 1998 durchgefĂŒhrte Studie des rumĂ€nischen Instituts fĂŒr Erforschung der LebensqualitĂ€t 1.002.381 selbstidentifizierte Roma. Sie bezifferte die Gesamtzahl mit 1.452.700 bis 1.588.552,[21] wĂ€hrend die letzte VolkszĂ€hlung 2002 noch wieder nur 535.250 (2,5 %) Roma ergab.[22] Viele SchĂ€tzungen gehen weit ĂŒber die staatlichen Zensuszahlen von 2002 hinaus. Laut dem LĂ€nderbericht des US-AuĂenministeriums von 2011 leben in RumĂ€nien zwischen 1,8 und 2,5 Millionen Roma â die etwa 10 % der Bevölkerung ausmachen wĂŒrden. Der Bericht stellt den Zensuszahlen von 2002 kritisch einen Regierungsbericht von 2008 gegenĂŒber, der von 1,2 Millionen ausgeht.[23] NGO und nichtrumĂ€nische Sprecher bevorzugen die Angabe von 2,5 Millionen Roma,[24][25][26] bleiben leicht darunter[27] oder erhöhen auf drei Millionen.[28]
Die untere Grenze markierten 700.000 im Jahre 2008[29] bzw. etwa eine Generation davor 760.000 (1985).[30]
Die oft bis auf den letzten Einer genauen Zahlen legen zwar Genauigkeit nahe, belegen aber durch ihre auĂerordentliche Spannbreite die generell mangelnde VertrauenswĂŒrdigkeit von Zahlenangaben. Sie gehen nicht auf wissenschaftliche Studien, sondern auf interessegeleitete Befragungen und Antworten zurĂŒck.
Seit 1990 (Wegfall des Eisernen Vorhangs), aber besonders seit 2002 (Visafreiheit fĂŒr rumĂ€nische Staatsangehörige im Schengen-Raum) und 2007 (EU-Aufnahme RumĂ€niens), setzte eine massive Auswanderungswelle rumĂ€nischer Roma nach Westeuropa ein. Florin CioabÄ, ein wichtiger FĂŒhrer der Roma, sagte in einem Interview, dass die FortfĂŒhrung dieses Trends den Verlust der Roma-Minderheit fĂŒr RumĂ€nien bedeuten könnte.[31]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den DonaufĂŒrstentĂŒmern
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Es ist davon auszugehen, dass erste Gruppen von âZigeunernâ bereits im 13. Jahrhundert ins Donaugebiet, im 14. Jahrhundert dann nach SiebenbĂŒrgen und in die Walachei zugewandert sind. Urkundlich belegt ist die Minderheit erstmals 1385 fĂŒr die Walachei, 1416 fĂŒr SiebenbĂŒrgen. Die als âZigeunerâ Bezeichneten beschrieben sich als Pilger, BĂŒĂergruppen oder Ăberbringer pĂ€pstlicher Botschaften.[32]
Bereits fĂŒr das 16. Jahrhundert ist in beiden FĂŒrstentĂŒmern ihr Dasein in einem sklavenĂ€hnlichen Zustand bezeugt.[33] Einzelne FĂŒrsten siedelten Roma in den Karpaten an â das heiĂt an der damaligen Grenze zum Königreich Ungarn, wo sie von dort kommende militĂ€rische EinfĂ€lle abwehren sollten und dafĂŒr einige VergĂŒnstigungen erhielten.[34]
Von ihren EigentĂŒmern, den weltlichen oder geistlichen Grundherren, konnten sie verschenkt, verkauft oder verpachtet werden. Es gab unterschiedliche Grade der Unfreiheit. Robi domneÈti konnten als Handwerker einigermaĂen frei innerhalb des landesherrlichen Territoriums der Erwerbsmigration nachgehen, Robi mÄnÄstireÈti arbeiteten als Landarbeiter ortsfest auf klösterlichen GĂŒtern.[35]
Constantin Mavrocordat, der FĂŒrst der Walachei und der Moldau, schaffte Mitte des 18. Jahrhunderts die Sklaverei in den DonaufĂŒrstentĂŒmern ab, nahm die Roma hiervon jedoch aus.[36] Mihail KogÄlniceanu schĂ€tzte 1840 die Zahl der Roma in der Walachei und in der Moldau auf 200.000, in Europa insgesamt auf 600.000.[37] Von den etwa 200.000 Roma waren in der Mitte des 19. Jahrhunderts 80.000 Sklaven der FĂŒrsten; sie durften (oder mussten) umherziehen, um als Handwerker, GoldwĂ€scher, HĂ€ndler, Musiker oder Gaukler Geld zu verdienen. DafĂŒr hatten sie einen bestimmten jĂ€hrlichen Betrag beim FĂŒrsten abzuliefern. Es war ihnen verboten, das Land zu verlassen. Die meisten anderen arbeiteten als Diener oder auf den GĂŒtern von Bojaren und von orthodoxen Klöstern.[38] Sie waren ihren Herren schutzlos ausgeliefert. Offiziell durften sie nicht getötet werden; ein Mord an einem Roma wurde jedoch gerichtlich nicht verfolgt.[39]
WĂ€hrend der Revolution in der Walachei 1848 schaffte die provisorische Regierung die Sklaverei ab; sie wurde nach der Intervention tĂŒrkischer Truppen wieder eingefĂŒhrt. WĂ€hrend des Krimkrieges (1853) erging in der Walachei erneut eine Verordnung zur Sklavenbefreiung, kurze Zeit spĂ€ter schloss sich das FĂŒrstentum Moldau an.[34] 1855 wurde in der Moldau und 1856 in der Walachei die Sklaverei endgĂŒltig abgeschafft. Am 20. Februar 1856 unterzeichnete in der Walachei FĂŒrst Barbu Dimitrie Ètirbei ein entsprechendes Dekret. Ein groĂer Teil der Befreiten verlieĂ das Land und migrierte vor allem nach Mitteleuropa. Andere siedelten sich an den RĂ€ndern der StĂ€dte an und ein Teil ging ambulanten TĂ€tigkeiten mit wechselndem Aufenthaltsort nach.[40] Die Bojaren wurden fĂŒr die erzwungene Freilassung ihrer Sklaven entschĂ€digt; sie erhielten fĂŒr einen Sklaven 10 Dukaten.[41] In der Walachei und der Moldau bewirkte die Unfreiheit der Minderheit einen starken Verlust der Sprache, des Romanes.
In den heutigen nordwestlichen Landesteilen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gesondert zu betrachten sind die Roma in den heute nordwestlichen Landesteilen RumĂ€niens, die bis 1918 zum Königreich Ungarn, zum FĂŒrstentum SiebenbĂŒrgen bzw. zur Habsburgermonarchie gehörten. 1476 erging ein Freibrief des ungarischen Königs Matthias Corvinus, der die Zigeuner von Hermannstadt aus der siebenbĂŒrgisch-fĂŒrstlichen Gerichtsbarkeit herausnahm. Seit Maria Theresia gab es systematische staatliche Anstrengungen zur Zwangsassimilation. Dazu gehörten ein Sprachverbot, ein Verbot der Heirat innerhalb der Minderheit, ein generelles Verbot einer minderheitlichen kulturellen Praxis oder auch das Verbot, das festgelegte Domizil zu verlassen (zu âwandernâ). 1786 wurde unter Joseph I. die Leibeigenschaft aufgehoben. Die soziale Marginalisierung, die sich in WohnplĂ€tzen am Rande der Ortschaften widerspiegelte, blieb: fĂŒr Hermannstadt ist belegt, dass die Angehörigen der Minderheit die als âunehrlichâ (= âunehrenhaftâ) geltende Aufgabe der Stadtreinigung hatten.[35]
Im Königreich RumÀnien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den ersten Jahrzehnten des Königreichs RumĂ€nien besserte sich die Situation der Roma, die weitgehend ungehindert ihren Handwerksberufen nachgehen konnten. Die wirtschaftlichen Krisenjahre nach dem Ersten Weltkrieg, die Umstrukturierung der Wirtschaft und der damit verbundene Niedergang vieler Handwerksberufe fĂŒhrten jedoch wieder zu einer VerschĂ€rfung der Spannungen zwischen den Roma und der rumĂ€nischen Mehrheitsgesellschaft. Andererseits gab es gerade in dieser Zeit eine lebendige Roma-Presselandschaft; im Land erschienen zwischen 1930 und 1940 sieben Roma-Zeitungen.[40] Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt RumĂ€nien im Vertrag von Trianon weite Gebiete des Königreichs Ungarn, unter anderem SiebenbĂŒrgen. Auch in diesen Regionen lebten zahlreiche Roma. Deren Lebensgrundlage bildeten vor allem selbstĂ€ndige Erwerbsweisen in Handwerk (Kessel-, Kupfer- und Blechschmiede) und Handel, oft ambulant ausgeĂŒbt. Bei ihnen hat sich das Romanes neben Ungarisch und RumĂ€nisch als PrimĂ€rsprache behauptet. Bei der VolkszĂ€hlung von 1930 gaben nur 37,2 Prozent der Roma Romanes als ihre Muttersprache an, die ĂŒbrigen zwei Drittel sprachen demnach RumĂ€nisch, Ungarisch oder eine weitere regionale Sprache. Um diese Zeit lebten die Roma ĂŒberwiegend in eigenen Stadtvierteln oder als Gemeinschaft am Rand von Dörfern. Nicht alle Roma waren von der Mehrheitsgesellschaft segregiert, manche hatten die kulturellen Normen der RumĂ€nen ĂŒbernommen und es gab FĂ€lle von Heiraten zwischen Roma und Nicht-Roma. UnabhĂ€ngig davon Ă€uĂerten zahlreiche Politiker in den 1930er Jahren rassistische Vorurteile gegenĂŒber den Roma, weshalb sie in einem stĂ€ndigen Klima der Bedrohung lebten.
Antonescu-Regime
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unter der Herrschaft des mit den Nationalsozialisten verbĂŒndeten MilitĂ€rregimes von Ion Antonescu fand eine teilweise ethnische SĂ€uberung statt, von der in RumĂ€nien vor allem die Roma betroffen waren. Einer der bekanntesten damaligen Rassentheoretiker, Iordache FÄcÄoaru, schlug 1940 vor, alle ânomadischâ und âhalbnomadischâ lebenden Roma in Arbeitslager zu stecken, wo sie innerhalb einer Generation aussterben wĂŒrden. Die sesshaften Roma sollten sterilisiert werden. Ion Antonescu Ă€uĂerte sich erstmals Anfang Februar 1941 zum âZigeuner-Problemâ, als er in einer Ministerratssitzung sein Programm zur ethnischen SĂ€uberung vorstellte. Als ersten Schritt wollte er alle Roma aus Bukarest entfernt haben. Sie sollten sich in den noch trockenzulegenden SĂŒmpfen des Donaudeltas mit Fischfang beschĂ€ftigen oder vielleicht in der Steppenregion BÄrÄgan in Arbeitslager gesteckt werden. Ăhnlich Ă€uĂerte er sich am 4. April 1940 in einer Sitzung. Nach den Bukarester Roma sollten die Roma aus allen anderen StĂ€dten verschwinden. Als BegrĂŒndung fĂŒr das Vorgehen gegen Roma berief er sich auf den Bericht eines Arztes aus dem Gesundheitsministerium, der darin die ZustĂ€nde in den Wohnvierteln der Roma fĂŒr die Ausbreitung von Typhus verantwortlich machte. Im Herbst 1941 hatten sich hohe Verwaltungsbeamte darauf verstĂ€ndigt, alle ethnisch unerwĂŒnschten Personen nach Transnistrien zu schaffen.
Im Mai 1942 nahmen die PlĂ€ne zur Deportation der Roma konkrete Gestalt an. Die Roma wurden registriert, um sie in zwei Kategorien einzuteilen: nomadische und sesshafte Roma. Zur ersten Kategorie gehörten Roma, die angeblich eine Gefahr fĂŒr die öffentliche Ordnung darstellten. Laut Anordnung des Innenministeriums vom 17. Mai musste die ZĂ€hlung der Roma bis Ende des Monats durchgefĂŒhrt sein. Ab sofort durften die Roma ihren Aufenthaltsort nicht mehr verlassen. Ende Mai ordnete Ion Antonescu von seiner Villa in Predeal per Telegramm die unauffĂ€llig durchzufĂŒhrenden Deportationen an, die am 1. Juni begannen und bis 15. August dauerten. Mit der DurchfĂŒhrung der Operation war General Constantin Vasiliu (1882â1946) beauftragt, der seine Aufgabe als âEinsammeln und Fell Abziehen streunender Hundeâ bezeichnete.[42] Die erste Phase bis zum 2. Oktober bestand aus der Deportation von 11.474 ânomadischenâ Roma per Bahn in Viehwaggons nach Transnistrien. Als es um die Deportation der zweiten Kategorie ging, ordnete der Innenminister am 22. Juli 1942 an, die MilitĂ€rangehörigen und ihre Familien nicht zu deportieren und von den ĂŒbrigen âunerwĂŒnschtenâ Roma auszusortieren. Von den im Mai gezĂ€hlten 31.438 Roma der zweiten Kategorie wurden letztlich nur 12.497 zur Deportation bestimmt, weil die MĂ€nner der nicht abgeschobenen Gruppe in der Armee unentbehrlich waren. Die Roma der sesshaften Kategorie, die âgefĂ€hrlich und unerwĂŒnschtâ waren â auf Vasilius DrĂ€ngen waren es mehr als vorgesehen: 13.245 â wurden in der zweiten Phase zwischen dem 2. und 16. September deportiert. Am 13. Oktober erklĂ€rte Antonescu in einer Sitzung des Ministerrats alle weiteren Deportationen von Roma und Juden fĂŒr ausgesetzt.[43]
Insgesamt wurden rund 41.000 in RumĂ€nien lebende Roma gezĂ€hlt.[44] Eine offizielle Liste der bis September 1942 nach Transnistrien deportierten Roma beider Kategorien nennt in der Summe 24.684 Personen.[45] SchĂ€tzungen zufolge wurden 25.000 bis 30.000 nach Transnistrien deportiert und dort in Lagern und Dörfern angesiedelt. Von diesen Roma ĂŒberlebten den Völkermord an den Sinti und Roma nach unterschiedlichen SchĂ€tzungen zwischen 1500 und 6000 Personen, die ĂŒbrigen starben an UnterernĂ€hrung, KĂ€lte, Krankheiten und anderen Folgen mangelnder Versorgung.[46]
WĂ€hrend der Herrschaft der Kommunistischen Partei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der MachtĂŒbernahme der Kommunistischen Partei gelang es einem Teil der Roma, ihre wirtschaftliche Grundlage wieder zu verbessern, da viele im Zuge der planmĂ€Ăigen Industrialisierung des Landes eine feste Erwerbsmöglichkeit erhielten. Offene Verfolgung und Diskriminierung waren verboten. Auf der anderen Seite leugnete das Regime gegen Ende seiner Herrschaft die Existenz einer ethnischen Minderheit der Roma.
Lage seit der Revolution 1989
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Nach dem Ende des kommunistischen Regimes und der Etablierung eines marktwirtschaftlichen Systems gehörten Roma zu den zuerst Entlassenen.[47] Bei der Arbeitsplatzsuche waren Diskriminierungen an der Tagesordnung. Die Verschlechterung ihrer Situation betrifft aber nicht nur ihre EinkĂŒnfte. Auch wohnen Roma hĂ€ufiger als RumĂ€nen anderer Ethnien in Siedlungen ohne flieĂendes Wasser und ohne Strom;[48] ein Teil der Kinder lebt auf der StraĂe. Das traditionelle Handwerk ist inzwischen weitgehend aufgegeben, die damit einhergehende (Erwerbs-)Migration ebenfalls, der Handel als Marktbeschicker ist an die Stelle getreten. Ablehnung der Roma aus der Mehrheitsbevölkerung entlud sich nach dem Systemwechsel und dem damit einhergehenden Kontrollverlust in Pogromen. Beide Ursachenkomplexe â schlechte wirtschaftliche Bedingungen und vielfĂ€ltige Formen der Exklusion â fĂŒhrten zur Abwanderung vieler Roma nach Westeuropa.[40][49][50] Sie wurden so Teil der Migration von RumĂ€nen nach Westen, was verstĂ€rkte Distanzierungen von Seiten anderer Bevölkerungsgruppen und aus dem Spektrum zwar nicht nur, aber doch insbesondere vehement rechtsgerichteter Organisationen zur Folge hatte. Behauptet wurde, es handle sich bei den Angehörigen der Roma-Minderheit nicht um RumĂ€nen, was wiederum auf scharfe Kritik aus anderen Teilen der rumĂ€nischen Gesellschaft stieĂ, die sich in dieser Frage gespalten zeigt (siehe Abschnitt âBegriffâ). Eine Untersuchung der Haltung der rumĂ€nischen Transformationsgesellschaft zur Roma-Minderheit ergab âeine tiefe Gespaltenheit der Gesellschaft und eine bewusste Abgrenzung der Einkommensstarken, Westorientierten und Gebildeten von anderen [sozialen] Schichtenâ, darunter in besonders hohem MaĂe von Roma. Gerade in diesem auf Exklusion drĂ€ngenden Teil der Gesellschaft gibt es zu realen Roma nur sehr wenig Kontakt, wĂ€hrend mit persönlichen Erfahrungen âGeneralisierungen zur sozialen Stellung an Bedeutung (verlieren)â und zu positiven Urteilen fĂŒhren. Der Anteil der âpositiven Einstellungen und Erfahrungen im rumĂ€nischen Kontextâ wurde als âbemerkenswert hochâ eingeschĂ€tzt.[51]
Ein weiteres Problem ist die schlechte Bildung vieler Roma. Um die Jahrtausendwende waren 44 % der MĂ€nner und 59 % der Frauen Analphabeten.[52] Nachdem dieses Problem in den ersten Jahren nach der Revolution von den jeweiligen Regierungen zunĂ€chst weitgehend ignoriert worden war, ist seit etwa 2001/2002 die Situation der Roma immer wieder Gegenstand von Regierungsuntersuchungen, in denen darauf hingewiesen wird, dass insbesondere die Bildung der Roma verbessert werden mĂŒsse.[53] Das Bildungsministerium verfĂŒgte die Aufnahme einer bestimmten Mindestanzahl Roma an den UniversitĂ€ten; letztere stellen teilweise von sich aus zusĂ€tzliche StudienplĂ€tze fĂŒr Roma bereit. So wurden ab 1992/1993 Sonder-StudienplĂ€tze fĂŒr Roma an der UniversitĂ€t Bukarest eingerichtet, zunĂ€chst auf die FakultĂ€t fĂŒr Sozialarbeit begrenzt. Ab 1998 wurden im Rahmen von affirmativen MaĂnahmen eine gröĂere Zahl von StudienplĂ€tzen an acht UniversitĂ€ten RumĂ€niens fĂŒr Roma-Studenten reserviert.[54] In den Grundschulen findet trotz offizieller Gleichberechtigung nach wie vor der Unterricht oft ethnisch getrennt statt, d. h. Roma werden in eigenen Klassen von anderen rumĂ€nischen Kindern segregiert. Dies mag von der Weigerung anderer RumĂ€nen mitbedingt sein, ihre Kinder zusammen mit Roma-Kindern unterrichten zu lassen. Die Schulabbrecherquote ist unter Roma gegenĂŒber den anderen NationalitĂ€ten RumĂ€niens deutlich höher.[55]
Es gibt demnach einen Gegensatz zwischen der sozialen Wirklichkeit und der verfassungsmĂ€Ăigen Rechtsgleichheit. Artikel 4 Absatz 2 der rumĂ€nischen Verfassung von 1991 verspricht allen RumĂ€nen Rechtsgleichheit âohne Unterschied der Rasse, der NationalitĂ€t, der ethnischen Herkunft, der Sprache, der Religion, des Geschlechts, der Meinung, der politischen Zugehörigkeit, des Vermögens oder der sozialen Herkunftâ.[56]
Die explizite Diskriminierung von Roma bei Stellen- oder Mietanzeigen und die Verweigerung des Zutritts zu GaststĂ€tten oder Diskotheken, wie sie zuvor vorkamen, stehen inzwischen unter Strafe.[57][50] Von weiten Teilen der rumĂ€nischen Ăffentlichkeit werden Roma jedoch nach wie vor ausgegrenzt. Nach einer Umfrage kurz nach dem Jahr 2000 waren 30 % der rumĂ€nischen Mehrheitsbevölkerung der Meinung, dass Roma nicht ins Ausland reisen sollten. 36 % glaubten, dass Roma am besten am Rande der Gesellschaft leben sollten, 50 % befĂŒrworteten eine obligatorische, staatlich kontrollierte GeburtenbeschrĂ€nkung.[58] Innerhalb weiter Teile der rumĂ€nischen Mehrheitsbevölkerung ist der Begriff âZigeunerâ ein gĂ€ngiges Schimpfwort (auch fĂŒr einen anderen RumĂ€nen). Als solches wurde er auch von StaatsprĂ€sident Traian BÄsescu gegenĂŒber einer ihm aufdringlich wirkenden Journalistin verwendet.[59]
Es gibt in RumĂ€nien etwa 200 bis 300 Roma-VerbĂ€nde, jedoch keine anerkannte Dachorganisation, was die Interessenvertretung seitens der Roma, aber durch das Fehlen allseits akzeptierter Ansprechpartner auch die Arbeit der Regierung hinsichtlich der Roma erschwert.[60] Die Partei der Roma (Partida Romilor âPro-Europaâ) erhielt bei den Parlamentswahlen 2008 etwa 44.000 Stimmen, was einem Anteil von nur 0,6 % entspricht.[61] Da die Roma zu den 19 offiziell anerkannten ethnischen Minderheiten RumĂ€niens gehören, steht der Partei jedoch trotzdem ein Sitz in der Abgeordnetenkammer zu.
Einige Roma waren ökonomisch erfolgreich, nicht selten indem sie mit Eisen und Stahl aus stillgelegten ProduktionsstĂ€tten â nun Schrott â handelten oder Altstoffe aufarbeiteten.[62] Mitunter zeigen sie ihren Wohlstand in auffĂ€lliger Weise. âMit steigendem Statusâ lehnen RumĂ€nen aus der Bevölkerungsmehrheit derartige Formen der Selbstdarstellung ab und tragen zugleich vor, âZigeunerâ blieben doch stets âZigeunerâ.[63]
Die heutigen Probleme der Roma in RumĂ€nien â wie auch in anderen Staaten â sind nach Auffassung vieler Fachleute auf zahlreiche, komplex aufeinander wirkende Faktoren zurĂŒckzufĂŒhren. Dazu gehören die gegenĂŒber der Mehrheitsbevölkerung deutlich schlechtere materielle Ausgangsbasis, eine meist inoffizielle Segregation der Roma in vielen Bereichen der Gesellschaft, seitens mancher Roma aber auch ein zĂ€hes Festhalten an herkömmlichen Strukturen. Aufgrund einer langen Tradition verschiedener Formen der Diskriminierung gibt es bei vielen Roma ein Misstrauen gegenĂŒber staatlichen MaĂnahmen und privaten Hilfsangeboten, welche schlieĂlich oft an mangelnder Mitarbeit und Initiative scheitern.[64]
Die rumĂ€nische Regierung richtete 2004 ein eigenes Amt ein (AgenÈia NaÈionalÄ pentru Romi, âNationale Agentur fĂŒr Romaâ), das sich speziell mit den Problemen der Roma-Minderheit befasst.[65]
Dobrudscha
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine kleine Minderheit von muslimischen Roma (Xoraxane-Roma) lebt in der Dobrudscha, zusammen mit ethnischen TĂŒrken und Tataren.[66] Die muslimischen Roma haben sich im Lauf der Jahrhunderte mit TĂŒrken vermischt und betrachten sich selbst als TĂŒrken und sprechen TĂŒrkisch. Von den TĂŒrken und Tataren werden sie als nicht besonders glĂ€ubige Muslime betrachtet.[67]
Bekannte rumÀnische Roma
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Musiker
- Gheorghe Anghel, Geiger
- Dan Armeanca, Musiker und Komponist
- Asu, SĂ€nger
- Babasha, SĂ€nger
- Georges Boulanger, Violinist
- IonuÈ Cercel, SĂ€nger
- Nicole Cherry, SĂ€nger
- Dan Ciotoi, SĂ€nger
- Connect-R, Musiker
- GrigoraÈ Dinicu, Komponist und Violinist
- Damian DrÄghici, SĂ€nger und Politiker
- Toni Iordache, Zymbalspieler
- Adrian Minune, SĂ€nger
- IonicÄ Minune, Akkordeonist
- Nicolae NeacÈu, Violinist und Mitglied der Musikgruppe Taraf de HaĂŻdouks
- Florin Niculescu, Geiger
- Romica Puceanu, SĂ€ngerin
- Johnny RÄducanu, Jazzmusiker
- Florin Salam, SĂ€nger
- TzancÄ Uraganu, SĂ€nger
- Mihaela Ursuleasa, Pianistin
- Laura Vass, SĂ€ngerin
- MÄdÄlin Voicu, Musiker und Politiker
- Politiker
- Sportler
- BÄnel NicoliÈÄ, ehemaliger FuĂballspieler
- Marian Rada, FuĂballtrainer und ehemaliger FuĂballspieler
- Dorel Simion, Boxtrainer und ehemaliger Boxer
- Marian Simion, ehemaliger Amateurboxer
- Weitere Berufe
- Florin CioabÄ, Pastor
- Delia Grigore, Ethnologin & Autorin
- Alina Èerban, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Remmel: Die Roma RumÀniens. Volk ohne Hinterland. Picus Verlag, Wien 1993.
Film
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Curse of the Hedgehog (Kamera: Dumitru BudralÄ), Dokumentarfilm ĂŒber ein Jahr einer in Ă€uĂerster Armut nomadisch lebenden Roma-Familie in den SĂŒdkarpaten
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Mihok, Brigitte/MĂŒller, Stephan, Roma in RumĂ€nien. Ein kleiner Einblick
- zag-berlin.de (PDF; 53 kB), ZAG â antirassistische zeitschrift, Albert Zecheru: Roma in RumĂ€nien â Ein GesprĂ€ch mit dem Schriftsteller Richard Wagner
- Website der Nationalen Agentur fĂŒr Roma (AgenĆŁia NaĆŁionalÄ pentru Romi)
- ifsoz.org (PDF; 188 kB), Gernot Haupt: Deportation rumĂ€nischer Roma nach Transnistrien 1942â1944
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â , Allgemeine Deutsche Zeitung fĂŒr RumĂ€nien: Die Deutschen und Ungarn erreichten historisches Tief, 29. August 2012.
- â romania_en, European Commission: Romania, 26. September 2025.
- â Maria Sass, Herbert Uerlings, Iulia Karin PÄtruÈ: Europa und seine âZigeunerâ. Literatur- und kulturgeschichtliche Studien, Sibiu 2007, S. 20.
- â "Nachkommen der Römer" gegen Roma. In: TAZ. 28. MĂ€rz 2009, abgerufen am 18. Oktober 2013.
- â RumĂ€nien: âZigeuner statt Roma!â roma-service.at, 1. April 2009, abgerufen am 24. Mai 2013.
- â punkto.ro vom 10. Oktober 2010, abgerufen am 24. Oktober 2010
- â RumĂ€nischer PrĂ€sident fĂŒr âZigeunerâ statt âRomaâ In: Die Presse, 10. September 2010. Abgerufen am 24. Mai 2013Â
- â RumĂ€nien: Roma wollen nicht âZigeunerâ genannt werden In: Die Presse, 2. Dezember 2010. Abgerufen am 24. Mai 2013Â
- â RumĂ€nien will Begriff âZigeunerâ wieder einfĂŒhren ( des vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive) In: Kleine Zeitung, 3. Dezember 2010. Abgerufen am 24. Mai 2013Â
- â punkto.ro vom 9. Februar 2011, abgerufen am 4. Mai 2011
- â Esther Quicker: Die âZigeunerâ und wir. Stimmen zu den Roma in der rumĂ€nischen Transformationsgesellschaft. In: Jahrbuch fĂŒr Antisemitismusforschung. 19 (2010), S. 71; âListe der rumĂ€nischen Komponistenâ, in: www.worldlingo.com/ma/enwiki/de/List_of_Romanian_composers.
- â Wie Radacanu zu den rumĂ€nischen Kulturtagen in MĂŒnchen: Die rumĂ€nischen Kulturtage in MĂŒnchen 2011. Gesellschaft zur Förderung der RumĂ€nischen Kultur und Tradition e. V, archiviert vom am 18. MĂ€rz 2013; abgerufen am 24. Mai 2013.
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